Das unglaubliche Leben des amerikanischen Psychiaters und Schriftstellers Irvin D. Yalom, Autor von Und Nietzsche Weinte und Das Spinoza-Problem, erzählt von ihm selbst!
Und Nietzsche Weinte, Das Spinoza-Problem, Die Rote Couch, Der Panama-Hut, Der Schopenhauer-Kur. Bestimmt kennen Sie diese Bestseller. Aber was steht hinter diesen Werken? Wie ist Irvin Yalom auf die Ideen zu diesen Büchern gekommen? Und wie ist er überhaupt zu einem Schriftsteller geworden?
Irvin D. Yalom hat seine Karriere damit gemacht, das Leben anderer zu erforschen. In Wie man wird, was man ist, seinen lang erwarteten Memoiren, richtet er seinen therapeutischen Blick auf sich selbst und erforscht die Beziehungen, die ihn geprägt haben, und die bahnbrechende Arbeit, die ihn berühmt gemacht hat.
Er berichtet von der Kindheit in prekären sozialen Verhältnissen, dem Minderwertigkeitsgefühl in jungen Jahren, der frühen Eigenwilligkeit, aber auch von den Kämpfen der verschiedenen psychotherapeutischen Schulen in den 1960er Jahren, den Anfängen der Studentenrevolte und der Menschenrechts- und Frauenbewegung.
In diesem Hörbuch erfahren Sie:
• wie der Sohn russischer Einwanderer es schaffte, einer der berühmtesten Psychoanalytiker der Welt zu werden;
• wie verschiedene psychotherapeutische Ansätze sich im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelten;
• wie Irvin Yalom zur Entwicklung der Gruppentherapie beitrug;
• wie man die Angst vor dem Tod loswird.
Entstanden ist so das Porträt eines Mannes, der sein Leben in Gänze ausgekostet und gleichzeitig mit extremem Sinn gefüllt hat - von ausgelassenen Flitterwochen auf dem Motorrad durch Frankreich bis zur therapeutischen Arbeit mit Krebspatienten und dem Reflektieren über den eigenen Tod. Sehr persönliche Erinnerungen, geschrieben mit der Offenheit, die ihn als Psychotherapeuten so besonders und letztlich weltberühmt machten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
umgeBUCHt Blog
aus Weeze
5/5
25.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein kleines Buch mit großem Inhalt
„Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format“ heißt es in der Beschreibung. Als ich das Buch dann zum ersten Mal in Händen halte, bin ich noch ein wenig skeptisch. Nicht aufgrund des Inhalts, denn von Irvin D. Yalom las ich bereits einiges und war von seinen philosophisch psychologischen Romanen ebenso begeistert, wie von den Büchern, in denen er über seine Arbeit als Psychotherapeut berichtet. Inhaltlich bewege ich mich hier auf sicherem Terrain, davon bin ich überzeugt.
Aber dies ist nun das erste Buch, das ich in einer dieser kleinen Ausgaben besitze, die gerade einmal 10 x 14.6 cm bemisst und 640 Seiten zwischen 2,8 Zentimetern beherbergt. Niedlich finde ich das Buchformat, das sich so einfach für unterwegs in Handtasche oder Rucksack packen lässt und schließe es gleich in mein Herz. Aber ob sich dieses Buch auch komfortabel lesen lässt? Ich bezweifle dies ein wenig, bin aber dennoch bereit es einfach mal auszuprobieren: Und ich bin überrascht, ja sogar begeistert.
Denn dieses Buchformat scheint wie für meine Hände gemacht, auch wenn ich diese nicht unbedingt als zierlich bezeichnen würde. Das Buch liegt angenehm darin und ist keineswegs zu klein. Auch die Schrift ist nicht in einem Maße verkleinert worden, dass es mir unangenehm auffallen würde. Eher sorgt dieses spezielle Format dafür, dass sich das Lesen dieses Buches von den üblichen Größen abhebt und zu einem besonderen Leseerlebnis werden lässt. Hinzu kommt natürlich auch, dass der Inhalt dieses Buches für mich ein besonderer ist, weil es sich um die Autobiografie eines von mir sehr geschätzten Autoren handelt.
Irvin D. Yalom gibt in „Wie man wird, was man ist – Memoiren eines Psychotherapeuten“ Einblick in seinen beruflichen Werdegang, nimmt aber auch mit in seine Kindheit und in gibt Privates preis. Das alles macht er aus der Sicht eines Mitte achtzigjährigen Mannes, wobei das Wissen eines in Psychologie und Philiosphie bewanderten Menschen mit reichhaltiger Lebenserfahrung aus ihm spricht. Durch ihn erlebt man ein Stück Geschichte der Psychotherapie und wie sein Einsatz auch die Gruppentherapie im Laufe der Jahre etablieren konnte. Aber es ist keine Selbstlobhudelei, die aus ihm spricht, sondern man lernt einen sympathischen Mann kennen, der berichtet, der manchmal unkonventionell sein kann, aber auch zu seinen Fehlern steht und in schwierigen Lebenslagen selbst gelegentlich Hilfe bei anderen Psychotherapeuten gesucht hat. Außerdem lernt man den über Achtzigjährigen kennen, der mit den Einschränkungen des Älter Werdens und den damit verbundenen Sorgen zu tun hat. Hierbei von Ängsten zu sprechen, wäre unpassend, denn sein insgesamt doch eher lockerer Umgang mit dem Alter und seinen Gedanken über das Ende des Lebens, die sich wohl aus seiner langjährigen Arbeit mit todkranken Patienten entwickelt haben, finde ich beeindruckend.
„Ich sage mir oft: die Realität des Todes mag uns zerstören, aber die Vorstellung vom Tod kann uns retten. Es bringt die Erkenntnis auf den Punkt, dass wir nur eine Chance zu leben haben und deshalb in Fülle leben und am Ende möglichst wenig bedauern sollten. Meine Arbeit mit den Todkranken brachte mich schrittweise dazu, gesunde Patienten mit ihrer Sterblichkeit zu konfrontieren, um ihnen dadurch zu helfen, ihre Lebensweise zu ändern. Oft bedeutet dies einfach, den Patienten zuzuhören und ihnen ihre begrenzte Lebenszeit bewusster zu machen.“ (S. 344)
Trotz teilweise ernster Themen handelt es sich bei diesem Buch jedoch nicht um eines, das einen bedrückt zurück lässt, wenn man es beendet hat. Vielmehr fühlt man sich durch erhellende Gedanken angeregt, sie weiter zu denken. Ein kleines Buch mit großem Inhalt und für mich ein Highlight in diesem Jahr.
Bewertung
5/5
19.09.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Werdegang, Beweggründe, bunt mit...
Werdegang, Beweggründe, bunt mit Anekdoten gefüllt zur Psychotherapie und Philosophie. Genau das will ich von einer Biographie: Das Wissen mitnehmen, was die Person zur Person gemacht hat ... oder schon immer war!
Bewertung
5/5
08.06.2018
eBook (ePUB)
Ein Leben, in dem fast nichts bereut wird.
Irvin Yalom, bekanntester Psychotherapeut, -analytiker und Psychiater Nordamerikas hat mit nun schon 87 Jahren seine Autobiografie veröffentlicht!
Er erzählt, in gewohnt mitreissendem Erzählstil, von seinem Werdegang, seinen Inspirationen, seinen Patienten und seinen Büchern.
"Gastauftritte" haben bekannte Personen der "Szene" wie Viktor E. Frankl, Virginia Satir, Carl Rogers uvm.
S.A.W
5/5
30.11.2017
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Seele ergründen
Irvin Yalom, Sohn russischer Einwanderer, 1931 geboren, bekanntester Psychoanalytiker der USA, erzählt in diesem Buch sein Leben und seine Erfahrungen. In armen Verhältnissen geboren widmet er sein Leben der Tiefenpsychologie und der seelischen Heilung, beeinflusst von Viktor Frankl und anderen Größen der Tiefenpsychologie. Er erzählt von seinen Patienten, von Minderwertigkeitsgefühlen und Identitätsproblemen, von der Arzt-Patient-Beziehung,, von seinen Kindheitserinnerungen, dass er mit 21 von Zuhause auszog, weil er seine Mutter nicht mehr aushielt, die so hartherzig und dominant war, dass er seinem Vater nacheiferte, der so gütig und gegenüber seiner Frau so nachgiebig war, dass er sich mit seiner Mutter versöhnt und doch noch ein guter Sohn wurde, der die Aufsässigkeit sein lassen konnte. So wie in seinen berühmten Romanen ist Yalom immer dem ganzen Menschen verpflichtet, dem ganzen Leben, dessen Lauf er zu ergründen sucht. Er zeigt, dass die Psychoanalyse immer noch Relevanz hat, auch wenn die empirische Psychologie seit 100 Jahren versucht, ihr diese abzusprechen. Der Mensch ist eben mehr als eine Summe von Neuronen und Verhaltensweisen, ein großes Ganzes, das man erahnen aber niemals ganz ergründen und schon gar nicht in Statistiken erfassen kann.
Ein lesenwertes Buch für alle, die sich für Tiefenpsychologie und Psychotherapie interessieren.
siehe auch: Opelt, R: Die Kinder des Tantalus
Gerald Jatzek
4/5
20.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Psychoanalytiker ohne Selbsterhöhung
Irvin D. Yalom gilt als einer jener Therapeuten, die die Psychoanalyse aus ihrer dogmatischen Erstarrung geholt und im realen Leben (und Leiden) nutzbar gemacht haben. Methodischer Pluralismus und eine "freundschaftliche" Haltung gegenüber dem Patienten sind die Grundlagen seiner Arbeit, die von der Gruppentherapie bis zum Verfassen von Romanen reicht. In seiner im vergangenen Jahr erschienenen Autobiografie lässt Yalom den Leser am Zwiespalt zwischen dem erfolgreichen Arzt und Therapeuten und dem Migrantenkind voll Selbstzweifel teilhaben. Der Blick auf das eigene Leben ist von Sympathie, aber auch von Skepsis und einem Schuss Ironie geprägt. Die in seiner Gilde verbreitete Tendenz zur Selbsterhöhung sucht man hingegen vergebens. Als zwischen den Schulen Tätiger erspart er sich vehemente Grenzziehungen, und Kritik an Methoden und, sagen wir, Eigenheiten der Kollegenschaft wird stets milde und zurückhaltend geäußert. Nach der Lektüre weiß man zwar nicht, wie man ein guter Therapeut wird, aber man kennt zumindest einen möglichen Weg zu einem großzügigen Charakter. (Rezension erschienen in: Wiener Zeitung Online)
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