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Hiroshima Eine Stimme aus der Hölle

1

16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2025

Herausgeber

Daniel Jurjew

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

63

Maße (L/B/H)

22,5/15,1/0,6 cm

Gewicht

122 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

1

Übersetzt von

Daniel Jurjew + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-7595-6

Beschreibung

Rezension

»Seine (Hisashi Tôharas) Schrift steht für hunderttausende Menschen in Japan, deren Leben in wenigen Sekunden komplett verändert wurde«
(Magdalena Pichler, Buchkultur, Ausgabe 03/2025)
»Es ist ein Zeitzeugenbericht, ein Zeitdokument, pünktlich zum 80. Jahrestag von Hiroshima vorgelegt.«
(Stefan Berkholz, SR Kultur, 09.07.2025)
»Es gibt Zeitdokumente, die nicht altern. Die Erinnerungen des Japaners Hisashi Tôhara an den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima (...) sind ein solches Zeitdokument.«
(Claudia Fuchs, SWR Kultur, 06.08.2025)
»Ei(n) historische(s) und unglaublich beeindruckende(s) Buch.«
(Joachim Scholl, DLF Lesart, 06.08.2025)
»Ein eindrückliches Zeitdokument.«
(Christoph Ohrem, WDR 5, 06.08.2025)
»Die hunderttausenden Opfer und Versehrten (bekommen) ein Gesicht und eine Stimme «
(Christoph Ohrem, WDR 3 Resonanzen, 06.08.2025)

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

28.05.2025

Herausgeber

Daniel Jurjew

Verlag

Wallstein Erfolgstitel - Belletristik und Sachbuch

Seitenzahl

63

Maße (L/B/H)

22,5/15,1/0,6 cm

Gewicht

122 g

Farbe

Silbergrau / Anthrazit

Auflage

1

Übersetzt von

  • Daniel Jurjew
  • Anika Koide

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-7595-6

Herstelleradresse

Wallstein Verlag GmbH
Geiststraße 11
37073 Göttingen
DE

Email: info@wallstein-verlag.de

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    5/5

    11.07.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine Stimme aus der Hölle

    Dieses Jahr, am 6. August, ist es genau 80 Jahre her, dass US amerikanische Flugzeuge eine Atombombe auf Hiroshima abgeworfen haben. Die Bombenexplosionen töteten sofort insgesamt ca. 100.000 Menschen – fast ausschließlich Zivilisten. Bis Ende des Jahres starben weitere 130.000 Menschen an den Folgeschäden. Auch in den Jahren danach forderte dieser atomare Angriff noch weitere Todesopfer. Einer dieser "Hibakusha" (被爆者), so nennt man in Japan die direkten Überlebenden der Atombombe, war Hisashi Tôhara. Er überlebt als 18-jähriger die Katastrophe in der Stadt und schreibt wahrscheinlich ein Jahr später seine Erinnerungen an diesen Tag nieder. Zeit seines Lebens hat er diese Aufzeichnungen niemandem gezeigt. Übersetzer Daniel Jurjew nennt es in seinem Nachwort eine mögliche Form der Traumabewältigung. Erst drei Jahre nach seinem Tod entdeckt seine Frau Mieko Tôhara das Heftchen und beginnt die Aufzeichnungen in kleinem Rahmen zu veröffentlichen. Es ist vermutlich der emotionalen Intensität und der Authentizität seines Textes zu verdanken, dass er erst den Weg nach Frankreich und schließlich in eine deutsche Übersetzung fand. Mich persönlich bewegt an Tôharas Text besonders, dass er mir eine Ahnung der Erschütterung vermittelt, die diese Bombe in dem jungen Mann und in seinem Weltbild ausgelöst hat. Auch ganz Japan war danach nie mehr dasselbe. Die Nachwirkungen und die Aufarbeitung dieser historischen Zäsur halten bis heute an. “Der Egoismus beherrscht nunmehr die Gegenwart, und das Mitgefühl ist dünner als Papier geworden. Die Tugenden der Japaner - so etwas ist weit und breit nicht mehr zu sehen. Alle sind mit dem eigenen Überleben voll ausgelastet.” Neben dem puren Kampf ums Überleben, den viele in seiner Umgebung nicht gewinnen, beschreibt Tôhara nachfühlbar seine eigenen, zwiegespaltenen Gefühle. “Genauso malt man die Hölle. Aber mein Herz war so gelähmt, dass es weder Elend noch Mitleid empfinden konnte.” “Mein starkes, nahezu moralisch verwerfliches Festhalten am Leben macht mir Angst.” Besonders gut gefallen hat mir an diesem schmalen Heft, dass es mit ein Nachwort des Übersetzters Daniel Jurjew enthält, das Tôharas Text interpretiert, einordnet und in einen geschichtlichen Kontext setzt. Diese Ergänzung hat meine Lektüre sehr bereichert und vertieft.

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