Für Jonathan Grief verspricht das neue Jahr alles andere als perfekt zu werden. Seine Frau Tina hat ihn verlassen, und überhaupt ist ihm der Glaube an einen Sinn in seinem Leben seit langem abhandengekommen. Für Hannah Marx sieht das anders aus: Unbeirrbar glaubt sie an das Gute, an den Reichtum des Lebens und das Glück im Kleinen. Als sich die Umlaufbahnen dieser beiden Menschen auf unvorhergesehene Weise und von beiden unbemerkt kreuzen, nimmt das Schicksal das Heft in die Hand. Eine bezaubernde Liebesgeschichte findet einen Anfang und an ihrem Ende wird selbst Jonathan eine Antwort gefunden haben auf die Frage: Was ist der Sinn deines Lebens?
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Wien
5/5
24.04.2024
eBook (ePUB 3)
Das Schicksal mischt die Karten
Das Schicksal mischt die Karten
Emotional und bewegend war dieses Buch und ich habe es in einem durchgelesen. Stellenweise, eher zum Ende hin, kam es mir manchmal vor, als würde etwas angesprochen (bsp Weihnachtsmarkt) und dann erfährt man doch nicht wie es bei den beiden Protagonisten dann war.
Die einzelnen Zitate haben mir gefallen und auch die Protagonisten waren für mich authentisch. Beide Seiten konnte ich nachvollziehen und habe mit beiden mitgefühlt.
Hannah, trotz ihrem sonnigen Gemüt (wer wäre da nicht zusammengebrochen) war wohl auch nur ein Mensch, der sich im Weg stand und dennoch fand ich es gut, dass sie nicht aufgab. Die Idee mit dem Filofax fand ich klasse (schade, dass man nicht alles erfahren hatte, was sie sich ausgedacht hat).
Jonathan fand ich zu Beginn sehr steif und besserwisserisch, doch er kam auch authentisch rüber. Auch er hatte noch einiges aufzuarbeiten und die Begegnung mit 'Harry' hat ihm (im Nachhinein betrachtet) gut getan.
Der Mensch denkt und das Schicksal lenkt und vielleicht funktionieren die Einträge nicht bei jedem, doch ich fand es witzig und mutig und mal etwas anderes.
Auch Leo und Lisa waren tolle Charaktere. Sogar Simon und seine Reaktion kann ich verstehen und nachvollziehen.
Das Ende kam mir dann etwas zu schnell und blieb für mich offen; klar man erfährt was war, dennoch
Ich empfehle es gern weiter, nicht nur wegen den Zitaten sondern auch (oder gerade deswegen) weil man immer Möglichkeiten hat eine Situation zu lösen und manchmal ist der Schritt raus der Komfortzone und einen anderen Weg zu gehen, schwierig, dennoch möglich und vielleicht notwendig (was man immer erst später erfährt)
4,5*
Lesefuchs - Bücher mit Herz
aus Bargteheide
5/5
19.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Was für eine grandiose Idee
Sagt Ihnen der Name Charlotte Lucas etwas? Nein? Dann kennen Sie aber vielleicht Wiebke Lorenz oder Anne Hertz? Charlotte Lucas ist ein Pseudonym der sehr vielseitig schreibenden Autorin und Journalistin Wiebke Lorenz. Und Anne Hertz ist ein Gemeinschaftspseudonym von Wiebke Lorenz und ihrer Schwester Frauke Scheunemann. Nun stellen Sie sich vielleicht die Frage, warum man unter Pseudonym schreibt, aber in diesem Fall ist es eindeutig klar. Denn die Thriller, die Wiebke Lorenz unter ihrem Namen schreibt, sind nichts für schwache Nerven. Anne Hertz schreiben humorvolle Frauenromane und Charlotte Lucas erster Roman ist ein romantischer, kluger und überraschender Frauenroman. Nachdem das ZDF den Roman verfilmt hat, ist es gleichzeitig in einem neuen Verlag erschienen – dem Atlantik Verlag.
Die Geschichte ist von der Idee her einfach schon mal toll. Ein Filofax mit einem Kalender für das folgende Jahr, komplett mit Aufgaben für jeden Tag, die sich von normalen Terminen 100 % unterscheiden – ein Filofax für das perfekte Jahr. Und genau so einen findet Jonathan am 1. Januar in einer Tasche an dem Lenker seines Fahrrads, als er vom Joggen zurückkommt. Jonathan ist Anfang vierzig, geschieden, lebt in Hamburg in einer Villa in einer wohlhabenden Gegend und besitzt den renommierten Verlag Griefson & Books. Aber ansonsten herrscht in seinem Leben gerade eine große Leere. Die kompensiert er dadurch, dass er äußerst rechtschaffen agiert – er schreibt Leserbriefe und ähnliches an Zeitungen und Behörden und weist darin auf vermeintliche Missstände hin. Was macht nun so jemand, wenn er etwas durchaus Wertvolles findet? Fundbüro? Viel zu unsicher! Also versucht er den Besitzer oder die Besitzerin selbst herauszufinden. Dabei verselbstständigt sich die Suche.
Und dann springt die Geschichte 2 Monate zurück zu Hannah, einer jungen Frau Ende Zwanzig, die sich gerade mit ihrer besten Freundin Lisa selbstständig macht. Sie haben einen Kindergarten gegründet, der anders als andere ist. Hannah ist glücklich mit Simon, ihrem Freund.
Und so wechseln mit den Kapiteln jeweils die Protagonisten, wobei Hannahs Part irgendwann parallel zu Jonathans läuft. Was haben diese beiden Geschichten miteinander zu tun? Für wen ist dieses perfekte Jahr gedacht? Und gibt es überhaupt für jemanden in diesem Buch ein perfektes Jahr?
Ich finde diese Idee mit dem Filofax total toll. Ich wünschte mir, dass mir auch jemand einmal so etwas schenken würde. In diesem Filofax steht für jeden Tag ein kluges Zitat einer berühmten Person. Dazu kommt eine Aufgabe, die dem Menschen, der sie zu erledigen hat, hilft, sich selber besser kennenzulernen, bzw. Ängste und Schwachen langsam abzulegen und wieder positiv ins Leben zu blicken. Es gibt da Aufgaben, wie eine innere Inventur zu machen, oder einfach einmal barfuß über eine Blumenwiese zu laufen (und dabei nicht an die Zeckengefahr zu denken). Es ist ein Filofax, der daran erinnert, dass wir im hier und jetzt leben und nicht der Vergangenheit nachtrauern, oder uns die Zukunft in rosigen Farben malen sollten. Was vergangen ist, ist vorbei. Und wie lange es für den einzelnen eine Zukunft gibt, weiß zum Glück zumeist niemand. Ja klar, es gibt Ausnahmen, aber auch dann muss man versuchen aus der Gegenwart das Beste zu machen.
Mir hat diese Geschichte unglaublich gut gefallen. Ein wunderschöner und romantischer Roman, der gut in unsere schnelllebige Zeit passt, in der wir immer öfter nur noch funktionieren, aber vergessen haben, das Positive im Leben wahrzunehmen. Er ist schön erzählt, humorvoll und enthält für Buchliebhaber einige nette Spitzen bezüglich der aktuellen Situationen der Verlage und Buchhandlungen parat.
Für mich ein Roman, der für Leserinnen von Lori Nelson Spielman „Morgen kommt ein neuer Himmel“, Jojo Moyes, aber auch Gabriella Engelmann oder Lilly Oliver optimal ist. Ein absoluter Wohlfühlroman, der durchaus auch eine Botschaft enthält und zum Nachdenken einlädt.
Jürg K.
4/5
31.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Gute Idee
Jonathan Griefs Jahr scheint alles andere als perfekt zu werden. Tina seine Frau hat ihn verlassen und der Glaube an einen Sinn des Lebens ist ihm abhandengekommen. Hannah Marx ist gerade das Gegenteil, sie glaubt an das Gute, an den Reichtum des Lebens und an das Glück. Als sich auf unvorhergesehene Weise ihre Wege kreuzen, nimmt das Schicksal das Heft in die Hand. Es ist eine sehr bezaubernde Geschichte die einen Anfang findet und am Schluss für Jonathan eine Antwort auf seine Frage nach dem Sinn des Lebens gibt. Über den Inhalt in dieser wunderbaren und sehr emotionalen Geschichte möchte ich nicht zu viel verraten. Mich hat die Geschichte sofort in den Bann gezogen und je länger ich gelesen habe, desto mehr musste ich Nachdenken. Dieses Buch kann ich sehr empfehlen darin enthält es einiges, was am Ende sehr zum Nachdenken anregt.
leseratte1310
4/5
20.03.2024
eBook (ePUB 3)
Was ist wichtig im Leben?
Als Hannah von ihrem Freund Simon erfährt, dass dieser nicht mehr lange zu leben hat, möchte sie ihm ein perfektes Jahr bescheren. Sie schenkt ihm ein Filofax mit Einträgen, die ihm Lebensmut und Freude bringen soll. Aber Simon will nicht leiden und hat sein Ende anders geplant. So hängt er eine Tasche mit dem Tagebuch und Geld an den Lenker eines Fahrrads.
So kommt die Tasche zu Jonathan, der seinen täglichen Lauf auch am Neujahrsmorgen nicht ausfallen lässt. Da das Fundbüro an diesem Tag geschlossen hat, behält Jonathan seinen Fund. Das hat ungeahnte Auswirkungen auf ihn.
Wir erfahren die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Hannah und Jonathan. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und wir erleben, wie die beiden in diesem Jahr durch ein Wechselbad der Gefühle müssen. Aber auch beim Lesen des Buches erleben wir dieses Wechselbad, es ist zum Heulen traurig und es ist manchmal witzig.
Hannah ist ein sehr positiv eingestellter Mensch. Kleine Nackenschläge sind für sie nur der Antrieb nach Besserem. Mit ihrer Freundin Lisa hat sie gerade erst die „Rasselbande“ gegründet, in der Kinder beaufsichtigt werden und viel Spaß haben sollen. Allerdings ging mir ihr naiver Optimismus anfangs auch manchmal auf die Nerven. Diesen Optimismus legt sie auch nicht ab, als sie von Simons Krankheit erfährt. Doch im Laufe der Geschichte muss auch sie erkennen, dass das Leben auch negative Seiten hat.
Jonathan lebt ein privilegiertes, aber einsames Leben, welches auch sehr eingefahren ist. Er macht seine Sache schon immer so und würde sie wahrscheinlich auch immer weiter so machen, wenn ihm nicht dieses Filofax in die Finger gefallen wäre. Mir kam er vor wie ein alter Mann und auch mit seiner besserwisserischen Art konnte ich nicht viel anfangen.
Aber das Schicksal hat bei beiden das Leben durcheinandergewirbelt und so gibt es eine Entwicklung, mit der sie selbst wohl nicht gerechnet haben. Da ist es schön, dass Hannah nicht nur von ihren Eltern unterstütz wird, sondern dass Lisa eine wirklich gute Freundin ist. Aber auch Jonathan findet Menschen, die es gut mit ihm meinen und ihm die Meinung sagen und er entdeckt, dass er die Vergangenheit auch mal hinterfragen muss.
Und Simon? Ich kann sein Handeln verstehen und doch mochte ich ihn nicht besonders, denn mir war er zu ichbezogen.
Wohin die Geschichte führen wird, war schon vorauszusehen, aber das Ende ist dann so, dass es glaubhaft und nicht kitschig ist. Auch war mir der Zufall zu oft im Spiel. Dennoch hat es Spaß gemacht, diese berührende Geschichte zu lesen.
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