Spencer, eher am Feiern interessiert als am Lernen, wird mit den dunklen Seiten seines Freundes Anthony konfrontiert, als dieser Clara Hart auf einer Party missbraucht. Die tragische Nacht wiederholt sich immer wieder, und Spencer erkennt schließlich, dass er in einer Zeitschleife gefangen ist. Wie oft wird er Clara Hart sterben sehen, bevor er diesen Bann brechen kann?
Louise Finch nimmt sich toxischer Männlichkeit, geschlechtsspezifischer Gewalt und kollektivem Schweigen an. Aktuelle Themen erzählt aus einer ungewöhnlichen Perspektive..
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Lianne
5/5
01.08.2024
eBook (ePUB 3)
Der ewige Freitag
Auch wenn die Problematik eines sich wiederholenden Tages nicht neu ist, schaffte es dieses Buch dennoch, mich in den Bann zu ziehen. Ein Mix aus „Täglich grüßt das Murmeltier“, „Butterfly effect“, „50 erste Dates“ (weil alle anderen ja alles vergessen und Spence wieder bei null anfängt und „Matrjoschka“ (Russian Doll) nur eben in jünger. Denn der Protagonist Spence geht noch zur Schule und genau am einjährigen Todestag seiner Mutter muss er einen schrecklichen Freitag immer und immer wieder durchleben. Da hilft ihm sein Philosophie Lehrer, der ohnehin mit den Schülern gerade Nietsches Wiederkehr durchgeht, auch nur bedingt herauszufinden, was der Auslöser ist, den Spence ändern muss, um endlich wieder einen Samstag erleben zu können. Und da dachte er, Claras Unfalltod am ersten Abend wäre das schlimmste, was er zu sehen bekäme, doch schnell muss er erkennen, schlimmer geht immer, trotz seiner Versuche sie zu retten. Doch bei all seinen Bemühungen lernt er Clara auch von einer ganz anderen Seite kennen und nach und nach wird auch er ein anderer, als er mal war. Man kann sich immer verändern und weiterentwickeln, zu einem besseren Menschen werden und das richtige tun. Das ist eine der zentralen Botschaften dieses Jugendromanes. Das Schweigen brechen, anderen wirklich zuhören, Dinge zu hinterfragen und zu beobachten. Die Sprache ist an die Zielgruppe angepasst (auch wenn manche Fehler im Leseexemplar des e-Books noch drin waren, besonders was die Interpunktion angeht, die nicht auf Jugendslang zurückzuführen ist), was mir sehr gefallen hat. Es war toll, die Entwicklung von Spencer mitzuverfolgen.
Sonjalein1985
5/5
17.07.2024
eBook (ePUB 3)
Kampf gegen den Tod
Inhalt: Dem 18-jährigen Spence ist die Schule eigentlich recht egal. Lieber betrinkt er sich und geht auf die legendären Partys seines besten Freundes Anthony. Als er dann aber, auf einer solchen Party, den Tod seiner Mitschülerin Clara Hart mitbekommt und sich danach in einer Zeitschleife befindet, in der er Clara immer wieder sterben sieht, muss er herausfinden, was in dieser Nacht wirklich geschah. Dabei lernt er nicht nur Clara und Anthony von anderen Seiten kennen, sondern auch sich selbst.
Meinung: Dies ist ein sehr ernstes Buch, das man nicht einfach nebenbei lesen kann. Es behandelt ernste Themen wie Missbrauch, Alkoholsucht, Tod und Trauer. Aber es geht auch um Selbstfindung, Freundschaft, Liebe und dem Mut, das Richtige zu tun.
Im Mittelpunkt steht James Spencer, der von allen Spence genannt wird. Er hat seine Probleme, die er mit Alkohol zu betäuben versucht. Da ihm das Lernen leicht fällt, muss er sich um die Schule nicht so viele Gedanken machen und so ist sie ihm eigentlich recht egal.
Lieber hängt er mit seinen Freunden Worm und Anthony ab und geht auf Partys. Trotzdem mochte ich Spence von Anfang an. Ja, er hat seine Fehler, allerdings macht ihn das nur umso menschlicher.
Anthony hingegen konnte ich überhaupt nicht leiden. Er bewertet Mädchen, er ist sexistisch und alles andere als ein netter Kerl. Trotzdem ist er beliebt und kann sich, dank des Geldes seiner Eltern, praktisch alles leisten.
Worm, der Dritte im Bunde, hält sich eher aus allem raus. Er kifft und macht Unsinn, jedoch habe ich ihn als Charakter nicht richtig zu fassen bekommen.
Clara Hart ist eine Mitschülerin, die nicht viel mit den beliebten Kids zu tun hat. Sie mag Kunst, ist schlagfertig und sympathisch.
Bee ist der Schulschwarm schlechthin. Sie ist wunderschön und angenehm. Außerdem ist sie Anthonys Exfreundin und das Mädchen, in das Spence schon länger verliebt ist.
Die Geschichte ist voller Wendungen und Schwierigkeiten, denen sich Spence stellen muss. Sein Tag wiederholt sich immer und immer wieder, jedoch verändern sich Kleinigkeiten, sodass er ständig neue Herausforderungen bewältigen muss, um die Zeitschleife zu beenden und Clara zu retten. So ändert sich sein Charakter im Laufe des Buches auch immer mehr und er erkennt seine Fehler und lernt, hinzusehen.
Mir hat das Buch gut gefallen. Es beinhaltet schwierige Themen, die dringend mehr Beachtung erfahren sollten und das hat die Autorin gut umgesetzt.
Und so kann ich die Geschichte rund um Spence und Clara nur empfehlen.
Fazit: Ein Buch, das schwierige Themen behandelt und gut umgesetzt ist. Sehr zu empfehlen.
MelB2508
5/5
15.07.2024
eBook (ePUB 3)
Zeitschleife mit Tiefgang
Ich war sehr auf Death. Life. Repeat.: Das ewige Leben der Clara Hart gespannt und meine Erwartungen haben sich nicht nur erfüllt, nein, sie wurden übertroffen.
Das Zeitschleifenthema ist für mich, wenn es gut umgesetzt wird, immer ein gutes und spannendes Grundmotiv, weil durch die Wiederholung eines Tages die Möglichkeit besteht, mit Varianten der Handlung zu spielen, den Butterfly Effekt zu zeigen und die Personen vielschichtiger und tiefer wirken zu lassen, das Setting aber immer ähnlich bleibt.
Hier passiert es James Spencer - er ist in einer Zeitschleife gefangen. Ein schrecklicher und für ihn persönlich auch bedeutsamer Tag, ein Freitag, wiederholt sich wieder und wieder - insgesamt 10 Mal, was man anhand der Kapitel direkt sehen kann.
James oder Spence, wie er von seinen Freunden genannt wird, rastet nicht so aus, wie man das aus anderen Geschichten kennt, und die 10 Tage, die wir erleben, sind fast alle auch relativ genau geschildert, es gibt nur 2 kurze Kapitel, die aber auch sehr passend sind. Er lernt in den 10 Tagen nicht nur viel über sich selbst, sondern sieht auch sein ganzes Umfeld bald mit anderen Augen (und er verliebt sich, auch wenn er das bis zum Ende nicht so richtig zugeben wird).
Die Gedankenwelt des Protagonisten fasziniert mich von Anfang an. Er wirkt eigentlich wie ein typischer nicht so netter Charakter, der beste Freund des klaren "Antihelden" in der Geschichte, eher Mitläufer als Täter und mit einem sehr traurigen Erlebnis in seinem Leben, was ihn stark beeinflusst, noch immer.
Als Mitglied des Rugby Teams und offensichtlich Schüler einer (Privat-?) Schule wirkt er privilegiert, einer der beliebten Schüler auf jeden Fall.
Was er aber durch die vielen Wiederholungen des Tages erlebt und erfährt, wie sehr es ihn verändern wird und was dann die wirklich sehr gute Auflösung ist, das habe ich in weniger als einem Tag gelesen, ich konnte das Buch buchstäblich nicht aus der Hand legen.
Einziger, winziger Kritikpunkt - in meiner Ausgabe sind noch recht viele Druckfehler zu bemängeln - es fehlen Buchstaben oder Wörter sind ohne Trennung geschrieben. Aber ich hoffe, das wird noch redigiert.
Ich gebe eine so was von eindeutige Leseempfehlung und der Roman ist jetzt schon eins meiner Highlights 2024!
Bewertung
aus Bern
4/5
24.07.2025
eBook (ePUB 3)
Death. Life. Repeat.
Spencer, eher am Feiern interessiert als am Lernen, wird mit den dunklen Seiten seines Freundes Anthony konfrontiert, als dieser Clara Hart auf einer Party missbraucht. Die tragische Nacht wiederholt sich immer wieder, und Spencer erkennt schließlich, dass er in einer Zeitschleife gefangen ist. Wie oft wird er Clara Hart sterben sehen, bevor er diesen Bann brechen kann?
Louise Finch nimmt sich toxischer Männlichkeit, geschlechtsspezifischer Gewalt und kollektivem Schweigen an. Aktuelle Themen erzählt aus einer ungewöhnlichen Perspektive..
Der Schreibstil hat mich etwas genervt, ich brauchte eine ganze Weile, bis ich damit klargekommen bin. Es wird in der Ich-Form aus der Sicht von Spencer erzählt, welcher manchmal einen Slang gebrauchte, der mir wenig zusagte. Aber ansonsten ist das Buch spannend und interessant, ich musste unbedingt dranbleiben.
Mit Spencer konnte ich anfangs recht wenig anfangen, aber er reift während des Buches sehr und wird mir sympathischer. Zudem sind da neben ihm noch seine Freunde, allen voran Anthony, wo ich immer wieder nur dachte «oh mein Gott, was für ein Idiot…»
Die Idee zum Buch finde ich sehr gut, die Umsetzung hat mir auch gut gefallen. Dass es nicht einfach nur darum geht, den Tod von Clara zu verhindern, sondern dass es um einiges tiefgründiger wird, erfährt man nach und nach. Das verleiht dem Buch noch eine zusätzliche Spannung. Manchmal jedoch gab es für mich ein bisschen zu wirre Sprünge zwischen Gegenwart und Anekdoten aus der Vergangenheit. Teilweise hat sich die Geschichte auch etwas sehr in die Länge gezogen.
Das Ende fand ich durchdacht und schlüssig. Obwohl oder gerade, weil es etwas anders war, als erwartet, hat es mir sehr gut gefallen. Zusätzlich regt es zum Nachdenken an.
Gut und spannend von Anfang bis Ende.
EvieSk
4/5
14.09.2024
eBook (ePUB 3)
Gefangen in einer Zeitschleife
Spencer und Anthony sind gute Freunde. Doch als Spencer mitbekommt, wie Anthony ein Mädchen auf seiner Party missbraucht, hinterfragt Spencer die Freundschaft und sich selbst. Er durchlebt diesen Tag nun mehrere Male, bis er einen Weg findet, die Schleife zu durchbrechen.
Die Charaktere sind alles Jugendliche, was man auch in ihrem Verhalten und ihren Denkweisen merkt. Deshalb muss ich sagen, dass mir die meisten Personen sehr unsympathisch waren, das ist aber denke ich auch so gewollt. Nur bei Spencer hat es sich bei jedem Mal gebessert, weil er sich reflektiert hat. Auch Clara mochte ich an manchen Freitagen.
Die Handlung finde ich sehr interessant. Spencer ist in einer Zeitschleife gefangen und muss den Schlüssel finden, der ihn weiterleben lässt. Während dieser Zeit muss er einiges schlimmes ansehen und er macht auch ein paar Fehler, jedoch zeigt ihm diese Zeit auch auf, dass sein Verhalten ebenfalls nicht immer das beste war. Die Idee finde ich spannend, jedoch hätten es meiner Meinung nach etwas weniger Wiederholungen auch getan.
Die angesprochenen Themen sind sehr wichtig. Es geht um das Ausnutzen und Beeinflussen von Menschen, es geht um Victim Blaming und auch ums Mitläufer sein. Es wird aufgezeigt, dass man das Verhalten von Menschen, auch wenn es Freunde sind, kritisch hinterfragen sollte und dann die Personen auch zur Rede stellen sollte.
Der Schreibstil ist in Ordnung. Das Buch lässt sich flüssig lesen, jedoch ist es mir vor allem am Anfang etwas schwer gefallen, an der Geschichte dranzubleiben. Mit der Zeit wurde das aber besser.
Das Cover finde ich zu dieser Geschichte sehr passend, auch wenn es persönlich nicht meinen Geschmack trifft.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die angesprochenen Themen interessiert und diese in einer Geschichte verarbeitet lesen möchte. Ich würde es vor allem Jugendlichen empfehlen, da sie am häufigsten mit Themen wie kollektives Schweigen oder dem Herunterspielen von Handlungen und Aussagen zu kämpfen haben.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.