Produktbild: Die Könige von Babelsberg

Die Könige von Babelsberg Fritz Lang und die Akte Rosenthal | Eine fesselnde, weitgehend unerzählte Episode aus dem Leben von Fritz Lang

12

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

2265 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644018365

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

15.10.2024

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

272 (Printausgabe)

Dateigröße

2265 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783644018365

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  • Eliza

    5/5

    17.11.2024

    eBook (ePUB 3)

    Was ist die Wahrheit?

    Was ist die Wahrheit? Ist sie real greifbar oder doch eher Fiktion? Oder ist das Leben wie ein Film, der es schafft, die Wahrheit in einem geschickten Mantel von Illusionen zu verschleiern? Diese Fragen haben sich mir bei diesem sehr schön und interessant konzipierten Roman aufgetan. Der junge Kommissar Walter Beneken wird zu einem besonderen Fall gerufen. Eine sehr übel zugerichtete Frauenleiche wird in dem Anwesen des berühmten Filmregisseurs Fritz Lang Im Berlin des Jahres 1920 aufgefunden. Es handelt sich um die Ehefrau des Regisseurs, der zusammen mit der Drehbuchautorin Thea von Harbour in der Wohnung vorgefunden wird. Die Obrigkeiten sind sich einig, dass die Ehefrau sich selbst das Leben genommen hat. Beneken wird sehr schnell misstrauisch und stürzt sich in den Fall. Schon bald muss er erkennen, dass das Suchen nach der Wahrheit seine Tücken hat. Walter Beneken ist ein ehrgeiziger junger Kommissar, der an die Gerechtigkeit glaubt. Er ist innerlich noch sehr ungefestigt und klammert sich mehr oder minder an seine Arbeit. Seine Mutter gibt ihm Halt, wirkt aber auch manchmal als Last für sein Leben. Fritz Lang lebt in seiner eigenen Welt und die Arroganz steht ihm als erfolgreichen Regisseur ins Gesicht geschrieben. Doch er und Thea haben mich im Laufe der Erzählung das ein oder andere Mal auch überrascht. Sehr dicht und atmosphärisch ist der Schreibstil des Autors. Er hat es geschafft dem Thema eine interessante Geschichte zu verleihen. Ganz besonders überrascht hat er mich mit einem Aspekt der heute als noch aktuelles Thema bezeichnet werden kann. Diese Sonderbarkeit hat er sehr gut in die Geschichte eingebaut, was der Dramatik eine besondere Wendung verleiht. Auch hat mir gut gefallen, inwieweit einige Charaktere es geschafft haben, dass sie einem plötzlich fast sympathisch erscheinen, auch wenn ich dabei das fast betonen möchte. Ein Lob an den Autor für eine interessant konzipierte Geschichte über einen besonderen Skandal im “deutschen Hollywood” der 20iger Jahre.

  • Bewertung

    aus Alfter

    4/5

    27.10.2024

    eBook (ePUB 3)

    Skandale in einer skandalträchtigen Zeit

    Kommissar Beneken ermittelt in dem Todesfall Lisa Rosenthal, der Ehefrau des Filmregisseurs Fritz Lang. Selbstmord? Unfall? Oder Mord aus Eifersucht? Immerhin hatte Lang ein offenes Verhältnis mit seiner Regisseurin und Drehbuchautorin Thea von Harbou. In welchem Verhältnis stand sie zu der Ehefrau? Wie kam es zu dem Tod durch einen Pistolenschuss im heimischen Ehebett von Rosenthal und Lang? Weitere Ungereimtheiten am Tatort und im pathologischen Befund setzen Kommissar Beneken auf die Spur eines Verbrechens. Allerdings haben höhere Kreise ein Interesse daran, den Fall unter den Teppich zu kehren. Der Autor des Romans „Die Könige von Babelsberg“, Ralf Günther, verknüpft darin zwei Erzählstränge. Zum einen geht es um die Beziehungsverhältnisse des skandalträchtigen Filmemachers Fritz Lang in einer Zeit, in der die Gesellschaft nach Verlust der alten politischen Ordnung und des Wertesystems als Konsequenz der Niederlage im 1. Weltkrieg sich neu zu erfinden suchte, sich ausprobierte, dabei durchaus auch ins Taumeln geriet und vor allem eins wollte: die Schrecken des Krieges und die Not seiner Folgen für ein bischen Vergnügen zu vergessen. Auf der anderen Seite geht es um die Entwicklung des Helden, der Langs Gegenspieler sein müsste, es dann aber doch nicht ist. Der Kriminalbeamte Beneken, der der Mutter den gefallenen Mann und älteren Sohn ersetzen muss, der als Beamter den Ruf eines hartnäckigen Ermittlers mit klaren Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit genießt, muss sich zunehmend die Frage stellen, welche Art Mann er ist. Er will der Mutter ein guter Sohn sein und ihre Vorstellungen von Familie erfüllen. Er fühlt sich auch von Frauen angezogen, aber anders als ein Mann. Eher als eine Frau. Am Ende eines jeden Ermittlungstages steigt er – oder sollte man zunehmend eher sagen: sie – hinab in das Babylon Berlin der 20er Jahre. Die Metamorphose vom Mann zur Travestiekünstlerin Marlene vollzieht sich schrittweise. Aber dann doch in großen Schritten oder Sprüngen. Damit muss der nicht allzu umfangreiche Band dem ehrgeizige Unterfangen diesen zwei komplexen Erzählsträngen gerecht zu werden, Rechnung tragen. Zugegebenermaßen passen beide Stränge gut zusammen. Es scheint, dass Benekens persönliche Wandlung ihn in besonderem Maße befähigt, Verständnis für die Konstellation Lang, Rosenthal, von Harbou zu entwickeln, die sich ebenso außerhalb jeglicher gesellschaftlichen Konventionen. Gleichzeitig macht sie ihn in den delikaten Ermittlungen erpressbar, was der Auflösung des Falls dann wiederum hinderlich ist. Der Roman, der auf den ersten Blick ein Krimi zu sein scheint, entwickelt sich im Verlauf weg von dem Bestreben, einen Fall zu lösen, dem Guten zum Recht und dem Bösen zur Strafe zu verhelfen. Er zeigt die Mehrdimensionalität auf, die nicht nur eine Gesellschaft, sondern auch jeden einzelnen durchzieht. So wird hier nicht über Gut und Schlecht geurteilt, sondern in der Figur des Beneken für Verständnis für die Andersartigkeit geworben, wobei durch die große – am Ende auch schwer erträglichen – Offenheit sich dem Leser der Raum zu vielen Fragen eröffnet, der ihn zugleich in die Verantwortung eines eigenen Urteils nimmt. Ein Roman, der bisweilen (mich) etwas befremdet und über den man noch lange nachdenken kann. Was ja in einer Zeit, in der viel ge- und abgeurteilt und angefeindet und mundtot gemacht wird, nicht das Schlechteste ist.

  • LG

    4/5

    18.10.2024

    eBook (ePUB 3)

    Die Schattenseiten von Fritz Lang

    Ralf Günther schafft mit „Die Könige von Babelsberg“ einen historischen Kriminalroman, der die glamouröse und zugleich düstere Welt der 1920er Jahre in Berlin passend einfängt. Der Roman basiert auf der wahren Geschichte des berühmten Filmemachers Fritz Lang und dem mysteriösen Tod seiner Ehefrau Elisabeth „Lisa“ Rosenthal, mit dem Lang in Verbindung gebracht wurde, der aber nie aufgeklärt wurde. Um diese reale Begebenheit spinnt Günther eine fiktive Krimihandlung, in der der hartnäckige Kommissar Beneken ermittelt. Besonders überzeugend ist die Darstellung der aufstrebenden Filmwelt der Weimarer Republik und des pulsierenden Berliner Nachtlebens, welche er immer wieder in Kontrast zu den gesellschaftlichen Spannungen und den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs im Alltag setzt. Günther lässt die Leser:innen mit den ermittelnden Kommissar in die Filmstudios von Babelsberg eintauchen, wo Größen wie Fritz Lang und seine Geliebte sowie zukünftige Ehefrau, die zu der Zeit sehr bekannte Drehbuchautorin Thea von Harbou, die Grenzen des Kinos erweitern. Während Lang noch heute zum filmischen Kanon gehört, war mir nicht bekannt, dass Thea von Harbou maßgeblich an Filmen wie „Metropolis“ mitgearbeitet hat, sodass sich der Roman für mich allein schon deshalb gelohnt hat. Günther zeichnet mit Beneken einen klassischen Krimihelden, der von der Wahrheitssuche besessen ist. Obwohl er sich in einem Geflecht aus Lügen, Geheimnissen und gesellschaftlichem Druck verliert, bleibt er unermüdlich. Die Ermittlungen führen Beneken durch die verschiedenen Schichten Berlins - bald entdeckt Beneken aber auch bei sich selbst Wahrheiten, die unter mehreren Schichten Alltag verborgen waren. Die Parallelen zu Babylon Berlin sind unverkennbar. Wer die Serie liebt, wird auch an „Die Könige von Babelsberg“ Gefallen finden, da Günther ein ähnliches Gespür für historische Details und die Widersprüche der Weimarer Republik zeigt. Ein Nachwort zu den historischen Fakten zu Fritz Lang und Thea von Harbou runden den Roman deshalb für mich gelungen hab. Daneben ist der Kriminalroman aber auch einfach spannend zu lesen und wird Leser:innen gut unterhalten, die sich für komplexe Ermittlercharaktere interessieren.

  • Bewertung

    aus Marl

    5/5

    20.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein vielschichtiger historisch…

    Ein vielschichtiger historisch geprägter Kriminalroman auf der Grundlage eines realen Falls Es ist das Berlin der 1920er Jahre, Fritz Lang ist ein großer Regisseur und an seiner wohl nicht nur künstlerischen Seite die Drehbuchautorin Thea von Harbou. Doch beide sind verheiratet. Eines Tages wird die Polizei zu einen Tatort gerufen. Elisabeth Rosenthal, Langs Ehefrau, soll sich das Leben genommen haben, zumindest der Regisseur selbst und auch die ebenfalls anwesende Harbou stellen es so dar. Dem zuständigen Kriminalkommissar Beneken fallen da direkt einige Ungereimtheiten ins Auge und auch die Aussagen der beiden 'Hauptzeugen' sind so widersprüchlich, dass da etwas nicht stimmen kann. Der junge Kommissar lässt das Selbstmordurteil nicht gelten und will ermitteln, wogegen sich allerdings seine Vorgesetzten stemmen. Ein berühmter Mann wie Lang, da will man keinen Staub aufwirbeln. Doch Beneken stellt sich dem entgegen und geht die Sache zielstrebig und akribisch an, gräbt sich regelrecht hinein, in die Szene der Berliner Künstler-Highsociety, deren Geheimnisse und Abgründe. Und dabei kommt er auch seinen eigenen Untiefen sehr nah und irgendwann auch der Frage, ob es ihm die Wahrheit wert ist, sich selbst in Gefahr zu bringen. Diese Geschichte, sie ist weitaus mehr wie 'nur' ein Kriminalroman. Da ist einmal die reale Begebenheit, die dahinter steht, Langs Ehefrau wurde tatsächlich tot aufgefunden und der Fall bis heute nicht abschließend geklärt. Und dann die Historie dieser Zeit, das Berlin um 1920, die aufkeimende politische Ausrichtung und das in Kombination mit der geradezu Hollywood-liken Szene der Kunst-und Filmwelt dieser Tage. Mitten drin ein junger Kommissar, der seinem Beruf, der Ermittlung der Wahrheit und Dingfestmachung der wahren Schuldigen, noch mit vollem Engagement nachkommt und den wir dabei gerne begleiten, auch in den Sequenzen, wenn es um seine eigenen Probleme und sein Seelenheil geht. Ein Buch, packend und richtig gut 'inszeniert', ein wahres Lesevergnügen. Gerne mehr davon.

  • Bewertung

    5/5

    20.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein vielschichtiger historisch geprägter Kriminalroman auf der Grundlage eines realen Falls

    Es ist das Berlin der 1920er Jahre, Fritz Lang ist ein großer Regisseur und an seiner wohl nicht nur künstlerischen Seite die Drehbuchautorin Thea von Harbou. Doch beide sind verheiratet. Eines Tages wird die Polizei zu einen Tatort gerufen. Elisabeth Rosenthal, Langs Ehefrau, soll sich das Leben genommen haben, zumindest der Regisseur selbst und auch die ebenfalls anwesende Harbou stellen es so dar. Dem zuständigen Kriminalkommissar Beneken fallen da direkt einige Ungereimtheiten ins Auge und auch die Aussagen der beiden 'Hauptzeugen' sind so widersprüchlich, dass da etwas nicht stimmen kann. Der junge Kommissar lässt das Selbstmordurteil nicht gelten und will ermitteln, wogegen sich allerdings seine Vorgesetzten stemmen. Ein berühmter Mann wie Lang, da will man keinen Staub aufwirbeln. Doch Beneken stellt sich dem entgegen und geht die Sache zielstrebig und akribisch an, gräbt sich regelrecht hinein, in die Szene der Berliner Künstler-Highsociety, deren Geheimnisse und Abgründe. Und dabei kommt er auch seinen eigenen Untiefen sehr nah und irgendwann auch der Frage, ob es ihm die Wahrheit wert ist, sich selbst in Gefahr zu bringen. Diese Geschichte, sie ist weitaus mehr wie 'nur' ein Kriminalroman. Da ist einmal die reale Begebenheit, die dahinter steht, Langs Ehefrau wurde tatsächlich tot aufgefunden und der Fall bis heute nicht abschließend geklärt. Und dann die Historie dieser Zeit, das Berlin um 1920, die aufkeimende politische Ausrichtung und das in Kombination mit der geradezu Hollywood-liken Szene der Kunst-und Filmwelt dieser Tage. Mitten drin ein junger Kommissar, der seinem Beruf, der Ermittlung der Wahrheit und Dingfestmachung der wahren Schuldigen, noch mit vollem Engagement nachkommt und den wir dabei gerne begleiten, auch in den Sequenzen, wenn es um seine eigenen Probleme und sein Seelenheil geht. Ein Buch, packend und richtig gut 'inszeniert', ein wahres Lesevergnügen. Gerne mehr davon.

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