Schlachtfelder, Spukgestalten, Mordsgeschichten und entsetzliche Gräueltaten. Mit diesem Blick in die schaurige Vergangenheit der Steiermark eröffnet sich dem Leser ein Panoptikum menschlicher Abgründe. Schreibt Robert Preis seit Jahren düstere Krimis aus dem Steirerland, hat er jetzt dem Bösen endgültig seinen Stempel aufgedrückt. Seine 111 düsteren Geschichten liefern eine faszinierende Reise auf die dunkle Seite eines der schönsten Landstriche der Welt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Leseschneckchen555
5/5
05.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Eine Reise in die düstere Vergangenheit der Steiermark
Die Steiermark mit anderen Augen betrachtet. Das ermöglicht Krimiautor Robert Preis mit seinem hochwertigen Exemplar im Taschenbuchformat. 240 Seiten, zur Hälfte mit Fotografien von Niki Schreinlechner begleitet, führen uns auf eine spannende Reise in die dunkle Vergangenheit der Steiermark. Eine Sammlung an Sagen, Mythen, Legenden, tatsächlicher Mordgeschichten, unglaublich grausigen Folterungen und zahlreichen Kriegsberichten, sowie Fälle aus der jüngsten Vergangenheit finden sich in diesem Buch wieder. Hier kommt jeder Gruselfan auf seine Kosten, denn die Auswahl ist reichhaltig. Zudem beinhaltet jede der 111 Geschichten ein Foto mit der Anschrift und einen zusätzlichen Ausflugtipp in der Nähe, der für einen ausgefüllten und abwechslungsreichen Tag sorgt. Am Ende der Lektüre findet sich eine Karte der Steiermark, die für einen Überblick der Ereignisse sorgt, welche nummeriert über die Region verteilt sind.
Wer einmal die Steiermark von ihrer abgründigen Seite erkunden möchte, der liegt mit diesem Taschenbuch goldrichtig. Denn hierin wimmelt es nur so von Gräueltaten und grausigen Berichten. Die Erzählungen des Galgenwaldes, die Geistermesse um Mitternacht oder die schreckliche Geschichte vom Folteropfer Marie, das zu Unrecht leiden musste, sind nur ein kleiner Einblick in diese Sammlung. Krankheiten, wie die Pest, die ganze Dörfer ausrotteten, sind weit bekannt und fehlen hier ebenfalls nicht. Erschütternde, unbegreifliche, unfassbare, sowie unglaubliche Berichte mit düsteren Fotografien sind in dieser Sammlung enthalten. Manchmal schien mir eine Seite recht wenig und ich hätte gern mehr vom Schauplatz gelesen. Dafür muss sich der Leser dann selbst auf die Reise begeben. Was kein Problem darstellen sollte, denn die Tipps für eine nahgelegene zusätzliche Unternehmung, wirken interessant und lassen die Reiselust aufleben. Besonders gefallen hat mir, dass sich die Ausflugstipps keineswegs nur an gruselsüchtige Abenteurer richten, sondern auch für Kinder geeignet sind.
Wer sich also für die unheilvolle Vergangenheit der Steiermark interessiert und gern einen Abstecher in das Böse alter Zeiten unternehmen möchte, der sollte auf dieses Buch nicht verzichten.
Eine unterhaltsame Lektüre nicht nur für Reiselustige, die etwas Spannung suchen, sondern auch für Daheimgebliebene, die gern einen anderen, dunkleren Blick auf die schönste Region Österreichs werfen möchten.
Bewertung
aus St.Margarethen a.d.Sierning
5/5
02.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Für Entdecker und Forscher
Robert Preis fasst in diesem großartigen Buch einige Schauplätze aus der Steiermark auf und erzählt die Geschichten, die hinter diesen Orten stecken. Ich kenne einen Großteil der Schauplätze im Original, aber es ist so interessant davon zu lesen, welche Legenden und tatsächlichen Geschehnisse daran geknüpft sind. Man erhält Informationen über deren historischen Entstehung und auch Wanderhinweise.
Besonders sind mir die wirklich schönen Fotos von Niki Schreinlechner ins Auge gestochen !!!!
Sehr empfehlenswert für all jene, die nicht nur sehen sondern auch wissen wollen.
Bewertung
4/5
14.02.2024
Buch (Taschenbuch)
Der etwas andere Reiseführer
Dies ist ein ganz besonderer Reiseführer, weil er vom Krimiautor Robert Preis geschrieben wurde. Man hat also zwei Fliegen mit einer Klatsche erschlagen, da man nicht nur besonders schöne, sehenswerte Orte in der Steiermark vorgeschlagen bekommt, sondern, hinter jedem dieser Orte verbirgt sich eine schaurige Geschichte , also empfohlen für Kriminfans, Wanderer und Reisende. Für die vielen schönen Gebäude-, und Landschaftsfotos hat Niki Schreinlechner gesorgt. Von den „Sehenswürdigkeiten“, die hier angepriesen werden kann man nur eine oder zwei pro Tag schaffen, weil die Orte in der Steiermark teilweise auch weit auseinanderliegen. Das „Abarbeiten“ kann also folgendermaßen aussehen: Ausflugsziel ist Bruck an der Mur, die Kirche Sankt Ruprecht, wo der Hochaltar eine Geschichte hat. Man liest sich also die entsprechende Legende durch, meistens gruselig, mit Geistern und mysteriösen Todesfällen, schaut sich den Ort an und bekommt dann noch nebenbei einen Tipp, immer beim Foto, was man sich in dieser Gegend noch anschauen sollte oder unternehmen könnte. Eine Landkarte von der Steiermark mit den eingezeichneten 111 Orten erleichtert die Orientierung. Man begibt sich auf Entdeckungsreise. Das Buch ist also ein Reisebegleiter , der literarisch und reisemäßig unterhält, für Besucher und für Einheimische dieses Bundeslandes zu empfehlen.
Bewertung
aus Bruckmühl
4/5
29.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Schauder im Idyll
Robert Preis lässt einen in seinem Buch 111 schaurige Orte in der Steiermark einige Ort mit anderen Augen sehen. Der Autor lädt einen dazu ein, in informativen kurzen Abschnitten, Orte in der Steiermark abseits der Ausgetretenen touristischen Pfade kennenzulernen. Einmal bringen einen Sagen und Aberglauben einen kleinen Schauer oder auch Geschichtliches aus dem Mittelalter ebenso wie der jüngsten Vergangenheit.
Ohne die Hintergrundinformationen würde ein mancher Besucher die Bedeutung der Pfeiler, und Mahnmale nicht erkennen.
Mir persönlich hat das Buch einige Ideen geschenkt, Orte zu sehen und kennenzulernen, auf die ich ohne das Buch nicht gekommen wäre.
Bibliomarie
aus Düsseldorf
4/5
12.11.2018
Buch (Taschenbuch)
Geschichte und Geschichten
111 schaurige Orte in der Steiermark? Gibt es denn überhaupt so viele? Ja, die gibt es und der Autor Robert Preis, der sonst im Krimigenre zuhause ist, hat sie hier gesammelt. Es sind die traditionellen Spukhäuser und alten Sagen von Hexen und dunklen Mächten, die in den ländlichen Gebieten tief im Volksglauben verwurzelt sind. Aber auch Schauplätze von längst vergangen Türkeneinfällen haben sich im kulturellen Gedächtnis eingeprägt. Aber Preis richtet sein Augenmerk auch auf jüngere Vorkommnisse, auch in der Steiermark gibt es viele, manche noch ungesühnte, Schauplätze von NS Grausamkeiten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Ich fand es interessant, was der Autor alles gesammelt und kurz vorgestellt hat. Sehr hilfreich ist eine Karte am Ende des Buches, die eine gute Übersicht bietet. Jede Geschichte wird mit einem, die Atmosphäre des Ortes aufgreifendem Bild abgerundet, deren düstere Farbgebung die Geschichte noch unterstreicht. Dazu kommen kurze Infos zu Gemeindeämtern und jeweils ein Tipp was in der näheren Umgebung noch ansehens- und erlebenswert ist. Das hat mir gut gefallen, von diesen Tipps hätten es durchaus mehr sein können.
Der Führer ist eine ideale Ergänzung zur Reiselektüre und richtet sein Augenmerk nicht nur auf schaurige, sondern manchmal auch traurige Begebenheiten, bei denen man innehalten kann.
Die „111 Orte“ Reihe des Verlags hat hier mit den schaurigen Orten eine weitere Ergänzung gefunden.
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