Hercule Poirot erhält den verzweifelten Hilferuf eines französischen Multimillionärs und macht sich mit Hastings auf die Reise. Als die beiden aber in Frankreich eintreffen, liegt der betuchte Monsieur Renauld bereits in seinem frisch geschaufelten Grab - mitten auf dem Golfplatz. Der Brieföffner in seinem Rücken gehört seiner Frau, womit die Polizei den Fall als geklärt betrachtet.
Doch Hercule Poirot weiß, dass die Suche nach dem Mörder gerade erst begonnen hat ...
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In diesem Werk begleiten wir…
Mikka Liest aus Zwischen den Seiten am 26.01.2024
Bewertungsnummer: 2837441
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In diesem Werk begleiten wir den belgischen Detektiv Hercule Poirot und seinen Freund Captain Hastings nach Merlinville-sur-mer, Frankreich. Der Grund ihrer Reise ist das Hilfegesuch eines französischen Multimillionärs, der um sein Leben fürchtet. Als sie eintreffen, ist es jedoch bereits zu spät: Paul Renauld wurde tot auf dem Golfplatz aufgefunden, erdolcht mit einem Brieföffner. Poirot und Hastings schließen sich den lokalen Ermittlern an, um den Mord aufzuklären. Neben der Familie des Opfers und den Hausangestellten tauchen schnell weitere Verdächtige auf, während Poirot auch noch eine parallele Handlung in London und anderen Teilen Frankreichs verfolgt. Zusätzliche Komplexität erhält die Geschichte durch ein zweites Mordopfer, einen möglicherweise zu Unrecht Verdächtigten und einen Konkurrenten Poirots, der sich als der bessere Detektiv erweisen möchte. Wie man das von der Großmeisterin des britischen Whodunits kennt, hat auch «Mord auf dem Golfplatz» überraschende Wendungen, komplexe Handlungsstränge, falsche Fährten und eine intelligente Spannung zu bieten. Und natürlich darf auch Christies wunderbar trockener Humor nicht fehlen! Dieser wird hier vor allem dadurch befeuert, dass der selbstherrliche Poirot sich mit einem nicht minder selbstherrlichen Herausforderer messen muss. Da kann Hastings eigentlich nur noch mit dem Kopf schütteln, hält seinem Freund Poirot aber dennoch die Treue. Viele moderne Lesende werden hingegen ob Hastings veraltetem Frauenbild den Kopf schütteln! Da der Roman jedoch bereits 1923 erschien, kann man das Dame Agatha Christie meines Erachtens nicht ankreiden; es ist sicher realistisch und nicht ungewöhnlich für die Zeit.
Hercule Poirot erhält von dem…
tassieteufel am 29.01.2018
Bewertungsnummer: 2711653
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Hercule Poirot erhält von dem in Frankreich lebenden Millionär Renauld einen Brief mit der Bitte ihm zu helfen, da er sich bedroht fühlt. Sofort reist Poirot mit seinem Freund Captain Hastings nach Frankreich, doch als sie in der Villa Genevieve ankommen müssen sie feststellen, dass ihr Mandant ermordet wurde. Während seine Ehefrau gefesselt und geknebelt im Bett liegt, wurde Renauld von 2 Männern entführt, die ihn dann ermordeten und auf einem nahen Golfplatz in einer Grube ablegten. Ein kniffliges Rätsel für Hercule Poirot, der sich auch noch mit dem arroganten Ermittler der Surete, Monsieur Giraud herumplagen muß, für den der Fall schon bald gelöst ist. „Mord auf dem Golfplatz“ ist Christies 2. Roman um den belgischen Detektiv Hercule Poirot. Akribisch und mit viel Scharfsinn ermittelt der kleine Mann wieder einmal in einem kniffligen Mordfall und liefert sich dabei ein unterhaltsames Duell mit dem arroganten, französischen Ermittler der Surete Giraud, der meint, Poirot übertrumpfen zu können. Zunächst muß der kleine Detektiv von ihm auch allerhand einstecken. Giraud wirkt durch seine akribischen Untersuchungen sehr kompetent und überlegen, er glänzt mit Schlußfolgerungen, die Poirot zunächst alt aussehen lassen, doch natürlich wäre Poirot nicht der geniale Ermittler, wenn er es dem Franzosen am Ende nicht heimzahlen könnte! Allerdings ist es mehr als unterhaltsam, wie der sonst so Unfehlbare hier in die Rolle des vermeintlich Unterlegenen schlüpft und sich behaupten muß. Als Adlatus und gelungene Ergänzung zu Poirots Spürsinn fungiert hier Captain Hastings, der mit seinen Schlußfolgerungen wieder mal grandios daneben liegt und zudem durch seine Verliebtheit ein wenig verpeilt wirkt, was ihn aber ziemlich liebenswert und sympathisch macht. Überhaupt hat die Autorin ein wunderbares Gespür für ihre Figuren, die sie mit viel Feingefühl und Subtilität schildert und so auch von den Nebenfiguren ein umfassendes Bild gibt. Wie man es von Christie kennt, ist natürlich nichts wie es scheint, jeder hat etwas zu verbergen, Geheimnisse treten zu Tage und unerwartete Wendungen sorgen dafür, dass man sämtliche Theorien, die man sich beim Lesen zusammen gebastelt hat, wieder über den Haufen werfen kann. Mit dem letztendlichen Ausgang hätte ich so nicht gerechnet und war am Ende entsprechend verblüfft. Insgesamt ist die Handlung sehr verzwickt und undurchschaubar, wer gern miträtselt, kommt hier voll auf seine Kosten! FaziT: spannend und knifflig bietet dieser 2. Krimi für Hercule Poirot wunderbare Unterhaltung und ein tolles Lesevergnügen für alle, die typisch britische Krimis mit einer gemächlicheren Gangart mögen.
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