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Die kleinen Königinnen

3

29,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.05.2025

Illustriert von

Magali Le Huche

Herausgeber

Dirk Rehm

Verlag

Reprodukt

Seitenzahl

156

Maße (L/B/H)

27,1/20,1/2 cm

Gewicht

798 g

Farbe

Dunkellila / Graublau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95640-461-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.05.2025

Illustriert von

Magali Le Huche

Herausgeber

Dirk Rehm

Verlag

Reprodukt

Seitenzahl

156

Maße (L/B/H)

27,1/20,1/2 cm

Gewicht

798 g

Farbe

Dunkellila / Graublau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95640-461-0

Herstelleradresse

Reprodukt
Gottschedstraße 4 /Aufg.1
13357 Berlin
DE

Email: info@reprodukt.com

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  • Bücherhausen

    aus Falkensee

    5/5

    29.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von Schmach zu Stärke: Ein Roadtrip der besonderen Art

    Der Kindercomic "Die kleinen Königinnen" von Magali Le Huche erzählt eine sommerliche Roadtrip-Geschichte, welche sich aber schnell als vielschichtige Auseinandersetzung mit Identität, Körperbild und gesellschaftlichen Erwartungen entpuppt. Mit einer Mischung aus Humor, Ernsthaftigkeit und ungewöhnlicher Offenheit begleitet die Geschichte drei Mädchen, die sich trotz Ausgrenzung und Selbstzweifeln auf eine Reise durch Frankreich begeben – und dabei zu sich selbst finden. Die Illustratorin des Kindercomics und die Autorin des Romans: Magali Le Huche (geboren 1979) studierte an der Kunsthochschule in Straßburg. Nach ihrem Abschluss begann sie sofort ihre ersten zwei Bilderbücher zu illustrieren. Seitdem sind viele weitere gefolgt. Inzwischen arbeitet sie für verschiedene Kinderbuchverlage sowie Zeitschriften und lebt in Paris. Clémentine Beauvais (geboren 1989) promovierte in Cambridge über Kinderliteratur. Ihre Kinder- und Jugendbücher wurden vielfach ausgezeichnet. Sie schreibt sowohl auf Französisch als auch auf Englisch. Außerdem ist sie als Übersetzerin tätig und seit 2016 als Universitätsdozentin für English in Education an der University of York. Inhalt: Mireille, Astrid und Hakima werden an ihrer Schule als „hässlichste Mädchen“ ausgezeichnet. Statt sich zu schämen, starten sie eine selbstbewusste Fahrradreise quer durch Frankreich. Ihr Ziel: die Gartenparty im Élysée-Palast am Nationalfeiertag, wo jede von ihnen für ihre eigenen Wünsche kämpfen will. Unterwegs werden sie überraschend berühmt. Gedanken zum Kindercomic: Das Cover sticht sofort ins Auge – vor allem durch die kräftigen, leuchtenden Pinktöne, die dem Ganzen eine energiegeladene und fast schon rebellische Stimmung verleihen. Der Himmel wird von einem bunten Feuerwerk erhellt, was nicht nur festlich wirkt, sondern auch den Aufbruch und die besondere Reise der Mädchen symbolisiert. Im Vordergrund sieht man die drei Protagonistinnen auf ihren Fahrrädern – selbstbewusst, in Bewegung, fast schon wie auf einer Mission. Trotz aller Unsicherheiten, die sie im Inneren begleiten, strahlen sie hier Stärke und Zusammenhalt aus. Das Zusammenspiel aus dynamischer Bewegung, intensiven Farben und dem Feuerwerk vermittelt schon auf den ersten Blick: Hier geht es um Aufbruch, Mut und darum, sich selbst einen Platz in der Welt zu erkämpfen. Die Geschichte bot mir einen ungewöhnlichen Einstieg. Gleich zu Beginn steht das Körperbild der drei Mädchen im Mittelpunkt – schonungslos kommentiert, mit harten Worten von außen und viel Unsicherheit von innen. Das wirkt erst einmal irritierend, fast überfordernd, passt aber genau zum Ton des Buches. Der Comic greift eine erstaunliche Bandbreite an Themen auf: Mobbing, Schönheitsideale und die Frage, welchen Wert Aussehen überhaupt hat. Es geht um Menstruation und Schmerzen, um Krieg und seine Folgen, um einen abwesenden Vater und das neue Baby in einer Patchwork-Familie. Auch körperliche Einschränkungen, Barrierefreiheit und psychische Belastungen werden angesprochen. Gleichzeitig spielen Social Media und die Diskrepanz zwischen digitaler Selbstdarstellung und Realität eine große Rolle – inklusive anonymer, verletzender Kommentare. Besonders gelungen ist, wie widersprüchlich die Figuren sein dürfen: zwischen Selbstbewusstsein und Selbstverachtung, zwischen Genuss beim Essen und der Frage nach Kalorienzählen, zwischen dem Wunsch, sich zu verändern, und der Frage, ob man nicht genau richtig ist, wie man ist. Kleine humorvolle Details lockern das Ganze immer wieder auf – etwa Malos Shirt mit dem „Filou“-Logo statt FILA, das seinen Charakter fast zu charmant unterstreicht. Aus einer anfänglichen Schmach wird nach und nach Ruhm – doch wichtiger als das ist der innere Konflikt: sich anzupassen, um schöner zu wirken, oder den eigenen Weg zu gehen. Am Ende steht auch die leise Erkenntnis, dass das eigene Zuhause vielleicht gar nicht so schlecht ist, wie gedacht. Die reportagenartigen Abschnitte zwischendurch geben dem Comic zusätzlich Struktur und Tiefe, fast wie Momentaufnahmen einer Reise, wie man sie bei einem Newsticker lesen könnte. Insgesamt ein vielschichtiger, ehrlicher und stellenweise unbequemer Kindercomic, der mehr anspricht, als man zunächst erwarten würde. Fazit: "Die kleinen Königinnen" ist ein mutiger und ehrlicher Kindercomic, der wichtige Themen anspricht, ohne dabei seine Leichtigkeit zu verlieren. Die Geschichte zeigt, wie aus Verletzungen Stärke entstehen kann, und ermutigt dazu, sich selbst anzunehmen, anstatt fremden Idealen hinterherzulaufen. Gerade durch die Kombination aus ernsten Inhalten, humorvollen Momenten und der klaren Bildsprache bleibt der Comic lange im Kopf und eignet sich nicht nur für jüngere Leser:innen, sondern auch für Erwachsene.

  • LeLiPä

    5/5

    21.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gerne empfohlen!

    Vorlage dieser Comicversion ist der Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“ (Carlsen Verlag, 2019) von Clémentine Beauvais. Als Comic bietet das Buch nun einen weiteren Zugang zur Geschichte und der damit verbundenen wichtigen Botschaft. Es geht um die drei Mädchen Mireille, Astrid und Hakima, die sich auf unterschiedliche Art und Weise kennenlernen. Was sie eint? Sie besuchen alle dieselbe Schule und sind - aus diversen Gründen – ziemliche Außenseiterinnen. Sie teilen sich Jahr um Jahr die ersten drei Plätze bei der Wahl „Würste des Jahres“, der an die hässlichsten Mädchen der Schule verliehen wird. Während sich Mireille mit ihren Eigenschaften und der Wahl arrangiert hat, haben die anderen beiden arge Probleme. Jede von ihnen trägt ihr persönliches „Päckchen“ mit sich, das bearbeitet und geleert werden will. Also tun sie sich zusammen und planen eine Tour nach Paris. Sie möchten bei der großen Party im Élysee-Palast am Nationalfeiertag dabei sein. Denn angeblich ist Mireilles leiblicher Vater, den sie bis dahin noch nie kennengelernt hat, der Präsident.... Da die Geschichte in einer nordfranzösischen Kleinstadt spielt, warten 400 km auf die Mädchen. Kilometer, die sie mit dem Fahrrad fahren wollen. Um die Tour zu finanzieren und ihrer Rolle als Königinnen der Würste gerecht zu werden, verkaufen sie unterwegs HotDogs. Schnell erlangen sie durch ihr ungewöhnliches Projekt nicht nur öffentliche Aufmerksamkeit, sondern auch erste selbstbewusste Erfahrungen. Drei Mädchen, die sich nicht unterkriegen lassen und das Leben auf ihre Art meistern. „... und erneut betont, den drei Teenagern sei es, in einer von Egozentrik und Eventkultur geprägten Gesellschaft gelungen, ein wahres Feuerwerk aus Solidarität, Großmut und Hoffnung auf eine bessere Welt zu entzünden! Nicht schlecht für drei Würste!“ So die letzten Worte dieses hervorragend umgesetzten Comics. Locker leicht lesbar, modern inszeniert und thematisch top aktuell. Gerne empfohlen.

  • CorniHolmes

    5/5

    21.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine großartige Comic-Adaption von „Die Königinnen der Würstchen“!

    Jedes Jahr werden an Mirelles Schule die drei hässlichsten Mädchen zur „Wurst des Jahres“ gekürt. Mirelle gehört zu den regelmäßigen Gewinnerinnen dieses schulinternen Wettbewerbs, der ausgerechnet von ihrem ehemaligen Kindergartenfreund Malo ins Leben gerufen wurde. Mehrmals schon hat er sie zur goldenen Wurst gewählt. Dieses Jahr jedoch hat sie nur Bronze erhalten, Astrid und Hakima seien angeblich größere Vogelscheuchen als sie. Diese Aktion ist einfach nur extrem fies, aber Mirelle hat sich damit arrangiert und nimmt das Ganze mit Humor. Da sie inzwischen ein Profi in Sachen Mobbing ist, beschließt sie die zwei anderen „Würste“ aufzusuchen, um sie aufzubauen. Zuerst versucht sie der weinenden Astrid klarzumachen, dass sie sich auf keinen Fall das Leben von diesem Idioten Malo vermissen lassen sollte. Danach machen sich die beiden auf den Weg zu Hakima, die ebenfalls ganz schockiert über ihre Platzierung ist. Zusammen beschließen die drei Mädchen, sich nicht unterkriegen zu lassen und schmieden spontan einen abenteuerlichen Plan: Sie wollen mit dem Fahrrad nach Paris reisen, mit dem Ziel, die berühmte Gartenparty im Pariser Élysée-Palast am französischen Nationalfeiertag zu crashen. Jede von ihnen hat dabei ein ganz eigenes Motiv. Begleiten wird sie Hakimas großer Bruder Kader, der bei einem Militäreinsatz beide Beine verloren hat und fortan im Rollstuhl sitzt. Finanziert wird ihre Reise ironischerweise durch den Verkauf von Würstchen. Mitsamt Würstchenbuden-Anhänger radeln sie also los und erhalten immer mehr Aufmerksamkeit von den Medien. Ob sie es wohl rechtzeitig bis zum 14. Juli nach Paris schaffen werden? Nachdem ich von Magali Le Huche bereits ihre Hexenkram-Reihe mit großer Begeisterung gelesen habe, bin ich bei dem hier vorliegenden Buch sofort hellhörig geworden. Als ich dann las, dass es sich dabei um eine Comic-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“ handelt, der 2017 auf Deutsch im Carlsen Verlag erschienen ist, ist meine Neugierde nur noch größer geworden. Über das Original habe ich schon eine Menge Gutes gehört, selbst gelesen habe ich es allerdings noch nicht. Meine Ausgabe liegt nun schon seit mehreren Jahren auf meinem SuB und wartet dort auf mich. Ich kann daher keinen Vergleich zur Romanvorlage ziehen, gehe aber sehr davon aus, dass Magali Le Huche mit ihrer Umsetzung einen hervorragenden Job gemacht hat. Mir jedenfalls hat diese Gaphic Novel ausgesprochen gut gefallen! Die Geschichte erzählt von drei völlig unterschiedlichen Mädchen, die eines gemeinsam haben: Alle drei sind Außenseiterinnen und gelten als die hässlichsten Mädchen an ihrer Schule. Doch statt den Kopf in den Sand zu stecken, lassen sich die drei nicht unterkriegen. Vor allem Mirelle, auf der verstärkt der Fokus liegt, nimmt das Ganze bewundernswert locker. Sie ist ein richtiges Highlight unter den weiblichen Protagonistinnen: Taff, schlagfertig, erfrischend selbstironisch und direkt, aber auch sehr warmherzig. Sie hat es irgendwie geschafft, die fiesen Kommentare nicht mehr an sich heranzulassen, was früher durchaus anders war. Ihre schrullig-selbstbewusste Art wirkt überaus motivierend und wird sicherlich nicht nur die zwei anderen „Würste“ Astrid und Hakima zu mehr Selbstbewusstsein und Körperliebe ermutigen, sondern auch so manche Leser*innen, allen voran natürlich junge Mädchen und Frauen. Obwohl hier viele ernste und gesellschaftskritische Themen angesprochen werden, kommt die Handlung in keinster Weise bedrückend daher. Bodyshaming, (Cyber)-Mobbing, Vorurteile, Diskriminierung und Feminismus werden hier auf eine wunderbar humorvolle, behutsame und bestärkende Weise behandelt. Es macht einfach wahnsinnig viel Freude, die drei „Würste-Königinnen“ auf ihrem chaotischen Rad-Roadtrip zu begleiten und mitzuerleben, wie sie gemeinsam über sich hinauswachsen, einiges über sich selbst lernen und keine Herausforderungen scheuen. Stets nach dem Motto: Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen. Man fiebert, fühlt und jubelt mit ihnen mit und bekommt beim Lesen richtig Lust darauf, selbst mal eine Fahrradtour durch Frankreich zu machen. Magali Le Huche hat aus diesem Roadtrip-Roman eine großartige Graphic Novel gemacht. Sympathisch und lebensfroh setzt sie die spleenigen Charaktere in Szene, begeistert mit vielen liebevollen Details und fängt das französische Flair perfekt ein. Fazit: Magali Le Huche präsentiert hier eine rundum gelungene Graphic Novel-Adaption von Clémentine Beauvais’ Jugendroman „Die Königinnen der Würstchen“, die sie sich niemand ab 12 Jahren entgehen lassen sollte. „Die kleinen Königinnen“ ist ein mitreißender Roadmovie in Comicform, der trotz ernster Themen herrlich witzig, frech und locker-leicht daherkommt. Ein wundervolles Wohlfühlbuch voller Herz, Humor und Freundschaft und zugleich ein echter Mutmacher. Ich bin absolut begeistert und kann es nun kaum erwarten, endlich die Originalgeschichte zu lesen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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