Produktbild: Reichlich spät

Reichlich spät

22

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9561

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2024

Herausgeber

Hans-Christian Oeser

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

64

Maße (L/B/H)

21,6/13,4/1,2 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Beige / Bordeaux

Auflage

2

Originaltitel

So Late in the Day

Übersetzt von

Hans-Christian Oeser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-325-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

9561

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.05.2024

Herausgeber

Hans-Christian Oeser

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

64

Maße (L/B/H)

21,6/13,4/1,2 cm

Gewicht

200 g

Farbe

Beige / Bordeaux

Auflage

2

Originaltitel

So Late in the Day

Übersetzt von

Hans-Christian Oeser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-325-5

Herstelleradresse

Steidl GmbH & Co.OHG
Düstere Straße 4
37073 Göttingen
DE

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  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    05.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zu viel Wirklichkeit

    Das Männerbild, das Keegan zeichnet, ist ziemlich deprimierend: da ist Cathal, der sich eine Frau anlächelt, sie heiraten will, und dann erschrickt, dass sie mit in seinen Augen ziemlich viel Zeug bei ihm einzieht, ja, dass sie eine eigene Persönlichkeit ist und nicht nur ihn bedienen und das Maul halten will. Das ist eindeutig zu viel für ihn, so hat er sich’s nicht vorgestellt. Klar, dass er ihre Frage nicht versteht, ob irische Männer wirklich so seien. Feinsinnig beschreibt Keegan einen Mann, der die Chance verpasst, sein Leben zu gestalten, die Gelegenheit zu packen, sich selbst in Bewegung zu bringen, etwas jenseits des tristen Büroalltags zu unternehmen. Dass er an den Kirschen nur bemängelt, wie teuer sie seien und nicht fähig ist, den Kern der liebesroten Frucht zu sehen, den sie herausschält und ihm ein feines Gebäck vorsetzt, das er nicht zu geniessen weiss, ist ein wunderbares Bild, das die Verschiedenheit ihrer beiden Welten aufzeigt. Die kurze Novelle ist nüchtern geschrieben, trocken, man sieht diesen uninteressanten Mann vor sich, dessen grösstes Vergnügen schliesslich ist, die Socken auszuziehen und auf den Boden fallen zu lassen. Bitterscharf, leider zu oft allzu wahr.

  • Esther N.

    Book Circle Community

    5/5

    02.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verpasste Chancen – eindringlich und fein erzählt

    Claire Keegan beweist einmal mehr, dass grosse Literatur keine epische Länge braucht. Mit nur 64 Seiten gelingt ihr ein eindrucksvolles, tiefgründiges Werk, das von einer gescheiterten Liebe erzählt – leise, präzise und voller melancholischer Schönheit. Im Mittelpunkt steht Cathal, ein Mann, der in einem trostlosen Büroalltag gefangen ist und dem etwas Entscheidendes fehlt. Als er an einem Sommertag den Bus in sein Heimatdorf nimmt, begegnet er einer jungen Frau, und plötzlich holen ihn Erinnerungen ein: an Sabine, die Frau, mit der er hätte leben können – wenn er ein anderer gewesen wäre. In dieser knappen, aber eindringlichen Erzählung entfaltet sich das Drama einer vertanen Chance, eines Lebens, das von Zögern und Verpassen geprägt ist. Keegan schreibt mit einer bewundernswerten Zurückhaltung. Sie wertet nicht, sie erklärt nicht – sie zeigt. Durch Cathals Gedanken und Handlungen lernen wir ihn kennen, ohne dass die Autorin für ihn Partei ergreift. Gerade diese subtile Erzählweise macht den Text so intensiv. Mit wenigen, genau gesetzten Worten erzeugt sie Stimmungen, verdichtet Momente und bringt uns ihren Protagonisten auf eine Weise näher, die unter die Haut geht. Einzig das Cover bleibt rätselhaft – der Bezug zum Inhalt erschliesst sich nicht sofort. Doch das schmälert keineswegs die Wirkung dieses Buches. Reichlich spät zeigt, wie viel Tiefe in wenigen Seiten stecken kann.

  • Sophia

    5/5

    07.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurze, prägnante Geschichte mit überraschend viel Tiefgang auf wenigen Seiten

    Cathal ist ein einfacher Angestellter, der in Irland lebt. Aus seiner Sicht wird ein typischer Tag, Freitag, der 29. Juli, erzählt. Zunächst wirkt Cathal noch sympathisch: er kehrt von der Arbeit heim und ist nicht zufrieden in seinem Leben. Als er zu Hause den Duft einer Frau riecht, erinnert er sich an eine frühere Beziehung mit Sabine und der Leser geht gemeinsam mit ihm auf eine Reise in die Vergangenheit. Das Cover hat mich zunächst verwirrt: die Kirschen sind übergroß dargestellt, in der Buchhandlung hätte ich wahrscheinlich nicht zu dem Buch gegriffen, auch wegen seiner Kürze mit knapp fünfzig Seiten. Doch nach der Lektüre passt das Cover umso mehr zur Geschichte und die Kirschen sind durchaus gut gewählt. Der Einstieg in das Buch fällt leicht, es wird ein typischer Tag im Leben Cathals beschrieben, wie ihn die meisten Menschen tagtäglich erleben. Er wirkt wie ein sympathischer Mann, aber dieses Bild wird auf wenigen Seiten immer mehr zerstört. Er beginnt von seiner Beziehung mit Sabine zu erzählen und es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Cathal keineswegs der "nette Typ von nebenan" ist. Sabine bringt Cathals Leben (wie es in Beziehungen und bei einem Zusammenzug in eine Wohnung nun mal so ist) ziemlich durcheinander: sie bringt Möbel mit, Badutensilien und beansprucht nicht nur den Platz in seiner Wohnung sondern auch in seinem Leben. Nach und nach kommt Cathals wahrer Charakter zum Vorschein: für ihn ist es selbstverständlich, dass sich die Frau um den Haushalt und die Finanzen kümmert, während er sich ein entspanntes Leben zurecht rückt. Immer mehr kommt seine allgemeine Ablehnung Frauen gegenüber ans Licht und auch das Thema Misogynie wird hier hervorragend heraus gearbeitet. Sabine verlässt Cathal, für sie zum Glück, noch rechtzeitig vor der Hochzeit. "Reichlich spät" ist eine leise, unaufgeregte Geschichte, die auf wenigen Seiten viele wichtige Themen behandelt und eindringlich und auf den Punkt erzählt wird. Eine große Leseempfehlung von mir!

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    10.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig erzählt

    Diese Erzählung über einen Tag im Leben von Cathal ist nicht wirklich lang, aber vollkommen ausreichend, damit ich das Gefühl habe, ihn bereits seit langer Zeit zu kennen. Dies ist der Erzählkunst von Claire Keegan geschuldet, die es zustande bringt, auf wenigen Seiten so unglaublich viel zu erzählen. „Das war das Problem mit Frauen, denen die Liebe abhandenkommt: Der Schleier romantischer Gefühle fällt von ihren Augen, und sie schauen dich an und können in dir lesen.“ (Seite 41) Bereits auf den ersten Seiten kann ich mich in den Protagonisten hineinversetzen, solche Tage kennt wahrscheinlich jeder zur Genüge. Je weiter die Erzählung aber voranschreitet, umso mehr schwindet meine Sympathie und macht einer leichten Abneigung Platz. Mit minimalem Aufwand erzielt die Autorin eine große Wirkung, ein solches Talent ist nur wenigen gegeben. Am Ende bin ich fast genauso erschöpft wie Cathal und habe das Gefühl, noch länger ertrage ich ihn nicht. Zufrieden klappe ich das Buch zu und lasse die Geschichte wirken. Absolut meisterhaft!

  • literaturbine (ehemalige Buchhändlerin Osiander)

    aus Speyer

    5/5

    23.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Schatz!

    Claire Keegan schreibt Erzählungen, die so auf den Punkt genau sind, sprachlich so gut sind und den Leser am Ende und auch danach mit Wucht treffen. Herausragend! Viel gibt es nicht zu sagen. Cathal und Sabine lernen sich kennen. Meistens ist sie "sie" und nicht Sabine. Sie kommen zusammen, sie kocht gut und er fragt, ob nicht heiraten eine gute Idee wär. Die Geschichte nimmt ihren Lauf. Unbekümmert gibt sie Geld aus, er beobachtet. Mehr gebe ich nicht Preis !Vielleicht noch: ein feministisches Buch.... Lesen Sie und lesen Sie zwischen den Zeilen, ein Genuß! Und dann natürlich noch der Steidl Verlag, der Bücher macht wie kleine Kunstwerke. Leinen, schönes Cover, passende Schrifttype und feines Lesebändchen - Bücher zum Sammeln, danke! Aus den Englischen übersetzt von Hans-Christian Oeser.

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Bewertungen (22)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Verena Baumgartner

    Verena Baumgartner

    OSIANDER Lörrach

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie viel Literatur passt auf 54 Seiten? Ein ganzes Universum!

    Dieses kleine Meisterwerk handelt von einer gescheiterten (Liebes-)Geschichte, was auf den ersten Blick nicht sehr außergewöhnlich klingt. Doch zeigt der Text seine Besonderheit bei der Themenwelt, der Misogynie und deren Folge, der stilvollen Sprache, der Kunst des Weglassens und dem was zwischen den Zeilen steht. Im Mittelpunkt steht Cathal, der erst kürzlich von seiner Partnerin, Sabine, verlassen wurde, weil er in seinen Einstellungen und seinem Verhalten oft frauenfeindliche Züge zeigte. Wäre er nur ein anderer Mann gewesen, hätte die Beziehung eine Zukunft gehabt. Die Abwertung der Frau wird von der Autorin sehr leise und mit wenigen Worten erzählt, so entfaltet sich die volle Wirkung des Textes erst im Nachklang. Eine feine Erzählung, die beeindruckt!
  • Zum Bewerterprofil von Ulrike Weber-Hänsler

    Ulrike Weber-Hänsler

    RavensBuch Osiander Friedrichshafen

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sind alle irischen Männer so?

    Sind alle irischen Männer so? Diese Frage stellt Sabine sich. Eigentlich möchte sie ja Cathal heiraten. Der Ring ist gekauft, doch dann .... Claire Keegan erzählt auch diese Geschichte in ihrer meisterhaften, knappen Sprache. Da ist kein Wort zuviel, und doch ist alles gesagt. Grandios! Claire Keegan ist die Preisträgerin des Siegfried Lenz Preises 2024
  • Zum Bewerterprofil von Andrea Hengelhaupt

    Andrea Hengelhaupt

    RavensBuch Osiander Friedrichshafen

    Buchhändler*in

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    5/5

    22.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überzeugend und nachhallend!

    Claire Keegan ist eine Meisterin in der Beschreibung zwischenmenschlicher Beziehungen. So auch in dieser Erzählung über die gescheiterte Beziehung eines jungen Paares. Es ist eine Geschichte über frauenfeindliches Verhalten und seine Auswirkungen, erzählt aus der Perspektive des Mannes. Die Art, wie die Autorin schreibt, ist großartig: kein Wort zu viel, aber jeder Satz von durchscheinender Klarheit. Claire Keegan ist eine vielfach ausgezeichnete Autorin. Ihre Erzählung "Das dritte Licht" gehört für die englische Times zu den 50 wichtigsten Romanen des 21. Jahrhunderts. Überzeugend und nachhallend!

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