Struktureller Rassismus über Jahrhunderte: Eine Alternativ-WeltgeschichteAnna ist 20 Jahre alt und studiert Geschichtswissenschaft. Sie ist die Erste ihrer Familie, die es geschafft hat, eine Zulassung an der Hochschule zu erhalten. Denn für Weiße ist es eher ungewöhnlich, einen Studienplatz zu bekommen. Um nicht aufzufallen und diesem Privileg gerecht zu werden, verhält sich die junge Frau möglichst unauffällig. Bis ihr Bruder Alexander plötzlich brutal aus ihrem Leben gerissen wird und sie sich die Frage stellen muss, ob sie wirklich weiter mit geducktem Kopf leben und die Diskriminierung der Gesellschaft akzeptieren kann.Der zweite Roman von Own-Voices-Autorin Jasmina Kuhnke: ein aufrüttelndes, gesellschaftskritisches HörbuchWhite Lives Matter: Ein Parallelwelt-Roman über strukturellen RassismusAnnas Entwicklung: Von der Zurückhaltung zum politischen AktivismusDystopie über Anti-Rassismus: Ein Aufruf zu Inklusion und Gleichstellung der Spiegel-BestsellerautorinDie Welt auf den Kopf gestellt, um aufzurütteln: Ein Hörbuch gegen RassismusJasmina Kuhnke hält mit ihrem Hörbuch der weißen Gesellschaft einen erschreckenden Spiegel vor. Eine Geschichte voller Alltagsrassismus und Ausgrenzung aufgrund der Hautfarbe - nur dass es diesmal die Weißen trifft. Annas Weg zur "White Lives Matter"-Bewegung ist geprägt von traumatischen Erlebnissen und dem neu erworbenen Wissen aus ihrem Studium. Ihr Ausbruch aus der Zurückhaltung in den Kampf für grundlegende Rechte ist beispielhaft für politischen Aktivismus.Hier trifft Gänsehaut-Spannung auf Gesellschaftskritik und verbindet sich zu einem packenden Roman über das Thema Rassismus und Diskriminierung!
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Lea
2/5
03.02.2025
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Hm...
Der Roman spielt mit der Umkehrung der klassischen Rollen von Rassismus, indem er eine Gesellschaft darstellt, in der weiße Menschen diskriminiert und unterdrückt werden. Die Hauptfigur, Anna, ist eine Weiße, die sich mit den Folgen dieser Umkehrung auseinandersetzen muss.
Jasmina Kuhnkes "White Lives Matter" ist ein provokantes Buch, das sich mit Rassismus auseinandersetzt und die Perspektive umkehrt, indem es die Weißen zur unterdrückten Gruppe macht. Ein Ansatz, der natürlich direkt Aufmerksamkeit erregt und zu Diskussionen anregen soll, doch leider bleibt das Potenzial dieses Romans für mich ungenutzt.
Die Grundidee ist interessant und provokant, doch der Verlauf der Geschichte bietet wenig Überraschungen. Die dargestellten Diskurse rund um die "Black Lives Matter"-Bewegung sind zwar wichtig, jedoch wirkt der Roman in seiner Erzählweise zu oberflächlich und geht nicht weit genug in die Tiefe. Auch die Perspektive der Protagonistin bleibt zu oft distanziert und schwer nachvollziehbar. Dadurch fällt es schwer, eine emotionale Verbindung zur Geschichte oder den Charakteren aufzubauen.
Der Schreibstil hat mich irgendwie zwiegespalten zurückgelassen. Die Erzählung wird überwiegend in der dritten Person geschildert, was wie immer zu einer gewissen Distanz führt und die Intimität der Figuren und ihrer inneren Konflikte nur schwer spürbar macht. Dadurch hat sich die Erzählweise stellenweise eher wie eine Abfolge von Ereignissen angefühlt – mehr "Tell" statt "Show". Und irgendwie hat das alles für mich in diesem Buch nicht so gut funktioniert. ✍️
Die Handlung folgt einem relativ vorhersehbaren Verlauf, und obwohl die zentrale Idee – die Umkehrung von Rassismus – als Ansatz viel Potenzial bietet (mir aber auch von Anfang an ein mulmiges Bauchgefühl mitgegeben hat), wird sie nicht in eine Richtung entwickelt, die wirklich neue Erkenntnisse oder Perspektiven aufzeigt. Es wird viel über Rassismus gesprochen, doch die Geschichte bleibt an der Oberfläche und geht nicht tief genug in die Konsequenzen dieser Umkehrung oder die persönlichen Erfahrungen der Betroffenen.
"White Lives Matter" hat mich letztendlich auf mehreren Ebenen nachdenklich gestimmt, aber nicht im positiven Sinne. Zwar verstehe ich, dass die Intention dahinter ist, Menschen, die nicht direkt von Rassismus betroffen sind, für die Problematik zu sensibilisieren, doch irgendwie fand ich die Umsetzung oftmals unangemessen. Die Geschichte wirkt an vielen Stellen irgendwie unangenehm, da die Rassismusproblematik oft soooo plump und offensichtlich dargestellt wird. Auch hat die Darstellung von Diskriminierung in gewisser Weise selbst diskriminierende Stereotype reproduziert. Es fühlte sich oft so an, als hätte die Autorin die Komplexität der Thematik simplifiziert und mit einer Überfülle von Themen überladen, was die beabsichtigte Wirkung verfehlte.
Fazit: Die Zielgruppe des Buches scheint eher "lernwillige" Menschen zu sein, die sich mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzen möchten, doch für mich persönlich war das Buch in seiner Ausführung leider nicht genug. Ich hätte mir eine direktere und ungeschönte Perspektive einer von Rassismus betroffenen Person gewünscht, die nicht nur das Thema aufgreift, sondern auch die emotionale Tiefe und Komplexität widerspiegelt, die diese Erfahrung mit sich bringt. ⭐⭐
Bewertung
5/5
08.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
White Lives Matter
Das Buch schildert die Probleme denen so viele Menschen aufgrund inherentem Rassismus und direktem Rassismus ausgesetzt sind, nur eben aus einer anderen Perspektive. Die Betroffenen von Rassismus sind weiße Menschen keine PoC. Es ist schmerzhaft zu lesen und gleichzeitig wahnsinnig bedeutsam. Es hält der Menscheheit den Spiegel vor. Ich kann jeder Person empfehlen dieses Buch zu lesen.
lemano
aus Göttingen
5/5
05.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Umgekehrte Perspektive…
Umgekehrte Perspektive Jasmina Kuhne hält der weißen Mehrheitsgesellschaft mit ihrem neuen Roman den Spiegel vor - und das gekonnt! Das Buch regt zum Nachdenken an, lässt einen lernen und sensibler werden für die Perspektive der schwarzen Gesellschaft. Mir fiel es beim Lesen oft schwer, mir die weißen, im Roman von Rassismus betroffenen Menschen auch weiß vorzustellen, weil die Realität eine andere ist und man für diese anhand der Dystopie in dem Roman sensibilisiert wird. Die Beispiele von Menschen aus der Geschichte, welche wirklich schwere Kost sind, bringt Jasmina Kuhnke seht gut in den Roman mit ein und somit bekommt man noch einen historischen Hintergrund. Ich fand das Buch interessant und konnte einiges daraus mitnehmen. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Bewertung
5/5
28.11.2024
eBook (ePUB 3)
Wichtiges Buch
Bei diesem Buch hat mich das Cover sofort neugierig gemacht und natürlich der provokante Titel. Ich war wirklich gespannt, was mich erwartet und wurde nicht enttäuscht.
In "White lives matter" erzählt die Autorin Jasmina Kuhnke die Geschichte der Studentin Anna, die aufgrund ihrer weißen Hausfarbe ausgegrenzt und diskriminiert wird.
Ich fand das Buch sehr gut geschrieben und dadurch, dass es hier die Weißen sind, die diskriminiert werden, bekommt man nochmal ein ganz anderes Gefühl für dieses Thema, auch wenn man sich zuvor schon damit beschäftigt hat.
Ich finde dieses Buch sehr wichtig, es hat mich wirklich nachdenklich gemacht und ich könnte es mir auch sehr gut auch als Schullektüre vorstellen.
um.Buchseites.breite
5/5
25.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tötet Rassismus
Zusammenfassung :Anna ist Studentin und weiß. Beides Faktoren, durch die sie auffällt. Sie lebt in einer Welt, in der sie ständig Diskriminierung durch die überwiegend schwarze Bevölkerung erfahren muss. Doch Anna fügt sich ihrem Schicksal und versucht unter dem Radar zu verschwinden. Das geht so lange gut, bis ein erschütternder Vorfall sie dazu zwingt, die Situation so zu sehen, wie sie ist. Anna muss ihre Rolle in diesem System hinterfragen und ergreift die sich bietenden Mittel.
Schreibstil:Jasmina Kuhnke schreibt in der dritten Person. Dies finde ich persönlich etwas unschön zu lesen, auch wenn es dadurch eine kleine Distanz schafft. Vor allem bei einem solchen Thema und der Ausschilderung als Jugendbuch kann ich verstehen, weshalb dieser Erzähler gewählt wurde. Die Geschichte ist zudem durchsetzt mit fiktiv-historischen Geschichten, welche die Gewalttaten der Vergangenheit zeigen.
Fazit:White Lives Matters ist ein wichtiger, gesellschaftskritischer Roman, welcher auf die teils auch unbewusst stattfindene Ausgrenzung und Diskriminierung von Schwarzen aufmerksam machen will. Ein wirklich aufrüttelnder und bewegender Roman über Alltagsrassismus. Der mich allerdings aufgrund der aktuellen weltpolitischen Lage herausgefordert hat und der definitiv keine leichte Lektüre ist. Dennoch ist dieser Roman eine gute Chance zum Einstieg in dieses wichtige Thema.
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5/5
15.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Spiegel unserer Gesellschaft
Jasmina Kuhnke schafft mit diesem Buch etwas Wichtiges: Sie hält uns mit der Umkehr der rassistischen Rollenbilder und der Geschichte unserer Gesellschaft einen Spiegel vor. Sie regt mit ihrem Text zum Nachdenken an. Dabei beschreibt sie nicht nur bekannte geschichtliche Ereignisse, sondern geht bis in die Gegenwart und den neuesten Geschehnissen.
Unbedingte Leseempfehlung!
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