Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

Roman

Buch (Taschenbuch)

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

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Taschenbuch

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ab 14,00 €
eBook

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ab 10,99 €

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

10925

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

592

Beschreibung

Rezension

»Inspirierend!« ("Das neue")
»Inspirierend!« ("Neue Post")
»Es ist eine Ode an den Geschmack der Freiheit und die Kraft der Träume. Jede Seite ist ein Genuss, der die Sinne belebt.« ("Neue Welt für die Frau")

Details

Verkaufsrang

10925

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.03.2024

Verlag

Aufbau TB

Seitenzahl

592

Maße (L/B/H)

20,7/13,4/4,5 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7466-4055-6

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Ein Leben für den Genuss

hasirasi2 aus Dresden am 10.04.2024

Bewertungsnummer: 2175017

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ein Menü sollte wie eine gut erzählte Geschichte sein. Es gibt ein Vorwort, das neugierig machen soll, hungrig auf das, was noch kommt. Und dann soll sich der Geschmack steigern, bis zum Hauptgang. Der Käsegang und der Nachtisch sind dann das sachte Ende der Geschichte – ein hoffnungsvoller Ausgang, der und mit Wohlgefühl zurücklassen sollte.“ (S. 121) Frankreich, 1887: Seit dem Tod ihres Vaters lebt Marthe mit ihre Mutter Julie bei ihrer Großmutter in den Vogesen. Sie führen ein sehr ursprüngliches Leben auf einem kleinen Hof, wo fast alles selbst erwirtschaftet und angebaut wird. Der Alltag und das Essen orientieren sich streng an der Natur und den Jahreszeiten. Es gibt Obst und Gemüse aus dem Garten. Die Milch für den täglichen Bedarf sowie für Butter und Käse kommt von der eigenen Kuh, die Eier von den Hühnern. Die Küchenabfälle werden an ein Schwein verfüttert, das im Herbst geschlachtet wird. Das Brot wird selber gebacken, den Sauerteig dafür pflegt Grand-mère schon ihr ganzes Leben, genau wie die Suppe immer auf der Kochstelle simmert, in die alle verwertbaren Gemüse- und Fleischreste kommen und die dadurch jeden Tag anders schmeckt, obwohl sie den gleichen Grundstock hat. Marthe lernt von ihr, wie man mit Rohstoffen und Lebensmittel umgeht, Vorräte anlegt, haltbar macht – und schreibt sich alles auf. Denn schon da steht für sie fest, dass sie später vom Schreiben leben und Journalistin zu werden will. Weil Marthe das Lyzeum besuchen und studieren soll, nimmt Julie eine Stelle als Köchin in einem großbürgerlichen Pariser Haushalt an. Dort wird Marthe bewusst, dass ihre Mutter eine Sonderstellung einnimmt. Die meisten Köche sind Männer, da Köchinnen nur auf dem Land ausgebildet, gebraucht und akzeptiert werden. Sie freundet sich mit Florence, der gleichaltrigen Tochter der Familie an, die auch das Lyzeum besucht und studiert, aber keinen Plan für ihr Leben hat, da sie ja nie arbeiten werden muss, sondern heiraten soll. „Du stehst zwischen den Welten, zwischen Personal und Herrschaft. Solche wie dich muss es noch mehr geben. Wir müssen die Grenzen aufreißen.“ (S. 21) Marthe und Florence stehen für eine neue Generation Frauen, die unabhängig von ihren Familien etwas Eigenes erreichen wollen und über die ihnen eigentlich zugedachten Grenzen hinausgehen. Ihre Freundschaft ist trotz aller Unterschiede eine Beziehung auf Augenhöhe. Ich hatte bisher weder von Marthe Distel gehört, der Journalistin und Gründerin der Kochschule Le Cordon Bleu, noch ihrem Vorbild, Auguste Escoffier, der die Küche und Ausbildung der Köche revolutioniert hat. Die Autorin hat es geschafft, mir ein sehr lebendiges Bild von ihnen, ihrem Leben und ihrer Arbeitsweise zu vermitteln. „Essen ist mehr als nur Nahrung. Mahlzeiten sind Gefühle … Essen ist mehr als nur satt werden.“ (S. 21) Da ich selber leidenschaftlich gern koche und backe, hat mich diese Buch fasziniert. Ulrike Renk hat es wie ein 5-Gänge-Menü aufgebaut und schreibt mit viel Herzblut über die verschiedenen Zubereitungsarten, verwendeten Produkte und Gerichte. Man liest in jeder Zeile ihre eigene Begeisterung für diese Thema. Gleichzeitig ist es ein richtig toller Schmöker, der die Unterschiede zwischen dem Stadt- und Landleben und den gesellschaftlichen Schichten zeigt und wie diese sich zu dieser Zeit langsam auflösten bzw. vermischten. 5 Sterne für dieses Lesehighlight.
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Ein Leben für den Genuss

hasirasi2 aus Dresden am 10.04.2024
Bewertungsnummer: 2175017
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Ein Menü sollte wie eine gut erzählte Geschichte sein. Es gibt ein Vorwort, das neugierig machen soll, hungrig auf das, was noch kommt. Und dann soll sich der Geschmack steigern, bis zum Hauptgang. Der Käsegang und der Nachtisch sind dann das sachte Ende der Geschichte – ein hoffnungsvoller Ausgang, der und mit Wohlgefühl zurücklassen sollte.“ (S. 121) Frankreich, 1887: Seit dem Tod ihres Vaters lebt Marthe mit ihre Mutter Julie bei ihrer Großmutter in den Vogesen. Sie führen ein sehr ursprüngliches Leben auf einem kleinen Hof, wo fast alles selbst erwirtschaftet und angebaut wird. Der Alltag und das Essen orientieren sich streng an der Natur und den Jahreszeiten. Es gibt Obst und Gemüse aus dem Garten. Die Milch für den täglichen Bedarf sowie für Butter und Käse kommt von der eigenen Kuh, die Eier von den Hühnern. Die Küchenabfälle werden an ein Schwein verfüttert, das im Herbst geschlachtet wird. Das Brot wird selber gebacken, den Sauerteig dafür pflegt Grand-mère schon ihr ganzes Leben, genau wie die Suppe immer auf der Kochstelle simmert, in die alle verwertbaren Gemüse- und Fleischreste kommen und die dadurch jeden Tag anders schmeckt, obwohl sie den gleichen Grundstock hat. Marthe lernt von ihr, wie man mit Rohstoffen und Lebensmittel umgeht, Vorräte anlegt, haltbar macht – und schreibt sich alles auf. Denn schon da steht für sie fest, dass sie später vom Schreiben leben und Journalistin zu werden will. Weil Marthe das Lyzeum besuchen und studieren soll, nimmt Julie eine Stelle als Köchin in einem großbürgerlichen Pariser Haushalt an. Dort wird Marthe bewusst, dass ihre Mutter eine Sonderstellung einnimmt. Die meisten Köche sind Männer, da Köchinnen nur auf dem Land ausgebildet, gebraucht und akzeptiert werden. Sie freundet sich mit Florence, der gleichaltrigen Tochter der Familie an, die auch das Lyzeum besucht und studiert, aber keinen Plan für ihr Leben hat, da sie ja nie arbeiten werden muss, sondern heiraten soll. „Du stehst zwischen den Welten, zwischen Personal und Herrschaft. Solche wie dich muss es noch mehr geben. Wir müssen die Grenzen aufreißen.“ (S. 21) Marthe und Florence stehen für eine neue Generation Frauen, die unabhängig von ihren Familien etwas Eigenes erreichen wollen und über die ihnen eigentlich zugedachten Grenzen hinausgehen. Ihre Freundschaft ist trotz aller Unterschiede eine Beziehung auf Augenhöhe. Ich hatte bisher weder von Marthe Distel gehört, der Journalistin und Gründerin der Kochschule Le Cordon Bleu, noch ihrem Vorbild, Auguste Escoffier, der die Küche und Ausbildung der Köche revolutioniert hat. Die Autorin hat es geschafft, mir ein sehr lebendiges Bild von ihnen, ihrem Leben und ihrer Arbeitsweise zu vermitteln. „Essen ist mehr als nur Nahrung. Mahlzeiten sind Gefühle … Essen ist mehr als nur satt werden.“ (S. 21) Da ich selber leidenschaftlich gern koche und backe, hat mich diese Buch fasziniert. Ulrike Renk hat es wie ein 5-Gänge-Menü aufgebaut und schreibt mit viel Herzblut über die verschiedenen Zubereitungsarten, verwendeten Produkte und Gerichte. Man liest in jeder Zeile ihre eigene Begeisterung für diese Thema. Gleichzeitig ist es ein richtig toller Schmöker, der die Unterschiede zwischen dem Stadt- und Landleben und den gesellschaftlichen Schichten zeigt und wie diese sich zu dieser Zeit langsam auflösten bzw. vermischten. 5 Sterne für dieses Lesehighlight.

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Historische interessante Geschichte

Bewertung am 31.03.2024

Bewertungsnummer: 2166737

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Marthe wächst1889 auf einem Hof auf. Ihre Grossmutter bringt ihr bei Brot zu backen. Ihre Mutter war eine hervorragende Köchin wie man aus einfachen Zutaten tolle Gerichte kochen konnte. Als ihre Mutter mit ihr nach Paris zieht, taucht sie in eine ganz neue Welt ein. Sie lernt einen Mann kennen und erkennt auch, dass ihr das Schreiben auch Freude bereitet wie das Kochen. Kann sie sich in der Männer Domänen behaupten? Die Geschichte erzählt die Geschichte von Marthe Distel, Journalistin und Gründerin der renommiertesten Kochschule Le Cordon Bleu. Beim Lesen kommt der Appetit auf die französische Küche unvermittelt. Als Leser wird man in das neunzehnten Jahrhundert zurück versetzt. Man lernt, dass es noch die strenge Hierarchien gibt. Marthe und auch Florence versuchen diese strenge zu brechen. Das Lesen ist sehr spannend und man kann sich sehr gut in alle Protagonisten hineinversetzen. Das Lesen ist toll und unterhaltsam. Wer gerne etwas über die französische Küche lernen und wissen will kommt um dieses Buch nicht herum. Sehr lesenswert.
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Historische interessante Geschichte

Bewertung am 31.03.2024
Bewertungsnummer: 2166737
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Marthe wächst1889 auf einem Hof auf. Ihre Grossmutter bringt ihr bei Brot zu backen. Ihre Mutter war eine hervorragende Köchin wie man aus einfachen Zutaten tolle Gerichte kochen konnte. Als ihre Mutter mit ihr nach Paris zieht, taucht sie in eine ganz neue Welt ein. Sie lernt einen Mann kennen und erkennt auch, dass ihr das Schreiben auch Freude bereitet wie das Kochen. Kann sie sich in der Männer Domänen behaupten? Die Geschichte erzählt die Geschichte von Marthe Distel, Journalistin und Gründerin der renommiertesten Kochschule Le Cordon Bleu. Beim Lesen kommt der Appetit auf die französische Küche unvermittelt. Als Leser wird man in das neunzehnten Jahrhundert zurück versetzt. Man lernt, dass es noch die strenge Hierarchien gibt. Marthe und auch Florence versuchen diese strenge zu brechen. Das Lesen ist sehr spannend und man kann sich sehr gut in alle Protagonisten hineinversetzen. Das Lesen ist toll und unterhaltsam. Wer gerne etwas über die französische Küche lernen und wissen will kommt um dieses Buch nicht herum. Sehr lesenswert.

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Mademoiselle Marthe und die Küche der Freiheit

von Ulrike Renk

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