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Band 1

Wie ein Vogel Kindheitserlebnisse aus der DDR: poetisch erzählt, wunderschön illustriert.

Aus der Reihe Wir Kinder von früher
33

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

7 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.08.2024

Abbildungen

Durchgängig farbig bebildert

Illustriert von

Gerda Raidt

Verlag

Klett Kinderbuch

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

21,8/15,7/1,2 cm

Gewicht

267 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95470-298-5

Warnhinweis

Kein Warnhinweis erforderlich gemäß Artikel 9 Absatz 7 Satz 2 GPSR

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

7 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.08.2024

Abbildungen

Durchgängig farbig bebildert

Illustriert von

Gerda Raidt

Verlag

Klett Kinderbuch

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

21,8/15,7/1,2 cm

Gewicht

267 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95470-298-5

Herstelleradresse

Klett Kinderbuch
Richard-Lehmann-Straße 14
04275 Leipzig
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • lesenmitausblick

    5/5

    14.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit Kindern über die eigene Geschichte sprechen

    Als ich beim Salon der grafischen Literatur im Mai in Berlin diese neue Buchreihe entdeckte, wusste ich gleich, dass ich sie lesen muss. Die Rede ist von der neuen Kinderbuchreihe „Wir Kinder von früher“ aus dem Klett Kinderbuch Verlag. Zwei Bücher sind gerade erschienen. Vor allem Gerda Raidts‘ Buch „Wie ein Vogel – Eine Kindheitsgeschichte aus Ostberlin“ sprach mich sofort an. Denn die Autorin und Illustratorin schreibt von ihrer Kindheit in der DDR, ein Leben mit der Mauer, mit Halstuch und Fahnenappell, montags am Morgen auf dem Schulhof. Eine mittlerweile ferne Welt, die auch meine Kindheit bestimmte. Ich bin in einem Land aufgewachsen, das es nicht mehr gibt. Zum Glück. Aber manchmal ist es sehr schwer sich zu erinnern, weil sich vieles enorm verändert hat. Weil es Orte und Dinge so nicht mehr gibt. „Wie ein Vogel“ ist sehr liebevoll gestaltet, im Format A5 und Hardcover, mit einem passenden Vorsatzpapier. Gerda Raidt beginnt mit einem Blick in ihr Familienfotoalbum, voller Erinnerungen und in Schwarzweiß. Sie erzählt von persönlichen Erlebnissen in ihrer Kindheit, die geprägt war durch ihre Oma und immer wieder Vögel. Ob durch den Vater, ein gefundenes Vogeljunges, einen zugeflogenen Ara oder den Wellensittich der Oma. Im Gegensatz zu den Menschen, konnten sich die Vögel frei bewegen. Nur die Oma durfte in den Westen und brachte dann die begehrten Leckereien und Geschenke mit. Ich hatte eine kleine, schöne Blechdose, in der ich die Süßigkeiten und bunten Papiere aufbewahrte und mir ganz genau einteilte, manchmal so lange, dass das Zeug dann schon alt war. Ich mag die Geschichte von Gerda Raidt sehr, weil sie mich an Dinge erinnert, die ich fast vergessen hätte. Und ja, ich werde gerade auch melancholisch. Man stelle sich eine Kindheit ganz ohne Computer und Smartphone vor!!! Selbst ein Telefon hatten wir nicht. Ich erlaube mir zu behaupten, dass wir noch Kind sein durften, draußen herumgestromert sind, ganze Tage lang. Natürlich spürten wir als Kinder auch, dass man bestimmte Dinge besser nicht tat oder sagte. Westfernsehen ging nur heimlich. Der ABV (Abschnittsbevollmächtigte) hatte alles im Blick. Ich kann gar nicht anders, als von meiner Kindheit erzählen, wenn ich von Gerda Raidts‘ Buch erzähle. Ich finde es ganz wunderbar. Es bietet Gesprächsanlässe mit Kindern über Kindheit früher und heute. Es hilft zu erinnern. Das Erzählen von selbsterlebter Geschichte hat hier seinen ganz besonderen Reiz. Anders als im Geschichtsunterricht sind es persönliche Erlebnisse, mit ganz eigener Prägung und trotzdem erzählen sie auch von den Gesamtumständen. Gerda Raidts‘ Erzählung geht eine schöne Symbiose mit ihren Zeichnungen ein. Die Bilder enthalten zusätzlich Details, die für mich einen Wiedererkennungseffekt haben. Sie veranschaulichen das Erzählte und helfen heutigen Kindern, sich die vergangene Kindheit vorzustellen, die übrigens immer auch geprägt war von der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg. Sei es durch die Schule und Friedentauben oder durch die eigenen Großeltern, die viel davon erzählten. Die Autorin erzählt auch von Freunden, die in den Westen abgehauen sind, vom Fall der Mauer, von Abschied, Tod und Neuanfang. Es gibt einen Blick in die Kindheit ihres Vaters und abgerundet wird dieses wunderbare kleine Büchlein mit einem Nachwort der Autorin, in dem sie dazu ermuntert, mal die eigene Oma zu fragen, wie das eigentlich damals war. Falls ich euch immer noch nicht überzeugen konnte, was ich aber nicht glaube: Das Buch wurde im August von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Buch des Monats ausgezeichnet.

  • La novelera

    5/5

    30.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Sehnsucht nach Freiheit

    Das Buch “Wie ein Vogel” erzählt, wie der Untertitel bereits verrät, von einer Kindheit in der DDR. Aufgemacht ist es wie ein Fotoalbum, auf dem Cover befindet sich ein “Foto”, das mit Klebeband festgemacht ist. Und auch im Buch wird die Familie auf diese Weise vorgestellt. Es geht weniger um geschichtliche Fakten als vielmehr den kleinen Kosmos eines Mädchens, das in der DDR aufwächst. Für Kinder ist es ja spannend zu erfahren, wie Kinder in der DDR gelebt haben, wenn Oma und Opa davon erzählen. Ob sie die Unterschiede zu heute schon begreifen, ist eher weniger zu vermuten. Die Idee, das Thema “Vögel” (das mir bei einer Assoziation mit dem Wort “Freiheit” tatsächlich mit als erstes einfällt), metaphorisch in diesem Zusammenhang umzusetzen, finde ich sehr gelungen. Dass ein Vogel in einem kleinen Käfig zu wenig Platz hat, um sich zu entfalten, verstehen ja schon die Kleinsten. Und davon ausgehend kann man dann selber ins Erzählen kommen, erklären, oder auch mit weiteren Fragen an die ältere Generation herantreten. “War das wirklich so?” Zum Vorlesen eignet sich das Buch meines Erachtens nach wunderbar. Es hat sich flüssig gelesen und wir haben es an zwei Abenden genossen. Ein Kinderbuch, dass zur nachträglichen Kommunikation mit Zeitzeugen einlädt. Wir vergeben gemeinsam fünf Sterne.

  • Bewertung

    aus Mainz

    5/5

    29.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Endlich ein Buch zu meiner Kindheit

    Auf so ein Buch habe ich schon lange gewartet. Ich bin auch Ostkind, etwas jünger als die Autorin, aber mir fällt es schwer meinen Kindern zu erklären, was in meiner Kindheit anders war. Vor allem auch da mein Mann auf der anderen Seite von Deutschland aufgewachsen ist. Dieses versucht gekonnt aus Sicht eines Kindes das Leben in der DDR darzustellen. Ich muss sagen, dass ich mich sehr wiedergefunden habe. Politik spielte keine Rolle, warum es Fahnenappell und Westpakete gab, hat mich als Kind auch nicht wirklich interessiert. Sehr wiedergefunden habe ich mich in der Szene zur Taubenfeder, als die Kindergärtnerin sie aus der Hand geschlagen hat und auf Tollwut hingewiesen hat. Kenne ich ganz genauso und ich habe bis heute Ekel vor einzelnen Federn. Ich denke dieses Buch wird sehr unterschiedlich wahrgenommen. Vermutlich werden sich viele in der DDR aufgewachsene Menschen wiederentdecken. Heutige Kinder können sicher einiges nicht so richtig nachvollziehen, deshalb ist dies auch ein Buch, welches man zusammenlesen sollte. Vielleicht sorgt es auch dafür, dass es zu interessanten Diskussionen kommt. Die Kritik, dass die Protagonistin sich sehr an materiellen festhält, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist aus der Sicht eines Kindes geschrieben und das meiner Meinung ist sehr gut gelungen. Den Freiheitentzug hat man als Kind kaum bemerkt. Die Westpakete und der Intershop haben auch für mich der Westen bedeutet. Also rein die bunten schönen Dinge, die von dort kamen. Das man in keiner Demokratie lebte oder Angst haben musste, dass falsche zu sagen, kam dann erst später. Für ein Kind ist das sehr viel weniger greifbar, als der Schokoriegel aus dem Westen. Ein insgesamt wichtiges Buch, welches mir hilft meinen Kindern meine Kindheit näher zu bringen. Es ist zwar sehr „vogellastig“, aber dadurch konnte sie sehr gut die kindliche Sichtweise auf Freiheit einbinden. Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

  • buchina

    aus Mainz

    5/5

    29.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Endlich ein Buch zu meiner…

    Endlich ein Buch zu meiner Kindheit Auf so ein Buch habe ich schon lange gewartet. Ich bin auch Ostkind, etwas jünger als die Autorin, aber mir fällt es schwer meinen Kindern zu erklären, was in meiner Kindheit anders war. Vor allem auch da mein Mann auf der anderen Seite von Deutschland aufgewachsen ist. Dieses versucht gekonnt aus Sicht eines Kindes das Leben in der DDR darzustellen. Ich muss sagen, dass ich mich sehr wiedergefunden habe. Politik spielte keine Rolle, warum es Fahnenappell und Westpakete gab, hat mich als Kind auch nicht wirklich interessiert. Sehr wiedergefunden habe ich mich in der Szene zur Taubenfeder, als die Kindergärtnerin sie aus der Hand geschlagen hat und auf Tollwut hingewiesen hat. Kenne ich ganz genauso und ich habe bis heute Ekel vor einzelnen Federn. Ich denke dieses Buch wird sehr unterschiedlich wahrgenommen. Vermutlich werden sich viele in der DDR aufgewachsene Menschen wiederentdecken. Heutige Kinder können sicher einiges nicht so richtig nachvollziehen, deshalb ist dies auch ein Buch, welches man zusammenlesen sollte. Vielleicht sorgt es auch dafür, dass es zu interessanten Diskussionen kommt. Die Kritik, dass die Protagonistin sich sehr an materiellen festhält, kann ich nicht nachvollziehen. Es ist aus der Sicht eines Kindes geschrieben und das meiner Meinung ist sehr gut gelungen. Den Freiheitentzug hat man als Kind kaum bemerkt. Die Westpakete und der Intershop haben auch für mich der Westen bedeutet. Also rein die bunten schönen Dinge, die von dort kamen. Das man in keiner Demokratie lebte oder Angst haben musste, dass falsche zu sagen, kam dann erst später. Für ein Kind ist das sehr viel weniger greifbar, als der Schokoriegel aus dem Westen. Ein insgesamt wichtiges Buch, welches mir hilft meinen Kindern meine Kindheit näher zu bringen. Es ist zwar sehr „vogellastig“, aber dadurch konnte sie sehr gut die kindliche Sichtweise auf Freiheit einbinden. Das Buch bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

  • Leselöwin

    5/5

    26.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf dieses Buch wartete ich…

    Auf dieses Buch wartete ich gespannt - sowohl diese Buchreihe als auch der Titel und vor allem das Thema DDR-Geschichte hatten mich auf dieses Buch neugierig gemacht. Das Buch ist wie ein altes Fotoalbum (mit gezeichneten Bildern von früher) bzw wie eine Schulkladde aufgemacht, was ich optisch und haptisch ansprechend finde. Auch die teils ganzseitigen Illustrationen selbst sind wunderschön. Das Buch erzählt die Geschichte der DDR anhand einer Vogelmetaphorik aus der Sicht des Mädchens Gerda, die mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrer Großmutter in der DDR aufwächst. Die Vogelmetaphorik finde ich gelungen (zB Wellensittiche in zu kleinen Käfigen vs andere Vögel, die frei über die Mauer fliegen können), allerdings hätte das Buch meiner Meinung nach gerne neben dem Vogelthema etwas mehr über die DDR und das dortige Leben berichten dürfen. Ich war nämlich anhand des Klappentextes und des Titels der Buchreihe davon ausgegangen, dass etwas mehr historisches Sachwissen über die DDR vermittelt wird. Trotzdem eignet sich das Buch meiner Meinung nach, um mit Kindern einen Einstieg in das Thema "DDR" zu bekommen und diese Thematik dann im anschließenden Gespräch zu vertiefen und mit Sachwissen zu unterfüttern.

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