Produktbild: Grüne Mark und Weißer Tod

Grüne Mark und Weißer Tod Historischer Kriminalroman

17

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.05.2025

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/2,6 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-2449-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.05.2025

Verlag

Emons Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,3/13,3/2,6 cm

Gewicht

336 g

Farbe

Anthrazit / Silbergrau

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7408-2449-5

Herstelleradresse

Emons Verlag
Cäcilienstraße 48
50667 Köln
DE

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  • Bewertung

    5/5

    21.03.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwei Freunde und viel Frauenpower gegen einen Killer

    Graz, im Jahre 1897. In der Landeshauptstadt der Steiermark, im Volksmund auch die grüne Mark genannt, werden in kurzen Abständen gutsituierte Männer ermordet aufgefunden. Was die Taten anscheinend verbindet, sind blaue Glasscherben bei den Opfern und mysteriöse Nachrichten, die sie vor ihrem Tod bekamen. Zudem wurden die Morde immer an kirchlichen Feiertagen ausgeführt. Sollte hier etwa ein religiöser Fanatiker am Werk sein? Allerdings scheint eine andere Spur in eine renommierte Lungenheilanstalt im Wienerwald zu führen, in der an Tuberkulose, dem weißen Tod, erkrankte Patienten behandelt werden. Der junge Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein Freund Dr. Titus Pyrner, der ihm bei der Suche nach dem Täter zur Seite steht, stoßen hier auf eine Mauer des Schweigens. So gehen sie widerwillig auf den Vorschlag ihrer beiden Verlobten, Resi und Salome, ein, die under cover im Sanatorium forschen wollen. Doch ist das nicht zu gefährlich für die beiden jungen Damen? Der Roman von Gudrun Wieser gewährt uns einen interessanten Einblick in das Ermittlerwesen der k.k. Monarchie um die vorletzte Jahrhundertwende, aber auch der damalige Standesdünkel und das Verhältnis bei Verlobten lassen den Leser immer wieder schmunzeln. Zudem kommt auch die Frage ins Spiel, welche medizinischen Experimente an Menschen sind ethisch vertretbar? Durch den Schreibstil mit eingestreuten lokalen und zeitgenössischen Begriffen fühlt man sich durch Zeit und Raum ins Geschehen versetzt. Bis zum Schluss muss man um das Wohl der beiden sympathischen Pärchen bangen und auf die Lösung des Rätsels warten… Für mich persönlich war es auch interessant, mehr über den Semmering und den Wienerwald (nein, da ist nicht die ehemalige Restaurantkette mit Hähnchenspezialitäten gemeint) zu erfahren.

  • Eliza

    5/5

    15.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sonderbare Morde in Graz

    Ein historischer Kriminalroman, der durch süffisanten Humor und eine interessante Sprachfärbung überzeugt. In Graz geschieht eine Reihe sonderbarer Morde. Der Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum und sein Freund Dr. Titus Pyrner sind erneut gefragt. Dabei obliegt es Franz, dem Polizeiagenten Anton Meisl immer einen Schritt voraus zu sein, mit dem er sich eine Art Privatduell liefert. Was mir sehr gut gefallen hat, war das Zusammenspiel zwischen den beiden Protagonisten. Der eher zurückhaltende Titus ist ein guter Gegenpart zu dem manchmal impulsiv agierenden Franz. In dieser Geschichte bekommen auch die beiden Verlobten Resi (die Verlobte von Franz) und Salome (die Verlobte von Titus) einen relativ großen Anteil, was mir gut gefallen hat. Die Story nimmt im Verlauf der Ermittlungen eine interessante Wendung. Sehr einprägsam ist zudem der Sprachstil der Autorin. Mit vielen historischen Begrifflichkeiten schafft sie es, der gesamten historischen Umgebung durch ihre Wortwahl einen besonderen Teint zu verleihen. Ebenfalls kommt der Humor in der Geschichte nicht zu kurz. Mit vielen kleinen, süffisanten Details, die immer wieder eingestreut werden, sorgt die Autorin für kurzweilige Unterhaltung in den ansonsten ernsten Morduntersuchungen. Ein insgesamt gut konzipierter historischer Kriminalroman, von der Reihe würde ich gerne noch einmal einen lesen.

  • Gavroche

    5/5

    10.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Rätselhafte Morde

    Der Untersuchungsrichter Franz Stahlbaum steht hier im Zentrum der Ermittlungen, sein Konterpart bei der Polizei, Anton Meisl, spielt auch immer wieder eine Rolle, wird aber aus vielen Erkenntnissen rausgehalten. Der erste Todesfall wirft Fragen auf, doch als es zu einem zweiten Mord kommt und auch bei diesem Herrn rätselhafte blaue Glasscherben gefunden werden, ist es für Franz Stahlbaum klar, dass die Fälle zusammen hängen. Und sein Freund, der Arzt Titus Pyrner, wird mit einbezogen. Aber ohne die Freundinnen oder Verlobten der beiden, hätten sie die Lösung des Falles nicht heraus gefunden. Die Spur führt zu einem Tuberkulose-Heim im Wiener Wald, aber dort treffen die beiden auf eine Mauer des Schweigens. Bis zum Schluss bleibt es spannend, wer denn nun der Mörder ist und welches Motiv dahinter steckt. Ein paar falsche Spuren werden auch gelegt. Ein spannender historischer Krimi, der immer wieder auch Alltagsbeschreibungen einflicht und ein Bild vom ausgehenden 19. Jahrhundert zeigt.

  • Verena B.

    aus Köln

    5/5

    05.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Historischer Krimi mit Frauenpower

    Die Geschichte beginnt also mit einem rätselhaften Mordfall. Doch es bleibt nicht bei einem Opfer! Immer wieder werden Männer auf ähnliche Weise getötet. Immer wieder finden sich kleine blaue Glassplitterbei ihnen. Die Ermittlungen führen Franz Stahlbaum und seinen Freund, den Arzt Dr. Titus Pyrner, zur Lungenheilanstalt Eichenheim. Dort gibt es Gerüchte über geheime Experimente an Patienten. Doch die beiden Ermittler stoßen auf eine Mauer des Schweigens – niemand will reden, viele scheinen etwas zu verbergen. Die Zeit drängt, denn der Täter könnte jederzeit wieder zuschlagen. Da kommen Resi und Salome, die beiden Verlobten der Herren Pyrner und Stahlbaum auf die Idee, sich in die Lungenheilanstalt einzuschleusen. Denn einer Frau öffnet man sich vielleicht eher als einem Beamten der Staatsgewalt... Wieser gelingt es hier, wie in ihren anderen Romanen, das historische Graz lebendig werden zu lassen. Die Straßen, Gebäude und das gesellschaftliche Leben um 1900 sind anschaulich beschrieben. Man spürt die Stimmung der Zeit – von medizinischen Fortschritten bis zu den sozialen Spannungen. Der Plot ist gut durchdacht, so werden falsche Fährten gelegt und gelungene Plottwists sorgen für ein angenehmes Lesetempo wie für eine spannende Geschichte, die nie langweilig wird :-) Auch mit ihren Figuren hat Gudrun Wieser alles richtig gemacht, denn sie wirken nicht nur sympathisch, sondern vor allen Dingen authentisch: Franz Stahlbaum ist ein junger Untersuchungsrichter, der damit hadert aus einfachen Verhältnissen zu stammen und immer das Gefühl hat, sich beweisen zu müssen und nicht gut genug zu sein, vor allem nicht gut genug für Resi! Das macht den Kerl sehr sympathisch, auch wenn seine Bedenken völlig unbegründet sind. ;-) Titus Pyrner ging mit Franz zur Schule. Damals waren sich beide nicht grün, aber mittlerweile schätzen beide den Umgang miteinander. Schließlich haben sie schon im letzten Buch einen Mörder dingfest gemacht :-) Titus ist Arzt, der sich im vorliegenden Roman endlich aus dem Schatten seines Vaters - ebenfalls Arzt! - kämpft! Eine sehr wichtige Entwicklung für ihn! Die beiden Damen im Buch sind nicht weniger wichtig, sind es doch gerade die Frauen, die immer die wichtigsten Hinweise, Infos liefern, um ein Verbrechen aufzuklären. Allerdings hätte das in diesem Fall für Resi und Salome auch alles andere als glimpflich ausgehen können... Alle anderen Figuren fand ich ihrer Rolle entsprechend sehr gut gezeichnet, egal, wie fies sie auch sein mögen ;-) In "Grüne Mark und Weißer Tod" lag der Fokus der Handlung auf der Lungenheilanstalt Eichwald. ( Die gibt es nicht wirklich, steht aber sinnbildlich für alle Anstalten dieser Art, die es damals wirklich gab!). Da es damals noch nicht das Wissen von heute gab, kein Internet mit Dr. Google, nicht jeder Zugang zur wissenschaftlichen Literatur hatte oder gar das Verständnis für medizinische "Experimente" oder gar medizinischen Fortschritt, sind Gerüchte und Vorgehen in diesem Roman für viele Menschen damals nicht geheuer und Erzeugen Unverständnis und Angst. Ich fand es interessant, wie die Autorin mit diesem ethischen Thema umgegangen ist und Transparenz schaffte. (Sicherlich kann man nicht für alle Heilanstalten die Hand ins Feuer legen - für Eichwald schon ;-) ). Ich bin mal wieder nur so durch die Seiten geflogen :-) Der angenehm leichte Schreibstil mit ein wenig Lokalkolorit im Ton macht es einem aber auch leicht :-) Da ich weiß, wie die Autorin spricht, habe ich mir das Buch mit ihrer Stimme im Kopf vorgelesen ;-) Ist das strange? Vielleicht! :-) Aber dadurch hatte ich eine Menge Spaß beim Lesen! :-) (Geht mir mit einer anderen österreichischen Autorin, die zufällig auch beim Emons Verlag veröffentlicht, auch so ;-) ) „Grüne Mark und Weißer Tod“ ist ein wunderbar gelungener historischer Kriminalroman für alle, die spannende Geschichten mit einem Schuss Geschichte mögen. Die Mischung ist perfekt gelungen und die Autorin verbindet Spannung, Atmosphäre, Wissen und interessante Figuren zu einem fesselnden Leseerlebnis.

  • Silke - Buchgespür -

    5/5

    01.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Unvorhersehbar, mit viel Spannung und Lokalkolorit

    Die ARD-Serie Davos 1917 hat mich neugierig gemacht auf die Welt der Tuberkulose-Sanatorien und genau da knüpft @gudrunwieser.autorin mit „Grüne Mark und weißer Tod“ an. Schon deshalb war ich sofort on fire für das Thema. Franz und Titus waren für mich schon in „Geheimnisse in der grünen Mark“ ein grandioses Ermittlerduo. Ihr Zusammenspiel, ihre Verschiedenheit und ihre Situationskomik machen einfach Spaß. Aber diesmal, im Sanatorium, übertreffen ihre Frauen sie fast noch. Wie Resi und Salome die Initiative ergreifen, sich einschleusen und mit Mut und Witz die Fäden in die Hand nehmen, das fand ich fabelhaft. Es ist inzwischen das dritte Buch der Autorin, das ich lese und wieder zeigt sich, wie sehr ich ihren feinen Humor liebe. Besonders herrlich sind die Briefe von Titus an Salome: Er schreibt darin ständig, was er ihr eigentlich nicht sagen darf: dass er sie liebt, dass er sie vermisst, dass er ohne sie nicht sein mag. Und gerade dadurch sagt er es eben doch. Diese subtile, augenzwinkernde Komik macht für mich den besonderen Reiz aus. Sehr unterhaltsam finde ich auch die kleinen historischen Anspielungen auf zukünftige Ereignisse, die die Handlung durchziehen und als so locker hingestreute Bemerkungen Eingang in die Geschichte finden, dass ich einfach schmunzeln musste. So lässt sie ihren Protagonisten, völlig abwegig, feststellen, dass seine These wäre als wenn der österreichischen Erzherzog Franz Ferdinand ermordet werden würde . Ein Ereignis, das später tatsächlich den Ersten Weltkrieg auslösen wird, was Gudruns Figuren ja aber nicht wissen können. Die Sprache ist der Epoche angepasst melodisch, ein wenig altertümlich, aber wunderbar fließend. Genau das macht für mich den Reiz aus: Ich tauche nicht nur in eine Geschichte, sondern auch in eine andere Zeit ein. Vergangene Heilanstalten, geraffte Röcke, medizinisches Gerät, so ist die Vergangenheit zum Greifen nah. Der Kriminalroman ist durchweg spannend, auch wenn die Herren Ermittler anfangs keine Ahnung haben, wer für die Morde verantwortlich ist. Und was ich besonders mag, ist dass ich bin zum Ende keine Ahnung hatte, wer der Täter ist. Im Gegenteil, ich lag mit meiner Vermutung völlig daneben … .

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