Romantisches Südfrankreich-Flair trifft packende Krimispannung:
Die Zwillingsschwestern Charlène und Aurélie würden alles füreinander tun - sogar die Rollen tauschen. Für einen beruflichen Termin geben sie sich einen Abend lang als die jeweils andere aus. Am nächsten Morgen ist Charlène tot. Sollte tatsächlich sie sterben, oder hätte Aurélie das eigentliche Opfer sein sollen? Um das herauszufinden, beschließt Aurélie, die Rolle ihrer Schwester weiterzuspielen. Doch statt Antworten ergeben sich immer neue Fragen. Warum behandelt Charlènes Ehemann sie derart abweisend? Und was hat es mit den verstörenden Tagebucheinträgen ihrer Schwester auf sich? Während sich Aurélie immer tiefer in ihre Rolle verstrickt, muss sie mehr und mehr erkennen, dass die ganze Wahrheit noch viel grausamer ist, als es den Anschein hatte ...
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Rollentausch mit tödlichem Ausgang
Rita aus Wolframs-Eschenbach am 29.03.2024
Bewertungsnummer: 2165388
Bewertet: eBook (ePUB)
Das Thema Rollentausch von eineiigen Zwillingsmädchen kennt man bereits aus dem doppelten Lottchen, nur hier sind es bei dem verhängnisvollen Tausch zwei 28jährige erwachsene Frauen.
Aurélie arbeitet für ihren Lebensunterhalt als Kunstlehrerin. Sie ist ein feinfühliger Typ und überlegt gerade, die Freundschaft mit Jules einem Immobilienmakler zu beenden. Ihre Schwester Charlène, Redakteurin, wesentlich aktiver, tough, lebt luxuriös und steckt mit ihrem Ehemann Bastien in einer Ehekrise.
Charlène bittet Aurélie eindringlich, nochmals ihre Rolle als Ehefrau einzunehmen, da sie einen geschäftlichen Auswärtstermin hat. Von diesem kehrt sie nicht mehr zurück, sondern ihre Leiche wird in einem Hotelzimmer gefunden samt Ausweispapieren als Aurélie. Die wahre Aurélie schafft es nicht, Bastien und der Polizei die Wahrheit zu sagen, sondern verharrt in ihrer Tauschrolle. Mit der Zeit wird es für sie immer schwieriger, die gewählte Identität durchzuhalten. Die Polizei hat bereits Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der Aussagen von Bastien und seiner „Ehefrau“. Unterschwellig wundern sich Bastien und auch die Kollegen in der Redaktion über eine plötzlich so friedvolle Charléne, nehmen es aber positiv zur Kenntnis.
Die große Frage ist aber warum sollte die echte Aurélie sterben? Was steckt hinter diesem Spiel?
Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und obwohl Romance jetzt nicht mein Genre ist, gefiel mir das Buch sehr gut. Silke Ziegler schreibt spannend, flüssig und je weiter man in die Geschichte eintaucht, desto größer wurde der Sog und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Die Figuren wurden sehr genau ausgearbeitet und vor allem auch Aurélie in dem Gefangensein dieses Tausches konnte man gut spüren. Manchmal hätte ich sie gerne geschüttelt und ihr gesagt, rück mit der Wahrheit heraus, dann wird vieles leichter. Aber dann findet Aurélie Charlènes Tagebuch – ein echter Augenöffner über deren bösartige und perfide Gedanken. Durch das immer wieder eingeflochtene Tagebuch hat für mich das Verwirrspiel einen Höhepunkt erreicht. Aber dadurch erscheint auch der Beginn des Buches plötzlich in einem anderen Licht. Mehr Details verrate ich nicht. Die südfranzösische Atmosphäre verleiht dem Buch ein gewisses Urlaubsfeeling.
Ich hatte unterhaltsame Lesestunden und empfehle diese komplexe Krimi Romanze gerne weiter!
Toxische Beziehungen
Gertie G. aus Wien am 26.03.2024
Bewertungsnummer: 2163070
Bewertet: eBook (ePUB)
Dass Zwillingsschwestern manchmal die Rollen tauschen, ist seit Erich Kästners „Das doppelte Lottchen“ mehrfach in die Literaturgeschichte eingegangen. In diesem Krimi hat Silke Ziegler eine höchst spannende Variante geschrieben.
Die eineiigen Zwillingsschwestern Charlène und Aurélie gleichen sich zwar äußerlich so sehr, dass sie von niemandem auseinander gehalten werden können. Doch charakterlich scheinen sie weit von einander entfernt. Aurélie ist kunstsinnig, malt und arbeitet als Lehrerin. Sie wirkt verträumt, während Schwester Charlène zielstrebig bis unnachgiebig ist und als Journalistin arbeitet.
Als Charlène Aurélie eines Tages ersucht, sie für einen Abend bei Bastien, ihrem Ehemann, „zu vertreten“, kann Aurélie nicht nein sagen. Ob es daran liegt, dass Charéne so nachdrücklich darauf besteht, oder weil sie doch heimlich nach wie vor in Bastien verliebt ist und sie sich das nicht eingestehen kann, ist nicht ganz klar auszumachen. Jedenfalls tauschen die Schwestern Klamotten Handtasche und Mobiltelefon sowie ihre Rollen und kann sich keinen Reim darauf machen.
Erst als Bastien von Aurélie angefertigte Skizzen im Haus entdeckt, ist sein Argwohn geweckt. Die beiden beschließen, vorerst den Status Quo beizubehalten und auf eigene Faust zu recherchieren.
Die Lage spitzt sich weiter zu, als bei einer männlichen Leiche in Narbonne die DNA von Charléne, die ja als Aurélie gilt, gefunden wird. Als dann auch noch Bastien verhaftet wird, muss Aurélie die Karten auf den Tisch der Ermittler legen.
Meine Meinung:
Ein ziemlich komplexer Krimi, denn er beginnt mit dem Prolog, in dem die Zwillinge knapp sechs Jahre alt sind. Man weiß bis ziemlich zum Schluss nicht, warum die Lage so eskaliert ist. Die dazwischen eingeschobenen Auszüge aus dem Charlénes Tagebuch lassen zwar die eine oder andere Idee aufkommen, aber nichts genaues weiß man nicht.
Die Story ist spannend, weil sich statt Antworten, ständig neue Fragen ergeben. Warum Aurélie sich nicht schon früher Bastien und/oder der Polizei anvertraut hat? Mehrmals habe ich gedacht, jetzt, endlich, deckt sie den Rollentausch auf. Nein, wieder nichts! So dreht sich die Spirale immer schneller. Dass Bastien, Charlénes Ehemann nicht erkennt, dass es sich um die Zwillingsschwester handelt? Nun ja, die Beziehung ist ziemlich toxisch und die tote Schwester eine Manipulatorin der ersten Klasse, die vor nichts zurückschreckt, um ihre Ziele zu erreichen.
Dieses Verwirrspiel hat mit gut gefallen, denn man sieht nur, was man sehen will.
Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Hin und wieder habe ich mir zwar gedacht, dass kann doch nicht sein, dass weder in der Arbeit, im Freundeskreis noch beim Ehemann fallen die Veränderungen im Wesen Charléne/Aurélie auf. Die ermittelnden Polizisten haben zwar ein unterschwelliges Gefühl, dass in dieser Dreiecksgeschichte etwas nicht stimmt, können dies natürlich nicht belegen. Das Schweigen der Beteiligten erleichtert ihre Ermittlungen nicht wirklich.
Fazit:
Das Thema eineiige Zwillinge samt bizarrem Rollentausch ist fesselnd umgesetzt worden. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
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