Produktbild: Phänomenologie für Einsteiger

Phänomenologie für Einsteiger

1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

19.09.2007

Verlag

Utb GmbH

Seitenzahl

121 (Printausgabe)

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783838529356

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

19.09.2007

Verlag

Utb GmbH

Seitenzahl

121 (Printausgabe)

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783838529356

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Wirklich nur eine Einführung

Zitronenblau am 14.08.2010

Bewertungsnummer: 678227

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zahavi stellt auf 100 Seiten die Phänomenologie vor, also eine methodische Strömung der Philosophie. Dabei unterteilt er das Buch in zwei Bereiche: in methodologische Grundthemen und in beispielhafte phänomenologische Analysen. Zum ersten Teil ist vorab zu sagen, dass der Begriff "methodologisch" nur vage eingesetzt wird. Im Vordergrund stehen tatsächlich methodische Begriffsexplikationen der Phänomenologie selbst, weniger die Analye (Methodologie) der Phänomenologie vor dem Hintergrund anderer Methoden wie der analytischen Philosophie. Naturgemäß kommt der Begriff Phänomen in den Fokus der Explikationen, die Subjektivität der Ersten-Person-Perspektive, Husslers Epoché und Reduktion, die Intentionalität und also auch Perzeption und die rehabilitierte Lebenswelt. Die wesentlichen Philosophen sind eben Husserl, Heidegger, Sartre und Merleau-Ponty. Der zweite Teile untersucht phänomenologisch bedeutsame Begriffe wie Raum und Leib, Intersubjektivität und die Phänomenologie in der Soziologie bzw. in der Philosophie des Sozialen. Dabei werden auch Luhmann (Systemtheorie) und Habermas (Theorie des kommunikativen Handelns) aus der analytischen Philosophie (eher unfundiert) durchleuchtet im Zuge der Verteidigung der Phänomenologie. Hauptfrage ist, wie bedeutsam ist die Phänomenologie für die epistemische Erschließbarmachung der Welt, ihr methodischer Ansatz des heideggerschen In-der-Welt-seins also? Zahavi macht ihre Schwächen durchaus evident, ihre Unzulänglichkeiten werden gestreift, aber auch ihre Erklärungstauglichkeit zum Beispiel in Bezug auf die Soziologie - leider alles etwas zu knapp, Schütz und Garfinkel werden unzureichend expliziert. Überzeugend ist die phänomenologische Intersubjektivitätsproblematik, "... dass die Objektivität der Welt intersubjektiv konstituiert ist [...], dass sich Gegenstände nicht auf meine bloßen intentionalen Korrelate reduzieren lassen, sobald sie nämlich auch von anderen erfahren werden. Nur wenn ich erfahre, dass andere dieselben Objekte erfahren wie ich selbst, erfahre ich diese Objekte als tatsächlich objektive. [...] Deswegen ist die phänomenologische Analyse der Subjektivität im Grunde auch nicht nur eine Untersuchung des Ich, sondern eine Untersuchung des Wir." Wobei wir hier eben wieder in der Philosophie des Sozialen stecken MÜSSEN. Die Phänomenologie also zu verabschieden, wäre voreilig und durchaus nicht im Sinne epistemischer Untersuchungen!

Wirklich nur eine Einführung

Zitronenblau am 14.08.2010
Bewertungsnummer: 678227
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zahavi stellt auf 100 Seiten die Phänomenologie vor, also eine methodische Strömung der Philosophie. Dabei unterteilt er das Buch in zwei Bereiche: in methodologische Grundthemen und in beispielhafte phänomenologische Analysen. Zum ersten Teil ist vorab zu sagen, dass der Begriff "methodologisch" nur vage eingesetzt wird. Im Vordergrund stehen tatsächlich methodische Begriffsexplikationen der Phänomenologie selbst, weniger die Analye (Methodologie) der Phänomenologie vor dem Hintergrund anderer Methoden wie der analytischen Philosophie. Naturgemäß kommt der Begriff Phänomen in den Fokus der Explikationen, die Subjektivität der Ersten-Person-Perspektive, Husslers Epoché und Reduktion, die Intentionalität und also auch Perzeption und die rehabilitierte Lebenswelt. Die wesentlichen Philosophen sind eben Husserl, Heidegger, Sartre und Merleau-Ponty. Der zweite Teile untersucht phänomenologisch bedeutsame Begriffe wie Raum und Leib, Intersubjektivität und die Phänomenologie in der Soziologie bzw. in der Philosophie des Sozialen. Dabei werden auch Luhmann (Systemtheorie) und Habermas (Theorie des kommunikativen Handelns) aus der analytischen Philosophie (eher unfundiert) durchleuchtet im Zuge der Verteidigung der Phänomenologie. Hauptfrage ist, wie bedeutsam ist die Phänomenologie für die epistemische Erschließbarmachung der Welt, ihr methodischer Ansatz des heideggerschen In-der-Welt-seins also? Zahavi macht ihre Schwächen durchaus evident, ihre Unzulänglichkeiten werden gestreift, aber auch ihre Erklärungstauglichkeit zum Beispiel in Bezug auf die Soziologie - leider alles etwas zu knapp, Schütz und Garfinkel werden unzureichend expliziert. Überzeugend ist die phänomenologische Intersubjektivitätsproblematik, "... dass die Objektivität der Welt intersubjektiv konstituiert ist [...], dass sich Gegenstände nicht auf meine bloßen intentionalen Korrelate reduzieren lassen, sobald sie nämlich auch von anderen erfahren werden. Nur wenn ich erfahre, dass andere dieselben Objekte erfahren wie ich selbst, erfahre ich diese Objekte als tatsächlich objektive. [...] Deswegen ist die phänomenologische Analyse der Subjektivität im Grunde auch nicht nur eine Untersuchung des Ich, sondern eine Untersuchung des Wir." Wobei wir hier eben wieder in der Philosophie des Sozialen stecken MÜSSEN. Die Phänomenologie also zu verabschieden, wäre voreilig und durchaus nicht im Sinne epistemischer Untersuchungen!

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Phänomenologie für Einsteiger

von Dan Zahavi

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