DIE KILLER-ELITE
Wade Wilson alias Deadpool eilt der Ruf voraus, nicht nur einer der besten, sondern auch einer der nervigsten Söldner der Welt zu sein. Als er es wieder einmal übertreibt, erreicht ihn überraschend eine Einladung. Eine Mörder-Vereinigung namens Atelier ist tatsächlich interessiert, ihn in ihre Reihen aufzunehmen. Um seinen Wert zu beweisen, muss er nur einen der gefährlichsten Superschurken des Planeten erledigen: Dr. Octopus alias Doc Ock! Das einzige Problem: Wade wurde entführt. Und nun wächst irgendetwas Abartiges in ihm heran. Es wird unangenehm, wenn die Newcomer Alyssa Wong und Martín Cóccolo Marvels Kinostar in die Mangel nehmen!
Enthält: NEW MUTANTS (2020) 30 (V) & DEADPOOL (2023) 1-5
#1: Künstler des Todes
Dieses Jahr lief der dritte Deadpool-Film ja bereits in den Kinos an und erscheint demnächst als Heimkino-Variante. Ebenfalls gestartet ist der dritte Venom-Film von Sony. Was läge da näher als sich einen Comic mit Themenvariationen aus beiden mal näher anzusehen?
„Künstler des Todes“ ist der neueste Deadpool-Band. Und in der Tat ist der Titel weise gewählt, denn es geht hier um die Gruppe Atelier. Dabei handelt es sich um eine Killerbrigade, die das Morden als Kunst versteht und aus diversen illustren Gestalten besteht. Der sogenannte Horned Emperor befehligt Last Bite, Alcaudón, Mirror, Ms. Gingko, Aster, Rävhona, Drop, Valentine Vuong, Lord und Lady Deathstrike. Nunmehr hat auch Deadpool eine Einladung bekommen. Und der freut sich wie Bolle, lief sein letzter ähm Antrag auf äh Aufnahme ins X-Men-Team nicht sonderlich gut, nachdem er als unangekündigter „Babysitter“ nicht sonderlich gut auf die Neuzugänge aufgepasst hat und die sich beinahe gegenseitig massakriert haben. Nu ja, Schwund ist immer…
Aufgabe des Neumitglieds auf Probe für die Sache ist jemanden auszuschalten. Die Wahl ist auf Doc Ock gefallen, genau den aus Spider-Man. Sollte Deadpool die Aufgabe unter Beweiserbringung in einer bestimmten Zeit meistern, ist er nicht nur Mitglied von Atelier und hat exklusiven Zugang auf – irgendwas Exklusives halt. Vergeigt er den Auftritt, bleiben ihm die Pforten und exklusiven Zugänge auf ewiglich verwehrt. Abgelenkt von Valentine Vuong, auf die er ein, zwei Augen geworfen hat, blendet er (wortwörtlich!) völlig aus, dass Lady Deathstrike ihm auf Schritt und Tritt folgt und eigentlich direkt immer bei ihm ist. Die Dame ist daher nicht gerade erbaut davon, dass er sie dumm rumstehen lässt und den Verschwindibus macht.
Dieses Mal kann er aber echt nicht dafür. Poison Iv—stop, falsches Universum – eine psychopathische Bioterroristin namens Harriet Bromes, die sich selbst Harrower nennt, will den Planeten Erde retten – klingt erst mal gut, aber unter völliger Ausradierung der Menschheit und auch zu Tieren ist sie nicht besonders nett. Sie gestaltet vielmehr den Planeten nach ihrem Gusto um. Ihr Ziel könnte sie mit den Symbionten erreichen, hier insbesondere mit den Carnage-Symbionten, was wiederum den Bogen zum bereits eingangs erwähnten Venom schlägt, der hier aber nicht auftaucht. Da dieser „Symbiont“ aber gefährlich ist und seine Wirte die Symbiose nicht lange überleben, kam sie auf Deadpools Selbstheilungskräfte, entführte ihn und pflanzte ihn gegen seinen Willen das Viehzeug ein.
Deadpool hat jetzt einige Probleme:
• Erst mal will er seinen Auftrag ausführen und dafür bleibt ihm nur noch wenig Zeit.
• Dann hat er Lady Deathstrike an den Hacken, die nur wegen ihm in Ungnade bei Atelier zu fallen droht.
• Offenbar hat sich auch Vuong in ihn verguckt. Nunmehr gilt es sie aus den ganzen Fronten heil rauszubringen. Doch die Dame kann sich ganz gut selbst schützen.
• Doc Ock findet es ebenfalls nicht nett auf seiner Abschussliste zu stehen.
• Harrower klebt ihm an den Hacken, weil sie auf den Symbionten als Biowaffe scharf ist (unter anderem). Zudem verbünden sich seine beiden Widersacher gegen Deadpool.
• Und der Symbiont darbt sich an ihm.
Wie man sieht, sind da viele Storylines in dem Band, die teilweise parallel laufen und kaum Zeit zum Verschnaufen lassen. Das Ganze gerät dann zu einer – aufgrund des Symbionten und der gefährlichen Harrower – zur ziemlich blutigen Screwball-Geschichte zu werden, was aber nicht negativ auffällt, ganz im Gegenteil.
#2: Killer vs. Killer
Nachdem die Sache mit Harrower ausgestanden ist [war da nicht was?], bleibt Zeit für L'Amour. So will Deadpool sein Date mit Valentine nicht verderben. Lady Deathstrike soll derweil auf "Princess" aufpassen, dem "Hund/Hyänensymbiontenwhatever", das aus Deadpool gewachsen ist. Insbesondere soll sie (unter Fotobeweis) darauf achten, dass sie ihr Häufchen macht. Dann ist Princess erleichtert und die Fotos können auf die nächste Festplatte mit Bildern, denn die Cloud war schon voll. Und dabei ist das Vieh erst 10 Tage alt.
Jedenfalls hat sich Deadpool schon einiges überlegt [ich bin sicher, dass da noch was war...]. So geht er in den frischesten Frischediscounter um die abgelaufensten Sachen aus der Rabattaktion und Treuepunkte zu sammeln. Und dann geht's mit der Liebsten ins Planetarium [wenn es mir doch nur einfallen würde...].
Könnte alles bestens laufen, aber leider gibt's da noch Atelier [ach ja]. Die finden das gar nicht witzig, dass jemand sie versetzt und nicht ihren Auftrag ausführt. Daher wollen sie Deadpool und Valentine töten. Und Deadpool töten. Und vielleicht etwas unter Schmerzen umbringen oder so. Lady Deathstrike derweil führt Deadpools "Princess" aus. Die findet Gefallen an den Extra-Happa...
- Wie man so viel Blödsinn charmant umsetzen kann, ist mir echt ein Rätsel. Aber trotz diverser Metzeleien ist es immer wieder witzig, Deadpool in romantischer Interaktion zu sehen. Denn trotz seines versauten Charakters, seiner schmelzenden Gesichtszüge, schlägt unter dieser harten, infantilen Schale das Herz eines kleinen massenmordenden Poeten und liebenswürdigen Psychopathen... odaso...
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.