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Heiligenbilder und Heuschrecken Roman. "Eine sprachmächtige Analyse der spanischen Gesellschaft" DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

11

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14993

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.05.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,2/12,2/1,5 cm

Gewicht

216 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

Carcoma

Übersetzt von

Christiane Quandt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0165-5

Beschreibung

Rezension

"Eine raffinierte Geistergeschichte, die dem klassischen Spukhaus-Mythos neues Leben einhaucht. Überaus lebendig und originell seziert Martínez familiäre Traumata, Gewalterfahrungen, Misogynie und Klassenunterschiede. Ein Roman, den Sie nicht so leicht vergessen werden." Publishers Weekly "Der buchgewordene Ausruf ‚Genug ist genug!‘" Alana Portero "Subtile Dynamiken blubbern unter der Oberfläche dieser furiosen Geistergeschichte, mit allerlei Leichen im Keller des Familienhauses - im wörtlichen und im übertragenen Sinne." Kirkus Reviews"Eine fantastische Neuinterpretation des Motivs des Geisterhauses, das hier als Folie dient für die Wunden der Vergangenheit" Financial Times "HEILIGENBILDER UND HEUSCHRECKEN seziert klug den Horror, der Familie bedeuten kann, die Macht weiblichen Zorns und den unbedingten Willen zur Selbstermächtigung." Stylist "Ein Haus der Schatten und Frauen, die Rachegelüsten und Poesie gleichermaßen nachhängen. Eine straff erzählte Geschichte, die umso länger nachhallt. Sie behandelt Dämonen, Klassenfragen und Privilegien, Gewalt und Isolation so selbstverständlich, als hätten die Geister selbst Layla Martínez diesen schaurigen Wachtraum eingeflüstert." Mariana Enríquez "Layla Martínez kratzt die Wunden einer nicht aufgearbeiteten Vergangenheit, die eine ganze Gesellschaft zersetzen, wieder auf, mit fulminanter sprachlicher Kraft und durch Bilder, die oberflächlich mit dem magischen Realismus kokettieren und doch tief in religiös-mythische Schichten hinabreichen. Ein Roman wie aus dem Horrorgenre - entlarvend und verstörend." WDR 3 "Eine Horrorstory als Krimi, eine Abrechnung mit dem Patriarchat und beinharte Rache: großartig harter Stoff!" Der Standard"Layla Martínez gehört zu einer neuen Generation eigenwilliger Stimmen und vormals ungehörter Perspektiven aus Spanien, von der auch hierzulande hoffentlich in Zukunft noch einiges zu hören und zu lesen sein wird." Tagesspiegel "Ein provokanter Roman - Martínez zeigt genau auf, wie schichtbezogene Diskriminierung über Generationen funktioniert, wie Armut und Reichtum in den jeweiligen Familien vererbt wird." Buchkultur

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14993

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

31.05.2024

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,2/12,2/1,5 cm

Gewicht

216 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage 2024

Originaltitel

Carcoma

Übersetzt von

Christiane Quandt

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0165-5

Herstelleradresse

Eichborn Verlag
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: telefonmarketing@luebbe.de

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  • Bewertung

    5/5

    04.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich kann mich zu 120% der bezaubernden...

    Ich kann mich zu 120% der bezaubernden Viktoryia Kazlova anschließen :) Lesen Sie dieses Buch!!!

  • Marielle_liest

    5/5

    17.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schatten, Geister und starke Frauen

    Ein Dorfleben früher wie heute - wer nicht zu den anderen passt, wer sich nicht der Norm entsprechend verhält, wer nicht dem Trott der Gemeinschaft folgt, wird ausgegrenzt und geächtet. Da können Generationen die vorherigen und die davor überleben, das wird sich niemals ändern. So geht es auch einer jungen Frau und ihrer Großmutter in Südspanien. Sie haben nie dazu gehört, sie wurden schon immer gemieden, ihr Ruf eilt ihnen voraus. Doch sie werden sich rächen - mit ihren eigenen, unvergleichlichen Mitteln. Diejenigen, die Leid über die Familie gebracht haben, sollen dafür bezahlen. Schon ganz früh ist zu spüren, dass die Enkelin und die Großmutter über höhere Mächte verfügen. Doch, was sich zuerst nach einem Schauerroman anfühlt, nimmt für mich nach ein paar Kapiteln einen ganz besondere Entwicklung. Denn dass der Tod im Haus der beiden Frauen sein Unwesen treibt, wird von gruselig zu spannend zu magisch (im positivsten Sinne). Es ist gar nicht schlimm, dass Geister, Schatten und übernatürliche Kräfte beteiligt sind am Alltag dieses Hauses. Im Gegenteil, ich fiebere mit, habe Spaß an den Ritualen, bin gespannt, wann die Heiligen sich als nächstes blicken lassen. Und ich wünsche mir, dass das Haus immer mächtiger wird, dass es die bösen Menschen im Dorf in die Mangel nimmt, die der Familie unrecht getan haben. Es ist eine Geschichte über neu erstarkte Frauen, die sich rächen für ihr eigenes Schicksal und für die Frauen, die einst in diesem Dorf und in diesem Haus unterdrückt, verdammt und verstoßen, gequält und missh*ndelt wurden. Es ist eine Geschichte über Feminismus, über Machtmissbr*uch, über Misogynie, über Gerechtigkeit und Genugtuung und über die Hilfe von „oben“, die man sich im echten Leben so oft wünschen würde. Die Sprache ist nah, authentisch und voller Emotionen – und auch grandios ins Deutsche übersetzt. Der wechselnde Blickwinkel zwischen Enkelin und Großmutter hat sehr gut zur Handlung gepasst und war für mich das i-Tüpfelchen. Ich hatte eine wahre Freude am Lesen und ich habe die Paukenschläge geliebt, die das Dorf immer wieder zum Beben brachten.

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    09.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Skurrile Rachegeschichte vom Feinsten

    Wenn ihr Lust auf eine skurrile, schaurig feministische Rachegeschichte habt, dann seid ihr bei diesem Buch genau richtig! Layla Martínez’ Roman ist so grandios gut geschrieben, dass ich es garantiert ein zweites Mal lesen werde. Heilige und Schatten, sie „leben“ gemeinsam mit der Großmutter und ihrer Enkelin in diesem Haus in ärmlichen Verhältnissen, das abseits der Gemeinschaft in einem einsamen Dorf in Spanien steht. Das Haus, das als Zuflucht dienen sollte und dann doch zur Falle für 4 Generationen von Frauen wurde. „Niemand kommt von hier weg, und die, die es doch schaffen, die kommen am Ende zurück. Dieses Haus ist ein Fluch.“ Stets beäugt von den übrigen Dorfbewohnern, die in mittelalterlichen Vorstellungen die Bewohnerinnen des Hauses für Hexen halten, was sie jedoch nicht davon abhält, sich ihrer unerklärlichen Kräfte zu bedienen. Und die Bewohnerinnen wissen sich die Macht der Santas, der Heiligen, zunutze zu machen, ebenso, wie sie auch dem Knarren, Quietschen und Tösen des Hauses und seiner Seelen Einhalt gebieten können. Als der Sohn der reichsten Familie des Ortes verschwindet, scheint dann auch schnell klar zu sein, wer dafür verantwortlich zeichnet. Denn schon immer waren es diese Jarabos, die den Weg der Enkelin und ihrer Vorfahren säumten und ihre Macht einsetzten, um die Familie auszunutzen. Und schon immer waren es Männer, die die Frauen des Hauses drangsalierten und beherrschten. Aus Sicht der Enkelin und „der Alten“ erfahren wir nach und nach die Geschichte des Hauses und seiner Bewohnerinnen. Es ist eine Geschichte übelster patriarchaler Strukturen, Jahrzehnte der Gewalt an und Unterdrückung von Frauen, von Machtmissbrauch und Missgunst. Und es die Geschichte von Widerstand und unbändigem Trotz, von Aufbegehren - und dunkler Magie. Sprachlich ist dieser Roman ein Hochgenuss! Da ist einerseits die Enkelin, die in langen, einfachsten Worten durch „ihre“ Geschichte hetzt. Die unüberlegt ihre Gedanken ausspricht und sich selbst damit in der von ihr kritisierten „Art der Amen“ immer wieder enttarnt. Die nicht wie die Alte über Jahrzehnte geübte Worte bedachtsam wählt, die wahlweise die Santas oder das Haus für sie handeln lassen. Was zunächst in Ekel und Ablehnung beginnt, wendet sich dann zunehmend in ein Verständnis und einen Zusammenhalt ob der gemeinsamen Geheimnisse und Schicksale. Ob man es möchte oder nicht: Diese Geschichte zieht trotz der derben Sprache und des grotesken Inhalts in den Bann und lässt mich mit einem schaurig-bösen Lächeln am Ende zurück. Ganz große Erzählkunst und eine große Leseempfehlung!

  • Buch_im_Koffer

    5/5

    09.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Skurrile Rachegeschichte vom…

    Skurrile Rachegeschichte vom Feinsten - Wenn ihr Lust auf eine skurrile, schaurig feministische Rachegeschichte habt, dann seid ihr bei diesem Buch genau richtig! Layla Martínez’ Roman ist so grandios gut geschrieben, dass ich es garantiert ein zweites Mal lesen werde. Heilige und Schatten, sie „leben“ gemeinsam mit der Großmutter und ihrer Enkelin in diesem Haus in ärmlichen Verhältnissen, das abseits der Gemeinschaft in einem einsamen Dorf in Spanien steht. Das Haus, das als Zuflucht dienen sollte und dann doch zur Falle für 4 Generationen von Frauen wurde. „Niemand kommt von hier weg, und die, die es doch schaffen, die kommen am Ende zurück. Dieses Haus ist ein Fluch.“ Stets beäugt von den übrigen Dorfbewohnern, die in mittelalterlichen Vorstellungen die Bewohnerinnen des Hauses für Hexen halten, was sie jedoch nicht davon abhält, sich ihrer unerklärlichen Kräfte zu bedienen. Und die Bewohnerinnen wissen sich die Macht der Santas, der Heiligen, zunutze zu machen, ebenso, wie sie auch dem Knarren, Quietschen und Tösen des Hauses und seiner Seelen Einhalt gebieten können. Als der Sohn der reichsten Familie des Ortes verschwindet, scheint dann auch schnell klar zu sein, wer dafür verantwortlich zeichnet. Denn schon immer waren es diese Jarabos, die den Weg der Enkelin und ihrer Vorfahren säumten und ihre Macht einsetzten, um die Familie auszunutzen. Und schon immer waren es Männer, die die Frauen des Hauses drangsalierten und beherrschten. Aus Sicht der Enkelin und „der Alten“ erfahren wir nach und nach die Geschichte des Hauses und seiner Bewohnerinnen. Es ist eine Geschichte übelster patriarchaler Strukturen, Jahrzehnte der Gewalt an und Unterdrückung von Frauen, von Machtmissbrauch und Missgunst. Und es die Geschichte von Widerstand und unbändigem Trotz, von Aufbegehren - und dunkler Magie. Sprachlich ist dieser Roman ein Hochgenuss! Da ist einerseits die Enkelin, die in langen, einfachsten Worten durch „ihre“ Geschichte hetzt. Die unüberlegt ihre Gedanken ausspricht und sich selbst damit in der von ihr kritisierten „Art der Amen“ immer wieder enttarnt. Die nicht wie die Alte über Jahrzehnte geübte Worte bedachtsam wählt, die wahlweise die Santas oder das Haus für sie handeln lassen. Was zunächst in Ekel und Ablehnung beginnt, wendet sich dann zunehmend in ein Verständnis und einen Zusammenhalt ob der gemeinsamen Geheimnisse und Schicksale. Ob man es möchte oder nicht: Diese Geschichte zieht trotz der derben Sprache und des grotesken Inhalts in den Bann und lässt mich mit einem schaurig-bösen Lächeln am Ende zurück. Ganz große Erzählkunst und eine große Leseempfehlung!

  • darkola77

    5/5

    02.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hexerei und Heilige: die Risse in der Wirklichkeit

    Ein Haus voller Schatten, Engeln und Dämonen, ein Haus, das beschützt, bestraft und über dich wacht – in dieser Symbiose, Schutz und Bedrohung leben eine Enkelin und ihre Großmutter. Sie leben in Armut. Sie leben ausgegrenzt von der Gesellschaft. Und sie leben gekettet an ein Haus, das Fluch und Segen zugleich für sie ist. Doch nicht nur die Trennung nach sozialen Schichten und Milieus hat die Frauen der insgesamt drei Generationen in die Isolation getrieben, abgelegen hinter einem Gebirgskamm, getrennt von der weiteren Bevölkerung. Es ist auch die Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt, welche sie gerade durch die männlichen Dorfbewohner erfahren haben, sei es Ehemann, Partner oder Liebhaber, und das Frauenbild, das ihnen übergestülpt wird. Und es ist auch die hiermit einhergehende Zuschreibung der Hexerei und Verbindung zu übernatürlichen Kräften, welche die Menschen Furcht und Angst verspüren und Abstand zu ihnen halten lässt – ausgenommen die Momente, in denen sie sich die Fähigkeiten der beiden Magiebegabten für ihre eigenen Zwecke zunutze machen. Ist das Haus mit seinem eigenen Innenleben Zuflucht und Gefängnis für deren Bewohnerinnen, so ist es auch Instrument für deren Rache und Waffe gegenüber den männlichen Peinigern. So wird es zugleich zum Bewahrer ihrer moralischen Abgründe und bindet die Frauen auch durch deren dunkle Geheimnisse an sich. Dicht und intensiv wie die Erzählung selbst ist auch die Atmosphäre, die durch die klare, direkte Sprache und eine Handlung, welche eine verstörende und um Magie erweiterte Wirklichkeit beschreibt, geschaffen wird. Und so setzt sich das Büchlein mit seinem Reichtum an Motiven, Bedeutungsebenen und Kraft im eigenen Kopf fest, hallt in diesem nach und lässt die Leser*innen gestärkt zurück – wenn auch mit einer Gänsehaut über der eigenen Zufriedenheit.

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    Viktoryia Kazlova

    OSIANDER Tübingen

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    5/5

    27.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einzigartig und unvergesslich!

    "Hier fallen dir die Zähne und die Haare aus und das Fleisch hängt in Fetzen, und wenn du nicht aufpasst, schleppst du dich nur noch von einer Ecke in die andere oder du rollst dich im Bett zusammen und stehst gar nicht mehr auf." Dieses Haus ist voller Heiliger, Geister und bösem Blut. Dieses Haus verschluckt dich, zerbeißt dich und spuckt nicht mehr aus. Dieses Haus hat Geheimnisse, aber um dies zu erfahren, muss man in das Haus eintreten. Ein phänomenales Lesevergnügen und mein Highlight schon nach den ersten Zeilen. Gänsehaut garantiert...

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