In einer Welt, in der Magie dich tötet,
an einem Ort, an dem man dich einsperrt,
ist Liebe eine Qual und gleichzeitig der einzige Sinn zu leben.
KARAT ist eine Akademie, aus der man nur selten wieder lebend herauskommt. Denn sowohl die Prüfungen als auch die Magie der Erweckten sind zumeist tödlich. Und doch muss Ayumi es wissen: Ist sie wie die meisten eine Serendibit mit wenig Magie oder doch ein machtvoller Diamant?
Die Antwort auf diese Frage ist folgenschwerer als befürchtet und es bedarf mehr als einen Tod und mehr als eine Liebe, um das angerichtete Chaos zu bereinigen. Dabei muss Ayumi selbst die Grenzen von Zeit und Raum überwinden und am Ende eine unmögliche Entscheidung treffen. Nur dann besteht für sie die Hoffnung, die Akademie lebend wieder verlassen zu können.
Ein Young-Adult-Fantasyroman, der dir Gänsehaut verpasst und gleichzeitig mit der Protagonistin mitfiebern lässt, im Kampf um ihr eigenes Überleben und dazu die Rettung der ganzen Welt.
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Sehr gutes Buch!
Franci aus Ilmenau am 23.06.2024
Bewertungsnummer: 2229193
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Karat – Akademie der tausend Tode“ ist das Debüt von Sandra Daglinger – und was für eines!
Hatte ich mit einer netten Fantasy-Story innerhalb einer Zauberschule und typischen Teenie-Charakteren gerechnet, wurde ich komplett überrascht und umgehauen.
Immer wieder wendet sich Ayumis Weg und mit diesem auch das Bild der Figuren… Unberechenbar wie die Magie selbst.
Wirklich viel zum außergewöhnlichen Verlauf kann ich nicht sagen – denn die Irrungen, die Karat bereithält, müsst ihr selbst gehen, um zu verstehen.
Wir befinden uns an einer Akademie, an der Schwäche und Kontrollverlust den Untergang bedeuten. Das Risiko in jedem Unterrichtsfach, auf jeder Treppe, selbst im Speisesaal lauert. In der der Tod, strikte Hierarchien und Regeln, volle Stundenpläne und schmerzhafte Strafen zum Pflichtprogramm gehören.
Passend, dass der erwartete Young-Adult-Charme nicht zum Einsatz kommt, denn die Handlung mutet komplex an, wurde merklich durchdacht und aufwendig konstruiert. Kein Platz also für dramabehaftete Befindlichkeiten.
Die Geschichte umspielt ein Jahr an der „Akademie der tausend Tode“, das wir aus Ayumis Perspektive verfolgen – begonnen bei der Eignungsprüfung potenzieller SchülerInnen bis hin zum Abschluss. Doch nicht alle haben die Chance, bei der finalen „Auslese“ anzutreten oder diese zu überstehen.
Waren die ersten Kapitel bereits interessant und hart, begleitet von einer vor Bedrohung warnenden, dichten Atmosphäre, kommt die Autorin mit einem Twist um die Ecke, der alles umwirft – in einem Ausmaß, der die Karten stetig neu mischt, bei dem jedes neue Blatt gravierende Veränderungen bereithält. Nichts ist gewiss oder vorhersehbar – nichts.
Abgesehen der Protagonistin, die sich schnell als äußerst verbissen herausstellte, kämpferisch und lebenswillig, impulsiv und stolz, wurden auch weitere Figuren präsent integriert, undurchsichtig und wankelmütig gezeichnet. Nach und nach kristallisieren sich verschiedene Motivationen heraus, die nach moralisch fragwürdigen Taten, Opfern und Wagnissen verlangen.
Daglinger führt uns durch eine nervenaufreibende Storyline, in der Zeit und Raum durcheinander gewirbelt werden, und zieht uns in eine Geschichte, die kaum zu Atem kommen, dafür ungemein mitfühlen und bangen lässt.
„Karat“ war durchweg spannend, mysteriös und mitreißend, der Stil der Autorin sehr gut, und trotz der Dunkelheit, der Gefahren und Grausamkeiten; neben Konkurrenz- und Überlebenskampf, Demütigung und Verlusten finden sich zarte Gefühle, purer Schmerz. Und Entscheidungen, die nicht nur Ayumi alles abverlangen.
Das Setting kam in seinen Details zur Geltung, verwinkelt und voller Wunder, während die Magie häufig zerstörerisch war. Aber auch Momente der Schöpfung, der Faszination schenkte. Und zwar dann, wenn Elemente und Ränge zusammenarbeiteten…
Wer in den Weiten dieser todbringenden Akademie Freund und Feind ist, ein falsches Spiel spielt, manipuliert und intrigiert? Wer dafür sorgt, dass jeder Tag Ayumis letzter sein könnte?
Zahlreiche Vermutungen über die diversen Intentionen und Wahrheiten häufen sich, werden torpendiert und umgeworfen, bis am Ende, das ebenso unvorhersehbar war wie einzelne Entwicklungen, jedes Puzzle seinen Platz findet.
Karat sticht aus vielerlei Gründen hervor
nataliescozybookplace aus Stadtkyll am 13.06.2024
Bewertungsnummer: 2221937
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Karat – Akademie der Tausend Tode von Susanne Daglinger
Meine Meinung
Karat - Akademie der Tausend Tode sticht aus vielerlei Gründen hervor und hebt sich somit von teils stereotypen Akademie Romanen deutlich ab. Denn an dieser Schule wissen die Schüler nicht, ob sie das Jahr dort überleben werden. Gepaart mit der vorhandenen Magie und dem Konstrukt des außergewöhnlichen Schulsystems zeichnet die Autorin ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht.
Gemeinsam mit Ayumi und ihrer Cousine Miyu starten wir ins Schuljahr und schon hier wird klar, dass diese Geschichte anders ist, denn nicht alle Schüler überstehen den Start. Weiter geht es mit zahlreichen Überraschungen und einem flüssigen, mitreißenden Stil, bis zu einem gewissen Punkt. Denn ab da änderte sich alles….
Genau wie unsere Hauptfigur Ayumi war ich zunächst verwirrt und oft zweifelte ich an mir selbst, ob meine Sinne und Gedanken mich nicht täuschten. Sprünge bringen uns plötzlich in eine andere Zeitspanne, doch nach und nach erfährt man die Gründe und erkennt, dass genau darauf die Geschichte aufgebaut ist.
Am Ende bleiben interessante Twists, ein faszinierendes und spannendes Akademie System, sympathische Protagonisten und auch weniger sympathische, welche in einem düsteren Setting schnell lebendig werden, sodass diese Story zweifellos als ein Page Turner zu bezeichnen ist.
Fazit
Karat – Akademie der Tausend Tode vereint Magie, ein außergewöhnliches Schulsystem, Protagonisten zum mitfiebern und eine düstere Atmosphäre gekonnt miteinander. Wenngleich die Akademie Welt nicht neu erfunden wurde, so entlässt diese andersartige Story mit einem Paukenschlag und Verblüffung.
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