Ein Kunsthändler wird tot auf dem Napf gefunden. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei der Mann von einem Tier angegriffen worden. Bei genauerer Betrachtung stellen die Ermittler Cem Cengiz und Barbara Amato jedoch fest, dass der Tatort Ähnlichkeiten mit dem eines lang zurückliegenden Mordes aufweist. Die Spuren führen das Team der Luzerner Kripo zu einem abgelegenen Hof – und mitten in eine dunkle und unheimliche Welt, in der bereits eine Bestie auf sie wartet.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Silke - Buchgespür -
5/5
27.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannend bis zur letzten Seite
Auf einem abgelegenen Hof inmitten der dunklen Wälder des Napf-Massivs lebt der wortkarge Maler Jon Lang mit seiner geistig- und körperlich behinderten Schwester Mandy. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als in der Nähe ein grausamer Mord geschieht. Die Leiche weist Spuren auf, die an einen wilden Tierangriff erinnern, doch Ermittlerin Barbara Amato vermutet schnell, dass ein Mensch dahintersteckt.
Um Licht ins Dunkel zu bringen, geht Barbara undercover. Als vermeintliche Urlauberin bezieht sie ein Zimmer auf dem Hof von Jon und Mandy. Während sie versucht, den schweigsamen Jon auszuhorchen, beschleicht sie ein beklemmendes Gefühl: Irgendetwas stimmt hier nicht. Doch je näher sie Jon kommt, desto schwieriger wird es für sie, klar zu erkennen, wer Freund und wer Feind ist.
Manchmal liest man einen Krimi und hat sofort das Gefühl, mittendrin zu sein. Genau das ist mir bei „Tod auf dem Napf“ passiert. Monika Mansour zieht einen mit atmosphärischen Bildern in die düstere, abgelegene Welt von Jon Lang und seiner Schwester Mandy. Der Hof, der einsame Wald, die drückende Stille: Alles schreit förmlich nach Unheil. Der Wald ist hier nicht nur Kulisse, er wird zum eigenständigen Charakter, der gleichermaßen Bedrohung und Rückzugsort ist. Diese Spannung zwischen Angst und Faszination zieht sich durch die gesamte Geschichte und hält einen regelrecht gefangen.
Jon und Mandy könnten nicht unterschiedlicher sein. Jon, der verschlossene Maler, trägt schwer an der Vergangenheit und hält alle auf Abstand. Trotzdem hat er etwas, das mich fasziniert hat, irgendwie hat er es geschafft, mich für sich einzunehmen. Als Urlauberin in seinem B&B hätte ich mich wohl ein kleines bisschen in ihn verliebt. Mandy hingegen bleibt ein Rätsel. Sie ist durch ihre Behinderung abhängig von Jon, wirkt hilflos und zurückgezogen. Aber ist sie wirklich so ahnungslos, wie sie tut?
Barbara Amato bringt als Undercover-Ermittlerin ordentlich Schwung in die Szenerie. Als vermeintliche Touristin hält sie sich auf dem Hof auf und mischt sich unter die Verdächtigen. Dabei bleibt sie wachsam, kühl und doch nicht unberührt. Vor allem die subtilen Flirts sorgen für knisternde Momente und bringen eine spannende, emotionale Komponente ins Spiel.
Ich gestehe: Ich hatte recht früh eine Ahnung, wer hinter dem Ganzen steckt. Aber ich war ständig hin- und hergerissen, sodass ich bis zur letzten Seite gezweifelt habe. Diese Mischung aus Suspense und doppelten Böden hält einen echt auf Trab.
„Tod auf dem Napf“ ist ein Krimi, der mit seiner dichten, unheilvollen Atmosphäre punktet. Die Figuren sind komplex, die Story bleibt bis zum Ende spannend, und die kleinen romantischen Untertöne sorgen für einen zusätzlichen Reiz. Definitiv ein Highlight und eine klare Leseempfehlung!
Nordseekrabbe2502
5/5
24.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Tod auf dem Napf
Tod auf dem Napf war für mich der erste Fall von Cem Cengiz - es gibt schon 8 Bände. Aber man kann sie problemlos unabhängig voneinander lesen. Und ich muss sagen , ich bin auf den Geschmack gekommen. Danke @emons_verlag für das Reziexemplar.
IInhalt siehe Klapptext und ich möchte auch nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen , damit ich nicht zu viel Spoiler. Denn dieser Krimi lohnt sich.
@monika.mansour.autorin schafft es mit ihren tollen Bildlichen beschreibungen dem Leser das Gefühl zu geben- mitten drin zu sein. Und die Szenen laufen wie ein Film im Kopf. Die Charaktere finde ich auch gut ausgearbeitet und bin mit ihnen auch gleich " warm " geworden. Auch wenn es viele Charaktere sind die dort eine Rolle spielen konnte ich allen gut folgen - da es für mich ja der 1. Band von "Cem" war. Da die Autorin deutlich den Fokus auf die Hauptcharaktere gelegt hat.
Was mir sehr gefallen hat.
Die Spannung baut sich langsam auf und und bleibt dann konstanz auf einem Level. Es gibt viele Verdächtige und jeder scheint ein Motiv zu haben. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit zu ermitteln und den Täter zu entlarven.
Ich bin relativ schnell dem Monster auf die Schliche gekommen, aber ganz sicher war ich bis zum Schluss nicht. Da die Autorin den Leser zwischendurch immer mal versucht auf die Falsche Fährte zu locken.
Für mich ein toller Krimi, der Lust auf mehr macht .
Joolte_hoert
5/5
08.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Wahnsinn!
Tod auf dem Napf • Monika Mansour
Die Bestie vom Napf,wow, einfach Wahnsinn wie es die Autorin geschafft hat,mich in ihren Bann zu ziehen. Gestern war ich noch auf Seite 80,und plötzlich konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Trotz kleinerer Anfangsschwierigkeiten- weil ich die Personen noch nicht kannte und ich erstmal mit ihnen vertraut werden musste - bin ich anschließend super in der Geschichte angekommen. Der Schreibstil ist total flüssig,durch verdeckte Ermittlungen bleibt die Story durchweg spannend und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert. Wer ist die Bestie und warum tut sie sowas? Auch die Ermittler Cem,Barbara,Bantz und Susanne waren mir super sympathisch. Auch wenn ich die Vorgänger Bände nicht gelesen habe,hatte ich irgendwann nicht mehr das Gefühl,dass mir was an Informationen gefehlt hat.
Ich war ja bereits von ihrem Krimi "Lorzentobel" total angetan,und auch diesmal war es ein absolutes Highlight! Den Tiefgang der Geschichte liebe ich! Große Empfehlung für alle die tiefgründige Krimis lieben. Die Umgebung des Napfgebietes war auch super atmosphärisch dargestellt worden. Beklemmende Atmosphäre,düstere Umgebung, gruselige Personen. Rundum top!
⭐⭐⭐⭐⭐ | 5 Sternen
Bewertung
aus Niederstetten
5/5
03.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein absoluter Highlight - Thriller
Tod auf dem Napf von Monika Mansour
Beschreibung:
Ein Psychothriller, der Gänsehaut garantiert.
Ein Kunsthändler wird tot auf dem Napf gefunden. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei der Mann von einem Tier angegriffen worden. Bei genauerer Betrachtung stellen die Ermittler Cem Cengiz und Barbara Amato jedoch fest, dass der Tatort Ähnlichkeiten mit dem eines lang zurückliegenden Mordes aufweist. Die Spuren führen das Team der Luzerner Kripo zu einem abgelegenen Hof – und mitten in eine dunkle und unheimliche Welt, in der bereits eine Bestie auf sie wartet.
Mein Leseeindruck:
Ich bin ja ein großer Fan der Krimireihe um Ermittler Cem Cengiz. Hier fiebere ich eigentlich jedem neuen Teil entgegen. Aber dieser Band ist einfach weit mehr als ein "normaler" Krimi. Eher wie ein Thriller und mit mega Gänsehautfeeling.
Ich bin mehr als begeistert an den Seiten geklebt und habe diese teils gruselige Stimmung zwischen den Zeilen in mir aufgesaugt. Buch weg legen zwischendrin? Ging zu 200% überhaupt nicht.. Teils hatte ich den Gestank dieses Unwesens direkt mit in der Nase beim lesen und ich hätte auf diesem abgelegenen Hof keine Stunde verbringen können,. Zumal die behinderte Schwester des Besitzers auch mehr als gruselig rüber kam. Bei ihrer Art kam bei mir kein Mitleid auf, sondern distanzierte Vorsicht.
Für mich war die Auflösung dann nicht ganz so überraschend, wie es vielleicht für viele Leser sein wird, aber ich hatte hier einfach so ein Gefühl, womit ich sogar richtig lag.
Fazit:
Ein Krimi, den man unbedingt gelesen haben muss!
Dazu muss man nämlich die Cem-Vorgängerbände gar nicht kennen. Und dieses Mal war er auch definitiv nicht die Hauptperson in den Ermittlungen. Ich kann diesen Krimi aus dem tollen Emons-Verlag nur absolut empfehlen und ich vergebe hier tatsächlich zweimal 5 Sterne! ***** *****
Bewertung
4/5
12.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Horror im Hinterland
In ihrem neusten Krimi um den Luzerner Polizisten Cem Cengiz (mittlerweile Band 8) entführt uns die Autorin Monika Mansour ins Napfgebiet: einem abgelegenen Gebiet im Luzerner Hinterland, das von Wäldern, Schluchten und einsamen Höfen gezeichnet ist. Einem Ort, an dem die Uhren langsamer ticken, die Leute scheinbar wenig von der Aussenwelt halten und uralte Sagen bis zum heutigen Tag Bestand haben.
In genau dieser Gegend wird ein Kunsthändler bestialisch ermordet. Kann man den ersten Indizien glauben, scheint der Täter ein klauenbewehrtes Ungeheuer zu sein. Der Fall stellt Cem Cengiz und seine Kolleginnen von der Kripo vor ein Rätsel. Während Cengiz im lokalen Umfeld Ermittlungen anstellt, geht seine Kollegin Barbara Amato undercover und schleust sich als vermeintlicher B&B-Gast in einem abgelegenen Hof ein. Hier wohnt der wortkarge Maler John mit seiner eigenwilligen Schwester Mandy, deren Eltern vor 15 Jahren ebenfalls dem Ungeheuer zum Opfer gefallen sind. Barbara blickt langsam hinter die Fassade aus Missgunst und Aberglaube – und wird dabei selbst zur Zielscheibe des nach Verwesung stinkenden Monsters.
Die Autorin schreibt im Nachwort, dass sie sich für ihren neusten Regionalkrimi erstmals ins Horrorgenre gewagt hat. Ganz so drastisch fällt «Tod auf dem Napf» nicht aus, die Anleihen sind aber durchaus spürbar. So bewegt sich dieses Buch näher am Psychothriller als einem regulären Krimi – was keineswegs ein Nachteil ist.
Der Fall selbst ist spannend gelungen, die Anzahl der Verdächtigen hoch und die Motive zahlreich. Für aufmerksame Leser dürfte es leider trotzdem relativ leicht fallen, dem wahren Monster vor der Auflösung auf die Schliche zu kommen. Insgesamt fällt das Tempo des Romans angenehm hoch aus, so dass Schwächen in der dramaturgischen Komposition nicht allzu schwer ins Gewicht fallen.
Die Umgebung des Napf-Gebietes mit seinen Schluchten und Wäldern ist eine herrlich-stimmige Kulisse und wird auch gut genutzt und beschrieben. Damit wird das Setting auch für Nicht-Luzerner greifbar und kommt mit angenehm unaufdringlichem Lokalkolorit aus.
Fans der Reihe um Cem Cengiz dürften sich beim Figurenpersonal sofort heimisch fühlen. Für alle anderen ist die Vielzahl an Charakteren und ihre Beziehung zueinander zu Beginn vielleicht etwas überbordend. Zum Glück legt Mansour den Fokus über einen Grossteil der Handlung auf ein angenehm überschaubares Ensemble.
Mansours Krimiromane sind dank ihrem Genremix immer erfrischend und stechen dadurch wohltuend aus der breiten Masse an Regionalkrimis heraus. Sprachlich einfach und gut lesbar gehalten, bietet «Tod auf dem Napf» eine kurzweilige Krimilektüre mit bekannten Gesichtern vor atmosphärischer Kulisse.
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