Der Kampf um Freiheit eines in Sklaverei lebenden Geschwisterpaares entfesselt Ereignisse, die das Schicksal zweier Weltreiche bewegen. Das Reich der Hethiter im Jahr 1275 v. Chr. Die Familie der Geschwister Iyalanda und Paiawon lebt in Sklaverei seit Troja im großen Krieg vor zwei Generationen gefallen ist. An Iyalandas 15. Geburtstag überschlagen sich die Ereignisse und die Familie wird grausam auseinandergerissen. Getrennt voneinander geraten die Geschwister in die Wirren eines Konfliktes um die Superwaffe der Antike – das von den Hethitern eifersüchtig behütete Wissen um die Stahlherstellung in einer Welt der Bronze. Paiawon soll ihnen als Söldner getarnt dieses Geheimnis entreißen, während es Iyalanda in den Haushalt eines grausamen Priesters verschlägt. Unterdessen läuft der schwelende Konflikt zwischen den Hethitern und Ägyptern auf die größte Schlacht dieser Zeit zu …
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Heidrun
5/5
25.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannender historischer Roman - aus der Sicht von 4 Figuren
Der Roman ist größtenteils aus der Sicht des Geschwisterpaares Paiawon und Iyalanda geschrieben. Die Perspektive der weiblichen Figur ermöglicht es dem Autor, die Einschränkungen kritisch zu beleuchten, denen Frauen in dieser Zeit unterworfen waren. Besonders gefallen hat mir, dass Iyalanda Wege findet, diese Einschränkungen zu durchbrechen.
Wie der Titel verrät, spielt die Herstellung von Bronze und Stahl für die Handlung eine wichtige Rolle. Hier wird das ausgiebige geschichtliche Hintergrundwissen deutlich, das dem Roman zugrunde liegt. Am Ende des Buches finden sich „Historische Anmerkungen“, eine Orts- und Personenliste, sowie eine Übersicht der im Buch erwähnten Gottheiten. Ein besonderes Highlight sind die selbstgeschriebenen Songs im Buch.
Der sehr gut lesbare Schreibstil macht die Geschichte zu einem Pageturner – und das nicht nur für Leute, die gern historische Romane lesen, sondern für alle, die einfach spannende Geschichten mögen.
Bewertung
5/5
03.01.2024
Buch (Taschenbuch)
Wunderbar erzählt
Die Geschichte ist toll und gefühlvoll erzählt. Nicht zu brutal, nicht zu gefühlsduselig. Genau die richtige Balance. Man wird regelrecht in die Wirren der damaligen Zeit hineingezogen und fiebert mit den beiden Protagonisten. Das Buch ist uneingeschränkt zu empfehlen, wenn man historische Romane mag und kann mit den verlagsgebundenen Autoren locker mithalten.
Maggiem
5/5
27.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Mitreißender historischer Roman
Der historische Roman „Bronze und Stahl“, der 1275 vor Christus spielt, erzählt auf sehr unterhaltsamer Weise die Geschichte des hethitischen Großreichs anhand des fiktiven Geschwisterpaars Iyalanda und Paiawon. Die Geschichte nimmt schon nach kurzer Zeit so richtig Fahrt auf und dem Autor gelingt es wunderbar, mit seinem flüssigen Schreibstil und seiner Erzähltechnik den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten.
Auch die ständig wechselnden Handlungsstränge, die aus der Sicht des Sklaven Paiawon, seiner Schwester Iyalanda, der Kaufmannstochter Malliva und des Agenten Achaios erzählt werden, sowie die Thematik lassen die Geschichte lebendig aufleben. Dem Autor ist die Verknüpfung von Fiktion und Realität sehr gut gelungen.
Die sympathischen Protagonisten Paiawon und Iyalanda entwickeln sich bedingt durch ihre Schicksalschläge zu starken Persönlichkeiten. Iyalandas Herren sind sehr unsympathisch, da sie ihre Macht willkürlich ausüben. Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen und ich fand sie alle authentisch.
Ich finde die historischen Informationen über die Hethiter, die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Schmiedeverfahren, die gesellschaftlichen Spannungen und die politischen Zusammenhänge sehr interessant und diese wurden vom Autor sehr geschickt in die Handlungen eingeflochten. Des Weiteren haben mir die Skizzen in diesem Buch sehr gut gefallen. So konnte ich mir die Städte bzw. die Schlacht von Kadesch so richtig gut vorstellen.
Fazit:
Der Autor Sebastian Steffens hat sehr tiefgehend recherchiert und ihm ist eine mitreißende Geschichte gelungen. Es ist ein packendes Buch, das ich schwer aus der Hand legen konnte. Absolute Kauf- und Leseempfehlung
maggiem
5/5
27.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Mitreißender historischer…
Mitreißender historischer Roman Der historische Roman „Bronze und Stahl“, der 1275 vor Christus spielt, erzählt auf sehr unterhaltsamer Weise die Geschichte des hethitischen Großreichs anhand des fiktiven Geschwisterpaars Iyalanda und Paiawon. Die Geschichte nimmt schon nach kurzer Zeit so richtig Fahrt auf und dem Autor gelingt es wunderbar, mit seinem flüssigen Schreibstil und seiner Erzähltechnik den Spannungsbogen bis zum Schluss zu halten. Auch die ständig wechselnden Handlungsstränge, die aus der Sicht des Sklaven Paiawon, seiner Schwester Iyalanda, der Kaufmannstochter Malliva und des Agenten Achaios erzählt werden, sowie die Thematik lassen die Geschichte lebendig aufleben. Dem Autor ist die Verknüpfung von Fiktion und Realität sehr gut gelungen. Die sympathischen Protagonisten Paiawon und Iyalanda entwickeln sich bedingt durch ihre Schicksalschläge zu starken Persönlichkeiten. Iyalandas Herren sind sehr unsympathisch, da sie ihre Macht willkürlich ausüben. Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen und ich fand sie alle authentisch. Ich finde die historischen Informationen über die Hethiter, die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Schmiedeverfahren, die gesellschaftlichen Spannungen und die politischen Zusammenhänge sehr interessant und diese wurden vom Autor sehr geschickt in die Handlungen eingeflochten. Des Weiteren haben mir die Skizzen in diesem Buch sehr gut gefallen. So konnte ich mir die Städte bzw. die Schlacht von Kadesch so richtig gut vorstellen. Fazit: Der Autor Sebastian Steffens hat sehr tiefgehend recherchiert und ihm ist eine mitreißende Geschichte gelungen. Es ist ein packendes Buch, das ich schwer aus der Hand legen konnte. Absolute Kauf- und Leseempfehlung
Bewertung
aus Glauchau
5/5
21.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannender historischer Roman
„...Die Bronze ruhte blasenfrei in der Vertiefung im Stein und erhärtete stabil, ohne porös zu werden, wie es bei einem reinen Kupferguss geschah...“
Der 17jährige Paiawon soll am nächsten Tag bei seinem Herrn, den Herrscher in Wilusa, ein Bronzeschwert abliefern. Drei Jahre hat er bei seinem Vater gelernt. Sein Arbeitsstück wird darüber entscheiden, ob er weiter in der Schmiede bleiben darf, denn sowohl er als auch sein Vater sind Sklaven.
Der Autor hat einen spannenden und exakt recherchierten historischen Roman geschrieben, der vorwiegend im Reiche der Hethiter spielt. Ab und an gibt es Hinweise auf den vergangenen Kampf um Troja. Seit damals ist Paiawons Familie versklavt.
Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er passt sich den historischen Gegebenheiten an. Das betrifft insbesondere die Verwendung der geografischen Namen und der der Völker.
„...Wie so oft war er erstaunt, dass andere Menschen nicht mehr klar denken konnten, gerade wenn am wichtigsten war...“
Die Worte stammen von Archaios, der mit einem Schiff auf den Weg ins Hethiterreich ist. Es sind seine Ideen, die es dem Kapitän ermöglichen, den Piraten zu entkommen.
Ein dritter Handlungsstrang spielt am Königshof. Dort wird Neter, ein Nubier, für seinen Mut im letzten Kriegseinsatz gelobt.
Als Paiawon sein Schwert überreicht, gibt ihm sind Herr zu verstehen, dass Bronzeschwerter überaltert sind Am Königshof benutzt man Schwerter aus Stahl. Es ist die Herstellung des Stahls, die Archiaos nach Wilusa ins Hethiterreich geführt hat. Doch die Stadt enttäuscht ihn.
„...Selbst der neue Königspalast, dessen Rückwand aus Teilen der alten Mauer bestand, war eher eine große Halle mit Säulen davor, als ein richtiger Palast...“
Man kann es auch anders sagen: Mehr Schein als Sein. Dafür zeichnet sich der Besitzer durch seine Grausamkeit und seine Selbstherrlichkeit aus. Als er sich an ihrem 15. Geburtstag an Iyalanda, Paiawons Schwester vergreift, wird er von Vater und Bruder bedroht. Der Vater stirbt. Für Paiawon und Iylanda beginnt eine unterschiedliche Odyssee, bis sich ihre Wege bei der Schlacht um Kadesch wieder kreuzen. Im Laufe der Geschichte werden die beiden anderen Handlungsstränge mit der vom Leben der Geschwister zusammengeführt.
Der Roman verfügt über einen hohen Spannungsbogen, ist für manche Überraschung im Handlungsablauf gut und zeichnet sich durch seine historische Genauigkeit aus. Außerdem werden die Personen sehr gut charakterisiert. Das geschieht weniger durch Worte, mehr durch deren Handlungen. Dabei lässt der Autor seine Protagonisten im Laufe des Geschehens reifen. Sie lernen Fähigkeiten, die ihnen als Sklaven nie zugänglich gewesen wären. Auch werden ihre Meinungen und ihre Vorschläge ernst genommen.
Mehrere Karten sind in die Handlung eingebunden. Das Nachwort benennt konkret die wenigen enthaltenen geschichtlichen Abweichungen. Außerdem gibt es ein Personenverzeichnis, eine Übersicht über die unterschiedlichen Götterwelten und eine Liste der Städte.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat meine Kenntnisse über die damalige Zeit erweitert.
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