"Joe war mal cool. Jetzt ist er nur noch irgendsoein drogenabhängiger Loser."Emmy steht in einer der Kabinen der Mädchentoilette und weint. Sie weiß, dass ihr großer Bruder Joey viel mehr ist als das. Joey ist derjenige, der ihr das Fahrradfahren beigebracht hat, weil ihre Eltern ständig arbeiten mussten. Joey saß stundenlang mit ihr in der Bettlakenhöhle, und hörte ihr beim Vorlesen zu, selbst als er schon viel zu alt dafür war. Joe zeigte ihr, wie man Rührei macht und ließ sie zugucken, während er malte. Bis zu dem Tag, an dem Emmy an seine Zimmertür klopft und Joey mit kalter Stimme sagt: Geh weg.Ein Roman darüber, dass kein Mensch nur gut ist oder nur schlecht ... sondern mindestens beides.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
14.07.2024
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einfach nur zum empfehlen
ab schon das Buch gelesen und freue mich jetzt auf das Hörspiel.Klingt zunächst nach schwerem Stoff und vielleicht etwas trocken. Ein leichtes Thema ist es auch sicher nicht, aber die Autorin schafft es, einen einfachen Zugang zu finden. Man identifiziert sich beim Hören sehr schnell mit der Erzählerin Emmy, die neben den Sorgen rund um ihren abhängigen Bruder auch mit allerhand eigenen Problemen und Gedanken der Jugendzeit zu kämpfen hat. Auf Strecke hatte ich zwischendurch das Gefühl, die Geschichte würde etwas langatmig. Dann hat sie mich jedoch mit immer wieder neuen Wendungen und Überraschungen schnell wieder eingefangen und insbesondere das letzte Drittel war wirklich sehr gut.
Eine tolle Erzählung für alle, die sich bewusst mit dem Thema Suchterkrankungen auseinander setzen wollen, aber auch für solche wie mich, die einfach auf der Suche nach einer abwechslungsreichen und etwas tiefgehenderen Story sind. Einfühlsam und teilweise sehr lebensklug, habe ich auf jeden Fall einiges mitgenommen und gebe eine klare Empfehlung zum Hören.
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
24.06.2024
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Sehr berührend!
Zum Inhalt: Emmy hatte immer ein enges Verhältnis zu Ihrem Bruder Joey. Er war derjenige, der Ihr das Fahrradfahren beigebracht hat, da Ihre Eltern keine Zeit dafür hatten. Auch ansonsten, war er immer für Sie da. Doch eines Tages ändert sich das und Joey lebt einfach nur noch in seiner eigenen Welt. Durch einen verheerenden Autounfall ausgelöst, fängt Emmy an Ihr Leben zu hinterfragen und für sich neue Prioritäten zu setzen. Doch wird Emmy es schaffen, für sich einen Weg zu finden und Ihrem Süchtigen Bruder eine Stütze zu sein.
Meine Meinung: Diese emotionale Story hat mir sehr gut gefallen. Ich finde es toll, das hier die Sicht der Angehörigen im Vordergrund steht. Obwohl ich nicht aus persönlichen Erfahrungen schöpfen kann, stelle ich es mir sehr schwierig vor, betroffenen Personen beizustehen. Dieser Roman hat jedoch die Thematik gut umgesetzt. Die Hörbuch- Version war wirklich ein Hörerlebnis. Die Sprecherin hat gefühlsmäßig alles gut in Szene gesetzt. Die Stimmfarben hat sehr gut gepasst.
Bewertung
aus Leutesdorf
5/5
05.05.2024
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Nicht nur für Jugendliche
Mit dem Cover konnte ich zunächst nicht so viel anfangen, aber je weiter ich das Hörbuch YOU'D BE HOME NOW von KATHLEEN GLASGOW gehört habe, umso mehr habe ich es verstanden. Es geht um Drogen- und Alkoholmissbrauch, vor allem in der Jugendzeit,aber auch um Freundschaft und was sich daraus entwickeln kann, wenn es schlecht läuft. Des Weiteren sind die fehlenden Eltern ein Thema, obwohl sie theoretisch da sind, aber durch Beruf und Ansehen anderweitig beschäftigt sind. Die Kinder haben wenig Halt durch Liebe und Zuneigung, dafür rigoros Gesetze, die befolgt werden müssen und flüchten sich in risikoreiche Bereiche, vielleicht auch um gesehen zu werden. Nach einem dramatischen Autounfall, werden die Kinder der Familie mit Gewalt zum Umdenken gezwungen.
Mich hat das Hörbuch von Anfang an gefesselt. Es war zu keinem Zeitpunkt langweilig oder öde. Im Gegenteil ich habe mitgefiebert, wie es sich entwickelt.
Ein Buch zum Nachdenken über unsere Gesellschaft.
Liska
5/5
01.05.2024
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tiefgründiges Thema
Die Geschichte hat mich durch die hervorragende Aufarbeitung des ernsten Themas der Drogensucht in seinen Bann gezogen. Auch wenn der erste Eindruck über Cover und Klappentext euch vielleicht nicht gleich überzeugt hat - die Geschichte ist es wirklich wert gelesen zu werden.
Durch die schnelle Identifikation der Lesenden mit der Erzählerin Emmy gelingt die Vermittlung der vielfältigen Probleme. Sie hat einerseits mit vielen Aspekten der Jugendzeit zu tun, wo sich zumindest in einigen Aspekten viele Menschen gespiegelt sehen. Zusätzlich ist die Suchterkrankung ihres Bruders zentral in ihrem Leben und es ist ergreifend zu sehen, wie sie damit umgeht.
Definitiv ein Buch, welches für alle Menschen aus unterschiedlichsten Lebenslagen interessant sein kann und einem eventuell auch nochmal eine neue Sichtweise bezüglich des Themas Drogen präsentiert.
DarkBookheart
5/5
18.04.2024
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Hartes Thema und doch so wichtig
Eine tiefgreifende Story, die zeigt, was es nicht nur mit einem selbst, sondern mit der eigenen Umgebung macht, wenn Drogen und Verlust im Spiel sind.
Ein nächtlicher Unfall, wobei ein Mädchen das Leben verlor. Und der Großteil der Insassen unter Drogen. Emory, oder auch Emmy genannt, war in diesem Wagen drin. Genauso wie ihr Bruder Joey. Sie bekommt in der Klinik nur wenig mit, hört jedoch, das ihr Bruder unter Heroin stand. Und das eine Mitschülerin bei dem Unfall ums Leben kam.
Der Haussegen hängt schief, denn wie kann es sein, das in einer angesehenen Familie so etwas wie Drogen ein Thema ist? Maddie, die Ältere der Geschwister, ist die Hübsche, die Erfolgreiche. Joey das Problemkind und Emmy... Emmy ist die jüngste, diejenige, die nicht gesehen wird ohne mit ihrer großen Schwester verglichen zu werden. Die kleine Schwester des drogenabhängigen Loosers, der nichts auf die Reihe kriegt. Doch kaum einer sieht Emmy selbst. Denn auch sie beschäftigen viele Dinge. Vor allem aber die Sorge um ihren Bruder.
Alles was sie will, ist, das alles wieder gut wird. Nur so einfach ist es nicht, wird es auch nicht. Kaum geht die Schule wieder los, steht sie alleine da. Das Tanzteam, in welchem sie war, distanzierte sich von ihr. Und dann sind da noch so einige Geheimnisse, die nicht nur sie selbst hat, sondern sie auch von anderen bewahrt. Geheimnisse, die sie selbst zum nachdenken bringen. Und zusätzlich belasten. Das ganze wird noch getoppt von Liebeskummer...
"You'd be home now" von Kathleen Glasgow greift ein hartes Thema an. Drogenkonsum und deren Abhängigkeit, wie auch die Rehabilitation geht jeden etwas an. Genauso die Gefühle und Emotionen, die damit einhergehen. Keiner sollte die Augen davor verschließen. Hier wird es mal nicht aus der Sicht einer abhängigen Person beschrieben, sondern aus der Sicht eines Angehörigen, einer kleinen Schwester, die immer zu ihrem Bruder aufgesehen hatte, immer auf ihn zählen konnte. Einer Schwester, die nichts anderes will, als ihrem Bruder durch diese Zeit zu helfen, für ihn da zu sein, egal wie schwer es ist. Und sich selbst in Frage stellt, ob sie "genug" ist. Eine Schwester, die verstehen will, wieso ihr Bruder diesen Weg eingeschlagen hatte.
Die Sprecherstimme von Nora Schulte war wirklich angenehm anzuhören. Sie hat der Story eine passende Stimme verliehen, die Emotionen identisch herübergebracht. Die Trauer, Verzweiflung von Emmy und auch von Joey Ausdruck verliehen, das es bei uns Hörern*innen ankommt. Und genau das hat sie geschafft.
Ganz egal, ob erfundene Story oder nicht - selbst wenn hier nur Namen geändert wären - es zeigt, was ein jeden passieren kann. Was um einen herum ablaufen kann ohne das man es mitbekommt oder versteht. Für mich zeigt diese Story eines: Egal wen es trifft, egal wer in diesem Abwärtsstrudel feststeckt, dieses Thema geht uns Alle etwas an. Es darf kein Tabu-Thema sein, nicht verschwiegen werden.
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5/5
06.12.2024
Buch (Paperback)
Auf Empfehlung meiner Kollegin...
Auf Empfehlung meiner Kollegin habe ich zu diesem Buch gegriffen und es in einem Rutsch gelesen. Ein absolut perfektes Jugendbuch! Schmerzhaft schön werden die Themen Drogensucht, Coming of Age, Freundschaft und Verantwortung behandelt. Emotional und mitreißend!
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5/5
15.06.2024
Buch (Paperback)
Alles, was ein gutes Jugendbuch braucht
In Emorys Leben läuft irgendwie alles schief. Während sie versucht, sich um alle um sie herum zu kümmern, merkt sie immer mehr, dass sich um sie selbst überhaupt nicht gekümmert wird. Neben Süchten, der ständigen Angst, nicht auszureichen und der Suche nach sich selbst wird vor allem der Satz: "Du bist doch noch jung, warum bist du traurig?", thematisiert.
Ein unglaublich wichtiges Jugendbuch, das wunderschön und schmerzhaft zugleich aufdeckt, wie ein Leben, in dem immer alles perfekt scheinen muss, zum vollkommenen Gegenteil führen kann. Zusätzlich zur Geschichte hat mir auch der Schreibstil sehr zugesagt, sowie die Art, auf die die unterschiedlichen Schwierigkeiten der Teenager Stück für Stück aufgezeigt werden. Ich habe das Buch in wenigen Tagen verschlungen und denke, dass Joeys und Emorys Schicksal mich vermutlich noch lange beschäftigen wird.
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