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Mein einziges Zuhause Roman | Der große Bestseller aus Finnland endlich auf Deutsch

3

24,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2024

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,7/12,6/3,5 cm

Gewicht

460 g

Farbe

Dunkelrot / Altrosa

Originaltitel

Ainoa Kotini

Übersetzt von

Elina Kritzokat

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20238-4

Beschreibung

Rezension

»Schweres Erbe. Hanna Brotherus ist Tänzerin und Choreografin, in ihrem klugen Romandebüt erzählt die Finnin von einer Frau, die auch Tänzerin ist und ihren Körper ihr einziges Zuhause nennt.« Angela Wittmann Brigitte 20240605

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.05.2024

Verlag

Ullstein Hardcover

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

20,7/12,6/3,5 cm

Gewicht

460 g

Farbe

Dunkelrot / Altrosa

Originaltitel

Ainoa Kotini

Übersetzt von

Elina Kritzokat

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20238-4

Herstelleradresse

Ullstein
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Die ganze familiäre Tragik einer Essstörung

MarieOn am 29.07.2024

Bewertungsnummer: 2255437

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hanna geht für einige Tage von Helsinki nach Paris. Dort hofft sie bei sich anzukommen. Sie möchte über ihre Erinnerungen schreiben, sich den nötigen Raum geben, um ihrer Wahrheit auf den Grund zu gehen und hadert mit der Sicht der anderen. Wenn jemand sich hier einen wärmeren Blick auf seine Person erhofft hätte, wäre es hilfreich gewesen, sich schon früher darüber Gedanken zu machen. S. 14 Hanna hatte erst kürzlich durch ihren Vater erfahren, dass ihre Mutter sie nicht mag und auch ihre Schwester, zu deren Lebzeiten nicht gemocht hatte. Hanna erinnere die Mutter an deren Schwiegermutter, die viel gelacht habe. Sie erinnere sie an Sexualität, an Leidenschaft, die der Mutter suspekt ist. Hannas Mutter ist das Urbild von Zurückhaltung und Sittsamkeit. Sie hatte schon sehr früh damit begonnen, Scham und Schande in Hannas Wesen zu pflanzen. Hannas Vater ist anders, bodenständig. Er folgt seinem Herzen und ist präsent, interessiert. Grenzen kann er keine setzen, das überlässt er der Mutter. Konflikte hält er nicht aus, redet nicht gerne über Gefühle. Hanna hat mit ihrer Schwester um die Aufmerksamkeit der Eltern konkurriert und am Ende hat die Schwester gewonnen. Das erste Anzeichen ihrer Krankheit war Freudlosigkeit, dann stand sie ständig vor dem Spiegel. Sie füllte ihre Kalorientabelle, buk ihr eigenes Knäckebrot und trieb viel Sport. Unsere Küche war zum stillen Schauplatz des Kalten Krieges geworden, der nur dann aufflackerte, wenn meine Schwester einen Wutanfall bekam. S. 62 Die Magersucht verlieh ihrer Schwester Macht. Sie konnte alle Familienmitglieder in die Krankheit hineinziehen und niederstrecken. Fazit: Hanna Brotherus macht sich auf den Weg, das Wurzelgeflecht, das das Leben in sie gepflanzt hat aus sich rauszuschreiben, um sich zurückzugewinnen. Sie seziert schonungslos ihre Familie und die Magersucht der Schwester. Fragt, wie ihnen das passieren konnte. Deckt die ganze Tragik der Anorexia nervosa auf, die Sucht, die Kontrolle und den Selbsthass. Wie sich das Grauen später durch ihre eigene Familie zieht, blickt zutiefst betroffen auf die Verwüstung, die sie mitzuverantworten hat. Damit nimmt sie ihrer Herkunftsfamilie und vor allem der Mutter, das Schreckliche. Am Ende findet sie nicht nur sich, sondern auch ihre Mutter, kann erkennen, wie sie zu dem lieblosen Menschen geworden ist. Versteht, dass die Mutter ihr nichts geben kann, was sie selbst nie erfahren hat. Und am Ende ist es eine Geschichte des Verzeihens und der Selbstliebe. Ich habe selten eine so ehrliche und intime Selbstoffenbarung gelesen. Dieses Buch tut gut.

Die ganze familiäre Tragik einer Essstörung

MarieOn am 29.07.2024
Bewertungsnummer: 2255437
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hanna geht für einige Tage von Helsinki nach Paris. Dort hofft sie bei sich anzukommen. Sie möchte über ihre Erinnerungen schreiben, sich den nötigen Raum geben, um ihrer Wahrheit auf den Grund zu gehen und hadert mit der Sicht der anderen. Wenn jemand sich hier einen wärmeren Blick auf seine Person erhofft hätte, wäre es hilfreich gewesen, sich schon früher darüber Gedanken zu machen. S. 14 Hanna hatte erst kürzlich durch ihren Vater erfahren, dass ihre Mutter sie nicht mag und auch ihre Schwester, zu deren Lebzeiten nicht gemocht hatte. Hanna erinnere die Mutter an deren Schwiegermutter, die viel gelacht habe. Sie erinnere sie an Sexualität, an Leidenschaft, die der Mutter suspekt ist. Hannas Mutter ist das Urbild von Zurückhaltung und Sittsamkeit. Sie hatte schon sehr früh damit begonnen, Scham und Schande in Hannas Wesen zu pflanzen. Hannas Vater ist anders, bodenständig. Er folgt seinem Herzen und ist präsent, interessiert. Grenzen kann er keine setzen, das überlässt er der Mutter. Konflikte hält er nicht aus, redet nicht gerne über Gefühle. Hanna hat mit ihrer Schwester um die Aufmerksamkeit der Eltern konkurriert und am Ende hat die Schwester gewonnen. Das erste Anzeichen ihrer Krankheit war Freudlosigkeit, dann stand sie ständig vor dem Spiegel. Sie füllte ihre Kalorientabelle, buk ihr eigenes Knäckebrot und trieb viel Sport. Unsere Küche war zum stillen Schauplatz des Kalten Krieges geworden, der nur dann aufflackerte, wenn meine Schwester einen Wutanfall bekam. S. 62 Die Magersucht verlieh ihrer Schwester Macht. Sie konnte alle Familienmitglieder in die Krankheit hineinziehen und niederstrecken. Fazit: Hanna Brotherus macht sich auf den Weg, das Wurzelgeflecht, das das Leben in sie gepflanzt hat aus sich rauszuschreiben, um sich zurückzugewinnen. Sie seziert schonungslos ihre Familie und die Magersucht der Schwester. Fragt, wie ihnen das passieren konnte. Deckt die ganze Tragik der Anorexia nervosa auf, die Sucht, die Kontrolle und den Selbsthass. Wie sich das Grauen später durch ihre eigene Familie zieht, blickt zutiefst betroffen auf die Verwüstung, die sie mitzuverantworten hat. Damit nimmt sie ihrer Herkunftsfamilie und vor allem der Mutter, das Schreckliche. Am Ende findet sie nicht nur sich, sondern auch ihre Mutter, kann erkennen, wie sie zu dem lieblosen Menschen geworden ist. Versteht, dass die Mutter ihr nichts geben kann, was sie selbst nie erfahren hat. Und am Ende ist es eine Geschichte des Verzeihens und der Selbstliebe. Ich habe selten eine so ehrliche und intime Selbstoffenbarung gelesen. Dieses Buch tut gut.

Eine autobiografische Geschichte mit Ecken und Kanten

ancla_books4life aus Schwerte am 14.01.2025

Bewertungsnummer: 2386734

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch ist – wie zu Beginn ausgeführt – eine Reise entlang des Seins der Autorin. Sie entdeckt sich selbst Stück für Stück und lädt die Leserschaft ein, sich auf ähnliche Weise zu reflektieren und zu erinnern. Der größte Kampf, den die Autorin führt, scheint der mit ihrem Körper zu sein. Vieles von dem, was sie erlebt, lässt sich auf eine ganze Generation und darüber hinaus übertragen, und auch ich konnte mich an einigen Stellen wiederfinden. Doch war es wirklich ein „Wiederfinden“ oder eher das Öffnen eines Glückskekses und das Gefühl, dass es passt, weil man es gerne passend hätte? Was ich meine: Manche Aussagen sind sehr allgemein, andere wieder sehr individuell. Obwohl der Text sprachlich durchaus anregend ist, fand ich nur wenige wirklich starke, zitierwürdige Passagen. Das Buch ist zweifellos kraftvoll, und die Erinnerungen der Autorin sind vor allem verstörend, schmerzhaft und einschränkend. Auch die Auswirkungen auf ihre eigenen Kinder gingen mir emotional nahe. Es muss schwer gewesen sein, sich so offen zu zeigen. Ich verstehe, dass dies eine bedeutende Reise für die Autorin war, aber warum man diese über 400 Seiten verfolgen sollte, bleibt mir unklar. An vielen Stellen empfand ich den Text als wirr und zu langatmig. Am stärksten berührte mich die anfängliche Aussage der Autorin bezugnehmend zum Titel des Buches: „Bedeutung hat ALLEIN, was ich FÜHLE und erlebe, wer ich wirklich bin.“

Eine autobiografische Geschichte mit Ecken und Kanten

ancla_books4life aus Schwerte am 14.01.2025
Bewertungsnummer: 2386734
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch ist – wie zu Beginn ausgeführt – eine Reise entlang des Seins der Autorin. Sie entdeckt sich selbst Stück für Stück und lädt die Leserschaft ein, sich auf ähnliche Weise zu reflektieren und zu erinnern. Der größte Kampf, den die Autorin führt, scheint der mit ihrem Körper zu sein. Vieles von dem, was sie erlebt, lässt sich auf eine ganze Generation und darüber hinaus übertragen, und auch ich konnte mich an einigen Stellen wiederfinden. Doch war es wirklich ein „Wiederfinden“ oder eher das Öffnen eines Glückskekses und das Gefühl, dass es passt, weil man es gerne passend hätte? Was ich meine: Manche Aussagen sind sehr allgemein, andere wieder sehr individuell. Obwohl der Text sprachlich durchaus anregend ist, fand ich nur wenige wirklich starke, zitierwürdige Passagen. Das Buch ist zweifellos kraftvoll, und die Erinnerungen der Autorin sind vor allem verstörend, schmerzhaft und einschränkend. Auch die Auswirkungen auf ihre eigenen Kinder gingen mir emotional nahe. Es muss schwer gewesen sein, sich so offen zu zeigen. Ich verstehe, dass dies eine bedeutende Reise für die Autorin war, aber warum man diese über 400 Seiten verfolgen sollte, bleibt mir unklar. An vielen Stellen empfand ich den Text als wirr und zu langatmig. Am stärksten berührte mich die anfängliche Aussage der Autorin bezugnehmend zum Titel des Buches: „Bedeutung hat ALLEIN, was ich FÜHLE und erlebe, wer ich wirklich bin.“

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Mein einziges Zuhause

von Hanna Brotherus

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