»Studio Ghibli« trifft auf »Game of Thrones« in dieser düster-epischen High-Fantasy-Saga!
Sekhems Fluch ist erwacht! Fionn Barahér, Feonns Sohn, hat Sekhems Fluch an sich genommen und stellt sich seinem Schicksal. Er bricht von Santísmer auf und reist zusammen mit Prinz Emyl, dem Sohn des Herzogs von Errion, dem Staudenritter Marbert und dem grimmigen Cined von Addenfels in den Osten, nach Líohim und noch weiter, um dem Auftrag des Gestaltlosen nachzukommen: Sekhems Fluch zu zerstören, um so die Menschheit vor der Vernichtung zu bewahren – und Kellen zu retten. Doch der Weg ist weit und voller Gefahren, sowohl durch Prinz Kahrion und die Mächte von Amkash, die noch immer danach trachten, Fionn und die Waffe des Verräters in ihre Gewalt zu bringen, wie auch durch solche, die von seinen Reisegefährten ausgehen … Währenddessen beginnt ein lange vergangenes und einst versiegeltes Grauen, sich abermals im Norden der Welt auszubreiten.
Ein fesselndes und eindrückliches Abenteuer voll düsterer Geheimnisse, verborgener Magie und unerwarteter Wendungen, in dem moralisch graue Figuren folgenschwere Entscheidungen treffen und bitterste Konsequenzen tragen müssen - Ein Muss für alle Fans düster-epischer High-Fantasy!
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Episch, emotional, gefährlich schön.
CleoBe aus Berlin am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3023780
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Im Herzen brennt der Fluch wie eine ferne, alte Glut,
und jeder Schritt erzählt von Angst, von Hoffnung, von Mut.
Wo Schatten wachsen, findet eine Seele ihren Willen,
und eine Welt aus Salz und Asche beginnt, sich selbst zu stillen. ✨
Wenn Schicksal ruft, bricht selbst die Nacht ein Stück weit auf.
Denn wer den Fluch trägt, trägt auch den Funken, der die Welt neu baut.
Wenn Echos der Vergangenheit erneut erwachen – Es gibt Fantasywelten, die man liest, und es gibt jene, in die man zurückkehrt wie an einen Ort, der sich in die eigene Vorstellungskraft eingebrannt hat. „Das Schicksal der Fluchträger – Teil 2“ ist genau so ein Wiederkommen: Ein Schritt über eine unsichtbare Schwelle, hinein in eine Welt aus Salz, Asche, uralten Mächten und unheilvollen Versprechen. Der Auftaktband liegt lange zurück, und doch brauchte es nur wenige Seiten, um wieder heimzufinden. Denn Philipp C. Niklas eröffnet den zweiten Teil mit einer klugen, dichten Zusammenfassung, die nicht bloß erinnert, sondern atmosphärisch dort ansetzt, wo die Schatten des ersten Bandes sich senkten. Was folgt, ist eine epische Reise, die Studio-Ghibli-Magie mit Game-of-Thrones-Schwere verbindet, eine Welt, in der Schönheit und Grauen miteinander tanzen und der Preis, den die Figuren zahlen, selten gering ist. Sekhems Fluch ist erwachtund mit ihm eine Geschichte, die größer wirkt als jedes einzelne Schicksal darin. Wenn du jetzt neugierig geworden bist, dann komm mit auf eine spannende Lesereise. Auf geht’s…
Eine Reise ins Unbekannte, getragen von Hoffnung und Furcht – Fionn Barahér, Feonns Sohn, steht im Zentrum dieser Erzählung, doch er ist längst mehr als ein einzelner Funke im Gefüge der Welt. Mit dem Fluch in sich trägt er eine Bürde, die jede Entscheidung schwerer, jeden Schritt gefährlicher macht. Gemeinsam mit Prinz Emyl, dem stoischen Staudenritter Marbert und dem grimmigen Cined von Addenfels reist er nach Líohim – einem Ort, der nicht nur geografisch im Osten liegt, sondern auch erzählerisch wie ein Portal in neue Gefahren, Intrigen und unerforschte Mythen wirkt. Der Auftrag des Gestaltlosen – Sekhems Fluch zu zerstören – gibt dem Plot eine klare Richtung, doch auf dieser Reise wird schnell deutlich: Der Weg ist niemals nur eine Strecke. Der Weg ist Prüfung, Enthüllung, Transformation.
Die Bedrohungen von Prinz Kahrion und den Mächten Amkashs sind nur eine Seite der Gefahren. Viel subtiler, viel packender sind jene Spannungen, die innerhalb der Gruppe wachsen. Philipp C. Niklas zeigt, wie dünn die Linie zwischen Vertrauen und Zweifel ist und wie brüchig Loyalität wird, wenn dunkle Kräfte mitwandern. Währenddessen erhebt sich im Norden etwas Altvergessenes – ein uraltes Grauen, das einmal versiegelt war und nun erneut nach der Welt greift. Die Dualität der Bedrohungen – außen wie innen, politisch wie magisch – verleiht diesem Band eine Intensität, die tiefer geht als zuvor.
Gebrochene Seelen, neue Weggefährten und ein Sommerwolf, der stiehlt, was zu stehlen ist: das Herz – Eine große Stärke dieses Bandes ist die Erweiterung der Erzählperspektiven. Zwei neue Sichten bereichern das Gefüge, ohne den Fokus zu verlieren. Neue Charaktere treten auf, und sie tun das nicht leise: Sie treten ein, als wären sie schon immer Teil dieser Welt gewesen.
Der Sommerwolf ist vielleicht das faszinierendste neue Wesen. Eine Figur zwischen Mythos und Wildheit, geheimnisvoll und unergründlich und doch von einer Präsenz, die jede Szene mit einem Hauch von alter Magie erfüllt. Ihn zu begleiten fühlte sich an wie das Eintreten in ein anderes, leuchtendes Kapitel der Saga.
Fionn wächst, nicht plötzlich, sondern schleichend, reibend, tastend. Er lernt, für sich und andere einzustehen, und gerade seine Dynamik mit Cined gehört zu den stärksten Momenten des Romans. Zwischen ihnen entsteht eine Art unfreiwillige, ruppig-ehrliche Freundschaft, die so glaubwürdig ist, dass sie fast greifbar wirkt.
Sam entwickelt sich weiter, erdig und verletzlich zugleich, und bekommt eine Tiefe, die ihn noch stärker mit Fionns Weg verwebt. Asita, die neue weibliche Stimme im Ensemble, ist das perfekte Beispiel dafür, wie Philipp C. Niklas Figuren gestaltet: nicht glatt, nicht gefällig, sondern widersprüchlich, anstrengend, mutig. Erst nervt sie, dann beeindruckt sie. Ihre Wandlung gehört zu den großen Überraschungen dieses Bands.
Jede Figur trägt Grau in sich. Keiner ist unfehlbar. Genau deshalb fühlt sich diese Geschichte so menschlich an, trotz ihrer Magie.
Sprachgewalt, Weltentiefe und der Atem einer großen Saga – Philipp C. Niklas schreibt mit einer Klarheit, die gleichzeitig poetisch und bildstark ist. Die Welt ist detailreich, ohne sich in Details zu verlieren. Die Kämpfe sind intensiv, aber nie wirkungslos brutal. Und die ruhigen Szenen, oh, diese ruhigen Szenen! – haben eine emotionale Wucht, die man nicht erwartet, aber dringend gebraucht hat. Wie in Band 1 ergibt sich der Weltenbau organisch aus der Handlung. Die Karte erleichtert das Eintauchen, besonders im Print, und macht das Lesen zu einem beinahe rituellen Erlebnis: Immer wieder blättert man zurück, immer wieder folgen die Augen den Wegen der Figuren über Grenzen und Gebirge hinweg. Die Geschichte nimmt an Tempo zu. Geheimnisse werden enthüllt, neue Konflikte geboren, alte Wunden aufgerissen. Und genau, wenn man glaubt, das Ende komme langsam zur Ruhe verändert ein einziger Moment alles.
Ein Atemstillstand, der lange nachhallt – Dieses Buch nimmt richtig Fahrt auf. Geheimnisse werden gelüftet, neue Fragen entstehen, und die Bedrohung wächst mit jeder Seite. Vor allem aber: Die emotionale Tiefe überrascht. Zwischen all den Kämpfen und politischen Konflikten finden sich Szenen, die still, berührend und wunderschön sind. Die letzten Kapitel schließlich halten genau das, was High Fantasy verspricht: Spannung, Enthüllungen, Herzschmerz – und einen Cliffhanger, der lange nachhallt. Der Cliffhanger ist heftig. Nicht laut, sondern präzise. Er öffnet mehr Türen, als er schließt, und genau dadurch macht er hungrig auf Band 3. Die neuen Informationen, die letzte Wendung, die Ahnung dessen, was im Norden erwacht – all das hinterlässt ein Gefühl von Größe, das weit über die letzte Seite trägt.
FAZIT: Ein düster-epischer Band, der größer wirkt als sein eigener Rahmen – Da mich der erste Teil von dieser Reihe fasziniert hat, bekommt diese Fortsetzung natürlich eine absolute Leseempfehlung. „Das Schicksal der Fluchträger – Teil 2“ ist für mich ein Roman, der zeigt, wie kraftvoll eine Geschichte werden kann, wenn sie nicht nur fortgesetzt, sondern weitergedacht wird. Es ist ein kraftvoller, sprachlich dichter und atmosphärisch überwältigender Mittelband, der all das vereint, was High Fantasy auszeichnet. Er bewegt sich durch moralische Grauzonen, lässt politische Intrigen auf uralte Magie treffen, führt gefährliche Weggefährten zusammen und entfaltet eine emotionale Tiefe, die sich still unter die Haut legt, während der Weltenbau sich so lebendig anfühlt, als würde er mit jedem Kapitel weiter atmen. Philipp C. Niklas führt uns damit tiefer in eine Saga hinein, die sich irgendwo zwischen der Zartheit eines „Studio Ghibli“-Märchens und der erbarmungslosen Wucht eines „Game of Thrones“-Universums verortet, ein Spannungsfeld zwischen Hoffnung und Fluch, zwischen Licht und drohendem Untergang. Dieser Band hat mich gepackt, berührt, überrascht und vor allem vollständig in seine Welt hineingezogen. Ich habe gelacht, gezittert und gehofft und nun warte ich mit angehaltenem Atem auf Teil 3. Wird es ihn geben? Ich wünsche es mir aus tiefstem Herzen. Denn manche Geschichten haben eine eigene Leuchtkraft, die sich nicht dimmen lässt. Und diese hier gehört zu jenen, die lange weiterglimmen – in Gedanken, im Herzen, im Nachhall der letzten Seite. Mir bleibt jetzt nur noch dir eine schöne Lesereise zu wünschen, denn dieses Buch ist wild, vielschichtig und voller Emotionen.
Ich bin ein Fan der Chroniken Fan Salz und Asche!
Bewertung am 03.02.2025
Bewertungsnummer: 2402421
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich teile meine Rezension in verschiedene Kategorien auf, um potenziellen Lesern einen besseren Überblick zu verschaffen. Im Folgenden finden sie einen Absatz zur Handlung, einen zu den Charakteren, einen zum Weltenaufbau, einen zum Schreibstil des Autors und zuletzt meine persönliche Bewertung.
Die Handlung
Die Handlung beginnt in Errion, den Westlichen Küstendlanden des Heiligen Reiches von Líohim. Drei Jahre nach dem rätselhaften Tod des Großkaisers entdecken die beiden Freunde Fionn und Kellen unter den Planken eines auf Grund gelaufenen Einmasters ein antikes Schwert, schwarz wie Schatten. Es übt eine unwiderstehliche Anziehung auf Fionn aus, aber als er es schließlich berührt, prophezeien ihm grausame Visionen, dass sich sein Schicksal von nun an für immer verändern wird. Kurz darauf werden die beiden von einem mächtigen Feind verfolgt, der nicht nur damit droht, ihre geliebte Heimat zu zerstören, sondern auch die Vernichtung der gesamten Menschheit im Sinn hat.
Die Charaktere
Ein besonderes Merkmal der Charakterbeschreibungen in der Schicksal der Fluchträger-Reihe ist, dass bei Weitem nicht bloß die Tiefe der Protagonisten ergründet wird. Zudem taucht der Leser nämlich auch in die Gedanken von Randfiguren ein, wodurch Einblick in deren Motive und Gefühle erlangt wird. Das hat jedoch keinen negativen Einfluss auf den Spannungsbogen, sondern reguliert diesen vielmehr, da immer nur so viel wie nötig preisgegeben wird, um die Handlung in eine andere Richtung zu lenken. Oftmals regt das Innenleben der Charaktere somit zum eigenständigen Rätseln an. Der Leser wird neugierig und möchte die Ursache eines bestimmten Gedankengangs erfahren, welche nicht vollkommen klar vorliegt. Des Weiteren wird selbst ein Einblick in die Gedankenwelt von antagonistischen Figuren nicht verwehrt. In verschiedenen Situationen herrscht also ein schmaler Grat zwischen Gut und Böse, weil nicht bloß zu scheinbar guten Charakteren eine emphatische Bindung aufgebaut werden kann. Dadurch wird der Leser dazu angeregt, Handlungen eigenständig kritisch zu hinterfragen.
Der Weltenaufbau
Durch die Gestaltung der Welt hebt der Autor seine Liebe zum Detail hervor. Der Leser wird nämlich nicht nur auf einen fantasievollen Großkontinent entführt, sondern zugleich in dessen weit zurückliegendes Zeitalter, 1877 N. L. Die umfangreichen Beschreibungen von altertümlichen Dörfern, Burgen und zudem der Kleidungsstil der Charaktere schafft eine mittelalterliche Atmosphäre, welche durch den Einfluss von sonderbaren Fabelwesen und Magie an das Fantasy-Genre anknüpft. Trotz dieser detailreichen Gestaltung ist es zu jedem Zeitpunkt der Handlung klar nachvollziehbar, wo das Geschehen stattfindet. Oftmals beginnen die Szenenwechsel sogar mit Hintergrundgeschichten der jeweiligen Schauplätze, wodurch das Weltbild des Lesers zusätzlich erweitert wird.
Der Schreibstil
Der Schreibstil knüpft durch eine große Vielfalt an altertümlicher Wortwahl ziemlich passend an den mittelalterlichen Weltenaufbau an. Zusätzlich ist er an die Charaktere angepasst: Das einfache Bauernvolk wird durch einen nahezu schroffen Sprachstil hervorgehoben, während Adelige eine gehobene Sprache an den Tag legen. Außerdem wird sehr viel Wert auf bildliche Sprache gelegt, wodurch die Fantasiewelt im Kopf des Lesers zum Leben erwacht. Metaphorische Ausführungen magischer Aktivitäten sorgen für eine farbenreiche Gedankenflut, die der Realität fernab ist.
Meine Bewertung
Insgesamt bewerte ich die beiden Bände mit 5 Sternen. Vor allem der umfangreiche Weltenaufbau in Kombination mit dem bildlichen Sprachstil hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Ich fand es auch sehr spannend, mich kritisch mit den Ansichten der tiefgründigen Charaktere auseinanderzusetzen. Insgesamt bin ich also zu einem Fan der Chroniken von Salz und Asche mutiert und freue mich sehr darauf, die zukünftigen Bände des Autors zu lesen.
Trotzdem möchte ich an dieser Stelle einen kleinen Hinweis zu einem der Protagonisten hinzufügen: Fionn hat teilweise eine etwas weinerliche Art und kann dadurch, ich zitiere den Autor, „anstrengend“ sein. Wer hier einen makellosen Helden erwartet, der einen Erzdrachen nach dem anderen abschlachtet, ohne eine Schramme davonzutragen, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Aber ist die Handlung deswegen ein Flop? Definitiv nicht, denn genau das sorgt doch am Ende für ein höheres Spannungspotenzial und mehr Authentizität. Ich persönlich hatte Spaß daran, bei Fionns Reifungsprozess mitzufiebern, der gewiss nach Band 2 noch nicht vollendet ist. Klar, manchmal dachte ich mir auch, dass er endlich aufhören soll, zu jammern, aber so ist das Leben halt. Keiner von uns Menschen ist perfekt. Wir alle werden vermutlich im Verlauf unseres Lebens immer wieder Handlungen tätigen, welche wir im Nachhinein bereuen. Perfektionismus ist ein endloser Teufelskreis. Darum ist Fionn gut so wie er ist, und du bist es auch.
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