Tuschetien ist eines der meist beworbenen Reiseziele für Ökotourismus in Georgien. Es ist bekannt für die einmalige Vielfalt seiner Gebirgslandschaft, die besondere Architektur seiner Bergdörfer und kulturelle Traditionen, von denen viele die Zeit der Sowjetunion überdauert haben. Die im nördlichen Kaukasus gelegenen Dörfer Tuschetiens werden nur von wenigen Menschen dauerhaft bewohnt und auch für Besucher ist Tuschetien nur wenige Monate im Sommer zugänglich. Der Reiseführer ermöglicht erstmals einem deutschsprachigen Publikum tiefe Einblicke in diese kulturell und ökologisch einzigartige Region an der Grenze zwischen Nord- und Südkaukasus. Die beiden Autoren stellen Individual- und Gruppenreisenden grundlegende Hintergrundinformationen zu Geschichte, Kultur, Architektur und Ökologie der Region zur Verfügung und eröffnen über Karten, Architekturzeichnungen und Fotografien vielfältige Möglichkeiten, den einzigartigen Kultur- und Naturraum Tuschetiens zu erkunden.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Peter Krackowizer
aus Neumarkt am Wallersee
5/5
14.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein gut recherchiertes Handbuch für Tuschetien-Reisende
Der Kultur- und Naturreiseführer ist in A5-Format und bietet eine Fülle von Informationen. Auch aktuelle Themen wie die Auswirkungen des Klimawandels, die touristische Entwicklung oder das kulturelle und ökologische (Welt-)Erbe werden behandelt.
Interessant finde ich, dass im ersten Kapitel – nach Tuschetien reisen – die Frage gestellt (und beantwortet wird: Warum nach Tuschetien reisen? Bevor die einzelnen Gebiete in Tuschetien beschrieben werden, informieren ein Kapitel über die Geschichte des Landes und das kulturelle und ökologische (Welt-)-Erbe Tuschetiens. Die einzelnen Regionen werden sehr genau beschrieben. Es gibt Wandervorschläge. Die Infrastruktur für Touristen ist mancherorts erstaunlich gut, was Übernachtung und sanitäre Einrichtungen anbelangt. Die Wegweiser sind in westeuropäischer und georgischer Schrift beschriftet. Immer wieder gibt es Informationen in Kästen oder mit anderer Farbe hinterlegt über Religion, Heiligtümer, Architektur, historische Reiseberichte und anderes. Natürlich auch über die traditionelle Fernweidewirtschaft der Schafzucht (Transhumanz).
Vielen Bilder ergänzen die einzelnen Kapiteln, sind jedoch aufgrund die Vielzahl meist eher klein, aber durchaus aussagekräftig. Der Text ist etwas eingerückt und in dieser Randspalte geben die Autoren immer wieder Lesetipps im Internet sowie Kapitel Untertitel, um die Textunterteilung übersichtlich zu gestalten.
Was ich auch sehr gut finde, ist die Beschriftung jedes Bildes mit Hinweis, in welchem Jahr es aufgenommen wurde. Selbstverständlich werden dann alle Teilgebiete der Region genauer beschrieben (Tschaghma im Osten, Gomezari im Süden, Pirikita im Norden und Zowa im Westen). Auf lokalen Kartenausschnitten kann man sich orientieren, wo Straßen oder Wanderwege zu finden sind.
Weniger gut fand ich die in roter Farbe gedruckten Texthervorhebungen. Diese Textteile lassen sich aufgrund des eher hellen Rottons schlechter lesen (vor allem abends bei Leselicht). Auf einigen Seiten habe ich es auch als zu viele Hervorhebungen empfunden, worunter die Übersichtlichkeit etwas leidet.
Kleine Übersichtskarten erleichtern die Orientierung. Anhand dieses Reiseführer erhält der Leser einen guten Überblick über die Besichtigungs- und Wandermöglichkeiten in dieser fernen Ecke – von Europa gesehen.
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