Journalistin Mary musste als Kind erleben, wie ihre Eltern bei einem Brand ums Leben kamen. 25 Jahre später begegnet sie zufällig einem Mann, den sie damals gesehen zu haben glaubt - und gerät Schritt für Schritt in einen Alptraum. Verstörende Erinnerungen tauchen auf, die eine ganz andere Geschichte vom Tod ihrer Eltern erzählen. Wurden sie ermordet? Welche Rolle spielte der mysteriöse Mann? Auf der Suche nach der Wahrheit kehrt Mary nach Irland zurück und gerät in eine gefährliche Welt voller Lügen und Geheimnisse, in der sie bald um ihr Leben fürchten muss.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
bookloving
5/5
18.04.2025
eBook (ePUB)
Ein irischer Thriller voller Spannung und psychologischer Tiefe
Mit seinem neuesten Spannungsroman „Der irische Fremde“ ist dem deutschen Autor Matthias Moor einen spannungsgeladener und zugleich psychologisch tiefgründiger Thriller gelungen, der mich von Beginn an mit seinem düsteren Einstieg und der unheilvollen Atmosphäre in den Bann gezogen hat. Vielschichtig und eindringlich setzt sich der Autor in seiner Geschichte mit Traumata, der Unzuverlässigkeit von Erinnerungen und der schmerzhaften Suche nach Wahrheit und Identität auseinander.
Im Mittelpunkt steht die junge Journalistin Mary Shean, deren Leben durch ein tragisches Kindheitserlebnis geprägt wurde, bei dem ihre Eltern durch einen Brand ums Leben kamen. Als sie 25 Jahre später zufällig einem Mann begegnet, den sie damals am Unglücksort gesehen zu haben glaubt, kommen ihr erstmals Zweifel an der offiziellen Version des schrecklichen Vorfalls. Längst verdrängte Erinnerungsfragmente drängen an die Oberfläche, lassen die Geschehnisse in einem ganz anderen Licht erscheinen und werfen die Frage auf, ob es sich wirklich um ein Unglück oder vielmehr einen kaltblütiger Mord gehandelt hat. Kurzentschlossen begibt sich Mary auf eine ungewisse Reise in die Vergangenheit zurück in ihre Kindheit nach Irland. Dabei ahnt sie nicht, in welches undurchschaubare Geflecht aus Lügen, Intrigen und verstörende Wahrheiten sie geraten wird - und in welche tödliche Bedrohung sie selbst begibt.
Mit seinem lebendigen Schreibstil und atmosphärisch dichten Beschreibungen gelingt es Moor hervorragend, die irischen Schauplätze in all ihren faszinierenden Facetten sowie die raue Schönheit der Natur der Grünen Insel eindrucksvoll einzufangen. Wir begleiten die Protagonistin auf ihrer ereignisreichen Spurensuche und tauchen an ihrer Seite in die leicht melancholische, düstere Handlung ein, die durch ihre intensive Atmosphäre rasch einen unwiderstehlichen Sog entfaltet.
Mit psychologischem Feingefühl hat der Autor seine facettenreiche, authentische Protagonistin Mary ausgearbeitet. Sie ist eine faszinierende, sehr komplexe Figur, deren Leben durch das traumatische Kindheitserlebnis nachhaltig geprägt ist. Noch immer ringt sie mit ihren inneren Dämonen, was sich in ihrer Zerrissenheit, Bindungsangst und Rastlosigkeit deutlich zeigt. Ihre distanzierte, selbstbezogene Art erschwert zunächst eine emotionale Verbindung zu ihr aufzubauen, doch ihre inneren Zweifel und ihr unbeirrbarer Drang, die Wahrheit über den Tod ihrer Eltern ans Licht zu bringen, machen sie zu einer interessanten und glaubwürdigen Hauptfigur, mit der man trotz aller Ecken und Kanten mitfühlt.
Durch geschickte Szenenwechseln und überraschenden Wendungen sorgt der Autor, für jede Menge Nervenkitzel und stetige Spannung. Gleichzeitig beleuchtet Moor moralische Aspekte, den Umgang mit Schuld und Verlust sowie die Graubereiche menschlichen Handelns und Fühlens. Besonders gelungen ist die spannende Verknüpfung von persönlichem Schicksal und politischem Hintergrund, die der Geschichte eine zusätzliche brisante Dimension verleiht Die komplexe Handlung gewinnt zum Ende hin immer mehr an Dynamik und gipfelt in einem fesselnden, hochdramatischen Showdown.
Insgesamt sind die Erklärungen für die damaligen Geschehnisse und deren Hintergründe überzeugend und schlüssig. Allerdings empfand ich das Verwirrspiel und das ständige Hin und Her rund um die Auflösung als etwas überzogen und unnötig in die Länge gezogen, was mein Lesevergnügen jedoch keineswegs geschmälert hat.
FAZIT
Ein atmosphärisch dichter und psychologisch vielschichtiger Thriller, der durch seine spannende Handlung, tollem irischen Setting und authentischen Figuren überzeugt. Ein packendes Leseerlebnis voller Nervenkitzel und emotionaler Intensität!
Gertie G.
aus Wien
5/5
04.04.2025
eBook (ePUB)
Fesselnd bis zur letzten Seite
Mary Shean, die als Maria Schubert in Deutschland aufgewachsen ist, begegnet am Flughafen von Oslo einem Mann, der ihr vage bekannt vorkommt und bei ihr eine Panikattacke hervorruft. Ist das der Mann, den sie vor 25 Jahren, als ihre Eltern beim Brand des eigenen Hotels in Irland ums Leben gekommen sind, gesehen haben will?
Irritiert kehrt sie an den Schauplatz des Dramas zurück, beauftragt eine Detektei um diesen geheimnisvollen Fremdem auszuforschen und gerät selbst, durch Erinnerungsfetzen in akute Lebensgefahr. Was ist damals wirklich passiert?
Meine Meinung:
Der Krimi beginnt langsam, doch als versierte Krimileserin und politisch Interessierte, klingelt es recht bald. Ein Unbekannter, ein augenscheinliches Unglück, ein Kind als Zeugin, das außer Landes gebracht worden ist sowie Menschen, die nicht immer alles oder die Wahrheit sagen, zusammen mit dem Wort „irisch“, haben mich schnell in eine bestimmte Richtung denken lassen. Und ja, diese Ahnung hat sich als richtig herausgestellt, wenn auch auch ein wenig anders, als erwartet.
Das Buch lässt sich leicht lesen. Durch zahlreiche unerwartete Wendungen erhöht sich die Spannung zusehends, um mit einer spannenden Lösung aufzuwarten.
Die Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Mary ist interessant dargestellt. Ihr Selbstbild weicht vom Fremdbild deutlich ab. Während sie sich selbst als zielstrebig sieht, urteilen die Außenstehenden ganz anders. Sie wirkt unstet, bisweilen bedrohlich und desorientiert, weshalb man sie in einer psychiatrische Behandlung unterziehen will. Ihr fragmentarischen Flashbacks an den Tod ihrer Eltern widersprechen den damaligen polizeilichen Ermittlungen.
Hat man ihre Erinnerungen manipuliert?
Fazit:
Diesem fesselnden Krimi, der uns nach Irland führt, gebe ich gerne 5 Sterne.
Daffodil82
5/5
25.03.2025
eBook (ePUB)
Megaspannender, starker Thriller
Die Protagonistin Mary erlebte als Kind, wie ihre Eltern bei einem Brand ums Leben kamen. Sie muss ihre Heimat Irland verlassen und kommt zu ihrer Tante nach Deutschland, wo sie aber nie heimisch wird. Obwohl die jetzt 35jährige Frau als erfolgreiche Reporterin arbeitet, ist sie immer noch von dem Trauma gezeichnet: Sie lebt isoliert, hält andere Menschen auf Distanz. Was damals passierte, hat sie fest in sich verschlossen. Das ändert sich, als sie auf einem Flughafen zufällig einem Mann begegnet, von dem sie glaubt, dass sie ihn damals bei dem Brand gesehen hat. Und auf einmal kommen all die verdrängten Erinnerungen an die Oberfläche. Sie erzählen von den damaligen Ereignissen eine ganz andere Geschichte. Mary setzt eine Detektivin auf den Mann am Flughafen an und reist selbst nach Irland, um sich der Vergangenheit zu stellen.
Marys Spurensuche im irischen Westen und später auch in Belfast und London ist wendungsreich, packend und verwirrend. Es geht nicht nur um die Aufdeckung, was damals wirklich geschehen ist, sondern man nimmt teil an der Entwicklung, die Mary macht. Sie beginnt, ihre Selbstisolation zu überwinden und öffnet sich Menschen, die sie in Irland trifft. Zugleich treibt sie das, was sie erlebt und erfährt, an die Grenzen des Aushaltbaren.
Der Roman ging mir echt unter die Haut. Was auch daran liegt, dass nur aus der Sicht Marys erzählt wird. War die distanzierte und traumatisierte Heldin mir anfangs noch fremd, kam ich ihr im Lauf der Handlung immer näher und fieberte mit ihr mit, auch wenn sie manchmal merkwürdige Dinge tut, über die man erstmal nachdenken muss. Die Sprache ist klar und sehr eindringlich. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind toll: Die mystische irische Landschaft mit seinen Mooren und Bergen kommt intensiv rüber.
Absolute Leseempfehlung!
Bewertung
5/5
23.03.2025
eBook (ePUB)
spannender Krimi, mit Suchtgefahr
Mir hat der Krimi von Matthias Moor sehr gut gefallen.
Mary Eltern kamen bei einem Brand in ihrem Hotel in Irland ums Leben. Mary lebte fortan bei ihrer Tante in Frankfurt. Am Flughafen glaubt sie 25 Jahre später einen Mann zu erkennen, den sie am Unglückstag am Hotel gesehen haben will. Sie macht sich auf die Suche nach ihm und dann überschlagen sich die Ereignisse und sehr viele Fragen bleiben offen.
Auf 266 Seiten schafft es der Autor mir spannende Lesestunden zu bescheren. Die Geschichte sprüht nur so von Spannung . Es fließen Begebenheiten aus der Vergangenheit, insbesondere die IRA mit ein. Dadurch erhält man einen kleinen Einblick in ihr Tun. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Lange habe ich nicht mehr so schnell ein Buch zu Ende gelesen.
Der Schreibstil lässt sich schnell und gut lesen, da es kaum verschachtelte Sätze gibt. Da hat mir sehr gut gefallen.
Die Charaktere waren gut beschrieben , ich konnte sie mir sehr gut vorstellen.
Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Es war spannend und hat mich sehr gut unterhalten
Christiane
aus Bremen
4/5
22.04.2025
eBook (ePUB)
Wendungsreich, spannend, lesenswert!
Am 20. März 2025 hat Matthias Moor gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Der irische Fremde“ herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre. Dies ist mein erster Krimi mit Matthias Moor und ich bin gespannt, was mich erwartet. Neugierig beginne ich zu lesen.
Die Journalistin Mary hat als Kind erlebt, wie ihre Eltern bei einem Brand gestorben sind. Sie war noch klein. 25 Jahre später sieht sie auf dem Flughafen einen Mann, den sie damals gesehen hat. Jedenfalls glaubt sie das. Sie stellt Fragen und beginnt diesen Mann zu suchen. Dabei stößt sie auf Lügen und gerät Schritt für Schritt in einen Alptraum. Doch sie will unbedingt herausfinden, was damals wirklich geschehen ist. Ehe sie sich versieht, gerät sie selbst in tödliche Gefahr.
Schnell habe ich mich in den Krimi eingelesen. Der Schreibstil von Matthias Moor liest sich flüssig. Er nutzt die modernen Worte und setzt an die richtigen Stellen Bilder, so dass ich mir alles gut vorstellen kann. Die Erzählung startet spannend und spannend bleibt sie bis zum letzten Buchstaben. Relativ schnell denke ich, dass alles auch ganz anderes gewesen sein könnte. Und das Marys Eltern vielleicht gar nicht bei einem Brand gestorben sind, sondern vielleicht schon tot waren, als es gebrannt hat. Und dass es mit der großen Liebe vielleicht gar nicht so weit her war. Wer, wie ich, gerne Harlan Coban liest, wird diesem Gedanken folgen können. Doch da der Autor auch alles ganz anders erzählen kann, folge ich Mary gebannt und konzentriert auf Schritt und Tritt durch ihre Recherchen. Atmosphärisch dicht erzählt Matthias Moor, wie Mary ein Puzzlestück nach dem anderen sucht, findet, verdreht und verwirft. Zwischenzeitlich erhole ich mich bei den wunderbaren Beschreibungen der irischen Landschaft und tauche mit Mary in die irische Vergangenheit ab. Denn der Autor geizt über ca. 266 Seiten nicht mit Informationen und unerwarteten Wendungen. So fordert er meine Konzentration und dafür komme ich in den vollen Genuss seines Kriminalromans.
Alles in allem hat Matthias Moor mit „Der irische Fremde“ einen spannenden und wendungsreichen Thriller auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Fans von Harlan Coban kommen hier auf ihre Kosten. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.
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