Wie wollen wir als Familie leben? Wie können wir uns auf Reisen gemeinsam weiterentwickeln? Was wollen wir unseren Kindern mitgeben? In ihrer Elternzeit fernab von Job, Schule und Verpflichtungen brechen Stefan und Julia mit ihren drei Kindern ins Abenteuer auf: vier Monate Kanada und Mittelamerika. Sie kaufen einen alten Van und reisen in die Freiheit. Leben Lagerfeuerromantik in den Rocky Mountains, wagen sich auf Gletscher und begegnen Bären. Über die Freiwilligen-Organisation Workaway arbeiten sie gemeinsam mit KanadierInnen auf Farmen und lernen, wie autarkes Familienleben in einer Earthship Gemeinschaft läuft. In Mexiko baden sie in funkelndem Meeresleuchten, besuchen eine Dorfschule in Guatemalas indigenen Gemeinden und streicheln Rochen in Belize. Dieses Buch ist mehr als die Geschichte einer Reise. Es ist eine Erzählung von Mut und vom Scheitern, vom Reiz des Aufbrechens und Ankommens und von persönlichen Einblicken in ein ungewöhnliches Familienleben. Die wichtigste Botschaft: Glückliche Eltern haben glückliche Kinder. Auch mit Kindern können wir unsere Träume verwirklichen.
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Ein inspirierendes und sehr lesenswertes Buch zum Thema Reisen mit (Klein-)Kindern!
Bewertung aus Karlsruhe am 19.12.2024
Bewertungsnummer: 2367678
Bewertet: Buch (Paperback)
Als jemand, der selbst sehr gerne reist, habe ich mich immer gefragt, wie Reisen mit Kindern aussehen kann. Geht das überhaupt, wenn sie noch so klein sind? Muss ich jetzt viele Jahre komplett darauf verzichten? Was traue ich mir und meinen Kindern einmal zu?
Stefan Walter hat sich mit seiner Familie mehrmals in diverse Reiseabenteuer gestürzt und das allen Sorgen bzw. Unsicherheiten (auch von anderen) zum Trotz!. In seinem neuen Buch “Wahnsinnig! Glücklich! - Vom Reisen mit Kindern. Ein Vater erzählt.” berichtet er von seinen Reisen mit seiner Frau sowie mit erst einem, dann zwei und schließlich drei Kindern.
Bereits einige Jahre vor seiner Zeit als Familienvater bereiste der Autor die Welt. Damals unternahm er u.a. eine Work&Travel-Zeit in Australien und entdeckte viele weitere Länder (zu lesen in seinem ersten Buch “Freiheit leben”). Dabei lernte er auch seine heutige Frau kennen.
Dann wurde er Vater. Zuvor dachte er, dass es mit dem Reisen erst einmal vorbei sein könnte, wenn erstmal Kinder im Spiel sind. Doch der Wunsch, auch mit Kind die Welt zu entdecken, war größer als die Sorge darüber, was alles unterwegs schiefgehen könnte.
Zum Glück sind er und seine Frau auf einer Wellenlänge und gemeinsam wagen sie sich mit ihrer damals noch sehr kleinen Tochter nach Florida. Dank der Option, Elternzeit nehmen zu können, war das kein Problem. So genossen sie gemeinsam eine unglaublich bereichernde Zeit, die sie auch ermutigte, das Ganze mit zwei bzw. später drei Kindern zu wiederholen. Zu fünft erkundeten sie schließlich auch Kanada, Mexiko und Guatemala. Vor allem diverse Tierbegegnungen (Schildkröten, Affen, Leguane, Rochen, Haie, Flamingos…) begeisterten groß und klein. Die intensive Zeit gemeinsam als Familie, ganz ohne Termine, tat allen immer wieder gut.
Das alles zu lesen beeindruckte und inspirierte mich sehr. Gleichzeitig machen seine Reisegeschichten Mut, selbst den Komfortbereich zu verlassen und sich auch mit kleinem Kind in die große weite Welt zu wagen. Denn was ist wichtiger: Das zu tun, was einem im Leben wichtig ist oder das, was die Gesellschaft von einem erwartet? Sich mit dem Alltagstrott zufrieden geben, obwohl es einem die Luft zum Atmen nimmt, oder die Komfortzone zu verlassen und Neues ausprobieren und dabei großartige Erfahrungen zu machen?
Realistisch, aber stets positiv berichtet Stefan Walter von seinen Erlebnissen. Auch dass seine älteste Tochter inzwischen schulpflichtig ist, hält sie nicht vom Reisen ab. Anstatt zu glauben “Das geht bestimmt nicht!”, macht er deutlich, dass es für vieles eine Lösung gibt. Er konnte seine Tochter von der Schule befreien lassen und durch “Hausunterricht” entstanden für die Grundschülerin keinerlei Lernlücken. Stattdessen lernen seine Kinder, sich an fremden Orten schnell zurechtzufinden, auf Menschen selbstständig zuzugehen, neue Dinge mit viel gewonnenem Selbstvertrauen auszuprobieren und auch keine Scheu vor fremden Sprachen/Kulturen zu haben. Ganz nach dem Motto: Die Welt da draußen ist die beste Schule!
Mit seiner Begeisterung hat er mich als Leserin gleich zu Beginn angesteckt. Auch ich möchte mich noch etwas mehr wagen (bisher hat es mit Kleinkind “nur” für Europa gereicht), schauen, was möglich ist und mich nicht durch Erwartungen und Sorgen anderer lenken lassen.
So ist dieses Buch nicht nur ein spannender Reisebericht, sondern gleichzeitig auch ein kleiner Wegweiser und Motivator für alle, die sich unschlüssig sind, ob sie auch als Familie die Welt unsicher machen können. Auf vielen Seiten wurde ich zum Nachdenken angeregt und so überlege ich mir nun, wie ich mein Leben mit bald zwei Kindern gestalten möchte.
Von mir gibt es in jedem Fall eine klare Weiterempfehlung! Lest dieses Buch und tut das, was sich für euch gut anfühlt! Seid wahnsinnig und glücklich!
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