Mütter sind heute emotional extrem gefordert. Während eine Krise der nächsten folgt, versuchen sie, die Gefühle ihrer Kinder zu verstehen und zu regulieren - obwohl viele dies in der eigenen Kindheit nicht lernen durften. Sie moderieren Großelternkonflikte, sorgen für Harmonie in der Partnerschaft und das gute Klima bei der Arbeit.
Susanne Mierau, Expertin für bedürfnisorientiertes Familienleben, zeigt Wege, wie Mütter emotionalen Ballast abwerfen, umverteilen und einen gefühlsmäßig gesünderen Familienalltag leben können. Für mehr Leichtigkeit und Freude statt emotionaler Überlastung.
»Brauchen wir wirklich noch einen weiteren Begriff, um die Erschöpfung von Müttern zu beschreiben? Unbedingt. Emotional Load ist die emotionale Last, die Mütter jeden Tag mit sich herumtragen: durch Diskriminierung bis Misogynie, durch Lasten aus der eigenen Kindheit und insbesondere durch die anhaltende Zuständigkeit für all die Gefühlsthemen in Familie, Partnerschaft und Job.
Wir schauen uns genau an, wo von uns mehr emotionale Arbeit erwartet wird als von Männern und wir in eine scheinbar selbstverständliche Verantwortung gedrängt werden. Der Weg zum emotionalen Wohlbefinden bedeutet nicht, dass wir uns noch mehr optimieren müssen. Der Weg raus aus dem Emotional Load beginnt mit einem Blick auf dich, deinen Rucksack, den du individuell trägst, und deine emotionale Muskelmasse. Wir werden ergründen, wie über Generationen aufgebaute Lasten um und in uns abgebaut werden und wie wir das ganz konkret in den Bereichen Erziehung, Familie, Partnerschaft und Beruf umsetzen können.« Susanne Mierau
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
21.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Erklärt für mich Zusammenhänge sehr gut
Ich finde alle Bücher von Frau Mierau sehr wichtig. Auch dieses hier, hilft mir zu einem gesunden Umgang mit mir selbst und meinen Liebsten um mich herum. Es gibt tiefe Einblicke in die Zusammenhänge zwischen eigener Kindheit, Prägung und gesellschaftlichen Einfluss.
Bewertung
5/5
21.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Unglaublich tolles Buch
Endlich ein Buch, dass die emotionale Herausforderung, eine Familie zu sein darstellt und auch Hilfsmöglichkeiten bietet! Nicht nur Anklagen des Systems sondern auch Hilfestellungen!
Bewertung
5/5
24.02.2025
Buch (Taschenbuch)
„Sei nicht wild und wunderbar, sondern du selbst.“
***Transparenzhinweis: Rezensionsexemplar***
Das Buch ist sowohl für Menschen geeignet, die sich für die Zusammenhänge hinter der emotionalen Erschöpfung interessieren, als auch für Personen, die ihre eigene emotionale Erschöpfung verstehen und bearbeiten möchten. Es bietet einen guten Einblick in die Thematik emotionaler Überlastung und stellt wirksame Übungen und Techniken vor, mit denen Leser*innen sofort in die Selbstreflexion starten können.
Emotionale Überlastung ist mehr als ein „Modewort“ – einfühlsam und mit anschaulichen Beispielen schlüsselt Susanne Mierau den Begriff auf. Die Fallbeispiele sind bewusst sehr heterogen gewählt und gestaltet – und jedes aufgezeigte „Problem“ kommt mit Lösungsmöglichkeiten, Informationen und einer kleinen Übung, was die Leserin jetzt für sich selbst tun kann, um raus aus dem Kreislauf der immer stärker werdenden Belastung zu kommen.
Neben biografischen Erklärungsansätzen (u.A. frühe Stresserfahrungen, Parentifizierung, Bindungsmuster) werden auch aktuelle gesellschaftliche Strukturen („Wie das Patriarchat krank macht“) beleuchtet – und auch hier gibt es am Ende jedes Unterkapitels eine kleine Übung zur Reflexion und zum „Wieder bei sich selbst ankommen“.
Am Ende wird’s ganz praktisch: „Emotional Load ablegen“ beinhaltet eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um die eigene Belastung anzuerkennen und anzunehmen, bevor es mit konkreten Alltagsbeispielen Ansatzpunkte für Familie, Partnerschaft und emotional Load bei der Arbeit weiter geht. Auch dem „Cycle Breaking“ ist ein ganzer Abschnitt gewidmet.
Die kurzen Kapitel, deutlichen Formatierungen und anschaulichen Beispiele machen das Buch auch dann leicht zu lesen, wenn zum Lesen nicht mehr als 5 Minuten am Stück Zeit sind. Beim Lesen gibt es nicht nur viele Impulse, um mit sich selbst in den mitfühlenden Umgang zu gehen, sondern auch für ein mitfühlenderes Miteinander.
„Ich mag diesen Gedanken, dass wir auf den Schultern von emotionalen Ries*innen stehen.“ Schreibt Susanne Mierau in ihrer Danksagung – und dieses Buch fühlt sich an, wie eine Schulterklappe, die festen Stand bietet.
Bewertung
5/5
19.12.2024
Buch (Taschenbuch)
Wie man emotionalen Ballast los wird!
Sehr interessant und total spannend.
Dieses Buch bringt es auf den Punkt.
Wir kennen viele dieser Situationen, wissen auch warum das so ist, sofern wir uns erlauben endlich mal darüber nachzudenken. Denn genau das ist das Problem. Der emotionale Ballast von Müttern ist selbstverständlich geworden. Und die Autorin beschreibt sehr präzise wie es zu dieser Überlastung kommt und was wirklich helfen würde. Man kann den Text auch als Aufforderung sehen endlich etwas zu ändern.
Ich finde das Buch behandelt ein wichtiges Thema und sollte von viel mehr Personen gelesen werden.
Besonders gut gefallen mir die Übungen die ergänzend angeführt werden. Ich kann daraus sehr viel für mich persönlich mitnehmen. Ich erkenne mich in vielen Situationen wieder und vergesse häufig, dass meine Reaktionen und Empfindungen auch mit meiner kindlichen Prägung zu tun haben. Denn in anderer Gesellschaft bin ich anders oder weniger schnell überreizt.
Danke für dieses tolle Buch!
Bücherhausen
aus Falkensee
4/5
26.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein guter Einstieg in die Thematik!
Der Begriff Mental Load ist vermutlich inzwischen den meisten bekannt. Aber wie sieht es mit Emotional Load aus? Das erklärt uns die Autorin Susanne Mierau in ihrem neuen Buch "Emotional Load – Wie Mütter frei von emotionaler Überlastung werden" gut verständlich. Gleichzeitig gibt sie Tipps zur Reflexion und Übungen, um die eigene emotionale Last zu ergründen.
Zitat: „Die gute Nachricht ist, dass wir einen schweren Rucksack aus- oder umpacken können. Wir können ihn auf- und ausräumen. Können unsere Gepäckstücke in die Hand nehmen, sie genau ansehen und entscheiden, dass dieser emotionale Ballast nicht weiter auf unseren Schultern Platz haben soll.“ (Susanne Mierau: Emotional Load – Wie Mütter frei von emotionaler Überlastung werden. Seite 24)
Die Autorin:
„Susanne Mierau ist Diplom-Pädagogin, Familienbegleiterin sowie Bestsellerautorin. Sie arbeitete an der FU Berlin in der Forschung und der Lehre. 2011 machte sie sich im Bereich der bedürfnisorientierten Elternberatung selbstständig. Sie ist außerdem Gründerin von Geborgen Wachsen, gibt Workshops für Eltern sowie Fachpersonal und hält Vorträge über Elternberatung und kindliche Entwicklung. Außerdem sind von ihr folgende Bücher bereits erschienen: Mutter. Sein. (2019), Frei und unverbogen (2021), New Moms for Rebel Girls (2022), Das Schlafbuch für die ganze Familie (2024). Susanne Mierau ist Mutter von drei Kindern und lebt in Eberswalde.
Inhalt:
„Mütter sind heute emotional extrem gefordert. Während eine Krise der nächsten folgt, versuchen sie, die Gefühle ihrer Kinder zu verstehen und zu regulieren – obwohl viele dies in der eigenen Kindheit nicht lernen durften. Sie moderieren Großelternkonflikte, sorgen für Harmonie in der Partnerschaft und das gute Klima bei der Arbeit.
Susanne Mierau, Expertin für bedürfnisorientiertes Familienleben, zeigt Wege, wie Mütter emotionalen Ballast abwerfen, umverteilen und einen gefühlsmäßig gesünderen Familienalltag leben können. Für mehr Leichtigkeit und Freude statt emotionaler Überlastung.“ (Produktbeschreibung)
Gedanken zum Ratgeber:
Das Cover mit der primären pinken Farbe sticht einem ins Auge. Der Titel ist in großen Lettern zu sehen, während eine Frau mit Kind an der Hand das Wort „Load“ ins Wanken bringt, weil sie sich daran anlehnt. Für alle, die mit dem Terminus noch nichts anfangen können, hilft der Untertitel weiter.
Susanne Mirau nutzt eine einfache, verständliche Sprache und geht sehr organisiert an die Thematik heran. Zunächst einmal wird sich mit dem Begriff im Allgemeinen auseinandergesetzt, bevor die Kindheit unter die Lupe genommen wird. Da all das, was uns von klein auf prägt, unseren Umgang mit den eigenen Emotionen bestimmt. Danach geht es weiter mit dem Einfluss unserer aktuell weiterhin anhaltenden patriarchalen Gesellschaft. Nach diesen knapp 150 Seiten wird dann genauer hingeschaut, wie sich „Emotional Load“ ausdrückt und wie man sich von erdrückenden Emotionen befreien kann sowie einen gesunden Alltag gestaltet.
Zitat: „Der Dauerstress lässt uns so angespannt sein, dass wir Ruhe kaum noch aushalten.“ (Susanne Mierau: Emotional Load – Wie Mütter frei von emotionaler Überlastung werden. Seite 120)
Für mich, die schon einiges zum Thema Mental Load gelesen hat, war nicht ganz so viel Neues in diesem Buch dabei, da vieles bei emotionaler Last mit den gleichen Grundthemen des Mental Loads zusammenhängt. Und dennoch habe ich nochmals einen anderen Blick darauf werfen können. Denn hier setzt man sich nicht nur damit auseinander, was man alles für den Alltag jonglieren und in Erinnerung behalten muss, sondern wieso wir den Drang haben, dies alles in perfekter Weise zu absolvieren.
Vor allem die erste Hälfte des Buches war recht theoretisch, aber dennoch gespickt mit Übungen, Fallbeispielen und Anleitungen zur Reflexion. Hier werden einem keine Lösungen vorgelegt, vielmehr wird der Fokus auf die eigene Kindheit sowie die Erfahrungen der eigenen Eltern betrachtet. Der Übergang zu aktuellen Dingen wie Double-Bind Botschaften, Overthinking, Arbeitswelt voller Standards sowie Erwartungen, die perfekte Mutter sein, People Pleasing und Belastung des Mental Loads ist fließend gelungen.
Zitat: „Das Nein zum Gegenüber ist ein Ja zu dir und deiner Grenze.“ (Susanne Mierau: Emotional Load – Wie Mütter frei von emotionaler Überlastung werden. Seite 154)
Der Autorin geht mit ihrem Buch weniger um eine effizientere Organisation oder Aufteilung der Arbeiten, sondern vielmehr um Reflexion der eigenen Gefühle und das Ablegen eingerichteter Konventionen. Darum, weniger auf andere zu schauen, sich nicht dafür zu interessieren was andere denken, sondern bei sich zu sein und für sich zu sorgen.
In den letzten Kapiteln kamen dann noch „Kurz und Knapp“-Zusammenfassungen am Ende der Schwerpunkte, diese hätte ich mir schon früher gewünscht, um das Gelesene besser zu verinnerlichen und auch später Dinge schneller nochmal nachschlagen zu können. Außerdem hatte ich mir mehr konkretere Beispiele erhofft, zum Beispiel wie ein Beziehungsvertrag aussehen könnte.
Zitat: „Die Gesellschaft – und wir selbst – fokussieren eher das Negative, statt ressourcenorientiert zu denken.“ (Susanne Mierau: Emotional Load – Wie Mütter frei von emotionaler Überlastung werden. Seite 162)
Fazit:
"Emotional Load" ist ein gutes Einstiegswerk in die Thematik und leitet eine erste, eigene Reflexion an. Das Buch bietet keine Lösungen, sondern Denkanstöße. Es handelt sich hierbei um ein Werk, dass man langsam und Stück für Stück tiefer ergründen muss. Man erhält keine schnelle Hilfe, sondern die Grundlage für einen neuen Blickwinkel und vielleicht einen neuen Weg als Individuum.
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