Produktbild: Der Kolibri

Der Kolibri Roman | »Meisterhaft: ein Kuriositäten- und Genusskabinett voller kleiner Wunder.« Ian McEwan

100

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19/11,6/3,8 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Avocado / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Il Colibri

Übersetzt von

Michael Killisch-Horn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14912-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2024

Verlag

dtv

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19/11,6/3,8 cm

Gewicht

279 g

Farbe

Avocado / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Il Colibri

Übersetzt von

Michael Killisch-Horn

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14912-9

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    11.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über ein Leben

    Den Premio Strega hat Sandro Veronesi für „Der Kolibri“ erhalten – und nach der Lektüre kann ich gut nachvollziehen, warum der Roman so viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Begeistert hat er mich allerdings nicht durchgehend. Es gab Passagen, die mich fasziniert haben, andere empfand ich als langatmig. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch für mich interessant. Das 2019 erschienene Buch umfasst in der Taschenbuchausgabe rund 350 Seiten und begleitet den Augenarzt Marco Carrera durch die verschiedenen Stationen seines Lebens – als Kind, Ehemann, Liebhaber, Vater und Großvater. Gerade diese unterschiedlichen Rollen machen den Reiz des Romans aus. Marco führt nicht nur ein Leben, sondern viele – so wie wir alle uns im Laufe der Jahre verändern und in unterschiedlichen Beziehungen immer wieder neue Seiten an uns entdecken. Die Erzählweise ist ungewöhnlich. Briefe, Gespräche, Rückblenden und erzählte Szenen fügen sich wie Mosaiksteine zu Marcos Lebensgeschichte zusammen. Seine Beziehungen, familiären Verflechtungen, Hoffnungen, Verluste und Sehnsüchte stehen dabei im Mittelpunkt. Manche Episoden wirken beinahe alltäglich, andere überraschen oder berühren – und gerade diese Mischung verleiht dem Roman seine besondere Atmosphäre. Mich hat „Der Kolibri“ über weite Strecken in seinen Bann gezogen. Veronesi gelingt es immer wieder, feine Beobachtungen über Liebe, Familie, Begehren und das Vergehen der Zeit zu formulieren. Marco Carrera erscheint dabei wie ein Mensch, den das Leben immer wieder herausfordert und der dennoch versucht, innerlich die Balance zu bewahren – ganz so wie der Kolibri, der trotz seiner rasanten Flügelschläge scheinbar ruhig in der Luft steht. Gleichzeitig gab es für mich auch längere Passagen, in denen die Erzählung etwas zäh wirkte. Der Roman verlangt Geduld und die Bereitschaft, sich auf Abschweifungen und einen nicht immer geradlinigen Erzählrhythmus einzulassen. Mich hat das Ende schließlich nachdenklich zurückgelassen. Viele Fäden werden noch einmal aufgenommen, ohne dass der Roman dabei laut oder dramatisch wird. Vielleicht ist genau das seine Stärke: Er erzählt kein außergewöhnliches Leben, sondern eines, das in vielen Momenten unserem eigenen ähnelt – mit all den Rollen, die wir im Laufe der Jahre einnehmen, den Hoffnungen, die wir bewahren, und den Veränderungen, die wir oft erst im Rückblick erkennen.

  • Boockpicker

    Book Circle Community

    5/5

    04.01.2025

    eBook (ePUB)

    Stillstand, Rückwärtsflug und Erwachen

    Marco, Augenarzt in Florenz, beschreibt sein Leben in einer Art Familiensaga: wie er als Junge einfach nicht wachsen wollte und darum den Kosenamen «Kolibri» bekam. Feinfühlig, gewitzt ist er als Junge unterwegs, später aber wird sein Leben von einigen harten Schicksalsschlägen getroffen, die ihn arg durchschütteln. Er heiratet, sie bekommen eine Tochter, doch seine Frau verlässt ihn und stürzt sich ins Chaos. Er kümmert sich um die Tochter, später als Opa auch um Miraijin, den neuen Menschen, der ihm alles bedeutet und ihn recht eigentlich rettet. Beinahe traumwandlerisch lebt er sein Leben, begleitet von einer unmöglichen Jugendliebe zu Luisa, irgendwie ziellos, oder wie ein Kolibri an Ort flügelschlagend oder rückwärtsfliegend – bis er nach einer heftigen Pokernacht zur Besinnung kommt. Sind es Zufälle, oder Schicksalsschläge, die sein Leben bestimmen, seine Sensibilität herausfordern, ihn beinahe zum Verzweifeln bringen? Getragen von einer inneren Kraft verausgabt er sich für seine Familie, es erscheint wie ein Wunder, dass trotz aller Wirrungen am Ende alle zusammenfinden. Die Kapitel springen zeitlich vor und zurück, Rückblenden in seine Kindheit und Jugend, philosophische Exkurse und manchmal etwas lang gewordene Gedankengänge bilden Zäsuren. Gekonnt werden familiäre Ereignisse und Schicksalsschläge häppchenweise aufgeklärt, so dass am Schluss ein Gesamtbild einer schicksalshaften Familiensaga erscheint. In eigenem Stil geschrieben, spannend und sehr lesenswert.

  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    02.02.2022

    eBook (ePUB)

    Wunderschön

    eine bewegende, traurige Familiengschichte über einige Jahrzehnte. Happy to have read!

  • Bewertung

    aus Aarau

    5/5

    13.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sandro Veronesin Der Kolibri

    Das schönste Buch, das ich dieses Jahr gelesen habe, gute, spannende Geschichte, schöne Sprache, einfühlsam. Der Autor scheint über gute Menschenkenntnis zu verfügen

  • Bewertung

    aus Salzgitter

    5/5

    21.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Preisgekrönt

    „Der Kolibri“ von Sandro Veronesi wurde 2020 mit dem italienischen Premio Strega Preis ausgezeichnet und entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Marco Carrera, genannt der Kolibri, muss in seinem Leben so einige Schicksalsschläge wegstecken und dennoch schafft es der Augenarzt, der Vater, Sohn, Bruder, Ehemann, Geliebte weiterzumachen. Mehr will ich zum Inhalt gar nicht sagen. Denn die Art, wie der Autor die Geschichte erzählt, ist außergewöhnlich. Beginnend mit einem Gespräch zwischen Carrera und dem Psychotherapeuten seiner Frau, wird die Geschichte in einzelnen Kapiteln aus Sicht Marcos, mit Hilfe von Briefen und Gesprächen erzählt, allerdings nicht chronologisch, sondern mit großen Zeitsprüngen zwischen den einzelnen Kapiteln. So fügt sich ein Puzzleteil ins andere und erzeugt eine ganz subtile Spannung. Veronesi schafft es wie kaum ein zweiter mit seiner Sprache eine Sogwirkung auf den Leser auszuüben. Sätze, die über mehrere Seiten gehen, wechseln sich mit knappen Sätzen ab, die durch das Unausgesprochene bestechen. Er fordert den Leser, sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Während die Spannung sehr lange aufrechterhalten wird, flacht die Geschichte am Ende leider etwas ab. Dennoch ein sehr lesenswertes Buch, das noch einige Zeit im Gedächtnis bleibt.

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