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Diane Oliver

1. Nachbarn

Nachbarn Storys

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Maya Alban-Zapata

Spieldauer

8 Stunden und 27 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

07.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

142

Verlag

Aufbau Audio

Übersetzt von

Brigitte Jakobeit + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783757012397

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Maya Alban-Zapata

Spieldauer

8 Stunden und 27 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

07.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

142

Verlag

Aufbau Audio

Übersetzt von

  • Brigitte Jakobeit
  • Volker Oldenburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783757012397

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  • Bewertung

    aus Speyer

    4/5

    01.02.2024

    Hörbuch-Download

    Als moralischer Kompass tauglich

    Diane Olivers „Nachbarn“ kommt unscheinbar daher – im Laden wäre es vermutlich nicht in meine Hände gewandert. Doch damit hätte ich etwas verpasst … Ellies Eltern haben sich entschieden, ihren Sohn auf eine „weiße Schule“ zu schicken, Winifred geht auf ein College … Unerhörtheiten in den USA der 1960er Jahre. Und dergleichen gibt es mehrere in diesen Kurzgeschichten, die zunächst zusammenhanglos wirken mögen, jedoch Parallelen bzw. Gemeinsamkeiten aufweisen: die Umstände zwingen Menschen, gegen sie bzw. für ihre Überzeugungen zu kämpfen, wodurch eine angespannte, wütende, ja beinah aufgeheizte Atmosphäre entsteht – und das in der nächsten Nähe, direkt um sie herum, wo man sich an sich ja wohlfühlen möchte. Mir will nicht so recht einfallen, wie man Diane Olivers geschickt gemachte Komposition beschreiben könnte: Sie bedient sich des Mediums der Kurzgeschichten, die titelgebende erzählt aus der Perspektive Ellies, die eigentlich „nur“ berichtet, was ihr auffällt – und das ist so einiges. Da geht es um Rassismus, Ausgrenzung, Aggression, aber auch Liebe, Politik, Gesellschaft, Individuen – festgemacht am „Distinktionsmerkmal“ Hautfarbe und erzählt in alltäglichen Situationen und exemplarischen Details (wie einer Busfahrt). Und nicht selten ertappt man sich beim Gedanken: Ist es wirklich erst 60 Jahre her, dass das Leben so war bzw. noch schlimmer, hat es sich nennenswert verbessert? Wenn einem dann bewusst wird, dass Diane Oliver Zeitzeugin war, erkennt man nicht nur den Umstand, dass sie ihrer Zeit weit voraus war, sondern auch, dass man mit ihr ein literarisches Talent viel zu früh verloren hat. Denn wenn sie bereits in jungen Jahren ein Werk wie „Nachbarn“ vorlegen konnte, was hätte sie mit noch mehr Reife schreiben können? Zwar sind Kurzgeschichten nicht jedermanns Sache, aber durch die „Klammer“ der nahen Umgebung liest sich das Buch flüssig. Das liegt auch an Olivers Stil, der sprachlich so brillant ist, dass einem die Figuren schnell ans Herz wachsen. Vielleicht liegt es auch daran, dass etwa Ellie jung ist und daher eine „unverbrauchte“ und doch vielleicht aus Benachteiligungen erwachsene reife, schlicht ungewöhnliche Sicht auf die Welt hat. So hält Oliver ihren Lesern den Spiegel vor, ohne den Finger auf ihn zu richten, wodurch die Geschichten als moralischer Kompass taugen. Und obwohl Maya Alban-Zapatas Stimme und Vortrag gut passen, funktioniert hier das Hörbuch für mich weniger als das, weil die Geschichten sehr von Olivers Schreibstil abhängen Buch (vielleicht auch, weil ich Hörbücher bevorzugt „nebenbei“ höre, was hier schwierig ist). Nach dem Hören bleibe ich nachdenklich zurück und wünschte, dass das Hörbuch weniger aktuell wäre, als es ist.

  • Bewertung

    5/5

    17.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Amerika im Umbruch

    Vierzehn Short Stories erzählen von einem Amerika im Umbruch. Es ist die Zeit der Bürgerrechtsbewegung in den 1960iger Jahren, wo Rassentrennung und rassistische Terror den Alltag Schwarzer Familien in den Südstaaten der USA bestimmte. Diane Oliver bringt mit ihren Erzählungen die Innensichten ihrer Schwarzen Protagonist:innen zum Ausdruck. Eine schwarze Familie der Mittelklasse will ihren Sohn an eine Grundschule schicken, die bisher ausschließlich von weißen Schüler:innen besucht wird. Die Durchsetzung des Rechts auf gleiche Bildung bringt die Familie an ihre Grenzen. Eine Gruppe Schwarzer Jugendlicher setzt sich in ein örtliches Restaurant, um bedient zu werden. Sämtliche weißen Gäste verlassen daraufhin das Lokal. Mit roher Polizeigewalt endet der Restaurantbesuch der Gruppe. Die meisten Geschichten der Autorin beruhen auf ihren eigenen Erfahrungen als junge, schwarze Südstaatlerin, sie haben somit auch einen dokumentarischen und historischen Charakter. Gleichgültigkeit, Hass und Beschimpfungen prägten den Alltag Schwarzer US-Bürger:innen in den Südstaaten. Der Hass auf Menschen anderer Ethnien erlebt heute in der Ära Trump eine unvorstellbare Renaissance. Erinnert sei an die Demonstrationen der „Black Lives Matter“-Bewegung, welche mit massiver Gewalt niedergeschlagen wurden. Diese neuen Entwicklungen erlebte Diane Oliver nicht mehr, 1966 verunglückte die Autorin bei einem Motoradunfall tödlich. Ihr Masterabschluss im Writers‘ Workshop an der Universität von Iowa wurde ihr posthum verliehen.

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    28.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensives Leseerlebnis

    In 14 bewegenden Kurzgeschichten erzählt Diane Oliver über das Damals. Sie erzählt von Lebensumständen, Verhältnissen, Einschränkungen, gesellschaftlicher Ächtung und hart erkämpften Veränderungen. Jede einzelne dieser Geschichten geht unter die Haut.

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    5/5

    02.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichten die zwischen den Zeilen ihre volle Kraft entwickeln! Zutiefst berührend!

    **** Worum geht es? **** Die wandelnden sozialen Umstände in den 1960er Jahren. Eine Frage der Hautfarbe, der Meinung anderer. Unter den Augen der Nachbarn in die Schule von Weißen gehen, eine Person mit farbiger Haut heiraten oder einfach nur eine Person sein. Persönliches und politisches wird hier verknüpft und ist noch heute so aktuell wie damals. **** Mein Eindruck **** Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die wie eine zusammenhänge Geschichte wirkt, ohne tatsächlich eine zu sein. Das Buch hat einen ganz besonderen Ton und einen klaren Fokus. Jede einzelne Geschichte spricht zwischen den Zeilen von gestern, heute und morgen, was für mich eine besondere Kunst ist und damit eine laute Stimme für Missstände in Bezug auf die Hautfarbe einer Person. Dabei wählt die Autorin selbst feine und leise Worte. Die Situationen sind ganz im Alltag eingebunden und ich als Leserin musste mich auf jedes Wort konzentrieren. Das mag nicht für jedermann das richtige sein und dennoch erschafft die Autorin damit ein Werk das meiner Ansicht nach nicht nur die Menschen damals und heute bewegt, sondern auch in der Zukunft. Eine Zeit in der Geschichte, die viel zu wenig erzählt wird und hiermit ein Zuhause gefunden hat, zwischen dir, mir und den Nachbarn! Und am Ende bleibt eine Frage im Raum: können wir von Geschichte sprechen oder sind wir immer noch diese Nachbarn? **** Empfehlung? **** Worte die bleiben: bewegend, berührend, anregend und damit eine klare Empfehlung für alle die wichtige Themen und echte Lektüre zu schätzen wissen.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    25.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Strauß emotionaler Storys

    „Nachbarn“ ist eine Story-Sammlung der viel zu früh verstorbenen afroamerikanischen Autorin Diane Oliver aus den 1950er und 60er Jahren. Zu diesem Zeitpunkt nahm in den USA die Bürgerrechtsbewegung richtig Fahrt auf. Hier geht es ums Alltägliche. Um Rechte, die sich die schwarze Bevölkerung gerade versucht zu erkämpfen – und doch ist der Alltag ganz und gar durchsetzt von Diskriminierung, trotz Aufhebung der Rassentrennung. Allein die titelgebende Geschichte „Nachbarn“, beeindruckt und fasziniert: ein schwarzes Kind, das als eines der ersten auf eine Schule für Weiße gehen soll. Die Familie wurde deswegen bedroht, musste von der Polizei beschützt werden und am Ende machte die Familie einen Rückzieher – es stand nicht dafür, den kleinen Tommy dieser Situation auszusetzen. Jede Geschichte hat quasi einen eigenen Schwerpunkt zum Thema Rassismus und hat auch ihren eigenen Sound. Die Erzählungen gehen zum Teil unter die Haut, weil sie richtig emotional, sensibel, intensiv und nachvollziehbar sind. Und sie erstrecken sich bis in die Gegenwart – einen Großteil des beschriebenen Rassismus gibt es – leider! – bis heute. Eine Wiederentdeckung aus den 1960er Jahren mir einer bis heute anhaltenden Aktualität.

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Bewertungen (122)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Jakob Rimmler

    Jakob Rimmler

    OSIANDER Aalen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sensationelle Einblicke

    Diane Olivers hier erstmals auf Deutsch veröffentlichte Kurzgeschichten machen die alltäglichen Folgen von Rassismus und Ausgrenzung so spürbar, wie es in Schriftform wahrscheinlich nur irgendwie möglich ist. Jedes präsentierte Schicksal ist vollkommen anders, aber allesamt sind sie gnadenlos geschildert und sprachlich brillant nahegebracht. Eine Lektüre, die Wut und Traurigkeit hinterlässt und aufklärt. Eine große Hinterlassenschaft einer viel zu früh verstorbenen Autorin.
  • Zum Bewerterprofil von Cara Nübel

    Cara Nübel

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    04.12.2024

    eBook (ePUB 3)

    Eine großartige Wiederentdeckung

    Diane Oliver ist 1966 im Alter von nur 22 Jahren verstorben. Erst jetzt, Jahrzehnte später, erscheint eine Kurzgeschichtensammlung der Autorin, in der ihre Texte zum Leben als schwarze Person in den USA während der Segregation gesammelt sind. Jeder ihrer Texte ist unterschiedlich, aber sie alle verbindet eine eindrückliche, klare Sprache, die das Leben in der Segregation so realistisch und lebensnah darstellen wie kaum ein anderer Text. Auch Olivers Charaktere sind sehr unterschiedlich, aber sie alle verbindet die Unterdrückung durch ein System, das zumindest in Teilen und in den Köpfen vieler Menschen bis heute besteht. Ein wichtiges Buch und eine großartige Erinnerung an eine talentierte Autorin, die viel zu früh verstorben ist.

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Bewertungen (2)

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