Der blutrote Phönix (Der Sturz des Drachen 2): [Silkpunk Fantasy mit höfischen Intrigen – Mulan trifft auf Iron Widow
Silkpunk Fantasy mit höfischen Intrigen – Mulan trifft auf Iron Widow
Die Fortsetzung zu „Von Jade und Drachen“, der epischen Silkpunk-Fantasy, inspiriert von der legendären Qing-Dynastie. Zwei Jahre nachdem Ying die Ingenieursgilde und den Geist des ungerechten Todes ihres Vaters hinter sich gelassen hat, scheint das Leben allmählich wieder einen Anschein von Normalität zu erlangen. Doch die Unruhen auf den Neun Inseln reißen nicht ab und zwingen Ying zurück in die angespannte politische Welt des neuen Oberkommandierenden Ye-yang. Schon bald müssen Ying, Ye-yang und ihre ehemaligen Freunde aus der Gilde zusammenarbeiten, um einen Weg zu finden, die gerissenen Piraten zu überlisten, die die Meerengen terrorisieren – sowie das schwer fassbare Superhirn, das sie kontrolliert. Unterdessen lebt Yings Schwester Nian in der Hauptstadt und wartet auf den Tag, an dem sie endlich den Oberkommandierenden heiraten wird. Doch die Hauptstadt ist gefährlicher, als sie erwartet, und als sie einer düsteren Verschwörung auf die Schliche kommt, muss sie das Geheimnis rechtzeitig lüften, um zu verhindern, dass das Oberkommando von innen heraus zusammenbricht. Beständig tauchen neue Gefahren auf, die die Neun Inseln zu zerreißen drohen. Um diesen Sturm zu überstehen, müssen Ying und ihre Lieben schwierige Entscheidungen treffen. Werden sie einen Weg finden, ihre Feinde zu besiegen und zu überleben, während die Welt am Rande der Zerstörung steht? Und wird all das es den Preis wert sein?
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Sonjalein1985
5/5
22.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Liebe, Piraten und Geheimnisse
Inhalt: Zwei Jahre ist es her, dass Ying sich der Ingenieursgilde angeschlossen hat, um den Tod ihres Vaters aufzuklären und diese mit einem gebrochenen Herzen wieder verließ. Doch nun muss sie dorthin zurückkehren. Denn die neun Inseln sehen sich einer nie gekannten Gefahr gegenüber. Piratenangriffe nehmen immer mehr zu und fordern große Opfer. Ying beschließt zu helfen und ihr Ingenieurstalent erneut einzusetzen. Doch in der Hauptstadt Fei warten nicht nur alte Freunde, sondern auch der Junge, der ihr einst das Herz brach auf sie. Der Junge, der nun der Oberste Kommandant ist und der ausgerechnet mit Yings geliebter Schwester Nian verlobt ist.
Meinung: Auch der zweite und abschließende Band dieser Reihe kann auf ganzer Linie überzeugen. Es gibt jede Menge Liebe, Verlust, Missverständnisse, Schmerz, Schuldgefühle, Intrigen und Abenteuer, denen sich die Charaktere stellen müssen.
Erzählt wird nicht nur aus der Sicht von Ying, deren Rückkehr nach Fei ihr alles andere als leicht fällt, aber die alles tun würde, um zu helfen. Sondern zudem aus dem Blickwinkel ihrer Schwester Nian, die im Palast lebt, um den Großen Kommandanten zu heiraten, nicht ahnend dass ihre Schwester ihn liebt. Nian steht dabei mehr im Vordergrund als im ersten Buch, was mir gut gefallen hat. So hat man diese besonnene und aufmerksame Figur richtig kennengelernt und konnte sich mit ihren Gefühlen auseinandersetzen. Besonders interessant ist sie in Verbindung mit Ye-kan, der sich ebenfalls seit dem ersten Buch sehr verändert hat.
Die Geschichte ist spannend und voller Gefahren und Emotionen. Es gibt jede Menge Figuren, die mir gefallen haben. Besonders einige der Piraten waren interessant und gut gemacht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und oftmals mit den Figuren mitgefiebert und mitgelitten.
Wer den ersten Band der Reihe bereits mochte, sollte sich auch diesen nicht entgehen lassen.
Fazit: Ein gelungener Abschluss einer tollen Reihe. Sehr zu empfehlen.
coala
aus Hamburg
5/5
16.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Silkpunk-Finale mit Wucht
Der blutrote Phönix knüpft nahtlos an den Auftaktband an und entfaltet erneut eine vielschichtige Geschichte, die nicht nur politisch komplex, sondern auch emotional fordernd ist. Zwei Jahre sind vergangen, seit Ying ins Exil gegangen ist und nun steht sie erneut im Zentrum eines drohenden Machtkampfs, während sich ihre Schwester Nian in den höfischen Intrigen verliert.
Yings Rückkehr ist keine triumphale Heimkehr, sondern ein vorsichtiger Schritt zurück in ein Netz aus Loyalität, Verrat und alten Narben. Ihre Entwicklung zur strategisch denkenden Kämpferin wirkt glaubwürdig und mitreißend, vor allem im Zusammenspiel mit Ye-Yang und der Bedrohung durch die Piraten. Der technische und politische Konflikt gewinnt an Tiefe, während gleichzeitig die persönlichen Herausforderungen der Figuren spürbar bleiben. Nians Perspektive bringt eine neue Dimension ins Spiel. Die höfischen Zwänge, das Jonglieren zwischen Verantwortung und Zweifel, all das wird mit Feingefühl und emotionaler Klarheit geschildert. Spannend wirkt auch ihr innerer Konflikt, wenn sie zwischen ihrer eigenen Stimme und den Erwartungen anderer zerrieben wird. Die Handlung überrascht mit Wendungen, die nicht nur das Schicksal der Schwestern, sondern das Gleichgewicht ganzer Inselreiche betreffen. Gerade die Mischung aus Silkpunk-Technologie, Mythologie und Familienbande verleiht dem Buch seine besondere Note. Allerdings erfordert das Erzähltempo Aufmerksamkeit, denn einige Entwicklungen passieren rasant und manche Übergänge wirken etwas abrupt. Trotz kleinerer Längen oder offener Fäden bleibt das Leseerlebnis intensiv. Die emotionale Dichte, gepaart mit einem klugen Weltenbau, sorgt für starke Bilder und anhaltenden Nachhall.
Ein würdiger Abschluss der Dilogie mit überzeugender Kombination aus weiblicher Stärke, Magie, Politik und Konflikt. Ein erzählerisches Schlachtfeld, das noch lange nachwirkt.
faanielibri
4/5
24.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Spannende Fortsetzung einer tollen YA-Dilogie mit Silkpunk-Setting
Zweite Bände haben es ja immer ein bisschen schwer. Werden die Erwartungen erfüllt, wenn der erste Band begeistert hat? Wird die Geschichte spannend weitererzählt? Entwickeln sich die Figuren so, dass ich mit ihnen gehen kann? ‚Der Blutrote Phönix‘ von Amber Chen, übersetzt von Katrin Aust, kann all diese Fragen mit einem klaren ‚Jein!‘ beantworten. Das Dilogiefinale braucht sich keineswegs verstecken, ich hatte wieder viel Spaß beim Lesen, wenn auch einige Kritikpunkte.
Chen hat sich auf jeden Fall damit einen Gefallen getan, zwischen dem ersten und den zweiten Band zwei Jahre verstreichen zu lassen. Dadurch konnten die Figuren Abstand gewinnen, vor allem nach den nervenaufreibenden Ereignissen gegen Ende von ‚Von Jade und Drachen‘. Ying hat sich in einem kleinen Dorf am Meer nett eingerichtet, ist verheiratet (wenn auch eher aus praktischen Gründen) und mit ihrem einfachen Leben mehr oder weniger zufrieden. Klar, dass sie versucht, das Leben ihrer Mitmenschen mit allerlei technischer Spielereien einfacher zu machen. Sie bekommt die Ingenieurin halt nicht raus aus ihr. Doch als politische Unruhen sie in die Hauptstadt der Neun Inseln zurückzwingen, ist sie auf einmal mit den Menschen konfrontiert, die sie vor zwei Jahren zurückgelassen hat. Da wären zum einen ihre Schwester Nian, die nun mit dem Obersten Kommandanten verheiratet ist. Und zum anderen natürlich der Oberste Kommandant Ye-yang selbst, jener, dem Ying ihr Herz geschenkt, das er aber nicht gerade vorsichtig behandelt hat. Spannungen sind garantiert, zumal Nian nichts von Yings und Ye-yangs gemeinsamer Vergangenheit weiß. Mit dem Blutroten Phönix ist noch dazu ein interessanter Gegenspieler auf das Spielfeld getreten, der die Figuren in der Geschichte hin- und herzuschieben vermag.
Der Fokus liegt bei diesem zweiten Teil auch auf der Bedrohung durch die Pirat*innen des Blutroten Phönix und deren Verbündete, weniger auf der Technologie, selbst wenn diese weiterhin eine große Rolle spielt. Das habe ich tatsächlich ein bisschen vermisst, denn das Silkpunk-Setting des ersten Bandes hat mich sowas von angesprochen. Natürlich blitzt es immer wieder durch, sind wir ja immer noch in der gleichen Welt.
Was mir leider nicht so gut gefallen hat, ist die Episodenhaftigkeit, mit der erzählt wird. Es fühlt sich so an, als ob verschiedene Bausteine abgearbeitet hätten werden müssen, um Seiten zu füllen. Vor allem die Szenen bei der Flotte des Blutroten Phönix hatten für mich eine gewisse Losgelöstheit von der übrigen Geschichte, selbst wenn die Pirat*innen auch später noch eine wichtige Rolle spielen. So sind die Figuren zeitweise Gefangene des Blutroten Phönix und müssen dabei allerlei Aufgaben erledigen, um sich ihre Freiheit zu verdienen. Ein Schiffsrennen gewinnen zum Beispiel. Macht Spaß, aber hatte für mich insoweit keinen großen Mehrwert.
Nichtsdestotrotz habe ich es geliebt, wieder in die Welt zurückzukehren. Der erste Teil war auch noch gar nicht so lang her, darum konnte ich mich gleich wieder zurechtfinden. Alte Bekannte treffen ist bei Fortsetzungen eh mitunter das schönste für mich. Ich mochte auch, dass mit Nian eine zweite Erzählperspektive hinzukommt, die von den Vorgängen in der Hauptstadt erzählt und eine weitere starke Persönlichkeit hervorbringt. Ying selbst bleibt nämlich ein bisschen hinter ihren Möglichkeiten zurück, was aber meiner Meinung nach ihrem Erzählstrang geschuldet ist. Nian hatte einfach mehr Entwicklungspotential.
‚Der Blutrote Phönix‘ hat mir wieder viel Spaß bereitet, auch wenn er mich nicht so begeistern konnte wie der Dilogieauftakt. Jedoch möchte ich die Reihe allen empfehlen, die Silkpunk- und Young-Adult-Fantasy genauso lieben wie ich und Lust auf eine von der Qing-Dynastie inspirierten Geschichte haben.
JulieFlamingo
aus Berlin
4/5
11.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Gute Fortsetzung mit leichten Schwächen
Nachdem ich Band 1 richtig gut fand, musste natürlich auch Band 2 her. Der Schreibstil bleibt dem ersten treu und ich konnte wieder in die Welt von Ying eintauchen.
In diesem Buch hat mich nicht nur die Perspektive von Ying erwartet, sondern auch die ihrer Schwester. Was der Geschichte eine angenehme Abwechslung gab. Die Storyline des Buches ist rund und findet in meinen Augen einen interessanten Abschluss. Dabei hat mich das Buch stets unterhalten. Das Erzähltempo war teilweise ganz schön rasant und manche Übergänge sehr abrupt. Yings Entwicklung habe ich gerne begleitet, sie ist auch nur eine junge Frau die ihren Ansprüchen gerecht werden möchte und sich selbst finden will.
Leider fand ich aber auch einige Schwächen, die mich nicht ganz zufrieden zurück gelassen haben. Zum einen natürlich wieder die Namen. Das mag ich aber nicht ankreiden, das kennen wir auch Buch eins und dieses mal war es deutlich weniger störend. Zum anderen aber hat mir etwas Tiefe im Buch gefehlt. Die Konstruktionen konnte ich mir leider teilweise im Kopf nicht ausmalen und Nian kam mir tatsächlich zu Allwissend vor.
Alles in allem, aber definitiv lesenswert, auch wenn es dem ersten Teil nicht ganz gerecht wird.
Benita
4/5
11.08.2025
Buch (Taschenbuch)
etwas schwächer als Band 1, aber ich mag die Reihe
Ich liebe die Aufmachung des Buches! Natürlich sollte es keine große Rolle spielen, aber ich hab einfach eine Schwäche für schöne Bücher. Ich mag auch den Schreibstil eigentlich echt gerne, ich muss jedoch leider sagen, dass das Buch trotzdem oft nur an der Oberfläche gekratzt hat.
Ich hatte aber nach Band 1 auch sehr hohe Erwartungen an das Buch und die konnte Band 2 leider nicht ganz erfüllen. Zwar konnte das Buch auch so manche Frage beantworten und Geheimnisse lüften, trotzdem hat sich die Geschichte an sich einfach nicht so tief und einnehmend angefühlt.
Trotzdem hat es Spaß gemacht, wieder in das Setting aus Steampunk und Mythologie einzutauchen.
Obwohl mich Band 2 nicht ganz überzeugen konnte, sind die Bücher nicht schlecht. Dazu setzen sie auf starke weibliche Charaktere und lassen auch Politik nicht aus dem Spiel, was ich wirklich gut finde.
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