Das atemberaubende neue Abenteuer vom Autor von »Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra«
Die ferne Zukunft. Das Leben auf unserem Planeten hat sich auf dramatische Weise verändert - und doch ist vieles immer noch so, wie wir es kennen. Der junge Ariel de la Sauvage lebt in einem kleinen Dorf, das von einem Zauberer regiert und von Rittern beschützt wird. Er liebt es, sich glorreiche Abenteuer auszumalen, während er die Wälder um seine Heimat erkundet. Eines Tages findet er einen Metallsarg in einer Höhle. Als er ihn öffnet, befreit er damit eine KI, die die gesamte Geschichte der Menschheit aufgezeichnet hat - und setzt damit eine Reihe von Ereignissen in Gang, die das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird.
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Weiß nicht, was es will
Bewertung am 16.06.2025
Bewertungsnummer: 2516732
Bewertet: eBook (ePUB)
Der Autor kann sich stilistisch und erzählerisch nicht so recht entscheiden zwischen Walter Moers, China Mieville, Tolkien oder Martha Wells. Von allem ein bißchen, aber eigentlich gleitet die far future in Beliebigkeit und inkohärenz ab. Und leider vergehen 3/4 des Buches bevor etwas entscheidendes passiert, das kommt dann aber unvermittelt. Was genau die "Drachen" zu ihren Maßnahmen veranlaßt hat, bleibt überhaupt unklar. Aber nicht im Sinne eines interessanten Geheimnisses, sondern weil sich der Autor anscheinend nicht dafür interessiert. Schade, vertane Chancen.
Eine futuristische Coming-of-Age-Neuinterpretation rund um die Artus-Legende
miss.amanogawa aus Berlin am 25.05.2025
Bewertungsnummer: 2499147
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Stellt euch vor, ihr wärt dazu auserkoren, den Zyklus um eine der berühmtesten Legenden neu anzustoßen, das Schwert aus dem Stein zu ziehen und eure Zukunft als König zu besiegeln. Und werdet gleichzeitig von einer parasitären KI befallen, die euch auf eurem Abenteuer begleitet, nachdem ihr in einer Grabstätte ein Schwert für euren Bruder entwendet, der zum Ritter geschlagen werden soll.
Nur findet das alles 11 000 Jahre in der Zukunft statt.
Die Erde ist nicht mehr dieselbe, sie versteckt sich hinter einem undurchdringlichen Nebel, geschaffen von den gefährlichsten Entitäten dieses Universums - den Drachen. Geschaffen von den Menschen, unübertroffen an Intelligenz, Stärke, Anmut und Hinterlistigkeit; geschaffen, um den Weltraum zu erkunden, neuen Lebensraum zu erobern. Doch die Gefahren draußen im Kosmos schienen zu groß, die Erde wurde zum unendlichen Versteckspiel verdonnert. Widerstand seitens der Menschen führte zu mehr Leid und Tod.
Seither wachen die Drachen auf dem Mond über ihren Schützling Erde.
Die Menschheit, Anth genannt, sind nur noch ein altertümliches Konstrukt, eine Erinnerung, mehr nicht. Die neuen Menschen wurden von Zauberern geschaffen, und jede Schöpfung trägt deren Sigel.
Was uns Robin Sloan hier Schmackhaftes vorsetzt ist eine wilde Mischung aus fantastisch-futuristischem Roadtrip und Coming-of-Age-Roman gewürzt mit utopischen Gesellschaftsszenarien.
Der Protagonist Ariel lernt ganz unterschiedliche Persönlichkeiten auf seiner Reise kennen, um den wahnsinnig gewordenen Zauberer Malory zu stürzen, der nach seinem Leben trachtet.
Denn mit Ariels Schöpfung verfolgt dieser einen ganz eigenen Plan, um die Drachen zu besänftigen, ja fast schon gefügig zu machen.
Ariel lernt, sich anzupassen, mit unvorhersehbaren Veränderungen umzugehen, mit dem Fluss des Lebens zu fließen. Er lernt, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, um die Zukunft seiner Welt und seiner Liebsten zu sichern.
Ich bin nach Beendigung der Lektüre zwiegespalten.
Einerseits gefielen mir die Dynamik der Geschichte, die Charaktere, die Welt, die ganze fvcking Idee dieses Buchs. Eine KI, die unseren Helden als stille Beobachterin (teilweise erfolgreich unvoreingenommen) begleitet, von und über ihn und die Welt, wie sie vor 11 000 Jahren war, berichtet. Die Orte, die wir bereisen, die quirligen und äußerst mysteriösen Gestalten, die wir kennenlernen. Fantastisch und futuristisch gleichermaßen.
Doch insgesamt war alles wenig greifbar für mich. Mir fehlte Tiefe, mir fehlten intensive Gefühle, mir fehlten WOW-Momente. Es steckt viel Philosophie zwischen den Zeilen, doch die Tiefgründigkeit ließ auf sich warten.
Auch ist die Legende um die Drachen sehr verwirrend für mich gewesen, denn die Hintergründe zum Krieg gegen diese Entitäten folgen häppchenweise im Laufe der Geschichte, und gerade diese Details sind essenziell, um den weiteren Verlauf der Geschichte überhaupt verstehen zu können.
Zum Schluss musste ich mich ernsthaft fragen: wird die Geschichte von einer vom Autor erschaffenen, fiktiven KI erzählt oder hat sich der Autor gar selbst der Hilfe einer KI bedient, denn so abstrus und „abgefrühstückt“ las sich das Finale.
Es ist kein schlechtes Buch, im Gegenteil, aber dieses gewisse Etwas hat gefehlt.
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