Es kam der Mauerbau. Dadurch waren auch in unserer Familie Verwandte für Jahre und Jahrzehnte voneinander getrennt. Ältere Herrschaften haben wir nie wiedergesehen. Ein fehlendes Auto, wie bei uns, wäre kein Hinderungsgrund gewesen. Wir sind zur Genüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Taxi, per Moped, Fahrrad und zu Fuß unterwegs gewesen. Aber der 1990 untergegangene Staat namens DDR hinderte bekanntermaßen seine Bürger daran, ins nichtsozialistische Ausland zu fahren. Maximal als Rentner konnte man reisen, später gab es auch bei hohen Geburtstagen naher Verwandter oder bei anderen familiären Angelegenheiten die Möglichkeit, seine Angehörigen einmal wiederzusehen.
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Bewertung
5/5
20.01.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine recht gute Schilderung über DDR-Verhältnisse
Das ist die Fortsetzung von "Erinnerungen einer sächsisch-sudetendeutschen Familie". Niemand hatte die Absicht, eine Mauer zu errichten. W. Ulbricht tat es doch. Auch in dieser Familie waren Verwandte, einfache Menschen, die niemand etwas zuleide getan hatten, für Jahrzehnte getrennt.
Trotz Mangelwirtschaft hatten sie auch in der DDR oft schöne Urlaubstage. Ein kleines Kind kommt an, die heutige Autorin. Sie durchläuft Kindergarten und Schule ganz gut.
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