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Die Richtige Roman | »Extrem empfehlenswert. Ein großes sprachliches Vergnügen.« (Jörg Magenau, rbb)

4

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/3,2 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28455-4

Beschreibung

Rezension

Martin Mosebachs lässiger Künstlerroman ist unterhaltsam, aber auch sehr böse. ("Frankfurter Rundschau")
Eine pessimistischere, um nicht zu sagen zynischere Entlarvung des Kunstbetriebs und des Absolutheitsanspruchs eines Künstlers, der sich doch immer wieder in das Netzwerk dieses Betriebs verstrickt, ist kaum denkbar. Mosebach schildert sie mit gnadenloser Objektivität. ("Neue Zürcher Zeitung")
Mosebach erzählt den Niedergang so präzise und meisterhaft, dass man ihm Grausamkeiten verzeiht. Ein richtiges Lese-Erlebnis. ("Nürnberger Nachrichten")
Es gibt nicht mehr viele, die einen Roman so erzählen können. ("Stuttgarter Zeitung")
Aber es ist die Figur des Künstlers, die Mosebach fast lustvoll und vielleicht mit einer Spur Selbstironie in seinem großartigen Buch demontiert. ("Cicero")
Martin Mosebach porträtiert auf gekonnte, ja faszinierende Weise einen Thomas Mann-Charakter, der innerlich zerrissen ist zwischen Apoll und Dionysos. ("Deutschlandfunk, Büchermarkt")
›Die Richtige‹ ist ein spitzfedriges und hellsichtiges Psychogramm einer deformierten Künstlerseele und seiner Entourage. Der präzise Wortmaler Mosebach skizziert mit bedächtiger Eleganz ein Beziehungsgeflecht aus Hingabe, Hohn, Neid, Zynismus, Kalkül und zuverlässiger Illoyalität. Das Wort „vorzüglich“ kommt einem in den Sinn, wenn man Mosebach liest. ("Kleine Zeitung")
Mit ›Die Richtige‹ vollführt Mosebach nun aufs Neue eine Meisterleistung – die Lektüre verläuft indes nicht ohne tiefgreifende Erschütterungen. ("Allgemeine Zeitung")
Seine federnde, aufgeladene, tänzelnde Sprache, seine fröhlich-lauernde Beobachtung der Seltsamkeiten des menschlichen Treibens bleiben unverwechselbar und unerreicht in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. ("SR 2 KulturRadio")
Allein wie Flora eingeführt wird, ist in dieser Form ein außergewöhnliches Porträt eines Menschen. ("HR 2")

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Erscheinungsdatum

13.03.2025

Verlag

dtv

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/3,2 cm

Gewicht

450 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28455-4

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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Nicht ganz leicht zu folgen

MarieOn am 23.06.2025

Bewertungsnummer: 2522137

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Louis Creutz malt nur bei Tageslicht. Seine Präferenz ist der Akt, aber auch mit Porträts hat er nicht schlecht verdient. Jeden Morgen zur gleichen Zeit bekommt er Besuch von zwei ganz ähnlichen Vögeln. Sie kommen durch die gekippten Atelierfenster herein, schwirren umher und setzen sich auf die Leinwände, um tschilpend Zwiesprache miteinander zu halten. Als mittlerweile erfolgsverwöhnter und über die Landesgrenzen hinaus bekannter Künstler, lassen ihn Kritiken sowohl positiv als auch negativ, kalt. Sind doch die Maßstäbe, die er an sich selbst setzt, bedeutend größer als der kurze Blick des Betrachters. In aller Ausschließlichkeit malt er Frauen, denn Frauen sind für ihn das Sujet der Ölmalerei. Seine beiden Freunde Rudolf und Beate, die ihm aus erfolgloseren Anfangszeiten geblieben sind, folgen ihm auf jede Vernissage und halten ihm den Großteil derer, die ihn mit Fragen löchern wollen, weil sie nicht verstehen möchten, dass seine Bilder selbsterklärend sind, vom Leib. Beate war ihm schon zu Studienzeiten begegnet, ein streitbarer Geist, zuweilen vor Selbstgefälligkeit strotzend. Nachdem Beate in die Sicherheit der Familiendynastie hineingeheiratet und Rudolfs Bruder Dietmar gleich irgendwie mitgeheiratet hat, spielt sie sich gerne als Mittlerin in Dietmars Liebesleben auf und manipuliert den Künstler, sie darin zu unterstützen. Nach der gestrigen Vernissage, die der Künstler frühzeitig verlassen hatte, berichtet ihm Beate nun, endlich die Richtige gefunden zu haben. Ein gefälliges Weibchen, hübsch, beredt und anpassungsbereit. Sie sollten gemeinsam nach Venedig fahren und Dietrich dabei helfen, die gute zu erobern. Fazit: Martin Mosebachs Ränkespiel ist faszinierend und durchtrieben. Eine Frau empfindet den Bruder ihres Gatten als Zumutung ihrer Ehe und will ihn durch Heirat aus dem Haus treiben. Ein selbstverliebter Maler analysiert seine Mitmenschen und treibt manipulative Spielchen mit ihnen. Eine charakterstarke junge Frau geht ihm auf den Leim. Die Geschichte hat durchaus ihren Reiz, mir jedoch wegen der langen, verschachtelten Sätze alles abverlangst. Die Sprache ist die der elitären Oberklasse und passt gut zu den Charakteren. Die Epoche wird mir nicht ganz klar, allerdings gibt es schon Mobiltelefone. Ich empfinde die Geschichte als zeitlos. Alle Darsteller sind konsequent gut gezeichnet und von deren Handlungsweise lebt das ganze Konstrukt. Zum Ende hin wird es erstaunlich grausam. Ich meine die Handlungen eher intuitiv begriffen zu haben, als intellektuell verstanden. Doch mag ich kaum groß kritteln denn schreiben kann der Autor absolut. Ich empfehle den Roman den Anhängern des gehobenen Bildungsbürgertums ab fünfzig aufwärts.

Nicht ganz leicht zu folgen

MarieOn am 23.06.2025
Bewertungsnummer: 2522137
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Louis Creutz malt nur bei Tageslicht. Seine Präferenz ist der Akt, aber auch mit Porträts hat er nicht schlecht verdient. Jeden Morgen zur gleichen Zeit bekommt er Besuch von zwei ganz ähnlichen Vögeln. Sie kommen durch die gekippten Atelierfenster herein, schwirren umher und setzen sich auf die Leinwände, um tschilpend Zwiesprache miteinander zu halten. Als mittlerweile erfolgsverwöhnter und über die Landesgrenzen hinaus bekannter Künstler, lassen ihn Kritiken sowohl positiv als auch negativ, kalt. Sind doch die Maßstäbe, die er an sich selbst setzt, bedeutend größer als der kurze Blick des Betrachters. In aller Ausschließlichkeit malt er Frauen, denn Frauen sind für ihn das Sujet der Ölmalerei. Seine beiden Freunde Rudolf und Beate, die ihm aus erfolgloseren Anfangszeiten geblieben sind, folgen ihm auf jede Vernissage und halten ihm den Großteil derer, die ihn mit Fragen löchern wollen, weil sie nicht verstehen möchten, dass seine Bilder selbsterklärend sind, vom Leib. Beate war ihm schon zu Studienzeiten begegnet, ein streitbarer Geist, zuweilen vor Selbstgefälligkeit strotzend. Nachdem Beate in die Sicherheit der Familiendynastie hineingeheiratet und Rudolfs Bruder Dietmar gleich irgendwie mitgeheiratet hat, spielt sie sich gerne als Mittlerin in Dietmars Liebesleben auf und manipuliert den Künstler, sie darin zu unterstützen. Nach der gestrigen Vernissage, die der Künstler frühzeitig verlassen hatte, berichtet ihm Beate nun, endlich die Richtige gefunden zu haben. Ein gefälliges Weibchen, hübsch, beredt und anpassungsbereit. Sie sollten gemeinsam nach Venedig fahren und Dietrich dabei helfen, die gute zu erobern. Fazit: Martin Mosebachs Ränkespiel ist faszinierend und durchtrieben. Eine Frau empfindet den Bruder ihres Gatten als Zumutung ihrer Ehe und will ihn durch Heirat aus dem Haus treiben. Ein selbstverliebter Maler analysiert seine Mitmenschen und treibt manipulative Spielchen mit ihnen. Eine charakterstarke junge Frau geht ihm auf den Leim. Die Geschichte hat durchaus ihren Reiz, mir jedoch wegen der langen, verschachtelten Sätze alles abverlangst. Die Sprache ist die der elitären Oberklasse und passt gut zu den Charakteren. Die Epoche wird mir nicht ganz klar, allerdings gibt es schon Mobiltelefone. Ich empfinde die Geschichte als zeitlos. Alle Darsteller sind konsequent gut gezeichnet und von deren Handlungsweise lebt das ganze Konstrukt. Zum Ende hin wird es erstaunlich grausam. Ich meine die Handlungen eher intuitiv begriffen zu haben, als intellektuell verstanden. Doch mag ich kaum groß kritteln denn schreiben kann der Autor absolut. Ich empfehle den Roman den Anhängern des gehobenen Bildungsbürgertums ab fünfzig aufwärts.

Kunst!

Johanna aus München am 15.05.2025

Bewertungsnummer: 2491016

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch für Freunde der Malerei. Aber nicht des kaltschnäuzigen Malers, der darin portraitiert wird. Einer, der seine Modelle zu Objekten macht, sie manipuliert, ausnutzt. Und das alles beschrieben in einer äußerst eleganten und bildreichen Sprache. Louis Creutz mag keine Portraits. Schon gar nicht von den Frauen, die ihm Modell sitzen oder liegen. Ihn interessiert die Haut, das „Inkarnat“, deshalb nur Akte. Die Haut sei es, die den Menschen repräsentiere. Da gebe es Beispiele, etwa „das Marzipan-Inkarnat von Ingres und das Schinken-Inkarnat von Franz Hals, das Elfenbein-Inkarnat von van Eyck und das durchblutete Inkarnat von Courbet“. Astrid ist eine der Frauen, die sich willig zum Objekt machen lassen, sie ist die „Richtige“. Sie bildet sich ein, da sei etwas Gegenseitiges, wird zur Figur in seinem Beisein, eine Figur, die sich wortwörtlich mit Haut und Haar in die Hände des Malers gegeben hat. Wie gebannt. Erst als der Maler nicht nur die Frau, sondern auch deren Mann zu seinen Zwecken benutzt, beginnt das „Unbehagen an ihrer Rolle“ zum Zorn der Frau zu werden, zur Verzweiflung, an der sie zerbricht. Nur hier lernt man sie richtig kennen: nicht als Geschöpf anderer, sondern als gebrochene Person. Es geht in dem Buch um die Macht des Malers, die Scheinheiligkeit des Kunstbetriebs, um das Fehlen jeglicher Empathie, um Liebe und existenzielle Einsamkeit. Wer Identifikationsfiguren sucht, sucht vergeblich. Der Roman ist ein großes Kunstwerk, aber keines das den Frauenfiguren mehr zugesteht als eine Opferrolle. Im Mai 2025 auf der Bestenliste des SWR.

Kunst!

Johanna aus München am 15.05.2025
Bewertungsnummer: 2491016
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch für Freunde der Malerei. Aber nicht des kaltschnäuzigen Malers, der darin portraitiert wird. Einer, der seine Modelle zu Objekten macht, sie manipuliert, ausnutzt. Und das alles beschrieben in einer äußerst eleganten und bildreichen Sprache. Louis Creutz mag keine Portraits. Schon gar nicht von den Frauen, die ihm Modell sitzen oder liegen. Ihn interessiert die Haut, das „Inkarnat“, deshalb nur Akte. Die Haut sei es, die den Menschen repräsentiere. Da gebe es Beispiele, etwa „das Marzipan-Inkarnat von Ingres und das Schinken-Inkarnat von Franz Hals, das Elfenbein-Inkarnat von van Eyck und das durchblutete Inkarnat von Courbet“. Astrid ist eine der Frauen, die sich willig zum Objekt machen lassen, sie ist die „Richtige“. Sie bildet sich ein, da sei etwas Gegenseitiges, wird zur Figur in seinem Beisein, eine Figur, die sich wortwörtlich mit Haut und Haar in die Hände des Malers gegeben hat. Wie gebannt. Erst als der Maler nicht nur die Frau, sondern auch deren Mann zu seinen Zwecken benutzt, beginnt das „Unbehagen an ihrer Rolle“ zum Zorn der Frau zu werden, zur Verzweiflung, an der sie zerbricht. Nur hier lernt man sie richtig kennen: nicht als Geschöpf anderer, sondern als gebrochene Person. Es geht in dem Buch um die Macht des Malers, die Scheinheiligkeit des Kunstbetriebs, um das Fehlen jeglicher Empathie, um Liebe und existenzielle Einsamkeit. Wer Identifikationsfiguren sucht, sucht vergeblich. Der Roman ist ein großes Kunstwerk, aber keines das den Frauenfiguren mehr zugesteht als eine Opferrolle. Im Mai 2025 auf der Bestenliste des SWR.

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Christoph Schmaus

OSIANDER Wangen

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5/5

Teuflische Pinselführung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Martin Mosebach erweist sich einmal mehr als souveräner Romancier. Präzise Figurenzeichnungen sowie konfliktgeladene Konstellationen erzeugen ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Gesellschaftsstück: In der Welt der Kunst und Kultur lauern Abgründe von nahezu teuflischer Dimension. Ein renommierter Maler ist auf der Suche nach dem richtigen Modell, eine gut situierte Dame von Welt auf der Suche nach der richtigen Frau für ihren Schwager. So nehmen die schicksalhaften Ereignisse ihren Lauf. Außerdem enthält dieser Roman die wohl beeindruckendste Jagdszene der neueren deutschen Literatur.
  • Christoph Schmaus
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Teuflische Pinselführung

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Martin Mosebach erweist sich einmal mehr als souveräner Romancier. Präzise Figurenzeichnungen sowie konfliktgeladene Konstellationen erzeugen ein ebenso unterhaltsames wie lehrreiches Gesellschaftsstück: In der Welt der Kunst und Kultur lauern Abgründe von nahezu teuflischer Dimension. Ein renommierter Maler ist auf der Suche nach dem richtigen Modell, eine gut situierte Dame von Welt auf der Suche nach der richtigen Frau für ihren Schwager. So nehmen die schicksalhaften Ereignisse ihren Lauf. Außerdem enthält dieser Roman die wohl beeindruckendste Jagdszene der neueren deutschen Literatur.

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