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Mein letztes Jahr der Unschuld Roman | "Es weht ein Hauch von Donna Tartts ›Geheimer Geschichte‹ durch diesen Roman." Deutschlandfunk Büchermarkt

21

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.05.2025

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,2/11,7/2,4 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

My Last Innocent Year

Übersetzt von

Pociao + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-255-0

Beschreibung

Rezension

Ein Buch, das nachdenklich macht und dazu anregt, auch über das eigene Leben nachzudenken: Bin ich glücklich, was macht mir Sorgen? Wie kann ich mein Leben bereichern - zu dem machen, was mich erfüllt? Daisy Alpert Florins Protagonistin Isabel Rosen hat bei mir definitiv einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Isabell Stiller Für SIE online 20240701

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.05.2025

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,2/11,7/2,4 cm

Gewicht

276 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

My Last Innocent Year

Übersetzt von

  • Pociao
  • Roberto de Hollanda

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-255-0

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlag GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • nessabo

    5/5

    05.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein literarisches Eintauchen…

    Ein literarisches Eintauchen in das Collegeleben der 90er mit subtilem Tiefgang Daisy Alpert Florin hat hier einen gut lesbaren Roman geschrieben, der oft leise daherkommt, auf eine ganz subtile Art aber mit Spannungsmomenten und einigem Tiefgang aufwartet. Ich fand es schon einmal toll, mit Isabel einer jüdischen Studierenden zu begegnen und so auch immer wieder Einblicke in jüdische Traditionen, Lebensweisen und Sprache zu bekommen. In ihrem Leben ist das Jüdischsein aber auch einfach ein Teil ihrer komplexen Identität und das finde ich insgesamt authentisch ausgearbeitet. Ein Element, zu dem die Autorin immer wieder greift, ist eine sanfte Art des Foreshadowing. Manchmal nur in einem Nebensatz entfaltet das beim Lesen eine tolle Wirkung und ordnet das Geschehen noch einmal zusätzlich ein, ohne zu viel vorwegzunehmen. Denn immer wieder müssen wir uns hier #meToo-Fragen stellen. Den irgendwie verkrampften Sex mit dem Kommilitonen ordnet Isabel später anders ein als sie es direkt im Nachgang tut. Die gesellschaftlichen Dynamiken und das innere Zurechtreden, das in den 90ern wohl noch einmal mehr Realität war als jetzt, tun weh, obwohl oder gerade weil sie sprachlich gar nicht so laut formuliert sind. Generell ist Subtilität ein tragendes Element der Handlung. Viele Figuren bekommen später zusätzliche Aspekte, sodass wir ihre Rolle retrospektiv noch einmal überdenken können/sollen. Die Konstellation aus Studentin und Professor sowie die damit einhergehende Machtdynamik ist literarisch natürlich nicht neu, doch Florin hat sich ihr auf eine vorsichtige und sprachlich tiefe Weise angenommen. Dass sowohl die Protagonistin angehende Autorin ist als auch die Autorin selbst logischerweise schreibt, spiegelt sich im wiederkehrenden Deep Dive zu den Themen Literatur und Schreibprozess wieder. Mein Interesse liegt da nicht unbedingt, weshalb ich das manchmal etwas langatmig fand, aber für viele ist es sicher ein spannender Einblick. Neben der zentralen Affäre spielen aber auch andere Themen eine Rolle. Isabel befindet sich in einer fragilen Zeit des Erwachsenenwerdens und ich war wieder einmal froh, diese hinter mich gebracht zu haben. Es gibt außerdem familiäre Auseinandersetzungen, häusliche Gewalt sowie die Frage, was Männer tun, um sich gegenseitig zu schützen. Auch Depressionen werden nebenbei, aber sehr authentisch dargestellt. In all dem lotet die Protagonistin geschickt aus, was sie eigentlich vom Leben möchte und was Konsens genau bedeutet - und beantwortet das für sich manchmal erst viel später, manchmal auch gar nicht. Wer einen Collegeroman lesen möchte, der einen leisen Tiefgang sowie politische Relevanz besitzt, kann beruhigt zu diesem Werk greifen. Er ist ganz sicher nicht DER #meToo-Roman schlechthin, greift Fragen rund um dieses Thema aber auf jeden Fall auf und hat mich dahingehend gut unterhalten. Manchmal schweift er vielleicht ein wenig ins Leben der Protagonistin ab, aber ich finde diese Darstellung nicht schlecht, sondern eine echte literarische Bereicherung. 4,5 ⭐️

  • EineMami

    3/5

    03.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    „Allein, ein bisschen…

    „Allein, ein bisschen traurig, aber auch voller Hoffnung“ 1998. In ihrem letzten Collegejahr gerät Isabel Rosen in den Strudel des Erwachsenwerdens. Sie stammt aus ärmlichen Verhältnissen, ist abhängig von ihrem Vater und träumt davon Schriftstellerin zu werden. Gesehen zu werden. Als Professor Connelly für eine Kollegin einspringt, fühlt sie sich zu dem deutlich älteren Mann unwiderruflich hingezogen. Isabel liebt das Geheime, das Verbotene. Doch schicksalhafte Ereignisse um sie herum zeigen, dass auch sie lernen muss, Verantwortung zu übernehmen und sich aus Abhängigkeiten zu lösen. Isabels Geschichte ist eine Reise in die Vergangenheit und eine Geschichte des Patriarchats. Die junge Frau ist umgeben von männlichen Figuren und teilweise toxischen Beziehungen. Aber auch die weiblichen Charaktere haben ihre Tücken. Immer wieder trotzt Isabel der Abhängigkeit und sehnt sich doch nach Vertrauen, Liebe und Zugehörigkeit. Die Vorstellung von erwachsener Klarheit, ja Weisheit, gerät ins Wanken, denn sie erkennt, dass diese Fähigkeiten nicht zwangsläufig mit dem Alter zusammenhängen. Was ich an „Mein letztes Jahr der Unschuld“ wirklich mochte, ist Daisy Alpert Florins Schreibstil. Sie hat das Talent, eindringlich, flüssig und stimmungsvoll zu schreiben und doch blieb mir Isabel trotz Ich-Perspektive stets fremd. Sie ist für mich keine Sympathieträgerin, obwohl ich mich durchaus mit einigen ihrer Wesenszüge identifizieren konnte. Die Atmosphäre des Romans würde ich als größtenteils bedrückend beschreiben, als melancholisch und ohne Perspektive auf wahres Glück. Das liegt aber vor allem an Isabel selbst, ihrer durch Schicksalsschläge getrübten Sicht und dem haltlosen Strudeln. Sich nicht entscheiden, nicht selbst fühlen können. Was will sie wirklich? Bis zuletzt blieb mir die Message des Buches verborgen, sein Sinn unerschlossen. Vielleicht, weil jeder auf seine Weise erwachsen wird und nie wirklich durch die Augen eines anderen schauen kann.

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    3/5

    04.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Über Fremdbestimmung,…

    Über Fremdbestimmung, Machtmissbrauch und das Erwachsenwerden Im Roman „Mein letztes Jahr der Unschuld“ von Daisy Alpert Florin geht es um die junge Isabel. Sie stammt aus einer jüdischen Familie, ist eher ein unsicherer Charakter, sie hat ihren Platz in der Welt und ihre eigene Stimme noch nicht recht gefunden. "Zev forderte mich auf, meine Überzeugungen zu begründen, zum Beispiel, warum ich Feministin oder Demokratin war. Ich war von Natur aus nicht besonders redegewandt und hatte irgendwann verstanden, dass das, was ich fühlte, nichts taugte, solange es nicht ausgesprochen oder begründet werden konnte. Vielleicht glaubte ich deshalb, Zev zuhören zu müssen." Es ist ihr letztes Jahr am Wilder College. Es kommt zu einer sexuellen Begegnung mit ihrem Kommilitonen Zev, mit dem sie eigentlich nur eine lockere Freundschaft verband. Das war so nicht geplant und Isabel wollte das auch eigentlich nicht so. Hinterher ist sie unsicher. War das sexuelle Gewalt? "Irgendwo tief in mir tat etwas weh, das ich weder sehen noch benennen konnte." "Glaubst du im Ernst, ich hätte dich vergewaltigt?", fragte er. Ich lehnte mich gegen die Tischplatte und spürte, wie sich dessen harte Kante in meinen Rücken bohrt. Glaubte ich das? Ich wusste es nicht mehr. Alles was Zev bis jetzt gesagt hatte, war richtig. Ich war freiwillig mit ihm in sein Zimmer gegangen. Ich hatte nichts gesagt. Er dachte, ich wollte es. Und ich dachte auch, dass ich es wollte. Das Verwirrende daran war, dass es nicht das war, was ich mir unter einer Vergewaltigung vorstellte, also das, wogegen ich mich seit meiner Jugend hatte wappnen sollen. Das hier war Sex in einem Studentenwohnheim in New Hampshire, in einem Zimmer mit Blick auf den Fluss. Und ich hatte nicht mal Nein gesagt." Kurz darauf kommt mit R.H. Connelly ein gutaussehender und sympathischer Professor als Vertretung ans College. Isabel fühlt sich zu ihm hingezogen und er überhäuft die zutiefst verunsicherte Isabel mit Lob, was ihrem angeknacksten Ego natürlich guttut. Sie weiß, dass er verheiratet ist, dennoch beginnt sie eine Affäre mit ihm, die natürlich geheim bleiben muss. Durch ihn fühlt sich Isabel endlich schön und talentiert, also als genau die Frau, die sie gerne sein will. Durch ihn glaubt sie auch, ihrem Wunsch, Schriftstellerin zu werden, näher zu kommen. Aber es bleibt eine Unsicherheit. Ist sie die einzige, mit der er eine Affäre hat? Ist es richtig oder falsch? "Der Nachhall des Wortes flackerte durch mich hindurch wie eine Leuchtreklame. Ich war etwas Besonderes. Ich setze mich auf und vergrub das Gesicht an seiner Brust. Glaubte ich ihm? Wir hatten gerade erlebt, wie Bill Clinton schwor, keine Affäre mit Monica Lewinsky gehabt zu haben. Nahmen wir ihm das ab? Wir glaubten, was wir glauben wollen, wir glaubten das, was für uns am besten war. Lügen waren nicht so schlimm, wie man uns als Kindern weiß gemacht hatte, und außerdem waren wir keine Kinder mehr." Als sich am College um sie herum ein Drama zwischen einem verheirateten Professoren-Ehepaar abspielt, beginnt sich alles zu verändern. Als Isabel von einem Geheimnis erfährt, muss sie sich entscheiden: Belässt sie alles, wie es ist - oder übernimmt sie Verantwortung und redet, wodurch sie allerdings ihre Affäre verraten würde? Ich tue mir hier mit der Bewertung etwas schwer. Es ist eher ein Buch der leisen Töne, was ich grundsätzlich mag. Hier fehlt mir jedoch das gewisse Etwas. Das Kernthema wird von zahlreichen Nebensächlichkeiten ein wenig aus dem Auge verloren, zwischendrin fand ich die Geschichte dann ein wenig langweilig. Das Buch ist nicht wirklich schlecht, konnte mich aber auch nicht richtig begeistern. Ich vergebe letztlich 3 Sterne.

  • nessabo

    5/5

    05.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarisches Eintauchen in das Collegeleben der 90er mit subtilem Tiefgang

    Daisy Alpert Florin hat hier einen gut lesbaren Roman geschrieben, der oft leise daherkommt, auf eine ganz subtile Art aber mit Spannungsmomenten und einigem Tiefgang aufwartet. Ich fand es schon einmal toll, mit Isabel einer jüdischen Studierenden zu begegnen und so auch immer wieder Einblicke in jüdische Traditionen, Lebensweisen und Sprache zu bekommen. In ihrem Leben ist das Jüdischsein aber auch einfach ein Teil ihrer komplexen Identität und das finde ich insgesamt authentisch ausgearbeitet. Ein Element, zu dem die Autorin immer wieder greift, ist eine sanfte Art des Foreshadowing. Manchmal nur in einem Nebensatz entfaltet das beim Lesen eine tolle Wirkung und ordnet das Geschehen noch einmal zusätzlich ein, ohne zu viel vorwegzunehmen. Denn immer wieder müssen wir uns hier #meToo-Fragen stellen. Den irgendwie verkrampften Sex mit dem Kommilitonen ordnet Isabel später anders ein als sie es direkt im Nachgang tut. Die gesellschaftlichen Dynamiken und das innere Zurechtreden, das in den 90ern wohl noch einmal mehr Realität war als jetzt, tun weh, obwohl oder gerade weil sie sprachlich gar nicht so laut formuliert sind. Generell ist Subtilität ein tragendes Element der Handlung. Viele Figuren bekommen später zusätzliche Aspekte, sodass wir ihre Rolle retrospektiv noch einmal überdenken können/sollen. Die Konstellation aus Studentin und Professor sowie die damit einhergehende Machtdynamik ist literarisch natürlich nicht neu, doch Florin hat sich ihr auf eine vorsichtige und sprachlich tiefe Weise angenommen. Dass sowohl die Protagonistin angehende Autorin ist als auch die Autorin selbst logischerweise schreibt, spiegelt sich im wiederkehrenden Deep Dive zu den Themen Literatur und Schreibprozess wieder. Mein Interesse liegt da nicht unbedingt, weshalb ich das manchmal etwas langatmig fand, aber für viele ist es sicher ein spannender Einblick. Neben der zentralen Affäre spielen aber auch andere Themen eine Rolle. Isabel befindet sich in einer fragilen Zeit des Erwachsenenwerdens und ich war wieder einmal froh, diese hinter mich gebracht zu haben. Es gibt außerdem familiäre Auseinandersetzungen, häusliche Gewalt sowie die Frage, was Männer tun, um sich gegenseitig zu schützen. Auch Depressionen werden nebenbei, aber sehr authentisch dargestellt. In all dem lotet die Protagonistin geschickt aus, was sie eigentlich vom Leben möchte und was Konsens genau bedeutet - und beantwortet das für sich manchmal erst viel später, manchmal auch gar nicht. Wer einen Collegeroman lesen möchte, der einen leisen Tiefgang sowie politische Relevanz besitzt, kann beruhigt zu diesem Werk greifen. Er ist ganz sicher nicht DER #meToo-Roman schlechthin, greift Fragen rund um dieses Thema aber auf jeden Fall auf und hat mich dahingehend gut unterhalten. Manchmal schweift er vielleicht ein wenig ins Leben der Protagonistin ab, aber ich finde diese Darstellung nicht schlecht, sondern eine echte literarische Bereicherung. 4,5 ⭐️

  • Bewertung

    5/5

    23.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfach weltklasse!

    Am Anfang fiel es mir schwer reinzukommen, aber schnell blieb ich bei einigen Passagen hängen, die aufgrund der Brillanz einfach Gänsehaut hervorrufen und eine unvergleichliche Tiefe haben. Der Schreibstil ist hervorragend und macht Lust auf mehr! Ganz klare Empfehlung.

Kundinnen und Kunden meinen

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    Cara Nübel

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

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    4/5

    04.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein unangenehmer, aber wichtiger Coming-of-Age-Roman

    Isabel ist Studentin am renommierten Wilder College und steht kurz vor ihrem Abschluss. In ihrem letzten Jahr übernimmt ein neuer Professor ihren Kurs für Kreatives Schreiben: R.H. Connelly, ehemals Dichter und Autor, heute Lehrer und Journalist. Zwischen den beiden beginnt eine Affäre, die anfängt, Isabels Leben zu verschlingen. "Mein letztes Jahr der Unschuld" ist ein sehr einfühlsamer Roman über eine junge Frau, die an der Schwelle zum Erwachsenendasein steht, ohne wirklich zu wissen, was dieses "Erwachsensein" überhaupt bedeutet, und ohne zu wissen, wohin ihr Weg sie führen wird.

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