30 Jahre nach den Geschehnissen des ersten Buches „Der Fluch des roten Sandes“ gelang es den freien Völker Nakubs nicht, dem roten Fluch des Südens Einhalt zu gebieten. Unter der Führung Eriks von Tanneburg und dem Fürsten der Hassaren Urmas Dillion besiegten sie die 151 Jahre nach dem Beben aufziehende Bedrohung aus dem fernen Süden und konnten diese vom großen Festland vertreiben, doch war es ebenso die Hand des jungen Königs, die blind vor Zorn und gegen den Willen der Götter, eine Kraft entfesseln sollte und die Welt nun erneut an den Rand des Abgrundes führen wird.
Die Zeit des Friedens, die der Sieg auf den Schlachtfeldern Nakubs mit sich brachte, nutzten im Verborgenen dunkle Kräfte, um mit einer List die geeinten Völker des Lichtes zu spalten, sie gegeneinander aufzuwiegeln und einen Keil zwischen sie und ihre starken Bündnisse zu treiben.
Ohne Zweifel liegen die Geschicke der Welt nicht nur in den Händen der alten Helden wie dem Shaguth Dun, Jannek, Prinzessin Jasmin, dem Fürsten Urmas Dillion, der Pai Anila, Abt Mios, Elijas oder einem der vielen anderen Wegbegleiter, die den Leser schon durch das Buch begleitet hatten.
Nein! Sie werden sich alle Seite an Seite mit neuen und altbekannten Völkern und Freunden einer Macht entgegenstellen, die Nakub in den Schatten stürzen, die Lande mit rotem Sand überziehen und den Völkern des Lichts ihrer Freiheit berauben will.
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Fantastische Fortsetzung
Bewertung am 04.03.2026
Bewertungsnummer: 3065924
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Stellt euch vor, ihr kehrt zu jener alten Weltkarte zurück, die ihr schon einmal aufgeschlagen habt. Das Pergament ist euch vertraut geworden, doch der Wind hat neue Spuren darin hinterlassen. Wege, die zuvor im Nebel lagen, zeichnen sich nun deutlicher ab, während andere Pfade weiter in unbekannte Landschaften führen. Genau dort setzt der zweite Band von Die Geschichten der Liou Pai von Pierre Könnicke an.
Die Welt, die im ersten Band ihre Türen geöffnet hat, wirkt nun noch größer. Zeit ist vergangen, Erinnerungen haben sich wie Staub auf alten Schlachtfeldern gelegt, und doch spürt man schnell, dass unter der Oberfläche neue Bewegungen entstehen. Wie ein ruhiger Wald, in dem das Rascheln der Blätter verrät, dass irgendwo zwischen den Bäumen etwas erwacht.
Erneut begleiten wir verschiedene Wege, die zunächst getrennt voneinander verlaufen. Alte Freunde treten wieder ins Licht der Geschichte, vertraute Stimmen kehren zurück, und zugleich öffnen sich neue Landschaften mit neuen Figuren und Perspektiven. Es ist, als würde sich die Welt Stück für Stück weiter entfalten – größer, tiefer und voller Geschichten, die darauf warten, entdeckt zu werden.
Besonders schön ist dabei das Gefühl des Wiedersehens. Bekannte Orte wirken wie vertraute Lichtungen auf einer langen Reise, während neue Regionen frischen Wind in die Geschichte bringen. Die Welt wächst weiter – und mit ihr die Menschen, die in ihr leben.
Was mir erneut besonders gefallen hat, ist die Art, wie die Figuren gezeichnet sind. Niemand wirkt unfehlbar oder unerschütterlich. Die Starken zeigen ihre Brüche, und gerade jene, die zunächst unscheinbar wirken, entdecken ihre eigenen Kräfte. Diese Verletzlichkeit macht die Charaktere greifbar – wie Menschen, die ihren Weg durch Sturm und Dunkelheit suchen.
Auch erzählerisch bleibt sich die Geschichte treu. Die Handlung entfaltet sich in mehreren Strömungen, wie Flüsse, die zunächst durch unterschiedliche Täler ziehen. Man folgt ihnen geduldig, begleitet verschiedene Schicksale und Perspektiven – bis sich ihre Wege langsam kreuzen und schließlich ein größeres Bild entsteht. Dieses Zusammenführen geschieht behutsam und verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe.
Während sich persönliche Konflikte verdichten und alte Bündnisse auf die Probe gestellt werden, spürt man immer stärker, dass im Hintergrund Kräfte wirken, die größer sind als einzelne Figuren. Wie ein Sturm, der sich langsam am Horizont zusammenzieht.
Trotz der epischen Kulisse bleibt auch dieser Band im Kern sehr menschlich. Es geht um Vertrauen und Zweifel, um Loyalität und Verlust, um Entscheidungen, die nicht immer klar zwischen Licht und Dunkelheit zu trennen sind. Gerade diese Zwischentöne verleihen der Geschichte ihre besondere Kraft.
Und doch überrascht diese Fortsetzung auf ihre eigene Weise. Sie knüpft an das an, was den ersten Band so besonders gemacht hat – und schafft es gleichzeitig, neue Wege zu öffnen. Immer wieder gab es Momente, in denen sich einzelne Handlungsstränge zu einem größeren Ganzen zusammenfügten, und manche dieser Augenblicke haben mich tief berührt.
Die Geschichten der Liou Pai bleibt auch im zweiten Band ein Werk, das man nicht einfach liest, sondern erlebt. Ein Fantasyroman, der sich Zeit nimmt, seine Welt wachsen zu lassen – und der gerade dadurch eine besondere Intensität entfaltet.
Für mich war diese Fortsetzung ein würdiger nächster Schritt dieser Reise.
Yippie! Es geht wieder nach Nakub
Bewertung am 16.06.2025
Bewertungsnummer: 2517195
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Pierre Könnicke hat es wieder einmal geschafft! Sein neues Buch hat mir fast noch besser gefallen als sein erstes. Durch die Zusammenfassung des ersten Buches am Anfang gelingt der Einstieg in das Buch selbst Neulingen, die den ersten Teil noch nicht kennen. (Dennoch empfehle ich jedem den ersten Teil zu lesen um nichts zu verpassen) Wie im ersten Teil hat mich die Vielfalt der Welt Nakub sehr begeistert, eigentlich dachte ich mit Teil 1 die gesamte Welt kennengelernt zu haben, jedoch führte mich der Autor auch in diesem Buch wieder an einige neue, sehr gut beschriebene, wunderschöne aber auch düstere Orte der Fantasiewelt Nakub. Ich werde das Buch definitiv ein zweites Mal lesen, einfach um es noch einmal richtig genießen zu können!
Vielen Dank für dieses Buch Herr Könnicke!
PS: Ich hoffe doch das ich auch in Zukunft weitere Bücher von Ihnen lesen darf!
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