Yael hat Nein gesagt. Nein zum Leben. Nun soll sie lernen, Ja zu sagen. Dabei will sie nur, dass man sie in Ruhe lässt. Denn sie sieht keinen Grund, Ja zu sagen. Wozu auch immer. Doch ihre Schwester lässt nicht locker. Deshalb sucht Yael nach Gründen, für die es sich zu leben lohnt, und sie findet sie dort, wo sie sie niemals vermutet hätte: in einer unkonventionellen neuen Freundschaft, sehr, sehr vielen Smoothies, trashiger Erotikliteratur, beim Meeresschwimmen vor Sonnenaufgang ... und immer wieder in der tiefen Bindung zu ihrer Schwester.Humorvoll und berührend zugleich erzählt Nadine J. Cohen von Freundschaft, Trauer, vererbten Traumata und Mental Health und behält dabei stets den Blick für die kleinen, einfachen Freuden und die Schönheit der Welt. Eine zärtliche und selbstironische Erkundung der Reise einer Frau an den Abgrund und zurück.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
10.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Absolut lesenswert!
Im wahrsten Sinne des Wortes todtraurig, aber auch witzig und wunderschön...
Eine absolute Empfehlung.
Bewertung
aus Holzwickede
5/5
14.05.2026
Buch (Taschenbuch)
wahnsinnig traurig und gleichzeitig wunderschön hoffnungsvoll :)
„Du hast mir noch nicht gesagt, wie es dir geht.“
„Jeder Tag ist ein Segen.“
„Und die ehrliche Antwort?“
„Jeder zwölfte oder fünfzehnte Tag könnte vielleicht ein Segen sein.“
Seite 129
Yael hat Nein gesagt. Nein zum Leben. Nun soll sie lernen, Ja zu sagen. Viel lieber hätte sie aber einfach ihre Ruhe, besonders vor ihrer Schwester und deren kleinen Tintenfischen. Yael sucht Dinge, für die es sich zu leben lohnt – und findet sie. In einer unkonventionellen neuen Freundschaft, sehr, sehr vielen Smoothies, trashiger Erotikliteratur, beim Meeresschwimmen vor Sonnenaufgang ... und immer wieder in der tiefen Bindung zu ihrer Schwester.
Zum Glück passierte der ganze Mist bei warmem Wetter. Ich muss daran denken, zukünftig alle größeren Krisen zwischen November und März zu legen.
Seite 28
Wow dieses Buch hat mich so sehr überrascht und mitgenommen! Es ist todtraurig und wunderschön, humorvoll, ehrlich, schmerzhaft und hoffnungsvoll. Ich liebe die Einblicke in die jüdische Kultur und die Beziehung zwischen den beiden Schwestern. Der Schreibstil ist super wild und bunt, die Perspektive bleibt immer bei Yael, springt aber in den Zeiten sehr. Aber es passte irgendwie zu Yael und ihrer Situation. Es ist sehr nüchtern und irgendwo irrational, wenig geschönt und es wirkt so echt, als würde die Autorin eigene Erlebnisse verarbeiten. Es geht sehr viel um Sterben und Verlust, aber auch um das Leben, um die Liebe von Yaels kleinen Nichten und Neffen und die Beziehung zu ihrer Schwester.
Ich hab die Geschichte wahnsinnig gern gelesen, es ist genau richtig zwischen ehrlicher Traurigkeit und ehrlicher Hoffnung angesiedelt. Ich mochte echt alles daran =)
„Warum musst du einen Kuchen backen? Kauf einen und behaupte, du hättest ihn gebacken.“
„Du weißt, was ich von Lügen halte.“
„Ich weiß auch, was du vom Backen hältst.“
Seite 177
Bewertung
5/5
30.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Was bleibt
Das Buch ist tought, bin ich ganz ehrlich. Es geht um mentale Gesundheit, Suizidgedanken, Verlust und Krankheit generell und alles, was mit diesen Themen einhergeht und die Seele belastet. Das ist nicht unbedingt angenehm zu lesen, gleichzeitig super wichtig diesen Themen eine Plattform zu geben. Und das passiert hier auf sehr nahbare Weise.
Die Erzählweise ist sprunghaft, fast schon fragmentiert. Bei Yael weiß man nie do genau, wo ihr Kopf grade ist, was in ihren Fokus rückt, aber genau das macht die Geschichte in ihren ganzen Tragik und Traurigkeit so unterhaltsam. Yael ist Chaos auf zwei Beinen, aber gleichzeitig großherzig, witzig, gütig. Sie wirkt wie jemand, mit dem man gerne befreundet wäre.
Die Geschichte ist eine Aneinanderreihung kleiner Momente, Anekdoten und Erinnerungen. Es geht um Familie, Freundschaft, Liebe. Aber auch um ganz banale Sachen wie den Alltag einfach irgendwie zu meistern, um Existenzkrisen, unerfüllte Träume und darum, auch mal gnädig zu sich selbst zu sein.
Das Buch gibt einem echt viel und mit durch lustige und traurige Episoden hindurch mitgerissen, berührt und zum Nachdenken gebracht. Ich fands richtig toll
Bewertung
5/5
30.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Was bleibt Das Buch ist…
Was bleibt Das Buch ist tought, bin ich ganz ehrlich. Es geht um mentale Gesundheit, Suizidgedanken, Verlust und Krankheit generell und alles, was mit diesen Themen einhergeht und die Seele belastet. Das ist nicht unbedingt angenehm zu lesen, gleichzeitig super wichtig diesen Themen eine Plattform zu geben. Und das passiert hier auf sehr nahbare Weise. Die Erzählweise ist sprunghaft, fast schon fragmentiert. Bei Yael weiß man nie do genau, wo ihr Kopf grade ist, was in ihren Fokus rückt, aber genau das macht die Geschichte in ihren ganzen Tragik und Traurigkeit so unterhaltsam. Yael ist Chaos auf zwei Beinen, aber gleichzeitig großherzig, witzig, gütig. Sie wirkt wie jemand, mit dem man gerne befreundet wäre. Die Geschichte ist eine Aneinanderreihung kleiner Momente, Anekdoten und Erinnerungen. Es geht um Familie, Freundschaft, Liebe. Aber auch um ganz banale Sachen wie den Alltag einfach irgendwie zu meistern, um Existenzkrisen, unerfüllte Träume und darum, auch mal gnädig zu sich selbst zu sein. Das Buch gibt einem echt viel und mit durch lustige und traurige Episoden hindurch mitgerissen, berührt und zum Nachdenken gebracht. Ich fands richtig toll
Bewertung
5/5
11.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Es zerriss mich, heilte mich und ließ mich mit Liebe zurück
Dieses Buch hat mich fertig gemacht. Zerrissen, zerkaut, ausgespuckt und dann liebevoll geglättet. Zum Abschied hat es mir nochmal freundlich über den Kopf gestreichelt und all seine Eindrücke in mir zurückgelassen.
Ich wollte eigentlich nur rein lesen, die ersten paar Seiten und dann ein anderes Buch weiterlesen. Aber Nadine J. Cohens Stimme hat sich in mir festgesetzt und mich nicht mehr los gelassen, bis ich gestern Abend weinend vor Trauer und Glück diese berührende Geschichte beendet habe.
Yael hat nein zum Leben gesagt und wollte sich umbringen. Doch ihre Schwester will sie nicht verlieren und so versucht Yael Gründe zu finden „JA“ zum leben zu sagen. Dabei ist Yael unglaublich sympathisch und nahbar. Sie ist witzig, auch wenn es ihr offensichtlich nicht gut geht, schlagfertig und versteht es im richtigen Moment das richtige zu denken oder zu sagen.
Man fiebert von Anfang an mit und hofft, dass Yael gute Gründe findet am Leben fest zu halten und dass sie heilen und sich erholen kann.
Nach und nach wie bei einem Puzzle setzt sich dabei die Geschichte vor unserem Auge zusammen, bis wir schließlich erkennen was Yaels Gründe waren ihr Leben nicht mehr lebenswert zu finden. Zeitgleich entspinnt sich ein Mosaik aus Yaels aktueller Situation und lässt ein Bild erkennen in dem wir Leser und hoffentlich auch die Protagonsistin selbst ein schönes Leben erkennen kann.
Dabei begleiten wir sie ein Jahr lang. Die Geschichte ist in Monate aufgeteilt und die Monate wiederum in mal kürzere, mal längere Abschnitte. Ein wilder Mix aus Jetzt und Erinnerungem, der hier gekonnt zu einer Geschichte verwoben wird die man so schnell nicht wieder vergisst und die hier und da auch Fragen an einen selbst aufwirft. Darüber wie man mit bestimmten Situationen umgehen möchte und auch darüber welche guten Gründe man selber hat.
Auch das australische Setting hat mich absolut abgeholt. Das Frauen Schwimmbad am Meer als ein zentraler Dreh- und Angelpunkt empfand ich selbst durch die Seiten als Safe Space. Als Ort um einfach nur zu sein und auch als Ort um wieder zu sich selbst zu finden.
Schade, dass wir hier so was nicht haben.
Ich persönlich empfand es als heilsam wie in diesem Buch über Verlust und Trauer geschrieben wurde. Das muss aber natürlich nicht jedem so gehen.
Wenn ihr ein melancholisches Buch mit Hoffnung lesen möchtet seid ihr hier genau richtig. Irgendwie hatte es was von „the fault in our stars“ nur sehr viel erwachsener geworden.
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