Produktbild: Santa Tereza

Santa Tereza Für Leser von Wolfgang Herrndorf und Robert Seethaler | Über Neuanfänge, Freundschaft und den Mut man selbst zu sein.

7

17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

25.02.2025

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

1113 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783312013593

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Nein

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Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden

Erscheinungsdatum

25.02.2025

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

144 (Printausgabe)

Dateigröße

1113 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783312013593

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  • Bewertung

    aus Zürich

    5/5

    04.05.2025

    eBook (ePUB)

    traumhaft gut

    "Santa Teresa“ von Flurin Jecker ist ein sprachlich eindringlicher, atmosphärischer Roman über Selbstsuche, Identität und das Lebensgefühl junger Menschen – poetisch, nachdenklich und zeitgemäß.

  • Bewertung

    aus Thun im Kanton Bern

    2/5

    24.03.2025

    eBook (ePUB)

    schwieriger Zugang

    Ich gehe davon aus, dass der Held der Geschichte, der Friedhofswärter, obzwar sehr sympathisch, so doch intellektuell nicht zu den Begabtesten gehört. Dies wirkt sich auf fast alles im Roman aus: Die Mitspielenden des Friedhofswärter haben eine entsprechende Begabung. Die Sprache, die gesprochen wird, ist nicht die reichste an Wortschatz und an Redewendungen; der Stil ist nahe demjenigen eines Dialekts. Die Gedanken sind gradlinig und sofort transparent. Die Lebenswelt des Wärters bleibt einem etwas fremd; eine Identifikation oder die Spiegelung eigener Gefühle und Gedanken im Wärter - das ist unter diesen Umständen fast nicht möglich. - Vor diesem Hintergrund stellte sich für mich beim Lesen immer wieder die Frage: Wo finde ich den Reiz, dieses Buch zu lesen? Worin liegt seine (literarische) Qualität? Ich habe weder den Reiz noch die Qualität gefunden. Sorry!

  • Silke - Buchgespür -

    5/5

    10.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erinnerung daran, mutig zu sein

    Luchs, 34, Friedhofswächter mit Lernschwäche, lebt zurückgezogen und routiniert, bis die 13-jährige Teresa auftaucht und ihn um Feuer für einen Joint bittet. Wegen dieser Geste wird er des Drogenhandels verdächtigt und suspendiert. Zwischen den beiden entsteht eine unerwartete Freundschaft. Teresa bringt Luchs dazu, Gitarre zu spielen, und weckt alte Träume: Schriftsteller werden, reisen, leben. Er bricht auf nach Santa Tereza, seinem Sehnsuchtsort aus Kindheitstagen und beginnt, sein Leben neu zu denken. _____________ Ich habe schon immer Friedhöfe gemocht. Diese stille Klarheit, die Abwesenheit von Lärm, die langsame Zeit. Schon als Kind war ich oft dort. Nicht aus Zwang, sondern weil ich das Gefühl mochte, dass hier niemand etwas vorspielt. Vielleicht war das mit ein Grund, warum mich Santa Tereza so sehr gepackt hat. Denn genau diese leise, rau, aber nicht kalte Atmosphäre durchzieht das ganze Buch. Luchs ist 34, Friedhofswächter und als lernschwach eingestuft. Er selbst sagt von sich, es sei „genug“, so wie er lebt. Nachtarbeit, kaum soziale Kontakte, keine Aufregung. Alles in Ordnung. Bis er Teresa begegnet. Sie ist 13, direkt, unerschrocken. Luchs gibt ihr Feuer für einen Joint, dadurch verliert er fast seinen Job. Teresa entschuldigt sich bei ihm und die unterschiedlichen Menschen werden sowas wie Freunde. Was ich liebe: Diese Begegnung wird nicht überhöht, nicht romantisiert. Teresa reißt ihn nicht raus wie ein Wirbelsturm. Sie gibt ihm einen kleinen Schubs. Und Luchs, der vielleicht einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, traut sich plötzlich: Er kauft eine Gitarre und erinnert sich an seinen Traum Schriftsteller zu werden. Er fliegt nach Jahren zurück an seinen Ort der Träume, nach Santa Tereza, weil er endlich wissen will, was aus ihm hätte werden können. Und vielleicht ja immer noch werden kann. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie still dieses Buch laut wird. Es gibt keine großen Reden, keine Heldenreisen im klassischen Sinne und trotzdem verändert sich alles. Luchs ist nicht plötzlich ein anderer Mensch, er bleibt sperrig, langsam, manchmal auch unbeholfen. Aber er bewegt sich. Und das ist vielleicht das Mutigste, was man tun kann, wenn man jahrelang stillgestanden hat. Der Ton des Romans ist ruhig. Leicht lesbar, aber nicht banal. Melancholisch, aber nie wehleidig. Ich hatte zu keiner Zeit Mitleid mit Luchs, im Gegenteil: Ich habe ihn bewundert. Für seinen Mut. Für seinen Willen, sich dem zu stellen, was lange zu weit weg schien. Und ich habe mich gefragt: Warum trauen wir uns so selten? Auch sprachlich mochte ich, wie Flurin Jecker mit Rhythmus und Leere arbeitet. Vieles bleibt angedeutet, unausgesprochen, genau deshalb wirkt es. Und obwohl die Stimmung oft grau ist wie ein Novembermeer, liegt darin keine Hoffnungslosigkeit, sondern fast sowas wie ein stilles Leuchten. Das Meer in diesem Buch ist nicht türkis und voller Kinderlachen. Es ist grau, leer, nachdenklich. Und ich liebe es. Ich liebe das Meer, wenn es nicht performen muss. Genau wie Bücher, die nicht schreien, sondern wirken… Der Roman ist ein Plädoyer dafür, die Dinge nicht perfekt machen zu müssen, sondern überhaupt erst mal zu beginnen.

  • MarieOn

    4/5

    27.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    kurze knackige Story

    Der Kapuzenträger kommt zu Luchs an die Box und bittet um Feuer. Er gibt es ihm, weil er selbst gerade eine raucht und es komisch wäre, ihm dann kein Feuer zu geben. Im Licht der kurz auflodernden Flamme sieht er, dass er eine sie ist und er riecht ihren Joint, aber dann ist sie auch schon verschwunden. Kurz darauf klingelt sein Handy und als er rangeht, sagt seine Chefin am anderen Ende, dass er jetzt nach Hause gehen kann, weil sie gerade erfahren hat, dass er einer Dreizehnjährigen Dope verkauft hat. Kurz darauf will die Polizei wissen, wie lange er kifft und seit wann er seinen Grasladen betreibt und es ist gerade einmal drei Uhr in der stockdunklen Nacht. Schon vor der Gerichtsverhandlung glaubt ihm niemand, außer Conny, mit der er sich im Wechsel die Nächte auf dem Friedhof teilt. Das Mädchen sagt dann doch zu seinen Gunsten aus. Sie habe das Gras mit auf den Friedhof gebracht und ihren Eltern irgendwas erzählen müssen. Alle haben sich dann bei ihm entschuldigt und seine Chefin war froh, dass sie nicht siebzehn Jahre lang einen Grasverkäufer beschäftigt hatte. Vor seiner Box findet er ein Päckchen mit einem Zettel, auf dem sorry steht. Als er es öffnet, erscheint eine Pink Floyd-CD. Die mit dem brennenden Mann, der einem anderen die Hand gibt. Für diesen Anlass kauft er sich ein Radio. Danach besuchte sie ihn öfter, auch weil sie dann ihrem Vater näher ist, der seit zwei Jahren um die Ecke liegt. Fazit: Flurin Jecker hat einen Protagonisten geschaffen, der einmal großen Träumen folgte, bis das Leben dazwischengeriet. Das Leben, dargestellt durch einen Vater, der kaum anwesend war und seinen Sohn in Lohn und Brot sehen wollte, um aus der Unterhaltspflicht rauszukommen. Die Nächte der letzten siebzehn Jahre haben den einfach gestrickten Luchs resignieren lassen, obwohl er diesen Job gern macht, weil er auf dem Friedhof für gewöhnlich keinen Kundenkontakt hat. Als er das Mädchen besser kennenlernt, weckt sie ihn ihm alte Erinnerungen an den Jungen, der er einmal gewesen war. Er geht in die Rückschau und macht sich die Verluste bewusst, deren Schmerz er verdrängt hat. Die Stimme des Autors ist einfach gehalten, als erzähle mir ein junger Mann seine Geschichte. Die Verlustbewältigung fand ich sehr kreativ umgesetzt. Insgesamt eine kurze Coming -of- Age Story, der ich gerne gefolgt bin.

  • Johanna

    aus München

    4/5

    28.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Taugenichts des 21. Jahrhunderts

    Ein Taugenichts des 21. Jahrhunderts. Zeitweise mit Gitarre statt mit Geige wie bei Eichendorff. Aber ebenso naiv und ebenso untauglich für „normale“ Erwerbsarbeit wie der romantische Held. Anders als der zieht Flurin Jeckers Ich-Erzähler zunächst nicht aus, um sein Glück zu suchen. Er scheint mit seiner Tätigkeit als Friedhofswächter ganz zufrieden zu sein. Bis die dreizehnjährige Teresa auftaucht. Nun könnte man meinen: Wenn ein lernschwacher vierunddreißigjähriger Friedhofswächter die Bekanntschaft eines dreizehnjährigen Mädchens macht, die auf den Friedhof kommt, um das Grab ihres toten Vaters zu besuchen und einen Joint zu rauchen, dann wäre dies der Beginn einer kitschigen Geschichte von einer lebenslangen Freundschaft zweier Außenseiter. Denkste. Der Friedhofswächter hat, wie Eichendorffs Held, keinen Namen, nennt sich selbst Luchs und wird von anderen auch Traktor genannt. Nicht nett. Er passt nachts auf den Friedhof auf. Eine Arbeit, die auch eine Kamera erledigen könnte, wie er selbst meint. In der Schule hat man ihm eine Lernschwäche bescheinigt. Statt dem Unterricht zu folgen, hat er lieber von seinen Freunden, den Superhelden, geschrieben. Das Mädchen, das er auf dem Friedhof kennenlernt, ist wie er selbst seelisch beschädigt. Sie kann in ihm aber einen Funken entfachen, der sein Leben durcheinanderbringt. Schließlich bringt sie ihn dazu, sich eine Gitarre zu kaufen: „Ich sagte, dass ich doch eine Gitarre kaufen möchte und zwar eine teure, weil es nicht mein Ziel war, an meiner Beerdigung Hunderternoten zum Schnäuzen verteilen zu können. […] Und darum hatte ich am Schluss eine Gitarre, von der man glauben konnte, sie hätten den halben Urwald dafür abgeholzt“. Die Gitarre ist dann aber doch nicht das Richtige, obwohl er nach einem Youtube-Tutorial sofort „Horse with no Name“ (zwei Akkorde) spielen kann. Der nächste Ausbruchsversuch führt ihn nach Spanien, in Erinnerung an beglückende Ferien in Spanien mit Mutter und Tante in seiner Jugend. Nach Santa Tereza, wieder mit Mutter und Tante. Diesmal sind die beiden allerdings schon verstorben, was der völlig absurden Konversation mit ihnen allerdings keinen Abbruch tut. Jeckers Ich-Erzähler rekapituliert in einem scheinbar naiven Erzählton seine Kindheit und Jugend in einer ganz eigenen, vom Mündlichen geprägten, oft anstrengenden Sprache, der nicht immer ganz leicht zu folgen ist: mit Halbsätzen, Nebensatzreihungen, Gedankensprüngen, sehr viel indirekter Rede. Der Text ist gespickt mit grotesken und oft sehr lustigen Passagen, beispielsweise zu seinem Arbeitsversuch als Telefonagent bei einer Firma, die im Streaming-Zeitalter Video-Abos verkaufen will. „[U]nd es war alles, alles gut!“, heißt es am Schluss bei Eichendorff. Hier nicht. Aber versöhnlich endet der Taugenichts im 21. Jahrhundert auch. Für Traumwandler, Glückssucherinnen und Freunde des absurden Humors!

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