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Wo der Name wohnt Roman | Über das, was von einer Familie bleibt

3

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

170

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,2 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43232-7

Beschreibung

Rezension

»Es gibt hier keine Hierarchien zwischen dem Historischen und dem Privaten. [Messner] verweist auf die Schrifstellerin Swetlana Alexijewitsch. Wie ihr ist es Messner ein Anliegen, das Alltägliche, das sonst nicht Teil der gängigen Vorstellung von Geschichtsschreibung ist, mitzuerzählen. « ("der Freitag")
»Dieses zarte, ehrliche Buch ... ist große, ernst zu nehmende Literatur ...« ("DIE ZEIT")
»Ein eindrucksvolles Debüt, das bei aller Behutsamkeit und Selbstreflexion nicht ins Sentimentale rutscht. Messner traut sich Leerstellen zuzulassen und macht sich diese durch die Versprachlichung zu eigen.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Ricarda Messner gelingt ein bewegendes Buch über Herkunft und Erinnerung sowie ein erstaunlich perfektes Debüt.« ("Deutschlandfunk")
»... eine minuziöse, feinfühlige Suche nach Vergangenem.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Es ist eines dieser zauberhaften Bücher, wie sie in Amerika seit Jonathan Safran Foer zuhauf und in Deutschland immer noch viel zu selten geschrieben werden.« ("WELT AM SONNTAG")
»Ein feinfühliges Romandebüt übers Zurückschauen und Sich-Erkennen, über glückliche gemeinsame Zeiten … Ricarda Messner gelingt ein berührender Erinnerungstext.« ("WDR")
»Keine bloßen Formeln enthält der Roman, vielmehr überzeugt die Verfeinerung durch Poesie. Mehr noch: Der geistige Habitus ist in erster Linie ausgestattet mit beseelter Glaubwürdigkeit.« ("Die Rheinpfalz")
»Voller Empathie erzählt [Messner], wie das Leben [ihrer Großeltern] mit dem ihrer Mutter und ihrem eigenen verwoben sind, wie es war, mit ihnen zusammengelebt zu haben, wie es ist, ohne sie weiterzuleben.« ("Berliner Morgenpost")
»Ein leises, berührendes Buch über das Aufscheinen vergangener Lebensläufe in der eigenen Biografie.« ("Freie Presse")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

170

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,2 cm

Gewicht

288 g

Farbe

Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43232-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Literatursprechstunde

    aus Göttingen

    5/5

    24.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wow - berührendes Familienporträt, das mich emotional total abgeholt hat!

    „Und irgendwo zwischen den beiden Häusern, ich zählte während der Wohnungsauflösung zum ersten Mal die Schritte, überkam mich die Sehnsucht. Ich wollte den Nachnamen wieder tragen, sehnte mich nach ihm, wie nach Großmutters Gesicht, das ich nicht mehr sehen würde. Es waren ungefähr vierzig Schritte von Tür zu Tür.“ Ricarda Messner hat ein autobiografisches Werk über die Beziehung von Vergangenheit und Gegenwart geschrieben, das vom sowjetischen Lettland bis in unser Deutschland der Gegenwart reicht. Dabei zeichnet sie ein berührendes Familienportrait, das zurück zu ihren Wurzeln führt, sie geht dabei auf Spurensuche und versucht so, ihren Erinnerungen Raum zu geben. Von Riga nach Berlin führte der Weg der Großeltern und damit auch der von Ricardas Wurzeln. 1971 gelingt ihnen die Ausreise aus der Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik. Mit „Wo der Name wohnt“ nimmt uns Ricarda mit in die Welt ihrer ganz eigenen Erinnerungen, in denen neben Gegenständen, Geschehnissen, gemeinsamen Erlebnissen, auch der Name „Levitanus“ eine wichtige Rolle spielt - denn den möchte sie bewahren, indem sie ihn wieder tragen möchte und ihn so vor dem Aussterben retten. Doch ist das so einfach in Deutschland möglich?! Ihr könnt die Antwort wahrscheinlich erahnen. Zu ihrer Großmutter hat sie eine besondere Bindung, die nochmal stärker wurde, als sie ins Haus direkt neben ihr zog in Berlin - Hausnummer 36 und 37, fortan trennten sie nur 40 Schritte voneinander. Sie entwickelten gemeinsame Rituale, wie zusammen einzukaufen oder ihre Mahlzeiten miteinander einzunehmen. Wir erleben eine absolut rührende Großmutter-Enkelin-Beziehung, die in Ricarda nur den Wunsch verstärkt, den Familiennamen mit Stolz tragen zu wollen. Was mich besonders berührt hat, ist die schonungslose Ehrlichkeit mit der die Autorin von ihren eigenen Unsicherheiten bezüglich ihres eigenen Verhaltens an Gräbern berichtet. „Ich habe versucht, dort zu sitzen, habe den Stein flüstern hören. Auch er hat mich aufgefordert, erzähl mir was, aber ich wusste wieder nicht, was ich sagen sollte. Ich fürchte, ich weiß nicht, wie ich mich vor den Gräbern geliebter Menschen verhalten, in welcher Haltung ich den Steinen begegnen soll.“ Das war für mich persönlich der emotionalste Part des Buches, da es mir ganz genauso geht (daher vermeide ich Friedhöfe konsequent, was sicherlich nicht die richtige Lösung ist). Nicht nur mich hat Ricarda Messner überzeugt mit ihrem Debütroman „Wo der Name wohnt“ - sondern ihr wird auch der Literaturpreis Fulda 2025 verliehen, absolut verdient, herzlichen Glückwunsch! Ich kann Euch nur wärmstens empfehlen dieses Buch auf Eure Leseliste zu setzen, sofern Ihr es nicht bereits getan habt - lasst Euch dieses besondere Familienporträt nicht entgehen!

  • Udo Reins

    aus NRW

    4/5

    18.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein leises, berührendes Buch

    Ein leises, berührendes Buch indem Ricarda Messner voller Liebe und Empathie von ihrer Familie erzählt. Ihr erster Roman ist sehr lesenswert und lässt an die eigenen Verwandten denken. Sehr zu empfehlen.

  • Im_Lesehimmel

    aus Berlin

    4/5

    10.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familiengeschichte mit leisen Zwischentönen

    Ich habe die Autorin auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Familie begleitet und bin dabei mit ihr in die Geschichten ihrer Großeltern und ihrer Mutter abgetaucht und habe dabei auch dem Schicksal der Verstorbenen nachgespürt. Die Erzählerin sucht in den Erinnerungen nach Antworten, denn ihre Mutter ist nicht so geübt im Erzählen. Dabei kamen Bruchstellen und Übergänge zum Vorschein und das, was bewahrt wurde und was verloren ging. Es ist eine Suche nach ihren eigenen Wurzeln und ihrer Identität und nach dem, was bleibt, wenn Namen verschwinden und Erinnerungen verblassen. Die Erzählung wird dabei immer wieder von amtlichen Mitteilungen unterbrochen, die erklären, in welchen Fällen ein Name angenommen werden darf. Ich habe mich gefragt, was man alles mit einem Namen festhalten und bewahren kann? Ist ein Name nur eine formale Zugehörigkeit oder auch ein Stück Identität und was bleibt, wenn der Name verschwindet? Wahrscheinlich sind es tatsächlich nur noch die Steine auf dem Friedhof, wenn keiner mehr die Erinnerungen weiterträgt. Die Erzählweise ist zart und präzise zugleich. Es ist kein lautes Buch, sondern ein behutsames Erinnern und ein Versuch, sich selbst in der Geschichte der Familien zu verorten. Trotz der Kürze ist dieses Buch sehr berührend und hat eine große Tiefe. Es ist dicht, intensiv, melancholisch und doch tröstlich. Denn auch wenn nicht alle Fragen beantwortet werden, zeigt es, dass die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte uns auf besondere Weise verwurzeln kann. Für mich war es ein Buch der leisen Zwischentöne und ich empfehle es allen, die gerne zeitgenössische Literatur lesen.

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