Produktbild: Geister weinen nicht

Geister weinen nicht Roman

5

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.06.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19,8/11,7/2,4 cm

Gewicht

211 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Originaltitel

Urværk

Übersetzt von

Julia Gschwilm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77427-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.06.2024

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

19,8/11,7/2,4 cm

Gewicht

211 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Originaltitel

Urværk

Übersetzt von

Julia Gschwilm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77427-2

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    23.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Viel mehr als ein Thriller. Eine tief gründende Geschichte voller Gefühl

    Alma lebt alleine in einem kleinen Häuschen am Rande der Siedlung. Sie führt ein zurückgezogenes Leben, meidet jeglichen Kontakt mit anderen Menschen. Die Post wird in den Briefschlitz gesteckt, ihre Lebensmittel und was sie sonst für den täglichen Bedarf benötigt wird einmal in der Woche vom Krämer in einer Kiste vor der Haustüre abgestellt. Überall in ihren Räumen hängen Zettel mit wichtigen Hinweisen, wie zum Beispiel „Essen“ oder „Trinken“. Denn Alma leidet sehr an der Demenz. Und sie ist taub. Sie kann sich an sehr wenige Dinge erinnern. Oftmals gibt es Tage, an denen sie sehr verwirrt ist und nicht mal mehr weiß, wer sie ist. Den Namen ihres Mannes vergisst sie aber nie. Otto. Und auch die Tatsache, dass sie jeden Abend vor dem Schlafen gehen die „Frau“ aufziehen muss. Die „Frau“ ist eine Bornholmer Uhr. Die Einzige, die sie damals bei der Tragödie in der Stadt retten konnte. Wenn sie die Uhr eines Abends nicht mehr aufziehen würde, dann wäre alles vorbei, und auch sie selbst würde nicht mehr aufwachen. Das war ihre feste Meinung, die ihr auch damals Otto eingetrichtert hat. Eines Tages, der Winter fast vorbei, sieht sie einen Jungen mit seinem Hund am Haus vorbei gehen. Mit Vanillekringel versucht sie Tag für Tag das muntere Gespann zu ihr ins Haus zu locken. Sie wollte ein wenig Gesellschaft. Auch erinnert sie sich, selbst mal einen Hund gehabt zu haben. Ihr Vorhaben gelingt, und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Alma und dem Jungen, noch nicht im Schulalter, und dem Hündchen. Mit der Zeit beginnt sich Alma, unterstützt durch ihre Nachmittage mit dem Jungen, wieder etwas mehr an früher zu erinnern. An ihr Leben, ihre Liebe, gute und schlechte Dinge. S.122: „Ihr Leben war zu einem Zustand geworden, einem stillen Sammelsurium von Erinnerungen, Verdrängtem und gewöhnlichen Vergessen. Von Momenten ohne Gedanken. Von Gefühlen ohne Anker.“ Irgendetwas ist da im Schuppen und hat mit Otto zu tun … ein Geheimnis, etwas Schreckliches … aber Alma kann sich nicht daran erinnern … Mehr wird nicht verraten. Die Autorin schildert hier in sehr einfühlsamen und sanften Worten das Leben von Alma. Sie kämpft tapfer gegen die Demenz an und versucht, sich an ihre stille Welt zu gewöhnen. Sie war ja nicht immer taub, aber das Alter hat es mit sich gebracht. Es ist ein ruhiges Buch. Eigentlich. Denn die Autorin Ane Riel spielt hier äußerst gekonnt mit der Erwartung der LeserInnen, dass sich die dunklen Wolken am Himmel in ein enormes Gewitter entladen. So entsteht eine gewaltige Spannung, die sich bis zum Schluss immer mehr aufbaut. Und dennoch bleibt der Roman tiefgründig, beinahe sanft, spielt mit Begriffen wie Neuanfänge, Tod, Verlust oder auch die Unterdrückung durch patriarchal geprägte Strukturen. Und das Ende … hach … lest es! Ganz große Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman, der als Thriller betitelt ist, aber in Wirklichkeit so viel mehr ist. Auch gebührt der Übersetzerin Julia Gschwilm ein ganz großes Lob für diese wirklich ausgezeichnete Umsetzung. Bin voll begeistert.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    23.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Viel mehr als ein Thriller.…

    Viel mehr als ein Thriller. Eine tief gründende Geschichte voller Gefühl. Alma lebt alleine in einem kleinen Häuschen am Rande der Siedlung. Sie führt ein zurückgezogenes Leben, meidet jeglichen Kontakt mit anderen Menschen. Die Post wird in den Briefschlitz gesteckt, ihre Lebensmittel und was sie sonst für den täglichen Bedarf benötigt wird einmal in der Woche vom Krämer in einer Kiste vor der Haustüre abgestellt. Überall in ihren Räumen hängen Zettel mit wichtigen Hinweisen, wie zum Beispiel „Essen“ oder „Trinken“. Denn Alma leidet sehr an der Demenz. Und sie ist taub. Sie kann sich an sehr wenige Dinge erinnern. Oftmals gibt es Tage, an denen sie sehr verwirrt ist und nicht mal mehr weiß, wer sie ist. Den Namen ihres Mannes vergisst sie aber nie. Otto. Und auch die Tatsache, dass sie jeden Abend vor dem Schlafen gehen die „Frau“ aufziehen muss. Die „Frau“ ist eine Bornholmer Uhr. Die Einzige, die sie damals bei der Tragödie in der Stadt retten konnte. Wenn sie die Uhr eines Abends nicht mehr aufziehen würde, dann wäre alles vorbei, und auch sie selbst würde nicht mehr aufwachen. Das war ihre feste Meinung, die ihr auch damals Otto eingetrichtert hat. Eines Tages, der Winter fast vorbei, sieht sie einen Jungen mit seinem Hund am Haus vorbei gehen. Mit Vanillekringel versucht sie Tag für Tag das muntere Gespann zu ihr ins Haus zu locken. Sie wollte ein wenig Gesellschaft. Auch erinnert sie sich, selbst mal einen Hund gehabt zu haben. Ihr Vorhaben gelingt, und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen Alma und dem Jungen, noch nicht im Schulalter, und dem Hündchen. Mit der Zeit beginnt sich Alma, unterstützt durch ihre Nachmittage mit dem Jungen, wieder etwas mehr an früher zu erinnern. An ihr Leben, ihre Liebe, gute und schlechte Dinge. S.122: „Ihr Leben war zu einem Zustand geworden, einem stillen Sammelsurium von Erinnerungen, Verdrängtem und gewöhnlichen Vergessen. Von Momenten ohne Gedanken. Von Gefühlen ohne Anker.“ Irgendetwas ist da im Schuppen und hat mit Otto zu tun … ein Geheimnis, etwas Schreckliches … aber Alma kann sich nicht daran erinnern … Mehr wird nicht verraten. Die Autorin schildert hier in sehr einfühlsamen und sanften Worten das Leben von Alma. Sie kämpft tapfer gegen die Demenz an und versucht, sich an ihre stille Welt zu gewöhnen. Sie war ja nicht immer taub, aber das Alter hat es mit sich gebracht. Es ist ein ruhiges Buch. Eigentlich. Denn die Autorin Ane Riel spielt hier äußerst gekonnt mit der Erwartung der LeserInnen, dass sich die dunklen Wolken am Himmel in ein enormes Gewitter entladen. So entsteht eine gewaltige Spannung, die sich bis zum Schluss immer mehr aufbaut. Und dennoch bleibt der Roman tiefgründig, beinahe sanft, spielt mit Begriffen wie Neuanfänge, Tod, Verlust oder auch die Unterdrückung durch patriarchal geprägte Strukturen. Und das Ende … hach … lest es! Ganz große Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman, der als Thriller betitelt ist, aber in Wirklichkeit so viel mehr ist. Auch gebührt der Übersetzerin Julia Gschwilm ein ganz großes Lob für diese wirklich ausgezeichnete Umsetzung. Bin voll begeistert.

  • schmoekerstunde

    5/5

    08.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Der Roman führt den Leser in…

    Der Roman führt den Leser in eine melancholische, zugleich skurrile Welt, die von schwarzem Humor und subtiler Spannung durchzogen ist, aber nicht respektlos oder übertrieben wirkt. Die Geschichte beginnt ruhig und einfühlsam und zeichnet ein eindrucksvolles Bild von Almas Einsamkeit und ihrem täglichen Kampf gegen die Gebrechen des Alters. Die körperlichen und geistigen Herausforderungen sind realistisch und berührend dargestellt. Der Schreibstil der Autorin ist poetisch, lebendig und detailreich. Insgesamt ein bewegender Roman, der die Themen Alter, Einsamkeit, Freundschaft und Erinnerung auf einzigartige Weise behandelt und der sowohl zum Nachdenken anregt als auch emotional berührt. Es ist eine tiefgründige Geschichte über das Leben und den Tod, über Verluste und Neuanfänge.

  • Gedankenlabor

    4/5

    03.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein schöner Roman!

    „Geister weinen nicht“ von Ane Riel hatte mich besonders durch die Protagonistin, die hier im Vodergrund steht neugierig gemacht. Und zwar begleiten wir als Leser hier Elma, die nach dem Tod ihres Mannes alleine im gemeinsamen Haus in einem kleinen dänischen Örtchen wohnt. Mehr und mehr spielt ihr das Gedächtnis Streiche und als Leser ist man sehr nah mit dabei, wie ihr Leben sich langsam verändert, wie Erinnerungen immer wieder aufploppen und man dennoch immer nie so ganz weiß, wie zuverlässig eben diese sind... Doch so allein und unverstanden Alma wirkt, so knüpft sie doch eine unerwartete Freundschaft mit einem Jungen, der eines Tages mit seinem Hund an ihrem Haus vorbei geht. Diese Freundschaft lässt die Erinnerungen, insbesondere an ihren Mann noch mal ganz präsent werden und auch für uns Leser zeigt sich manches in einem noch mal etwas anderen Licht, das fand ich sehr sehr spannend! Auch die Freundschaft zwischen Alma und dem Jungen hat mir sehr gefallen, wenn auch ich sagen muss, dass ich im Bezug auf Alma einerseits nah und greifbar bei ihr war, und dann auch irgendwie wieder nicht- vielleicht war das hier mit bedingt durch ihren zunehmenden Gedächtnisverlust, dass man als Leser doch irgendwie auch hin und her gerissen ist. Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, wenn auch kein Highlight, so muss ich sagen, dass gerade die älteren Charaktere, wie hier eben Alma doch sehr gefallen bzw. immer, vielleicht bedingt durch ihr Alter, ihre Besonderheiten mitbringen. Wer diese Art von Geschichten mag, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen, einen Blick ist es allemal wert

  • Elina Z.

    4/5

    18.08.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Herzerwärmend

    Dieser Roman verbirgt in sich eine herzerwärmende und berührende Geschichte von Alma. Die Protagonistin ist alt und sie ist unzuverlässig. Anhand ihrer Erinnerungen bekommt der Leser einen Eindruck von Almas früherem Leben mit ihrem Mann. Die Ehrlichkeit der Erzählung geschieht ohne Verurteilung, obwohl es genügend Gründe dafür gäbe. Die Gegensätze wie alt und jung, Liebe und Hass, Alleinsein und Familie bauen eine Grundlage für diesen Roman. Irgendwie sehr realistisch aber trotzdem magisch erzählt uns die Autorin Almas Geschichte. Was bedeutet es, älter zu werden, zusammen mit deinem Mann und danach alleine. Von mir eine klare Leseempfehlung

Kundinnen und Kunden meinen

5

3

4

2

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (5)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Geister weinen nicht