WAS WÜRDEN SIE MIT 1000 MILLIONEN EURO TUN? Wie grenzenlos der Reichtum einiger weniger wirklich ist und wie ihr Vermögen das Land verändert. Julia Friedrichs ist gelungen, was es so noch nicht gegeben hat: Sie bittet Superreiche zum Gespräch, und diese erlauben ihr umfassende Einblicke in ihre Welt und stellen sich ihren Fragen. Ist Vermögen eine Privatangelegenheit? Braucht es ein anderes Steuersystem? Kann es richtig sein, dass sich extreme Vermögen in den Händen ganz weniger ballen? Wann habe ich genug? Auf den Spuren des Geldes Ihre Recherchereise führt die Autorin zu Luxusjachten, in Family-Offices und Steueroasen. Im Gespräch mit Wissenschaftlern und Experten fördert sie exklusive neue Daten zutage über die vermögendsten Familien des Landes. Ein augenöffnender Trip durch die Welt des Geldes und ein vielschichtiger Blick auf jene, die sonst schweigen. Wer sind Deutschlands Superreiche? Superreich ist ein Mensch, der über viele Millionen Euro verfügt. Hierzulande sind es 2900 Personen, die gut 20 Prozent des gesamten Finanzvermögens besitzen. Aber auch in anderen Ländern nimmt die Zahl der Superreichen zu. Mit dem Geld, das man braucht, um ihre Superjachten auch nur ein Jahr instand zu halten, könnte man mittlerweile die Schulden aller Entwicklungsländer tilgen - auf einen Schlag. Müssen wir dem Reichtum Grenzen setzen? Welches Ausmaß an Ungleichheit verträgt eine Gemeinschaft, verträgt die Demokratie, in der zumindest theoretisch jede Stimme gleich viel wert sein soll? Wie viel dürfen Einzelne für sich beanspruchen in einer Welt, in der die Ressourcen endlich sind? Müssen wir dem Reichtum Grenzen setzen? Julia Friedrichs begibt sich auf die Spuren des Geldes. Eine eindringliche Reportage über die Frage, wie wir als Gesellschaft zusammenleben wollen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
25.08.2025
eBook (ePUB 3)
Spannender Blick ins Geheime
Interessant geschrieben und ein guter Fingerzeig auf das was in unsere Gesellschaft wirklich schief läuft. Ich frage mich warum der Wut der Gesellschaft sich immer nach unten richtet, auf Menschen die noch weniger haben als man selbst. Dabei sind doch die meisten direkt negativ betroffen von den Handlungen einzelner weniger, die in der Nahrungskette weiter oben sitzen.
Schönes Buch, regt zum Nachdenken an und führt vor Augen wie absurd Reichtum sein kann.
Bewertung
5/5
12.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zum Golde drängt, am Golde hängt doch alles
Julia Friedrichs hat als Journalistin auch schon über Armut geschrieben. Davon kann in Ihrem neuen Sachbuch nicht die Rede sein. Diesmal versucht sie, in die verschwiegene Welt der sogenannten ‚Superreichen‘ vorzudringen. Am Anfang stehen grundsätzliche Fragen: welches Vermögen steht für ‚wirklichen‘ Reichtum? Und welche Familien werden über ihren ungewöhnlichen Alltag berichten ? Dieses Buch erscheint zur richtigen Zeit und die Lesezeit lohnt sich. Wer etwas über unsere heutige Gesellschaft, ihre Werte, Ideen und Möglichkeiten erfahren möchte, sollte diese spannende Recherche lesen.
Bewertung
aus Dortmund
5/5
10.10.2024
eBook (ePUB 3)
Hochinteressant
Das Buch fand ich sehr interessant und auch spannend.
Zu allererst fand ich gut, daß die Autorin das Thema von allen Seiten beleuchtet. Sie interviewt Superreiche, die diskret bleiben wollen und sich unwohl fühlen mit dem Vermögen, das sie (meistens) geerbt haben. Aber auch welche, die mit ihrem Reichtum protzen (und damit einen sehr großen CO2 Fußabdruck hinterlassen), ohne jedes soziale Gewissen.
Auch berichtet sie ausführlich von dem Bürgerrat, den Marlene Engelhorn zur Verteilung eines Teils ihres Vermögens eingerichtet hat – mit allen Vor- und Nachteilen.
Übrigens: viele der Erben engagieren sich in Bewegungen wie „Tax the Rich“. Beispiel: die Enkelin von Walt Disney.
Julia Friedrichs räumt auch auf mit dem Vorurteil der sogenannten „Neiddebatte“. Klar gibt es einige Menschen, die einfach nur neidisch sind, aber sehr viele gönnen es den Vermögenden, wenn sie für ihr Geld richtig gearbeitet haben bzw. sozial mit ihrem Geld umgehen. Niemand spricht davon, daß alle Menschen die gleiche Summe an Geld haben sollten (daß das nicht klappt, sieht man ja in Russland z. B., und auch in der DDR hat das nicht funktioniert).
Ein wirklich lesenswertes Buch!
LichtundSchatten
3/5
08.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Man taucht mit diesem Buch in…
Man taucht mit diesem Buch in die Psychologie von Superreichen ein. Die Autorin Julia Friedrichs spricht mit einigen Überreichen, aber die Mehrheit wollte nicht mit ihr reden. Sie erforscht bisherige Untersuchungen bzw. Bücher und bietet einen breiten Überblick zum Thema. Drei Dinge sind mir geblieben: a) Die Autorin musste auf Bitten von Theo Müller das Buch „Gemeinwirtschaft“ von Ludwig Mises lesen, um ihn verstehen zu können. Sie meint, dass es keine natürliche Ungleichheit gäbe und dieser verstorbene Denker wenig über unsere aktuelle Zeit sagen könne. Mir ist klar, warum Theo Müller sie danach nicht sprechen wollte. Der Glaube an eine Herstellung von absoluter Gleichheit scheint übermächtig zu sein, steht aber der menschlichen Realität diametral entgegen. Diversität in Personen und Charakter, in Motivation und Tun scheint mir die einzige Vielfalt zu sein, die zählt. Sie zu verstehen ist der Kern aller Bildung und mir bleibt hier das Buch von Gustave Le Bon über den Sozialismus zu nennen: "Mit all meinen Kräften verweigere ich mich dem Sozialismus, da er unvermögend, unmoralisch und nur dazu geeignet ist, Betrüger und Diebe hervorzubringen.“ Und heute beherrschen diesen Sozialismus einige wenige sogenannte demokratische Parteien: "Keine soziale Klasse hat die anderen unverschämter ausgebeutet als die, die sich heute selbst Staat nennt.“ (Davila) Superreiche und Staat kooperieren und kungeln, das habe ich aus diesem Buch gelernt. Parteispenden seien wie Schutzgeldzahlungen, um entsprechend günstige Gesetze zu sichern. Aber trotzdem stellt sich die Frage: warum sollen Superreiche und Arme unzufrieden sein, wenn die Spanne wächst? Mehr als andere Gründe habe ich den Eindruck, dass eine gesamte Buchindustrie darauf hinarbeitet, hier einen der Hauptgründe zu ver-orten, obwohl es keine guten Gründe dafür gibt. Dass die eigene Kultur verschwindet und sich auflöst, scheint mir ein weitaus größeres Problem. Warum bringen Grüne ihre Kinder auf Privatschulen in Dänemark und lassen Kinder in Arbeitervierteln in Neukölln alleine in einem ungewöhnlichen Umfeld? b) Insgesamt bespricht die Autorin Bücher & Untersuchungen von Autoren, die über Superreiche geforscht/ geschrieben haben. So besucht sie z.B. Dr. Dr. Zitelmann, um über seine Dissertation über die Psychologie von Superreichen zu sprechen. Ihre Art, Personen über ihre Umgebung vorzustellen hat mir besonders bei diesem Autor nicht gefallen. Die Autorin steht Reichen durchaus richtig und skeptisch gegenüber, aber doch klingt ihre verfestigte Ideologie der Gleichheit durch. c) Frau Engelhorn wird zum Star hochgeschrieben, sie will re-demokratisieren, sie sei empört, dass sie selbst so viel Macht habe. „Niemand ist mehr wert als eine andere Person.“, sagt sie. Deshalb wolle sie ihre Macht radikal teilen. Ich gebe Ihnen meine Macht zurück, sagt sie dem Bürgerrat, der ihr Geld verteilen soll. Demokratie ist für mich etwas ganz anderes, sie sollte jeden in die Lage versetzen, Geld zu verdienen, statt Geld zu verteilen. Wie dieser Bürgerrat zu Ergebnissen kam und wie schwierig dieser Prozess war, schildert die Autorin sehr gut. Wenig lesen wir davon in den klassischen Medien. Fazit: Es stimmt: Geld und Gut ist ein köstliches Messer, doch gebrauche es nicht zum Verletzen, sondern zum Brotausteilen. Jeder Kapitalist macht das, denn er produziert für andere, was er nur kann, wenn er dessen Bedürfnisse erforscht hat. Insgesamt: Es gibt wenig Erkenntnisse über Superreiche, aber dieses Buch bietet einen umfassenden Status Quo des Wissens zu diesem Thema. Ich hab es gerne gelesen und viel Neues erfahren. Mein Wissen - vom Buch des Ludwig von Mises (Die Gemeinwirtschaft) herrührend, hat sich nicht verändert. Schade, dass die Autorin die Inhalte nicht begriffen hat. Theo Müller hatte also Recht, die Autorin nicht zu empfangen. Wer immer noch im Reich der Märchen (alle Menschen seien gleich) zuhause ist, hat keinen realistischen Blick auf die Welt. Dass Reiche so viel reicher sind als Normale macht sie nicht ungewöhnlicher. Im Gegenteil, sie konsumieren und agieren wie gewöhnliche Menschen. Vielleicht ist der Traum Superreicher von einem normalen Leben (Sebastian) viel zentraler als wir glauben. Geld zu verschenken, sinnvoll, wie Frau Engelhard, ist ebenso fehlsteuernd wie die Annahme, alle Menschen würden durch Gleichheit Gleiches schaffen. Der wachsende Abstand zwischen Superreichen und Normalen ist kein Problem für Erwerbstätige, weil sie davon meist profitieren. Störend ist das Gerede darüber in Büchern und Medien, die daraus ein Problem konstruieren. Diese LuftNummer ist ebenso ärgerlich wie Politiker und Beamte, bzw. ein Staat, der sich mit Steuern und Aufträgen als Verbündeter bzw. Anwalt seiner selbst konstruiert hat. Superreiche sind in diesem Zusammenhang nur ein Rädchen, das bis zum völligen bürokratischen Wahnsinn gedreht wird. Sie sind der letzte, aufgebauschte Feind der Linksgrünen. Besser Dr. Dr. Zitelmann lesen und seine Psychologie der Superreichen.
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