Wien, 1942: Als talentierte Violinistin und Tochter eines einflussreichen NSDAP-Anhängers führt Adele von Bron ein angenehmes Leben. Doch ihre heile Welt gerät ins Wanken, als sie beschließt, jüdischen Familien zur Flucht aus Wien zu verhelfen - und sie dadurch selbst nach Auschwitz gebracht wird …
New York, Gegenwart: Die Galeristin Sera James begibt sich auf die Spuren eines mysteriösen Gemäldes, das sie seit ihrer Kindheit fasziniert. Darauf zu sehen ist eine junge Geigerin mit durchdringend blauen Augen. Seras Spurensuche führt sie nach Europa - zurück in eine Zeit, die die Welt in Atem hielt …
Dieser Roman basiert auf der wahren Geschichte des "Mädchenorchesters von Auschwitz". Er zeigt auf, dass selbst an den dunkelsten Orten Hoffnung zu finden ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Claudia
5/5
10.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein Roman voller Liebe, Hoffnung und Gottvertrauen
Sera hat in New York eine kleine Kunstgalerie und ist seit ihrer Kindheit von einem Gemälde fasziniert, das seither verschollen scheint. Es zeigt eine kahlköpfige, junge Violonistin mit einer tätowierten Nummer auf dem Arm. Auf diese Weise wurden die deportierten Juden im 2. Weltkrieg in den Vernichtungslagern gekennzeichnet. Parallel zu ihrer Suche nach dem Gemälde entwickelt sich die Geschichte um die junge Adele von Bron, genannt "Österreichs Liebling". Sie war eine Violonistin, die als Tochter eines NSDAP-Anhängers jüdischen Familien zur Flucht verhalf und sich damit selbst in große Gefahr brachte. Aus Liebe zu dem Musiker Wladimir schweigt sie, als ihr Vater die Wahrheit erfahren will und wird selbst deportiert, obwohl sie keine Jüdin ist.
Sera wird auf ihrer Suche nach Europa geführt und sieht sich gleichermaßen mit ihrer Vergangenheit und der Frage nach ihrer Zukunft konfrontiert. Sind Adele und die Violonistin auf dem Gemälde ein und dieselbe Person? Was geschah mit ihr? Und kann sich Sera trotz ihrer tiefsitzenden Verletzungen wieder für Gefühle öffnen und vertrauen?
Ein tiefgehender Roman voller Traurigkeit, aber auch voller Liebe, Hoffnung und Gottvertrauen....
Unbedingte Leseempfehlung!
MeineKleineBuecherecke
5/5
25.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein ganz wunderbarer Roman - Herzensempfehlung
Ein ganz wunderbarer, zutiefst berührender Roman, den ich euch nur von ganzem Herzen weiterempfehlen kann! Jetzt bereits eines meiner Jahreshighlights.
Der Roman - der übrigens auf der wahren Geschichte des Mädchenorchesters von Auschwitz basiert - ist so aufgebaut, dass er auf zwei Zeitebenen erzählt wird: 1942 bis 1945 in Österreich & Polen , sowie Gegenwart in New York und Kalifornien, USA.
Die Thematik ist (wie ihr der Kurzinfo entnehmen könnt) natürlich keine leichte und an sich bedrückend, aber bitte lasst euch davon nicht abhalten, diese wunderschöne Geschichte von Adele, Wladimir und den Frauen aus dem Mädchenorchester Auschwitz zu lesen.
Auch die Geschichte von Sera und William war für mich einfach nur wunderschön.
Die Art, wie die Autorin gekonnt diverse Handlungsstränge, Erlebnisse und Perspektiven vereint, ist phänomenal. Das Ende wird euch - davon bin ich überzeugt - zu Tränen rühren (daher lieber schon mal die Taschentücher bereithalten).
Ich habe dieses Buch geliebt und ihr werdet es auch tun, davon bin ich überzeugt. ❤️
Dreamworx
aus Berlin
5/5
19.06.2024
Buch (Taschenbuch)
All Eure Stunden sind Flügel, die durch den Raum schweben von Ich zu Ich. – Khalil Gibran
Die New Yorker Galeristin Sera James ist seit ihrer Kindheit von einem Gemälde besessen, das eine junge kahlköpfige Geigerin zeigt. Sie hat das Bild nur einmal gesehen, seitdem ist sie auf der Suche danach. Die Kontaktaufnehme des kalifornischer Geschäftsmann William Hanover, der ebenfalls aufgrund einer Millionenerbschaft nach dem Bild sucht, lässt sie hellhörig werden. William und Sera machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem Gemälde und landen bei ihrer Recherche in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und dem Schicksal der jungen österreichischen Geigerin Adele von Bron…
Kristy Cambron hat mit „Das Lied des Schmetterlings“ einen wunderschönen und sehr berührenden Roman vorgelegt, der den Leser nicht nur mit wechselnden Zeitebenen zwischen Gegenwart und Vergangenheit pendeln lässt, sondern auch das grausame Schicksal der Menschen in Auschwitz sehr lebhaft skizziert. Der flüssige, bildhafte und empathische Erzählstil nimmt den Leser sofort für sich ein, der regelrecht in die Handlung hineingesogen wird. Während er in der Gegenwart Sera und William bei ihrer Recherche über die Schulter sieht, ist es vor allem die Vergangenheit und das Schicksal der jungen Adele von Bron, das den Leser durch eine wahre Achterbahn der Gefühle jagt. 1942 ist Adele bereits eine gefeierte Violinistin in Wien. Sie stammt aus gutem Hause, ihre Eltern sind jedoch glühende Anhänger der NSDAP. Adele dagegen unterstützt ihre große Liebe Wladimir Nicolai heimlich, der mit allen Mitteln versucht, jüdischen Menschen zur Flucht zu verhelfen. Leider wird ihnen dies zum Verhängnis und nicht nur Wladimir wird deportiert, auch Adele wird von ihren Eltern als Erziehungsmaßnahme als Gefangene in das Konzentrationslager Auschwitz geschickt. Einzig ihre Geige darf sie mitnehmen. Was als Aufenthalt von 2 Monaten geplant war, zieht sich bis zur Befreiung 1945. Adele kommt in Auschwitz sofort unter die Fittiche der Jüdin Omara, die zur Leitung eines Orchesters beauftragt ist. Die Musikerinnen leben nur so lange einigermaßen sicher, so lange sie spielen können. Sie müssen bei der Selektierung am Auschwitzer Bahnhof ebenso spielen wie beim Apell oder bei besonderen Anlässen der Nazis. Während die Autorin das Geschehen im KZ, basierend auf wahren Begebenheiten des Orchesters von Auschwitz, sehr plakativ beschreibt, ist es gerade der Zusammenhalt der Musikerinnen sowie die Gedanken- und Gefühlswelt von Adele, die den Leser mitten ins Herz treffen. Ihre Liebe zu Wladimir ist in all der Zeit ungebrochen, hält sie sogar mit Hilfe einer Schmetterlingshaarspange regelrecht am Leben. Der überraschende Epilog entschädigt den Leser für alle Grausamkeiten, die Adele und ihre Mitstreiterinnen in Auschwitz erleben mussten. Der christliche Aspekt ist in dieser Geschichte wunderschön eingearbeitet worden und spiegelt vor allem Hoffnung und den Glauben an Gott wieder.
Die Charaktere sind glaubwürdig und lebensecht skizziert, der Leser kann gar nicht anders, als sich an ihre Fersen zu heften. Während er leichtfüßig William und Sera bei der Recherche über die Schulter schaut, ist es ihm dauerhaft flau im Magen, wenn er Adele im mörderischen Auschwitz Gesellschaft leistet. Adele ist eine liebenswerte und sehr talentierte junge Frau, deren moralische Ansprüche an das Leben an sich sehr hoch sind. Sie ehrt jedes Leben, und gerade das bringt sie in Schwierigkeiten. Mutig erträgt sie alles, ritzt sich sogar selbst eine Nummer in den Arm und hält ihre Hoffnung am Leben, obwohl die Schrecknisse um sie herum sie brechen müssten, wobei ihr gerade die Musik sehr hilft. Omara ist zwar eine strenge Lehrmeisterin, doch ebenso fürsorglich und friedfertig. Sera und William sind beide auf ihre Weise auf der Suche, wobei das Gemälde nur ein Teil ihrer Suche ist.
„Das Lied des Schmetterlings“ ist ein wunderschöner, atemraubender Roman, der eine Historie wieder lebendig macht, die leider in heutigen Zeiten schon sehr verblasst ist. Nicht nur die Schicksale der Protagonisten hinterlassen beim Leser Spuren, sondern vor allem deren Seelenmalerei bleibt unvergesslich. Absolute Empfehlung für ein echtes Lese- und Gefühlshighlight – Taschentuchalarm!!!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
19.06.2024
Buch (Taschenbuch)
All Eure Stunden sind Flügel,…
All Eure Stunden sind Flügel, die durch den Raum schweben von Ich zu Ich. – Khalil Gibran Die New Yorker Galeristin Sera James ist seit ihrer Kindheit von einem Gemälde besessen, das eine junge kahlköpfige Geigerin zeigt. Sie hat das Bild nur einmal gesehen, seitdem ist sie auf der Suche danach. Die Kontaktaufnehme des kalifornischer Geschäftsmann William Hanover, der ebenfalls aufgrund einer Millionenerbschaft nach dem Bild sucht, lässt sie hellhörig werden. William und Sera machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem Gemälde und landen bei ihrer Recherche in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und dem Schicksal der jungen österreichischen Geigerin Adele von Bron… Kristy Cambron hat mit „Das Lied des Schmetterlings“ einen wunderschönen und sehr berührenden Roman vorgelegt, der den Leser nicht nur mit wechselnden Zeitebenen zwischen Gegenwart und Vergangenheit pendeln lässt, sondern auch das grausame Schicksal der Menschen in Auschwitz sehr lebhaft skizziert. Der flüssige, bildhafte und empathische Erzählstil nimmt den Leser sofort für sich ein, der regelrecht in die Handlung hineingesogen wird. Während er in der Gegenwart Sera und William bei ihrer Recherche über die Schulter sieht, ist es vor allem die Vergangenheit und das Schicksal der jungen Adele von Bron, das den Leser durch eine wahre Achterbahn der Gefühle jagt. 1942 ist Adele bereits eine gefeierte Violinistin in Wien. Sie stammt aus gutem Hause, ihre Eltern sind jedoch glühende Anhänger der NSDAP. Adele dagegen unterstützt ihre große Liebe Wladimir Nicolai heimlich, der mit allen Mitteln versucht, jüdischen Menschen zur Flucht zu verhelfen. Leider wird ihnen dies zum Verhängnis und nicht nur Wladimir wird deportiert, auch Adele wird von ihren Eltern als Erziehungsmaßnahme als Gefangene in das Konzentrationslager Auschwitz geschickt. Einzig ihre Geige darf sie mitnehmen. Was als Aufenthalt von 2 Monaten geplant war, zieht sich bis zur Befreiung 1945. Adele kommt in Auschwitz sofort unter die Fittiche der Jüdin Omara, die zur Leitung eines Orchesters beauftragt ist. Die Musikerinnen leben nur so lange einigermaßen sicher, so lange sie spielen können. Sie müssen bei der Selektierung am Auschwitzer Bahnhof ebenso spielen wie beim Apell oder bei besonderen Anlässen der Nazis. Während die Autorin das Geschehen im KZ, basierend auf wahren Begebenheiten des Orchesters von Auschwitz, sehr plakativ beschreibt, ist es gerade der Zusammenhalt der Musikerinnen sowie die Gedanken- und Gefühlswelt von Adele, die den Leser mitten ins Herz treffen. Ihre Liebe zu Wladimir ist in all der Zeit ungebrochen, hält sie sogar mit Hilfe einer Schmetterlingshaarspange regelrecht am Leben. Der überraschende Epilog entschädigt den Leser für alle Grausamkeiten, die Adele und ihre Mitstreiterinnen in Auschwitz erleben mussten. Der christliche Aspekt ist in dieser Geschichte wunderschön eingearbeitet worden und spiegelt vor allem Hoffnung und den Glauben an Gott wieder. Die Charaktere sind glaubwürdig und lebensecht skizziert, der Leser kann gar nicht anders, als sich an ihre Fersen zu heften. Während er leichtfüßig William und Sera bei der Recherche über die Schulter schaut, ist es ihm dauerhaft flau im Magen, wenn er Adele im mörderischen Auschwitz Gesellschaft leistet. Adele ist eine liebenswerte und sehr talentierte junge Frau, deren moralische Ansprüche an das Leben an sich sehr hoch sind. Sie ehrt jedes Leben, und gerade das bringt sie in Schwierigkeiten. Mutig erträgt sie alles, ritzt sich sogar selbst eine Nummer in den Arm und hält ihre Hoffnung am Leben, obwohl die Schrecknisse um sie herum sie brechen müssten, wobei ihr gerade die Musik sehr hilft. Omara ist zwar eine strenge Lehrmeisterin, doch ebenso fürsorglich und friedfertig. Sera und William sind beide auf ihre Weise auf der Suche, wobei das Gemälde nur ein Teil ihrer Suche ist. „Das Lied des Schmetterlings“ ist ein wunderschöner, atemraubender Roman, der eine Historie wieder lebendig macht, die leider in heutigen Zeiten schon sehr verblasst ist. Nicht nur die Schicksale der Protagonisten hinterlassen beim Leser Spuren, sondern vor allem deren Seelenmalerei bleibt unvergesslich. Absolute Empfehlung für ein echtes Lese- und Gefühlshighlight – Taschentuchalarm!!!
Bewertung
5/5
25.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch voller Emotionen
In dem Roman „Das Lied des Schmetterlings“ wird einerseits die Geschichte der Violinistin Adele erzählt, die aufgrund dessen, dass sie jüdischen Familien zur Flucht verhilft, selbst nach Auschwitz gebracht wird und dann wird noch die Geschichte der Galeristin Sera James erzählt, die auf den Spuren eines sehr eindrucksvollen Gemäldes ist.
Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt, einmal aus der von Adele und dann noch aus der von Sera. Die Schreibweise ist sehr flüssig und die einzelnen Geschehnisse sind sehr gut beschrieben und lassen einen ganz leicht in die beschriebenen Szenen eintauchen. Insbesondere die beschriebenen Geschehnisse aus Adeles Sicht haben mich oft so sehr gepackt, dass ich teilweise das Buch weglegen musste, weil mein Herz so geschmerzt hat von der ganzen Grausamkeit und Schrecken der geherrscht hat. Der Roman insgesamt ist sehr packend geschrieben.
„Das Lied des Schmetterlings“ hat mein Herz einfach erschüttert. Die Kapitel aus der Sicht von Adele haben mich immer sehr mitgenommen, wobei ich die Kapitel von Sera immer als sehr leicht und teilweise auch witzig fand. Durch die Abwechslung der Perspektiven fiel es mir leichter, die sehr schwierigen bzw. gefühlvollen Kapitel von Adele zu verdauen. Ich bin sehr beeindruckt von dem Mut von Adele, jüdischen Familien bei der Flucht zu verhelfen, vor allem wenn man daran denkt, welche Risiken ein solches Unterfangen mit sich gebracht hat und welche Konsequenzen Menschen tragen mussten, wenn so etwas ans Licht kam. Ihr Schicksal hat mich von dem ersten Kapitel an berührt. Ihre Opferbereitschaft, Nächstenliebe und vor allem ihr Glaube haben mich tief beeindruckt. Adeles persönliche Entwicklung hat man auch hautnah beim Lesen miterlebt, zuerst ihr jugendlicher bzw. unschuldiger Glaube, danach ihr Glaubenskampf aufgrund der furchtbaren Zeit in Auschwitz und am Ende ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Es hat mich schockiert zu sehen, dass in einer so furchtbaren Zeit nicht einmal Blutsverwandtschaft oder langjährige Freundschaften etwas zu bedeuten hatten. Sobald man auch nur ein Fünkchen von Zweifel geäußert hat, musste man mit harschen Zurechtweisungen rechnen.
Kristy Cambron hat es wirklich großartig geschafft ein so schweres Thema den Lesern nahe zu bringen. So voller Emotionen, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben, hat mich der Roman bis ins tiefste meines Herzens berührt.
Fazit: Auch wenn das Thema sehr furchtbar ist und schwer auf der Seele lastet, ist es wirklich wichtig nicht zu vergessen, dass es für viele viele Menschen Wirklichkeit war. Auch nach dem Beenden des Romans musste ich noch eine sehr lange Zeit an diese Geschichte denken. Ich kann es einfach nur weiterempfehlen.
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