Produktbild: Selma Merbaum - Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben

Selma Merbaum - Ich habe keine Zeit gehabt zuende zu schreiben Biografie und Gedichte. Mit einem Vorwort von Iris Berben

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

11.12.2023

Verlag

Zu Klampen Verlag

Seitenzahl

359 (Printausgabe)

Dateigröße

8507 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783987373770

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

11.12.2023

Verlag

Zu Klampen Verlag

Seitenzahl

359 (Printausgabe)

Dateigröße

8507 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783987373770

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  • Bewertung

    5/5

    18.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr bewegendes Buch

    Mein Fazit: " Ich habe keine Zeit gehabt, zu Ende zu schreiben " ... Der Titel lässt erahnen, dass Selma nicht viel Zeit hatte, ihr Leben zu genießen. Sie starb mit 18 Jahren in einem Zwangsarbeitslager in der Ukraine, ehe ihr Leben so richtig begonnen hatte. Zitat: " Ich möchte leben. Ich möchte lachen und Lasten heben und möchte kämpfen und lieben und hassen … " Ein viel zu kurzes Leben, voller Emotionen, einer Lebensgeschichte, die berührt, ein Lebensweg, der tragisch endet, ein Mensch, der der Nachwelt eine wunderschöne Lyriksammlung hinterlassen hat. Wenn man sich Fotos von Selma anschaut, sieht man eine junge, in die Kamera lachende, lebenslustige, selbstbewusste Frau, deren Leben am 16.12.1942 so dramatisch und völlig umsonst ausgelöscht wurde. Eine junge Frau, die behütet aufgewachsen ist, in der Schule schon Gedichte schrieb und die auf abenteuerliche Weise den Krieg überlebt haben. Von der ersten Seite an war ich fasziniert von Selmas Lebensgeschichte, von ihrer Poesie, die einfach nur verzaubert und das Herz erwärmt. Im zweiten Teil des Buches hat die Autorin die schöne Lyrik auf poetische Weise dargestellt , die von Herzschmerz, von großen Gefühlen und Dramatik handelt. Am Ende kamen mir die Tränen, denn man spürt, mit wie viel Herzblut Selma diese wundervollen Gedichte geschrieben hat. Mit dieser Biografie hat die Autorin dieser zu früh verstorbenen jungen Frau ein literarisches Denkmal gesetzt.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    06.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Das Leben ist mein

    „Erinnern heißt, die Flamme am Brennen zu halten, und nicht, die Asche zu verwahren.“ (Seite 12) Am 05. Februar 2024 wäre Selma Merbaum 100 Jahre alt geworden, wäre sie nicht im Alter von gerade mal achtzehn Jahren in dem deutschen Zwangsarbeitslager in dem Dorf Mychailiwka (russisch: Michailowka) gestorben. Ihr Werk, das mittlerweile zur Weltliteratur zählt, umfasst 57 Gedichte, die sie mit einem Füller auf einzelne Seiten geschrieben, zu einem Album gebunden und auf dem Weg zur Deportation einem Bekannten zugesteckt hatte. „Blütenlese“ nannte sie das Büchlein, das sie ihrem Freund Leiser Fichman, ihrer großen Liebe, schenken wollte. ️ „Ich möchte leben. Ich möchte lachen und Lasten heben und möchte kämpfen und lieben und hassen und möchte den Himmel mit Händen fassen und möchte frei sein und atmen und schrein. Ich will nicht sterben. Nein! Nein. Das Leben ist rot, Das Leben ist mein. Mein und dein. Mein. (Auszug, Seite 259) ️ Die deutsche Schriftstellerin Marion Tauschwitz hat eine umfassende Biografie über die rumänische deutschsprachige Dichterin geschrieben, ergänzt durch zahlreiches Fotomaterial und Gedichte der viel zu früh verstorbenen jungen Frau. Diese ist gleichermaßen interessant, wie erschütternd, die umfassende Recherche hierzu verdient meinen vollsten Respekt. Die Gedichte haben mein Herz berührt; erwachsen und reif sind diese, mal melancholisch, mal lebendig und lebensfroh. Ein Buch, das ich gerne empfehle. Gegen das Vergessen.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    06.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    „Erinnern heißt, die Flamme…

    „Erinnern heißt, die Flamme am Brennen zu halten, und nicht, die Asche zu verwahren.“ (Seite 12) Am 05. Februar 2024 wäre Selma Merbaum 100 Jahre alt geworden, wäre sie nicht im Alter von gerade mal achtzehn Jahren in dem deutschen Zwangsarbeitslager in dem Dorf Mychailiwka (russisch: Michailowka) gestorben. Ihr Werk, das mittlerweile zur Weltliteratur zählt, umfasst 57 Gedichte, die sie mit einem Füller auf einzelne Seiten geschrieben, zu einem Album gebunden und auf dem Weg zur Deportation einem Bekannten zugesteckt hatte. „Blütenlese“ nannte sie das Büchlein, das sie ihrem Freund Leiser Fichman, ihrer großen Liebe, schenken wollte. „Ich möchte leben. Ich möchte lachen und Lasten heben und möchte kämpfen und lieben und hassen und möchte den Himmel mit Händen fassen und möchte frei sein und atmen und schrein. Ich will nicht sterben. Nein! Nein. Das Leben ist rot, Das Leben ist mein. Mein und dein. Mein.“ (Auszug, Seite 259) Die deutsche Schriftstellerin Marion Tauschwitz hat eine umfassende Biografie über die rumänische deutschsprachige Dichterin geschrieben, ergänzt durch zahlreiches Fotomaterial und Gedichte der viel zu früh verstorbenen jungen Frau. Diese ist gleichermaßen interessant, wie erschütternd, die umfassende Recherche hierzu verdient meinen vollsten Respekt. Die Gedichte haben mein Herz berührt; erwachsen und reif sind diese, mal melancholisch, mal lebendig und lebensfroh. Ein Buch, das ich gerne empfehle. Gegen das Vergessen.

  • LichtundSchatten

    5/5

    05.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Czernowitz ist mir in anderen…

    Czernowitz ist mir in anderen Büchern schon mehrfach aufgefallen, vor allem als eine Stadt der Bücher - so schreibt Zvi Yavetz als Titel für sein Buch: „Erinnerungen an Czernowitz, wo Menschen und Bücher lebten. Auch Selma Merbaum stammt aus dieser leidgeprüften Stadt. Zvi Yavetz schrieb: „Heute bin ich fest davon überzeugt, dass ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung von Czernowitz den mündlich weitergegebenen Nachrichten mehr Glauben schenkte als den offiziellen Berichten der Tageszeitungen.“ Auch bei Selma Merbaum dürfte es nicht anders gewesen sein. Und spannenderweise sehen wir uns heute einer ähnlichen Entwicklung ausgesetzt. Czernowitz war damals eine multikulturelle Stadt mit unterschiedlichsten Religionen, Sprachen und Bevölkerungsanteilen. Es war wenig Frieden und Glück, die Kommunikation wurde im Untergrund geführt und wenige trauten den anderen über den Weg. Für ein Kind ist dies manchmal Abenteuer, meist aber ein tiefer dunkler Graben, der depressiv macht. Selma Merbaum und ihre Angehörigen werden in diesem spannenden Buch zum Leben erweckt, ihre damalige Zeit und die Verarbeitung des Erlebten durch das junge Mädchen stehen vor uns. „Heimelig war ein Zuhause dort nicht: (Gedicht von Selma Merbaum vom 9. Juni 1939) „…so viele Hühner und ein kleiner weißer Hund Und Himmel der so farbenfroh und bunt - Der kahle Baum wirkt so gespensterhaft Und graue Häuser, wie ohne Kraft. …Die Luft ist leis und voll von Sehnen.“ Das Schicksal von Selma Merbaum und ihre Kraft trotz allem Leid zu schreiben, machen einen fassungslos. Der Vernichtungswillen gegen Juden war in den Nazis zu einem Maß gesteigert, der allem widerspricht was Menschsein ausmacht, der auch im Abstand immer noch erschaudern lässt. Es sind ihre Gedichte, in denen alles mitschwingt, die ihr Leiden fassbar machen, die in alle Zeiten hinaus erkennen lassen, wie sehr die lebendige Sehnsucht nach Heimat und Geborgenheit alles durchzieht. „Heute tatest Du mir weh. Rings um uns war Schweigen nur, Schweigen nur und Schnee. Himmel war, nicht wie Azur, Blau jedoch und voll mit Sternen, Windeslied erklang aus fernsten Fernen.“

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