Produktbild: Die Tochter

Die Tochter Roman - »...führt mitten ins Herz der Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben.« Annie Ernaux

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

01.02.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

3952 KB

Originaltitel

La hija única

Übersetzt von

Michaela Messner

Sprache

Deutsch

EAN

9783641313654

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

01.02.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

3952 KB

Originaltitel

La hija única

Übersetzt von

Michaela Messner

Sprache

Deutsch

EAN

9783641313654

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  • Bewertung

    5/5

    19.06.2025

    eBook (ePUB)

    Die Tochter

    Was bedeutet Elternschaft – Pflicht, Last oder doch Lebenssinn? Guadalupe Nettel wirft einen ungeschönten Blick auf Mutterschaft, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Erwartungen.   Laura ist sich einer Sache absolut sicher: sie möchte keine Mutter sein. Ihre Freundin Alina war ähnlicher Meinung, bis sich diese ändert. Laura begleitet ihre Freundin durch die Schwangerschaft und die Zeit danach, denn diese gestaltet sich komplizierter als erwartet. Auch Laura wird mit dem Thema Mutter sein durch äußere Umstände konfrontiert.   Nettel schafft es verschiedene Perspektiven nebeneinanderzustellen, ohne dabei zu urteilen. Sie seziert die inneren Konflikte weiblicher Lebensentwürfe und das Ringen um Autonomie. Dabei wird rein gar nichts beschönigt, weder das Glück der Mutterschaft noch die Schattenseiten.   Nettels Sprache ist glasklar, klug und voller leiser Intensität. Alinas Geschichte geht direkt unter die Haut und tut furchtbar weh. Lauras Lebensrealität wird roh und authentisch dargestellt. Mich hat „Die Tochter“ tief berührt und noch lange danach beschäftigt. Nettel nimmt kein Blatt vor den Mund und schafft einen schmerzhaften Blick auf das, was Mutterschaft sein kann.   Für mich ein absolutes Highlight. Zu beachten ist jedoch, dass die Thematik hohes Triggerpotential hat besonders für Personen die eine schwere Schwangerschaft durchlebt haben, ein Kind verloren haben oder ein schwer krankes Kind betreuen. Daher ist es mir wichtig hier zu erwähnen in diesen Fällen vorsichtig an die Geschichte heranzugehen.   Instagram: leeexieh

  • Ruthild Maria Görschen

    aus Potsdam

    4/5

    18.03.2025

    eBook (ePUB)

    Verwandlungen

    Es hat mich sehr gefreut, mal wieder einen Roman aus Mexiko lesen zu dürfen, ist doch die amerikanische Literatur bei uns in Deutschland so vorherrschend, dass ich versuchen möchte, dies wenigstens etwas einzuschränken, zugunsten von Autoren aus anderen Ländern oder Erdteilen. Laura und Alina, die beiden Protagonistinnen dieser Geschichte, kommen abwechselnd zu Wort, bzw. es wird abwechselnd erzählt, immer mit der Ich-Stimme von Laura. Beide Frauen sind im Alter der möglichen Mutterschaft, lehnen dies aber rigoros für sich ab. Sie kennen sich schon lange und ihre Freundschaft hat sogar den „Distanztest“ (S. 29) bestanden. Dann findet allmählich eine Verwandlung statt, mit beiden Frauen. Alina möchte plötzlich doch ein Kind, es klappt aber ewig nicht, so wird bei ihr eine künstliche Befruchtung veranlasst, mit dem Samen ihres langjährigen Partners Aurelio. Und Laura, die sich sterilisieren ließ, kümmert sich unerwartet und aufopferungsvoll um den Nachbarsjungen Nicolás und später sogar auch um seine schwer depressive Mutter Doris. Kann der bewusste Mensch vielleicht nicht leben, ohne Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu tragen? Macht uns die Verantwortung für ein anderes Lebewesen zu einem besseren Menschen? Alina wird schwanger und sie und Aurelio freuen sich sehr. Allerdings wird die Freude von unerfreulichen Prognosen getrübt, denn es stimmt etwas nicht mit dem Fötus. Eine degenerative mangelnde Gehirnentwicklung wird bei dem kleinen Mädchen festgestellt und es wird vermutet, dass sie bei der Geburt stirbt. Auch hier gibt es zahlreiche Wandlungen, Wendungen und Überraschungen. Hilfreiche Menschen in der Umgebung mindern den Schmerz auf unterschiedliche Weisen. Der Roman war zu Recht auf der Shortlist des internationalen Booker Prize 2023 unter dem englischen Titel: „Still born“. Der OT der spanischen Ausgabe lautet: „La hija única“. Guadalupe Nettel beschreibt sehr sensibel und teilweise sogar chirurgisch präzise die Verwandlungen der beiden Frauen, die, getragen von inneren Konflikten, dennoch ihr Leben meistern, jede auf ihre Art erfolgreich. Fazit: Es ist ein leiser, eindringlicher Roman, der ohne große Action auskommt. Und gerade hier liegt die Eindrücklichkeit und das „nicht Ablassen können“ vom Weiterlesen. Und auch wenn uns drastische Entwicklungen zum Glück erspart bleiben, schafft es dieser Roman uns unentwegt bei der Stange zu halten. Ich habe nur wenige Tage dafür gebraucht. Sehr empfehlenswert. 4 Sterne.

  • MarieOn

    5/5

    27.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Muttersein in allen Facetten

    Für Laura gibt es nur zwei Gruppen von Freundinnen. Die, die bereit sind, ihre Freiheit aufzugeben. Und die, die bereit sind, in den Augen von Eltern und Gesellschaft in Ungnade zu fallen. Alina gehört zur ersten. Sie sind Mitte dreißig und haben sich klar gegen eigene Kinder entschieden. Laura hat das mit einer Sterilisation untermauert. Der Verlust der Freiheit, die Unmöglichkeit einer Karriere, der Stress, die Stillzeit, die schlaflosen Nächte, das alles schreckt sie ab. Als Juan ihre Räume noch mit dem Geruch von Ölfarbe füllte, da hatte sie zarte Anwandlungen verspürt. Im Gegensatz zu ihr konnte er gut mit Kindern. Immer wenn er sie traf, sprach er mit ihnen, das nahm ihr die Angst, brachte sie ihr näher, so dass sie sie wohlwollend aus der Ferne beobachtete. Zu dieser Zeit fielen ihr auch schwangere Frauen auf. Wenn sie mit ihnen in der Kinoschlange stand, sprach sie sie an, wollte wissen, wie selbstbewusst sie sich dafür entschieden hatten. Nachdem Juan dann seine übergroße Bereitschaft zeigte, ein Kind zu zeugen, machte sie kurzen Prozess, ohne ihn einzuweihen. Danach stellten sie schnell fest, dass sie unterschiedliche Lebensentwürfe hatten und sie zog aus. Und nun vertraut Alina ihr an, dass sie seit einem Jahr versucht, schwanger zu werden. Laura spürt den Riss, der sich durch ihre Freundschaft zieht intensiv, im Gegensatz zu Alina. Nach zahlreichen Fruchtbarkeitsbehandlungen erwartet Alina ein Mädchen und macht ihren Aurelio glücklich. Während der Schwangerschaft machen die Ärzte Alina Angst. Eine Ultraschalluntersuchung zeigt ein zu kleines Gehirn und man rät ihr ein MRT machen zu lassen. Obwohl Alina unter Platzangst leidet, will sie das Beste für ihr Kind, aber sie hält es in der geräuschvollen Röhre nicht lange genug aus. Obwohl die Bilder stark verpixelt sind, ist sich die Ärzteschaft einig. Ihre Tochter hat einen sehr seltenen Gendefekt und die Odyssee beginnt. Fazit: Guadalupe Nettel hat eine außerordentliche Geschichte geschaffen. Sie schreibt über Mutterschaft in all ihren Facetten. Über die Sorge, das Glück, die Wehmut, den Schmerz, den Frust und die Liebe. Alinas Sorge bekommt berechtigterweise einen großzügigen Raum. Die ganze Tortur, der sie ausgesetzt ist, weil sie einen Kinderwunsch verspürte, ist herzzerreißend und nervenaufreibend erzählt. Die Ich-erzählende Protagonistin, aus deren Sicht die Geschichte gezeigt wird, wirkt zuerst abgeklärt und unterkühlt. Das Schicksal ihrer Freundin aber reißt sie emotional mit und sie wird eine große Unterstützung. Sie selbst macht ihre eigenen Erfahrungen mit einem ihr fremden Jungen und seiner überforderten Mutter und erlebt selbst Zuneigung und Liebe, die sie Welten bewegen lässt. Und auch das schwierige Verhältnis zur eigenen Mutter findet einen Platz. Die Autorin erzählt mit einer Leichtigkeit, die mich durch die Seiten hat fliegen lassen, mich trotz aller schwierigen Themen nicht erdrückt, sondern mir eine positive Entwicklung zeigt. Ich habe mich in jede Figur hineinversetzen können und tief mitgefühlt. Die Rolle der Mutter wird unterschätzt und erfährt kaum Wertschätzung sondern wird als selbstverständlich und natürlich erstrebenswert betrachtet. Dieses Buch vermittelt Empathie und Toleranz für alle weiblichen Entscheidungen.

  • Anne-Catherine

    4/5

    06.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    bedrückendes Buch, aber lesenswert

    Das Buch hat mich am Anfang des Lesens etwas belastet, weil es einem Fragen aufzeigt, die sich vermutlich jeder stellen sollte, bevor man darüber nachdenkt, Kinder zu bekommen. Die Geschichte hat sich grundsätzlich aber nachher in eine ein wenig andere Richtung entwickelt als zu Anfangs gedacht. Es war auf jeden Fall interessant und lesenswert, aber auch mitunter sehr herunterziehend.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    29.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was Mutterschaft alles (nicht) sein kann

    Die beiden Freundinnen Alina und Laura hatten sich geschworen, sich niemals dem Dasein als Mutter auszusetzen; es war für sie stets unvorstellbar, ihre Freiheit für ein Kind aufzugeben. Doch eines Tages ist alles anders. Während Laura sich die Eileiter durchtrennen ließ, wird Alina schwanger. Sie hatte sich doch ein Kind gewünscht, aber lange Zeit hatte es nicht geklappt. Als die Ärzte gegen Ende der Schwangerschaft feststellen, dass ihr Baby eine Fehlbildung des Gehirns hat und außerhalb des Mutterleibs nicht lebensfähig sein wird, nimmt Alinas Leben einen unerwarteten Verlauf. Entgegen der Prognosen der Ärzte kommt ihre Tochter Ines auf die Welt. Die Eltern, die fest mit dem Tod des Babys gerechnet hatten und sogar schon die Beisetzung geplant hatten, werden mit dem lebenden, aber behinderten Kind nach Hause geschickt. Etwa zur selben Zeit freundet Laura sich mit dem Jungen ihrer Nachbarin an, dessen Mutter sich nicht angemessen um ihn kümmern kann. Obwohl sie nie etwas mit Kindern anfangen konnte, genießt Laura die Zeit mit Nicolas und schließt ihn in ihr Herz. „Die Tochter“ von Guadalupe Nettel ist ein leiser, nachdenklich stimmender Roman über Mutterschaft und Nichtmuttersein, über die verschiedensten Facetten von Mutterschaft, über Verantwortung und Liebe. Ich hatte bei diesem Roman ehrlich gesagt vorab etwas anderes erwartet, mochte aber den Schreibstil und die Geschichte sehr, auch wenn es wahrlich keine leichte Kost war. Von mir bekommt das berührende Buch eine Leseempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

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