Ein Café, das die Essenz von Mohnblumen und Lavendel in der Luft verwebt, romantisch und verträumt, als wäre es einem französischen Gedicht entsprungen. Dieses Café ist nicht an einen Ort gebunden; es wandert, geleitet von seinem eigenen Willen, durch die eleganten Gassen Bonns, pulsiert im Rhythmus Berlins oder ruht in einem verzauberten italienischen Dorf. Es ist ein Refugium, das überall und nirgendwo zugleich existiert, ein Sammelplatz für verlorene Träume, erneuerte Hoffnungen und vergessene Ideen.Hier kreuzen sich die Wege von Poeten und Feen, Schriftstellern und Werwölfen, Tänzern, Alchimisten und Künstlern. Unter dem Dach des Unmöglichen finden verloren geglaubte Haargummis und einzelne Socken ihre Geschichten, während Gedichte und Liebesbriefe wie leise Versprechen aus den Ritzen der Decke schweben. Und manchmal, in einem flüchtigen Moment, begegnet man verlorenen Seelen, die, wie wir, auf der Suche sind. Willkommen im Café Bizarr...
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Verträumt und inspirierend
Kristina aus Thüringen am 23.02.2025
Bewertungsnummer: 2420294
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein kurzes Buch mit einer wunderbaren Botschaft: Glaube an deine Träume, denn du kannst sein was oder wer immer du willst.
Die Handlung rund um das verträumte Café und seine abstrakten Besucher fühlt sich an wie eine kleine künstlerische Reise. Die Charaktere kommen einem vor wie alte Bekannte, mit denen man endlich wieder an einem Tisch sitzen und sich unterhalten kann.
Protagonistin Violetta alias kleine verlorene Seele muss nicht nur ihren größten Albtraum überwinden, sondern findet auf dieser außergewöhnlichen Reise auch zu sich selbst.
Ihre Freunde und die Besucher des Café Bizarr könnten dabei nicht unterschiedlicher sein. Von Werwölfen und Vampiren über Feen bis zu Banshees und Gestaltwandlern ist alles vertreten. Jeder hat dabei seine eigene kleine Botschaft, welche ebenso inspirierend sind wie der Rest des Buches.
Für alle Fans von fantastischen Wesen, Träumer und Liebhaber von besonderen Werken ist dieses Buch definitiv einen Blick wert. Es ist recht kurz und so kann man der Handlung leicht folgen und verliert sich schnell in dieser künstlerischen kleinen Geschichte.
Ein sanftes Plädoyer für das Träumen
Bewertung am 31.08.2024
Bewertungsnummer: 2280328
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Café Bizarr – ein magischer Wohlfühlort, ein von vielgestaltiger Kreativität beseelter Platz, an dem alle Wesen, egal wie sie aussehen, was sie sind und welche Makel sie haben, herzlich willkommen sind, sich sicher fühlen und einfach sie selbst sein können. Die dort lernen, wie sie ihr Leuchten (wieder)finden, ihre Einzigartigkeit und Individualität als das erkennen, was sie ist – eine Kraft. Ein Café, das – ähnlich dem Raum der Wünsche in Harry Potter – scheinbar aus dem Nichts immer dann auftaucht, wenn man es gerade dringend braucht – auch, wenn man sich selbst einmal verloren hat und nicht mehr weiß, wer man eigentlich ist, wer man sein möchte und liebevollen Beistand anderer sucht. Die Mohnblumen und ein geheimnisvoller schwarzer Kater weisen einem den Weg zu verloren geglaubten Träumen und den innigsten Wünschen, die alle in den rätselhaft wandelbaren Räumlichkeiten des Cafés sehnlichst auf ihre Erfüllung warten.
Eine der vielen Botschaften dieses wundervollen Werkes ist, dass man niemals aufhören darf zu träumen, in einer Welt, in der es die meisten Menschen verlernt haben oder schlicht oft einfach keine Zeit dafür bleibt. Das Buch lädt behutsam zur Selbstreflexion und Selbstliebe ein, es steht für den Mut, dem eigenen Weg trotz Selbstzweifel zu folgen sowie für gegenseitiges Wohlwollen und Liebe ein.
Der Erzählstil der Autorin ist wie in jedem ihrer Werke poetisch, gerade durch die Einfühlsamkeit, Leidenschaftlichkeit und die Symbolik der Sprache an sich schon Kunst. Fantastische Bilder ergänzen die einzelnen Kapitel und machen den Ort und seine märchenhaften Besucher und Besucherinnen in der Vorstellung lebendig. Die Worte fühlen sich an wie eine tröstende Umarmung, sie inspirieren und schenken tiefe Zuversicht. Eine Geschichte, die man einfach lesen muss, »denn Kunst, genauso wie Emotionen, müssen nicht verstanden, sondern gefühlt werden«, und eine einfallsreich gestaltete Story, die zum Träumen einlädt…ein Besuch im Café Bizarr kann da jedem wirklich nur nachdrücklich ans Herz gelegt werden, es wird jeden gewiss liebevoll aufnehmen…
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