Produktbild: Malibu Orange

Malibu Orange Roman

10

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.07.2024

Verlag

Leykam

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,2 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Natur / Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8350-0

Beschreibung

Rezension

»Ulrike Haidacher kniet sich mit ihren sprachlich hochpräzisen Texten geradezu in gesellschaftliche Verhältnisse hinein und fördert mit ihrem schrägen Humor Erstaunliches zutage.« KLAUS KASTBERGER
»Haidacher [...] ist eine großartige Erzählerin. Zum Teil umgansgssprachlich und immer präzise, führt sie aus der Gedankenwelt ihrer Prodagonistin in unterschiedliche Lebensbereiche.« Stefanie Panzenböck, Falter

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

29.07.2024

Verlag

Leykam

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,2 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Natur / Anthrazit

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8350-0

Herstelleradresse

Leykam
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT

Email: office@leykamverlag.at

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  • Bewertung

    5/5

    08.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mehr als gelungen!

    Ich kann mich nicht erinnern wann ich zuletzt ein Buch binnen 24h gelesen hab… es muss wirklich viele Jahre her sein! Extrem spannend geschrieben (wie gehts weiter mit Anja und Magda), so viel Witz dabei und gleichzeitig so viel Reflexion und auch Gedanken/ Floskeln, die man selbst so gut kennt, wenn man auf dem Land aufgewachsen ist… Wirklich wärmste Empfehlung!!! Super cooles Buch!!!

  • Olivia Grove

    5/5

    14.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überraschend unterhaltsam: Satire meets Tragikomödie

    „Malibu Orange“ verwebt BFFs, Burnout und toxische Dynamiken zu einer spritzigen und tiefgründigen Lektüre. Ulrike Haidacher versteht es, gezielt zu übertreiben und ihre Protagonisten gnadenlos ins Chaos zu stürzen. Mit bissig scharfem Blick entlarvt sie Phrasen und Glaubenssätze, bis nichts mehr heilig ist. „[...], also heutzutage ist es so, wenn du dir in der Früh denkst, ah, heute habe ich keine Lust zu arbeiten, dann hat das sicher irgendeinen Namen, es hat sicher irgendeinen englischen Namen mit „Syndrom“ am Ende [...]“ (S. 82) Anja ist wie ihre Mom und Oma diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin. Nach 10 Jahren in der Pflege zieht sie die Notbremse: Sie kündigt, kehrt nach einem Burnout zurück in ihr Kinderzimmer im heimischen Industriekaff der Obersteiermark. Auch Anjas Schulfreundin Magda hat sich verändert: Die einst freiheitsliebende Reisende ist verliebt und beginnt, sich äußerlich wie innerlich zu wandeln. Schließlich zieht sie mit Volker auf einen verfallenen Bergbauernhof und meldet sich nicht mehr. „»Es tut mir gut, mit Volker zu sein. Einfach zu sein. Mit ihm. Mit ihm was aufzubauen.« Oida, Magda, bist du gebrainwashed, oder was, kannst du was anderes auch noch sagen?“ (S. 132) Haidacher entfaltet in ihrem zweiten Roman ein breites Themenspektrum – von Freundschaften über die emotionale Last der Care-Arbeit bis zu den großen Lebensfragen. Trotz der Schwere der Themen erzählt sie die Geschichte leicht und fesselnd, als würde sie den Gedankenfluss von Anja unmittelbar und ungefiltert widerspiegeln. „Ich krieg ein Baby, so schöne Neuigkeiten, ich bin die nächsten zwei Jahre in Karenz und dann in Bildungskarenz und dann krieg ich das zweite Kind und dann mach ich ein Sabbatical.“ (S. 15) Ihr Schreibstil rauscht atemlos dahin und begeistert mit einem Feuerwerk österreichischen Humors. Genau dieser Stil macht das Buch zu einem echten Pageturner, der tiefgründig ist, ohne je zu erdrücken. „[...], ob Magda auch noch einen will, es ist Happy Hour. Nein danke, Magda bleibt ab jetzt beim Wasser. Aha, Wasser in der Happy Hour also, was ist mir ihr jetzt auf einmal?“ (S. 35)

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    03.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsam. Bissig. Wie geht „leben“? und eine entgleitende Freundschaft in die Klauen des Patriarchats.

    Anja hängt nach einem BurnOut mit Gehörverlust ihren Job als Krankenpflegerin an den Nagel. Sie schafft es einfach nicht mehr, und zieht kurzerhand von Wien zurück zu ihren Eltern in das „obersteirische Industriekaff“. Für kurze Zeit, ein paar Wochen, maximal. Doch es werden mehr als diese paar Wochen, und ihre Eltern stellen sie irgendwann mal zur Rede. Leben? Man muss funktionieren in der Gesellschaft. Malochen. Sich kaputt machen (herrlicher Dialog). Aber davor hat sie einschneidende Erlebnisse mit ihrer innigen Freundin Magda. Früher waren sie „Die Unzertrennlichen“ und Anja freut sich, endlich wieder mal mit Magda in ihr Stammlokal auszugehen, um ein paar Malibu Orange zu schlürfen. Aber das ersehnte Wiedertreffen entpuppt sich als der Beginn einer Entfremdung. Zuerst kommt Magda zu spät, dann will sie nichts trinken und stellt Anja ihren neuen Freund vor: Volker. Schnell stellt sich heraus, dass Volker DER Keil in ihrer Freundschaft ist. Magda entfremdet sich total, verändert sich und wird so ziemlich zum Gegenteil davon, was und wie sie einmal war. Anja leidet sehr darunter, fragt sich, inwieweit sie sich in das neue Leben von Magda einmischen darf und soll, zumal die Beziehung von Magda und Volker auf einer sehr toxischen Basis zu stehen scheint. Die Autorin bringt so einige Themen in ihren neuen Roman ein und versteht es brillant, diese auf eine lockere Art zu erzählen. Sie wirft mit österreichischem Humor um sich, und bleibt dennoch ernst genug, um einen gewaltigen Sog zu entwickeln. In das lichte Orange der fröhlichen Beziehung schleicht sich ein Nebel ein, wird grauer und grauer, die Düsternis der Verzweiflung Anjas legt sich um die Worte. Man will dieses aufkeimende Schwarz nicht, hofft als Leser auf eine Rückkehr zur grellen Beschwingtheit. Spannend! kann ich nur sagen, und sehr nachdenklich stimmend. Was ist das Leben? Was heißt es zu leben? Was ist ein erfülltes Leben? Und die Frage der Fragen der Protagonistin Anja an ihre im Sterbebett liegende Oma: wie hast du es geschafft zu leben? Es sind sehr berührende Szenen, die Anja mit ihrer Großmutter erlebt. Für mich ist dieses Buch ein #Lesehighlight, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Nachdem mir der Debütroman „Die Party“ von Ulrike Haidacher schon gut gefallen hat, bleibt mir nur mehr übrig, eine absolute Leseempfehlung auszusprechen und auf ihren nächsten Roman hinzufiebern. PS: und immer wieder dieser Volker, das Patriarchat in Persona, dem man am liebsten die … abreißen möchte.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    03.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfühlsam. Bissig. Wie geht…

    Einfühlsam. Bissig. Wie geht „leben“? und eine entgleitende Freundschaft in die Klauen des Patriarchats. Anja hängt nach einem BurnOut mit Gehörverlust ihren Job als Krankenpflegerin an den Nagel. Sie schafft es einfach nicht mehr, und zieht kurzerhand von Wien zurück zu ihren Eltern in das „obersteirische Industriekaff“. Für kurze Zeit, ein paar Wochen, maximal. Doch es werden mehr als diese paar Wochen, und ihre Eltern stellen sie irgendwann mal zur Rede. Leben? Man muss funktionieren in der Gesellschaft. Malochen. Sich kaputt machen (herrlicher Dialog). Aber davor hat sie einschneidende Erlebnisse mit ihrer innigen Freundin Magda. Früher waren sie „Die Unzertrennlichen“ und Anja freut sich, endlich wieder mal mit Magda in ihr Stammlokal auszugehen, um ein paar Malibu Orange zu schlürfen. Aber das ersehnte Wiedertreffen entpuppt sich als der Beginn einer Entfremdung. Zuerst kommt Magda zu spät, dann will sie nichts trinken und stellt Anja ihren neuen Freund vor: Volker. Schnell stellt sich heraus, dass Volker DER Keil in ihrer Freundschaft ist. Magda entfremdet sich total, verändert sich und wird so ziemlich zum Gegenteil davon, was und wie sie einmal war. Anja leidet sehr darunter, fragt sich, inwieweit sie sich in das neue Leben von Magda einmischen darf und soll, zumal die Beziehung von Magda und Volker auf einer sehr toxischen Basis zu stehen scheint. Die Autorin bringt so einige Themen in ihren neuen Roman ein und versteht es brillant, diese auf eine lockere Art zu erzählen. Sie wirft mit österreichischem Humor um sich, und bleibt dennoch ernst genug, um einen gewaltigen Sog zu entwickeln. In das lichte Orange der fröhlichen Beziehung schleicht sich ein Nebel ein, wird grauer und grauer, die Düsternis der Verzweiflung Anjas legt sich um die Worte. Man will dieses aufkeimende Schwarz nicht, hofft als Leser auf eine Rückkehr zur grellen Beschwingtheit. Spannend! kann ich nur sagen, und sehr nachdenklich stimmend. Was ist das Leben? Was heißt es zu leben? Was ist ein erfülltes Leben? Und die Frage der Fragen der Protagonistin Anja an ihre im Sterbebett liegende Oma: wie hast du es geschafft zu leben? Es sind sehr berührende Szenen, die Anja mit ihrer Großmutter erlebt. Für mich ist dieses Buch ein #Lesehighlight, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Nachdem mir der Debütroman „Die Party“ von Ulrike Haidacher schon gut gefallen hat, bleibt mir nur mehr übrig, eine absolute Leseempfehlung auszusprechen und auf ihren nächsten Roman hinzufiebern. PS: und immer wieder dieser Volker, das Patriarchat in Persona, dem man am liebsten die … abreißen möchte.

  • katzenminze

    5/5

    29.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wütend und witzig

    Anja dachte, sie hätte alles richtig gemacht: Raus aus dem obersteirischen Kaff nach Wien. Den Job in der Krankenpflege. Und klar übernimmt sie alle möglichen Schichten, klar kann sie einspringen. Noch hat sie ja keine Kinder oder andere Verpflichtungen. So macht man das, so hat sie es gelernt. Doch auf einmal kann sie nicht mehr. Ihr Körper macht nicht mehr mit bei der ganzen Belastung und so landet sie wieder im Heimatörtchen, im alten Kinderzimmer, mit Avril Lavigne Postern an der Wand. Peinlich, das Ganze. Aber immerhin sieht Anja jetzt ihre beste Freundin Magda wieder. Die ist immer fröhlich, laut, lustig, viel in der Welt unterwegs und zwischendurch im Ort jobben. Malibu Orange mit Magda im Café Ulli und endlich wieder Quatschen ohne Ende: Das ist es, was Anja jetzt braucht. Doch Magda ist nicht mehr alleine. Plötzlich ist da Volker und plötzlich ist Magda nicht mehr laut und fröhlich, sondern vorsichtig und still und unheimlich schwer zu erreichen. Stimmt da was nicht, oder bildet Anja sich das ein? Ist sie nur verletzt, dass sie nicht mehr die erste Geige spielt im Leben der Freundin ist oder läuft da etwas arg schief? Und was tut man, wenn man ein schlechtes Gefühl hat, aber die Freundin sich partout nicht helfen lassen will? Dieser Roman hat sich in Nullkommanichts weggeschmökert. Durch den stetigen Gedankenstrom Anjas fliegen die Seiten nur so dahin. Und Spaß macht es, ihr in den Kopf zu schauen! Der leichte Wiener-Schmäh, ihre Wut auf die ganze Welt und die beißende Ironie haben etwas Witziges, das ich sehr genossen habe. Aber auch ihre Zweifel kommen gut rüber: Was mache ich mit meinem Leben, trügt mich mein Gefühl, bin ich zu negativ, was weiß ich überhaupt über meine beste Freundin, bin ich verrückt, übertreibe ich, was soll ich tun? Ein Beispiel gefällig wie wild, witzig aber auch treffend es in Anjas Kopf abgeht? Bittesehr: "[...] denn Volker kann alles, Volker der naturnahe Held, Volker, der Magda so viel Sicherheit und Stabilität gibt, durch den sie ein anderer Menschen wird, durch den sie aufhört sie zu sein, Volker, der wutentbrannt mit dem Auto rasen muss, aus Strafe, weil Magda vor ihm auch schon gelebt hat, das ist aber auch wirklich eine Sünde, ein Leben vor einem Volker gehabt zu haben, aber nein, das sieht Anja falsch, sie erkennen die Wahrheit nicht, Volker ist Magdas Retter, die Kuh ist näher gekommen, Anja hat zu rennen begonnen, f**k, jetzt will sie auch noch eine Kuh umbringen, [...]" Malibu Orange ist ein spannender, lustiger und zunehmend trauriger Roman über Freundschaft und die Frage, was man anfängt mit seinem Leben. Dezente Gesellschaftskritik und bitterer Realitätscheck inklusive. Mich hat die Geschichte total abgeholt und ich empfehle sie sehr gerne weiter!

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