Die neue Dystopie von Franziska Szmania (3.Platz Tolino media Newcomerpreis 2021,Shortlist Skoutz Award 2023) Wenn Plastik dein Überleben bedeutet… In ferner Zukunft wandert die Herde – eine Ansammlung von Tausenden von Menschen – über den Planeten. Immer auf der Flucht vor dem Wetter. Ihr wertvollster Rohstoff: Plastik. Die siebzehnjährige Wanderin Marjola ist Teil dieser Herde. Regen, Hitze, Stürme und Erdbeben bestimmen ihr Leben. Doch das Wetter ist nicht das Einzige, das die Menschen fürchten müssen. Innerhalb der strengen Hierarchie der Herde brechen immer wieder Machtkämpfe aus, und auch von außerhalb lauern Gefahren. Die oberste Regel: Vertraue keinem Fremden. Als Marjola dem Städter Omeo begegnet, bricht sie genau diese Regel. Obwohl sie gewillt ist, ihn auf Abstand zu halten, schleicht er sich in ihr Herz. Doch ist er wirklich der nette junge Mann, der er vorgibt zu sein, oder verfolgt er in Wahrheit seine eigenen Interessen? "Eine gelungene Mischung aus Abenteuer, Romantik und dystopischer Vision, die zum Nachdenken anregt und lange in Erinnerung bleibt. Ein absolutes Muss!" (Leserfeedback)
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
5/5
03.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Dystopischer Klimaroman
Wow, es ist schon lange her, das mich ein Buch, insbesondere eine Dystopie so gefesselt hat.
In der Geschichte begleitet man Marjola, die mit ihrer Familie ums Überleben kämpft. Sie flüchten vor den Widrigkeiten des Wetters, ob Sandstürme, Beben oder Kälte. Elektrizität gibt es nicht mehr und auch nicht die Zivilisation wie wir sie kennen. Ein Szenario was sehr realistisch ist, denn wir haben nur diesen einen Planeten und mit dem gehen wir nicht besonders gut um.
Neben dem außer Kontrolle geratenen Wetter, dem die letzten Menschen standhalten müssen, ist es auch ein ständiger Kampf um den Rang und Ansehen. Denn die Menschen sind zu Wanderern geworden und bewegen sich in Herden stetig fort. Es gibt verschiedene Clans und dabei gilt der Stärkste gewinnt. Die Schwächsten und Ausgesoßenen stehen wortwörtlich hinten an und müssen sich mit dem Begnügen was die Vorangegangenen zurücklassen. Abfälle aus alter Zeit. Plastik (in dem wir ja förmlich ertrinken) ist Mangelware in Marjolas Welt und heiß begehrt. Sei es zur Fertigung von Kleidung oder Transportmitteln, wie etwa die Taubenwagen. Tauben sind nämlich auch ein wichtiger Bestandteil dieser Dystopie. Sie dienen der Nachrichtenübermittlung und können über Leben und Tot entscheiden.
Ich könnte nun endlich weiter über dieses Geschichte reden, so faszinierend war sie.
Es war spannend, traurig, beklemmend, aber auch voll Liebe und Freundschaft.
Die Charaktere müssen jeden Tag gut über ihr Handeln nachdenken, denn es geht ums nackte Überleben.
Nicht nur Marjola muss ihre Ansichten überdenken und über ihren eigenen Tellerrand hinausschauen. Auch so viel Nebencharaktere hadern mit sich selbst und überraschenten mich.
Das Buch bietet eine düstere Welt, die zum Nachdenken anregt und eine wahnnsinge tolle Charakterentwicklung. Und es gibt ein Happy End!
Lest es und auch das Täubchen Dove wird einen Platz in eurem Herzen finden ❤️
bibis.stuebchen
aus Berlin
5/5
16.02.2025
Buch (Taschenbuch)
Unfassbar beklemmend
Dieses Buch lässt mich mit einem sehr beklemmenden Gefühl in Bauch und Brust zurück. Lange nach dem Zusammenbruch der Welt wie wir sie kennen, ist Plastik für die Menschen der Herde der wichtigste Rohstoff für alles (Kleidung, Wagen, Taschen, Seile etc.). Die Geschichte ist wenig liebevoll und alles sehr harsch. Es geht ums Überleben, da ist kein Platz dafür. Marjolas Ohnmacht, Selbstzweifel und Schuldgefühle sind ganz schwer auszuhalten. Dass nicht alles Gold ist , was glänzt, wird auch beim Leben der Städter bewusst. Marjola macht viele schlimme Dinge durch und entwickelt sich zu einer erwachsenen Frau. Das Ende macht ein bisschen Hoffnung, das ganze Buch jedoch sehr nachdenklich...
Heidrun
5/5
21.08.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine bewegende Geschichte
Schon auf der ersten Seite war ich als Leserin direkt mitten im Geschehen und habe mit der 17-jährigen Marjola den Kampf ihres Clans ums Überleben in einer – vermutlich gar nicht so fernen – Zukunft miterlebt.
Die realistische Schilderung von Details schafft ein Szenario, das durchaus denkbar wäre. Immer auf der Flucht vor Wetterextremen, die wir heute schon kennen, kämpfen die Menschen um Ressourcen. Die Autorin hat hier ausgiebig recherchiert und weitergedacht. So ist es für die Menschen möglich, Flüssigkeit von Eidechsenaugen zu trinken.
Im Kampf ums Überleben sind die Menschen auf gegenseitige Hilfsbereitschaft angewiesen, die auch die als Nachrichtenüberbringer eingesetzten Tauben einschließt. Doch immer wieder kommt es zu Konflikten. Wer ausgeschlossen ist, hat alleine kaum eine Chance. Der Spannungsbogen bleibt dabei bis zum Ende aufrechterhalten. Trotz der bedrohlichen Atmosphäre gibt es einen Hoffnungsschimmer, der sich in den ruhigeren Passagen durchzieht.
Die Darstellung der weiblichen Figuren ist sehr zeitgemäß. Die Hauptfigur ist glaubhaft konzipiert mit Schwächen und Ängsten, aber sie ist in der Lage sich weiterzuentwickeln. Weibliche Figuren wie zum Beispiel Marjolas Tante nehmen ganz selbstverständlich eine führende Rolle im Clan ein. Als Leserin fühle ich mich hier angesprochen und mitgenommen.
Die Geschichte von MARJOLA hallt bei mir noch nach. Ich kann das Buch nur wärmstens empfehlen.
Bewertung
5/5
15.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Eine gelungene Dystopie
Voller Vorfreude habe ich dieses Buch erwartet und wurde in keinster Weise enttäuscht. Marjola und ihre Familie sind Teil einer Herde, einer Gemeinschaft von tausend Menschen, die den Kontinent durchstreifen. Sie flüchten vor dem Unwetter und kämpfen um ihr Überleben. Unerwartet betritt Omeo ihr Leben und stellt dieses komplett auf den Kopf.
Der Weltenbau war beeindruckend und die Autorin hat sich große Mühe gegeben, diese einzigartige Welt zu erschaffen. Dank ihrer bildhaften Schreibweise kann man sich sehr gut in diese Welt hineinversetzen. Auch Marjolas Gedankenwelt wird sehr gut dargestellt. Ich habe dieses Buch sehr genossen und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen. :-)
Alex die Leseratte
aus Berlin
5/5
22.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Rezension zu MARJOLA
‼Ihr Lieben, die heutige Rezension wird etwas ganz besonderes, denn sie wird von meinem Schützling Lale geschrieben und es ist Ihre allererste Rezension überhaupt! Und damit übergebe ich meinen Blog heute und freue mich sehr auf die Rezension!!‼
Hallo, ich bin Lale, 17 Jahre alt und komme aus Griechenland und lebe seit ca 5 Jahren in Deutschland. Seit mein Patéras (Papa) vor drei Jahren tödliche verunglückt ist bin ich obdachlos und lebe auf der Straße. Ich lese so gerne und habe dadurch auch die deutsche Sprache gelernt. Ich freue mich sehr das ich meine allererste Rezension über MARJOLA schreiben darf! Vielen, vielen Dank!!
MEINE MEINUNG:
Marjola ist genau wie ich 17 Jahre alt und immer mit der Herde unterwegs. Auf der Flucht vor den Erdbeben, dem sauren Regen, Stürmen und dem Sumpf, der immer größer wird. Immer auf der Suche nach Hartplastik, das in dieser Zukunft mehr Wert ist als Gold. Marjola hat eine flugunfähig Taube, Dove, um die sie sich hingebungsvoll kümmert. Auch ich habe seit letztem Jahr eine flugunfähige Taube namens Dose, da ich sie in einer Dose gefunden habe und nicht wusste ob sie Mädchen oder Junge ist. Tauben sind in der Welt von Marjola sehr wichtig, da sie wichtige Nachrichten zwischen den einzelnen Clans überbringen und so müssen auch die Tauben versorgt und vor allem bewacht werden.
Die Tauben müssen auch immer bewacht werden, denn in dieser Welt zählt nur das Überleben und daher schrecken auch viele nicht vor Diebstahl zur. Die wichtigste Regel in Marjolas Clan ist: Traue keinem Fremden und schon gar keinem Städter. Doch als sie in Northtown, dem Sommerlager der Herde, auf den Städter Omeo trifft ändert sich für sie alles. Omeo ist nicht so wie ihr Clan immer über Städter urteilt. Oder doch?Meint Omeo es ernst oder verfolgt auch er nur seine eigenen Interessen?
Ich bin von MARJOLA super begeistert und habe das Buch in zwei Tagen gelesen.Ich kann immer wieder viele Verbindungen zu ihrem und meinem Leben ziehen und verstehe sehr gut, warum Marjola in bestimmten Situationen reagiert und handelt. Ihre Welt und meine sind gar nicht so verschieden. Der Schreibstil ist so toll und ich hoffe ich werde irgendwann auch so tolle Bücher schreiben können wie FLORA oder MARJOLA!!
Alex und ich geben eine Leseempfehlung und ich würde am liebsten 100 Sterne geben!! Wir geben MARJOLA 5++/!!!
Vielen Dank das Ihr meine erste Rezension lest und ich hoffe ich habe nichts vergessen oder falsch gemacht!!
Ganz liebe Grüße Lale
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