Produktbild: Alle außer dir

Alle außer dir Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

80168

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1338 KB

Originaltitel

Toutes les femmes sauf une

Übersetzt von

Claudia Marquardt

Sprache

Deutsch

EAN

9783641293864

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Verkaufsrang

80168

Erscheinungsdatum

28.08.2024

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

1338 KB

Originaltitel

Toutes les femmes sauf une

Übersetzt von

Claudia Marquardt

Sprache

Deutsch

EAN

9783641293864

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  • Isa.Literature.Love

    aus Hamburg

    5/5

    11.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Geschichte der ungebundenen Frauen ist noch sehr kurz — plaidoyer pour la liberté des femmes

    »Adèle, beteilige dich nicht an deiner eigenen Unterdrückung. Ich werde dir nichts Universelleres beibringen können.« (S.107) Marie liegt nach der Geburt ihrer Tochter Adèle im Krankenhaus. Die promovierte, gewollt-alleinerziehende Parisienne verschönt nichts an der Geburt und vergleicht das Gefühl ihres Körpers danach mit dem Beginn des Weltuntergangs. In dieser Situation beginnt sie ihre Tochter in Gedanken anzusprechen und schreibt ein Buch über ihre Reflexion der Situation, ihrer eigenen Tochter-Mutter-Beziehung, dem Frausein und den damit verbundenen Erwartungen, Anforderungen, Unzulänglichkeiten, Grenzen, Anfeindungen statt Schwesternschaft unter Frauen. Marie befreit sich mit dieser Brandrede selbst aus der toxischen Beziehung mit ihrer (narzisstischen) Mutter, deren Ansprüchen sie seit ihrer Kindheit nie gerecht werden konnte und dem damit verbundenen Erbe, das sie als Mutter nicht antreten möchte. Die Protagonistin sieht ihre Mutter durchaus als Kind ihrer Zeit und der patriarchalen Sozialisierung, aber hält dem entgegen, dass wir uns entscheiden können, was wir daraus machen. Sie verzeiht ihrer Mutter nicht, aber bringt Verständnis für diese Frau auf. Für Adèle wünscht sie sich andere Chancen und Liebe, wohl bewusst, dass sie einen Teil dazu beitragen kann. Und das tut sie. Im Schreiben findet sie ihre Ausflucht, ihre Rettung, ihre Ruhe. »Alle ausser dir« von Maria Pourchet ist ein eindrücklicher, flammender, großartiger Roman, der das Patrichariat und unsere Sozialisierung kritisiert, aber dabei aufzeigt, wofür es sich zu kämpfen lohnt: Die Freiheit der Frauen. Es steht so viel zwischen den Zeilen, dass maus das schmale Buch direkt wieder von vorne lesen kann. Großartig ist der anklagende, wütende, zärtliche und reflektierende Schreibstil, das Auseinandernehmen der internalisierten, toxischen Glaubenssätze (kursiv geschrieben) und die Message dieses Romans ist einfach großartig »Hör gut zu, Adèle. Die Geschichte der ungebundenen Frauen ist noch sehr kurz. Halte sie gut fest, deine Freiheit.« (S.169) ❤️‍ Beaucoup d'amour pour ce roman féministe und ganz grosse Leseempfehlung BTW: Wie schön ist bitte das Cover?

  • MarieOn

    5/5

    03.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gelungene Befreiung aus prägender Mutter - Tochter Beziehung

    Marie lebt in Paris. Ihr Elternhaus in den Vogesen hat sie längst hinter sich gelassen, ihr Studium abgeschlossen und ihren Doktor gemacht. Sie ist fünfunddreißig, hat gerade entbunden und sich entschlossen, die kleine Adèle allein großzuziehen. Die Erste, die Marie nach der Geburt anruft, ist ihre Mutter. Nach zehn Stunden Schmerz, Blutungen und einer nicht wirkenden Periduralanästhesie wirft die Mutter ihr vor, sie habe sich nicht gründlich genug auf die Geburt vorbereitet. Sie wartete vor der Schule auf ihre Mutter, ganze Abende auf Männer, auf Antworten und am Tag der Geburt, auf die Pille, die ihr die Spannung aus der Brust nehmen soll. Das Warten hat sie gelernt. Marie kann sich an keine Umarmung erinnern, aber vernünftig war die Mutter in ihren Verboten: kein Fernsehen, keine Barbie, keine Bluejeans, keinen Zucker, kein Mehl, keinen weißen Reis, alles zum Besten des Kindes, das sich nach Kohlehydraten verzehrte. Als sie mit der Mutter durch die Stadt ging, schaute ein Mann, im Alter ihres Vaters sie an. Die Mutter ohrfeigte sie, alle blieben stehen, blickten auf die Szene. Das soll dir eine Lehre sein, mit wildfremden Männern zu flirten. S. 100 Nicht mir galt die Ohrfeige, die dafür sorgte, dass sie zehn Jahre lang den Blick vor Männern senkte. Sie war einfach die Erstbeste, die sie stellvertretend für alle gutbürgerlichen Frauen dieser Stadt in Empfang nehmen musste, für all jene, die, stolz und hochnäsig, meine Mutter am Rand hatten stehen lassen. S. 102 Fazit: Maria Pourchet beschreibt eine verheerende Kindheit. Ihre Protagonistin setzt sich im Krankenhaus mit den Demütigungen auseinander. Der Rahmen ist passend, weil es auch hier unterschwellige Vorhaltungen hagelt. Tausend Worte fallen ihr rückblickend ein, die ihr das Gefühl gaben wertlos zu sein. Die sie geprägt haben, so wie ihre Mutter von der eigenen Mutter gebrieft wurde. Maries Mutter hat alle eigenen Selbstzweifel und das Gefühl der Unzulänglichkeit schonungslos, wie Gift in die Tochter sickern lassen. Die Tochter, nun selbst Mutter geworden, will ihr Erbe durchbrechen, ihrer Tochter neue Chancen für den eigenen Lebensweg mitgeben und muss deswegen in die schmerzliche Innenschau. Die Sprache der Autorin ist bewusst anklagend. Sie lässt ihre Protagonistin zurückgeben, was sie selbst erdulden musste. Am Ende wird die Geschichte versöhnlich, der Knoten ist gelöst, Marie spürt Luft in sich aufsteigen, wo vorher kein Raum war. Eine überaus kluge, gelungene Beschreibung einer Befreiung aus einer vergifteten Mutter – Tochterbeziehung.

  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    4/5

    09.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein erschütternder Monolog

    Maria Pourchets Roman Alle außer dir ist ein literarisch kraftvoller, emotional tief erschütternder Monolog einer Frau, die am Wendepunkt ihres Lebens steht: Marie, 35 Jahre alt, frischgebackene Mutter, blickt im Halbdunkel eines Pariser Krankenhauszimmers auf die Wiege ihrer Tochter – und in die Tiefen ihrer eigenen Kindheit. Was folgt, ist keine linear erzählte Lebensgeschichte, sondern ein fragmentarischer, aufwühlender innerer Strom von Erinnerungen, Reflexionen und Fragen. Marie rechnet ab – mit ihrer Mutter, mit einem erstickenden Frauenbild, mit sich selbst. Der Ton ist unverblümt, radikal ehrlich, gelegentlich sarkastisch, oft schmerzhaft – aber nie larmoyant. „Ich bin auch nur eine blöde Kuh, die nichts Besseres zu tun hat, als ihre Mutter in einem Buch zur Strecke zu bringen, statt zu stillen“, schreibt sie (S. 135) – Sätze wie dieser zeigen Pourchets Gespür für Ambivalenz, für die Widersprüche des Mutterseins und Frauwerdens. Zentrale Fragen, die Marie umtreiben: Was geben Frauen – ungewollt, unreflektiert – an ihre Töchter weiter? Wo endet Fürsorge, wo beginnt emotionale Kälte? Wie tief sitzen Sprachmuster, Demütigungen und unausgesprochene Erwartungen, wenn sie von Generation zu Generation weitergetragen werden? Alle außer dir ist ein Buch über das unsichtbare Erbe weiblicher Unterdrückung, die nicht nur von außen, sondern auch im Inneren einer Familie entsteht – subtil, still und doch prägend. Formal ist Pourchets Roman eher ein langes Poem als eine klassische Erzählung. Der Text folgt keiner chronologischen Ordnung, sondern ist assoziativ und impulsgetrieben. Es ist ein Sog, dem man sich kaum entziehen kann – auch dank der hervorragenden Übersetzung, die den dichten, poetischen und zugleich brutalen Ton des Originals treffsicher ins Deutsche überträgt. Der Originaltitel Toutes les femmes sauf une – „Alle Frauen außer einer“ – trifft die Ambivalenz des Stoffes eigentlich noch besser, doch Alle außer dir funktioniert im Deutschen immerhin als offenes Echo auf die Tochter. Was bleibt, ist ein schmerzlicher Eindruck: von der Last weiblicher Sozialisation, von der Ohnmacht, Dinge anders machen zu wollen – und doch von der Angst getrieben zu sein, dieselben Fehler zu wiederholen. „Ich wünsche mir, dass du so gut wie nichts davon behältst“, sagt Marie zu ihrer Tochter (S. 13) – ein Wunsch, der Hoffnung und Hilflosigkeit zugleich ausdrückt. Fazit: Maria Pourchet gelingt mit Alle außer dir ein intensiver, sprachlich außergewöhnlicher und psychologisch tiefgründiger Roman über Mutter-Tochter-Beziehungen, weibliche Prägung und den Willen, schmerzhafte Kreisläufe zu durchbrechen. Kein einfacher Text – aber ein unbedingt lesenswerter. Ein literarisches Glanzstück im schmalen Format.

  • Elina Z.

    4/5

    19.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiv

    Es war eine intensive und eindrucksvolle Lektüre über Geburt, Mutterschaft und Frausein. In einer bildhaften Sprache beschreibt die Autorin diese Punkte sehr gefühlvoll. Ich war sofort von ihrem Schreibstil begeistert. Die Protagonistin spricht mehrere Themen an. Vor allem hat mich Maries Kindheit, Erwachsenwerden und ihr Verhältnis zu ihrer Mutter beeindruckt. Ich weiß es nicht, ob Pourchet autobiografische Elemente hinzugefügt und dadurch dem Leser ihre eigene Erfahrung mitgeteilt hat. Aber genau so hat es sich angefühlt - sehr realistisch. Marie erzählt ihrer neugeborenen Tochter über intime Momente ihres Lebens. Infolgedessen wird eine extreme Nähe zur Hauptfigur aufgebaut. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand nehmen bis ich fertig mit dem Lesen war. „Alle außer dir“ ist ein bemerkenswerter Roman über das Wichtige im Leben einer Frau, der mich absolut fasziniert hat.

  • Bewertung

    4/5

    10.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensiv & Aufwühlend

    „Alle außer dir“ ist kein Buch, das man einfach so zwischendurch liest. Es fordert einen heraus, indem es tief in Themen vordringt, die nicht nur schwer, sondern in ihrer Intensität fast „unangenehm“ zu lesen sind. Wenn man mit der Thematik selbst vertraut ist, trifft dieses Buch mit brutaler Ehrlichkeit und schonungsloser Direktheit, was es für mich persönlich emotional besonders anspruchsvoll gemacht hat. Dieses Buch zu lesen ist definitiv intensiv und aufwühlend.

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    Jana König

    OSIANDER Stuttgart

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    5/5

    08.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das noch lange nachwirkt

    Die 35-jährige Marie liegt nach der Entbindung im Krankenhaus und lässt ihr bisheriges Leben Revue passieren. In einem Brief an ihre Tochter erzählt sie von ihrer eigenen Kindheit, ihrer schwierigen Beziehung zur Mutter, die sie bis heute prägt. Sie sinniert über den Selbsthass und den Hass auf das eigene Geschlecht, der von Generation zu Generation an die Töchter weitergegeben wird, über den Teil, den Frauen zu ihrer eigenen Unterdrückung beitragen, und schwört sich, es besser zu machen. Ein poetisches, starkes Buch, das aufzeigt, wie nah Hass und Liebe in Mutter-Tochter-Beziehungen liegen.

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