Dunkle Asche
Ein Ostsee-Krimi | Spannender und atmosphärischer Krimi an der rauen Ostsee | Für Fans von Klaus-Peter Wolf, Eva Almstädt und Karen Sander
Sommer 1992 an der Ostsee: Eine Partynacht im Badeort Kalifornien endet mit einem brutalen Mord. Eine junge Frau wird in einem Ferienhaus mit zwölf Messerstichen getötet, die Leiche anschließend in Brand gesteckt. Ein Mörder kann nicht ermittelt werden.¿
Dreißig Jahre später wird Gudrun Möller mit ihrer neuen Kollegin Judith Engster von der Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei in ein Kieler Hospiz gerufen. Ein Zeuge aus Kalifornien möchte eine Aussage machen, um vor seinem bevorstehenden Tod Frieden zu finden. Der ehemalige Besitzer eines Strand-Imbisses beschuldigt seine eigene Tochter - die bis dahin niemals im Visier der Ermittler war. Die Kommissarinnen holen den Fall aus dem Archiv, die Cold Case Unit nimmt ihre gewohnte Arbeit auf, und mit neuen Forschungsmethoden ergibt sich schnell eine neue Spur. Doch der Täter von damals beobachtet die Ermittlungen genau - und er weiß, dass sich das Netz immer enger zieht ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Alesia
5/5
09.02.2025
eBook (ePUB)
Cold Case Ostseemord Mord…
Cold Case Ostseemord Mord verjährt nicht. Gudrun Möller ist Kommissarin bei der Cold Case Unit in Kiel. Gemeinsam mit ihrer neuen Kollegin Judith Engster ermittelt sie in einen besonderen Fall. 1992 wurde die achtzehnjährige Sanna Hansen in einem Ferienhaus an der Ostsee erstochen. Der Tatort in Brand gesteckt. Der Hauptverdächtige, ihr Exfreund, nie überführt. Für Gudrun wird es persönlich, da sie die Clique der Ermordeten kannte. Und der Täter ist auch in der Gegenwart bereit über Leichen zu gehen, um nicht überführt zu werden. Ab und zu lese ich ganz gerne einen guten Krimi und gerade Cold-Case Fälle haben es mir aufgrund der Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart angetan. Dunkle Asche von Jona Thomsen ist hier keine Ausnahme. Das Buch liest sich sehr schnell und flüssig. Hauptfokus liegt auf den Ermittlungen der Kommissarinnen in der Gegenwart. Natürlich erhält man auch Einblicke in deren Privat- und Gefühlsleben, allerdings nicht in unverhältnismäßiger Länge. Etwas kurz kam für mich die Rückblicke in die Vergangenheit und das Lebensgefühl der 90er. Beide Kommissarin sind in ihren fünfzigern, vom Stil her sehr unterschiedlich, aber auf jeden Fall taff. Der Fall selbst ist interessant und aufgrund etlicher Falschaussagen und falscher Alibis nicht direkt zu durchschauen. Für mich war das Buch ein kurzweiliges, spannendes Ostseekrimihighlight, daher auf jeden Fall eine Leseempfehlung.
Gaso
Book Circle Community
5/5
04.02.2025
eBook (ePUB)
Spannend mit unerwarteten Wendungen
Mit dem Start in der Vergangenheit nimmt die Geschichte langsam fahrt auf. Mir gefiel, das der Fall immer wieder in Form von Rückblicken, aus der Sicht eines anderen Beteiligten erzählt wird. Der Leser weiss allerdings nie mehr als die beiden Kommissarinnen.
Da es sich um einen cold case handelt, kommt vielleicht der eigentliche Hintergrund, der zum Mord führte, etwas zu kurz. Hier sind die Aufarbeitung, das zusammen knüpfen loser Fäden und neue Denkansätze der Mittelpunkt.
Alles ist recht stimmig. Die Kommissarinnen werden authentisch beschrieben und machen Lust auf mehr.
Das Buch-Cover verbreitet eine düstere Stimmung die durchaus zu Inhalt passt. Der Schreibstil ist angenehm und einfach gehalten. Da gibt es keine komplizierte Wendungen, es liest sich sehr flüssig.
Ich kann allen Krimi-Fans dieses Buch wärmstens empfehlen.
MarionHH
aus Schenefeld
5/5
30.01.2025
eBook (ePUB)
Emotionaler erster Fall für…
Emotionaler erster Fall für ein sehr gegensätzliches Ermittlerinnen-Duo Bislang bestand die Arbeit von Gudrun und Judith in ihrer Cold Case Abteilung darin, sich durch Aktenberge aus dem Archiv zu graben. Diesmal jedoch ist es anders: Sie haben einen Zeugen, der im Sterben liegt und ihnen überraschende Details zu einem dreißig Jahre zurück liegenden Fall preisgeben will. Der Mord an der jungen Sanna Hansen geht Gudrun unter die Haut, denn er geschah in ihrem Heimatort und war besonders brutal. Wie stark sie wirklich involviert ist, verschweigt sie ihrer Partnerin, was beide in höchste Gefahr bringt. Solider, gut konstruierter und spannender Krimi mit viel Lokalkolorit und einem sehr unterschiedlichen Ermittlerinnen-Duo, dass sich erst noch zusammenraufen muss. Den Hauptteil der Geschichte erzählt der Autor aus verschiedenen Perspektiven und berichtet in Rückblenden von den Ereignissen vor dreißig Jahren. In dem Maße, wie der Fall in der Gegenwart voranschreitet, erfährt der Leser mehr und mehr Details aus der Vergangenheit, so dass sich am Ende ein stimmiges Bild mit durchaus befriedigender Lösung ergibt. Für mich lebte ein Großteil der Geschichte von der Interaktion und den unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden Protagonistinnen Judith und Gudrun. Beide Anfang 50, haben sie ihre Geheimnisse voneinander und arbeiten eher widerwillig zusammen. Judith ist kühl und elegant, legt Wert auf Ausdruck und Auftreten und hat ein stabiles Familienleben. Gudrun, vom Stil her mehr der Typ Hippie, durchlebt ein Wechselbad der Gefühle, sowohl durch ihre Beteiligung an den damaligen Ereignissen als auch durch eine mögliche aufkeimende Beziehung zu einer sehr viel jüngeren Frau. Beide wissen nicht, was sie voneinander halten sollen, und besonders Gudrun kocht ihr eigenes Süppchen. Ihre persönliche Betroffenheit, ihre Involviertheit in die damaligen Ereignisse und die Freundschaft mit dem einen oder anderen Verdächtigten fügt dem Ganzen viel Brisanz hinzu. Der Fall selbst ist gut durchdacht, es gibt viele Ungereimtheiten und natürlich ahnt man, dass da noch viel mehr dahintersteckt, als es auf den ersten Blick scheint. Die beiden Ermittlerinnen befragen und recherchieren und mehr als eine Aussage von damals wird revidiert. Auch die anderen Figuren sind vielschichtig in ihrer Persönlichkeit und hüten so manches Geheimnis. Besonders Gudrun erfährt so manches, was ihr Bild von den ihr so bekannten und gemochten Menschen erschüttert. Sie muss einiges an vorgefassten Meinungen über Bord werfen und Judith vertrauen, die eine deutlich sachlichere Herangehensweise hat. Scharfsinnig sind sie beide, dennoch war mir Gudrun mitunter zu impulsiv und zu sehr an ihren Leuten hängend, um objektiv zu bleiben. Das Zusammenspiel der beiden, wie sie alle Lügen enttarnen, und das aufregende Finale, nach dessen Ausgang beide als Partnerinnen zusammengewachsen sind, haben mir aber sehr gut gefallen. Die Spannungskurve steigt im letzten Drittel des Buches noch einmal deutlich an und als Leser fiebert man herrlich mit den beiden Ermittlerinnen mit. Fazit: Die ganz großen Überraschungen blieben für mich aus, dennoch ein spannender, sehr flüssig zu lesender Krimi mit einigen Wendungen, bei dem man sehr gut mit ermitteln konnte. Ein gelungenes Debüt, das sich neben den wohlbekannten Reihen im Genre nahtlos einreiht. Ich für meinen Teil mochte das Duo sehr gern und freue mich auf weitere Fälle.
Bewertung
5/5
28.01.2025
eBook (ePUB)
Cold Case
In diesem Cold Case wird ein lange zurück liegender Mord in der Hoffnung neu untersucht, mit neuen Methoden den ungelösten Fall lösen zu können.
Im Landeskriminalamtes Kiel gibt es die Abteilung für ungelöste Fälle .
Dort arbeiten die Ermittlerin Gudrun Möller und Judith Engster.
Durch eine neue Aussage eines Zeugen und die neuen Untersuchungsmethoden ergibt sich schon bald eine Spur.
Ob es die zwei Frauen schaffen werden, den Mörder nach all der Zeit zu finden?
Ich fand den Krimi spannend und hab ihn gern gelesen
Test-LR
4/5
28.04.2025
eBook (ePUB)
Ein heißer Cold Case an der Ostsee
Gestaltung:
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Das Titelbild verbreitet eine düstere Stimmung und zeigt die Umgebung der Ostsee, die den Tatort verkörpert. Es passt daher sehr gut und weckt Aufmerksamkeit.
Inhalt:
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Gudrun Möller und ihre neue Kollegin Judith Engster sind in der Cold Case Unit der Landeskriminalpolizei Schleswig-Holstein. Dort rollen sie mithilfe neuer Methoden alte Kapitalverbrechen auf, wenn neue Hinweise hierzu eingehen. In diesem Fall werden sie zur Zeugenbefragung in ein Kieler Hospiz gerufen. Dort möchte ein im Sterben liegender Mann eine Aussage zum Mord an Sanna Hansen vor 30 Jahren machen. Sie wurde als junge Frau im Badeort Kalifornien im Ferienhaus ihrer Eltern mit 12 Messerstichen brutal ermordet. Ihr damaliger Freund wurde für die Tat verantwortlich gemacht, musste aber mangels Beweisen freigelassen werden. Die Zeugenaussage gibt neue Hinweise auf den Fall.
Gudrun kann sich daran erinnern, da ihr die Tote bekannt war. Zudem kennt sie einige Personen, die damals im Zusammenhang mit dem Mord gebracht wurden, sei es als Zeugen, Angehörige oder Verdächtige. Dadurch gerät sie im Zuge der voranschreitenden Ermittlungen immer mehr auch selbst in Gefahr.
Mein Eindruck:
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"Bisher lief alles erwartungsgemäß. Er hatte damit rechnen müssen, dass der Fall irgendwann wieder auf den Tisch kommt. Jetzt hieß es, Ruhe zu bewahren. Er musste unauffällig bleiben und seine Rolle spielen. Wenn er keinen Fehler machte, würde ihm nichts passieren. Das Glück war auf seiner Seite, so war es immer gewesen. Er musste nur aufmerksam bleiben und keine Skrupel haben einzugreifen. Aus dem Schatten heraus das Geschehen lenken. Dann brauchte er sich nicht zu sorgen.
Nur eine Sache gab es, die ihn aus dem Gleichgewicht brachte. Gudrun. Sie gehörte zu den ermittelnden Beamten in der Cold Case Unit. Was für eine merkwürdige Laune des Schicksals. Er fragte sich, was dieser Umstand für ihn zu bedeuten hatte. Sie konnte nichts über die Tat wissen, das war ausgeschlossen. Trotzdem. Es war ein Risikofaktor, sie in den Ermittlungen zu haben.
Eine Weile klickte er sich durch die Berichte, dann fuhr er den Computer herunter, blieb in dem dunklen Zimmer sitzen, starrte ins Nichts und dachte über Gudrun nach." (S. 70-71)
Der Einstieg, in dem der Mord von Sanna geschildert wird, war sehr spannend. Anschließend geht es erst mal etwas seichter zu. Man erfährt ein wenig aus dem Privatleben von Gudrun und über ihr (homosexuelles) Liebesleben, über die bisher bekannten Fakten zum Mord und dass es zunächst ein Mysterium ist, warum Judith Engster zur Sondereinheit gekommen ist.
Dann nehmen die Ermittlungen jedoch allmählich Fahrt auf und es werden immer mehr neue Indizien, widersprüchliche Zeugenaussagen und Verdächtige ins Feld geführt. Zusätzlich gibt es Rückblenden, die die Vergangenheit stückweise enthüllen^, sowie die Gedanken des Mörders, die die Mordermittlungen verfolgen. Der Fall nimmt dadurch immer wieder überraschende Wendungen und bis kurz vor Schluss wäre ich nicht auf den Täter gekommen. Die Kriminalhandlung war damit sehr fesselnd und das Ende überzeugend.
Was mich leider nicht überzeugen konnte, war das Verhalten der Kommissarinnen. Gudrun gibt sich sehr verschlossen und aufgrund ihrer persönlichen Bezüge zu dem Mord unternimmt sie riskante Alleingänge. Aber auch Judith verhält sich nicht sehr aufgeschlossen. Zwar bemüht sie sich um Teamarbeit, aber geht persönlichen Gesprächen, ihre Versetzung oder ihr Privatleben betreffend, gänzlich aus dem Weg. Im großen Finale nähern sich dann beide im Showdown plötzlich an. Und gerade als man den Eindruck bekommt, dass sich die beiden gegenseitig mehr öffnen, ist der Roman vorbei. Angesichts der vorherigen Verschlossenheit empfand ich die plötzliche Öffnung beider dann etwas unrealistisch. So blieben beide Charaktere für mich etwas blass, weswegen ich einen Punkt Abzug gebe.
Fazit:
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Fesselnder Cold Case an der Ostsee mit überraschenden Wendungen und überzeugender Auflösung, aber etwas blassen Ermittlerinnen
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4/5
30.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Schein und Sein
Es gibt mehrere Gründe wieso mir der Krimi gut gefallen hat. Zum einen sind es die zwei ermittelnden Komissarinnen, die sehr sympathisch und erfrischend sind und die bis zum Schluss nicht aufhören den Widersprüchen nachzugehen. Und dann hat mir natürlich die Geschichte gefallen, die spannend und gesellschaftskritisch ist. Ich finde es sehr gut wie hier aufgezeigt wird, wie wichtig in Deutschland der Status eines Menschen ist. Sehr oft wird mehr Wert daraufgelegt, was die Leute beruflich machen, welche Bildung sie haben als den Menschen in seine Gänze zu sehen. Die Kluft zwischen arm und reich wird sehr gut dargestellt.
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