Ein mitreißendes Plädoyer von John Green für den Kampf gegen die tödlichste Infektion der Welt
Auf einer Reise nach Sierra Leone lernt Bestsellerautor John Green den jungen Henry kennen, der mit Tuberkulose im Krankenhaus liegt. Seine bewegende Krankheitsgeschichte nimmt er zum Anlass, der ältesten und tödlichsten Infektionskrankheit der Welt auf den Grund zu gehen. Er will sich nicht damit abfinden, dass jährlich 1,5 Millionen Menschen sterben, obwohl es seit langem wirksame Medikamente gegen Tuberkulose gibt. John Green fordert Lösungen für diese globale Gesundheitskrise: weltweiten Zugang zu lebensrettender Behandlung, erschwinglichere Medikamente, Aufmerksamkeit und Engagement. Sein Buch ist ein Appell, hinzusehen und zu handeln. Eine berührende, informative und dringliche Lektüre für alle, die sich für soziale Gerechtigkeit und Gesundheit einsetzen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Tigermaus
aus Burghausen
5/5
31.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich bin ein sehr großer Fan…
Ich bin ein sehr großer Fan von John Green. Egal über welches Thema er schreibt. Eines weiß ich gewiss, es ist immer großartig. Durch seine genauen Recherchen und seiner überaus eloquenten Art wird jedes Buch zum Highlight. In diesem Buch geht es um die Krankheit Tuberkulose. Für die meisten von uns ist diese Krankheit nicht präsent, da sie in Deutschland keine allzu große Rolle mehr spielt. John Green erzählt in seinem Buch von Henry, der in Sierra Leone lebt und sich dort mit der Tuberkulose angesteckt hat. John Green erzählt seine Geschichte. Medikamentenzugang und noch viele weitere Faktoren spielen eine große Rolle bei der Genesung. Sie entscheiden über Leben und Tod. Anhand dieser persönlichen Geschichte, Henry ist auf jeder Seite präsent, schlägt John Green einen Bogen und erklärt Fakten, geschichtliche Hintergründe und noch vieles mehr. Am Ende des Buches hat man ein doch recht gutes Wissen über Tuberkulose einfach so nebenbei bekommen. Dieses Buch soll aufrütteln und kann bei einigen LeserInnen Unbehagen auslösen, aber nur so bekommt der Autor, die Aufmerksamkeit, die er für dieses Thema will. Ich finde es sehr gelungen.
Buecherundschokolade
5/5
23.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
John Green versteht es in…
John Green versteht es in seinen Romanen, die sich eher an ein junges Publikum richten, meisterhaft die ganze Klaviatur der Gefühle zu spielen. Im vorliegenden Buch liefert er jedoch weitestgehend unsentimental ein hochspannendes Sachbuch über Tuberkulose ab. Kein medizinisches Sachbuch natürlich, denn Arzt ist er nicht. Vielmehr handelt es sich um eine Kulturgeschichte der Tuberkulose und die Frage, wie man diese heilbare und behandelbare Krankheit, die immer noch Millionen Menschen tötet, endlich besiegen kann. Dabei konnte er mich von Beginn an fesseln, mit historischen Exkursen zum Wissenschaftlerstreit zwischen Robert Koch und Louis Pasteur ebenso wie mit Tauchgängen in das Gesundheitssystem Sierra Leones und die Gier großer Pharmakonzerne. Wahrscheinlich kann nur ein so kraftvoller Romanautor wie Green dieses Thema in einen so lehrreichen wie interessanten Unterhaltungsstoff verwandeln. Ein sehr empfehlenswertes Buch Ja
booklover2011
5/5
18.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Informatives Sachbuch über die Geschichte der Tuberkulose bis zur Gegenwart
Inhalt siehe Klappentext.
Meinung:
Der Schreibstil liest sich trotz der ernsten und schweren Thematik leicht und flüssig.
John Green schildert das Auftreten der Krankheit von der Vergangenheit bis zur Gegenwart, ihre Symptome, die Entwicklung eines Heilmittels und wie aufgrund des fehlenden Zugangs zu Medikamenten jährlich mehr als eine Millionen Menschen, vor allem in armen Ländern, an einer heilbaren Krankheit sterben. Dies verknüpft er mit der Geschichte des jungen Henry aus Sierra Leone, der an Tuberkulose erkrankt ist. Der Autor nutzt seine Bekanntheit um auf diese Krankheit und die damit verbundene Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen.
Fazit:
Informatives Sachbuch über die Geschichte der Tuberkulose bis zur Gegenwart, dass sich trotz der schweren Thematik gut und leicht lesen lässt. Leseempfehlung für medizinisch-historisch und/oder politisch interessierte Personen.
booklover2011
aus ...
5/5
18.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Informatives Sachbuch über…
Informatives Sachbuch über die Geschichte der Tuberkulose bis zur Gegenwart Inhalt siehe Klappentext. Meinung: Der Schreibstil liest sich trotz der ernsten und schweren Thematik leicht und flüssig. John Green schildert das Auftreten der Krankheit von der Vergangenheit bis zur Gegenwart, ihre Symptome, die Entwicklung eines Heilmittels und wie aufgrund des fehlenden Zugangs zu Medikamenten jährlich mehr als eine Millionen Menschen, vor allem in armen Ländern, an einer heilbaren Krankheit sterben. Dies verknüpft er mit der Geschichte des jungen Henry aus Sierra Leone, der an Tuberkulose erkrankt ist. Der Autor nutzt seine Bekanntheit um auf diese Krankheit und die damit verbundene Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen. Fazit: Informatives Sachbuch über die Geschichte der Tuberkulose bis zur Gegenwart, dass sich trotz der schweren Thematik gut und leicht lesen lässt. Leseempfehlung für medizinisch-historisch und/oder politisch interessierte Personen.
SternchenBlau
5/5
10.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eindringlich und emotional…
Eindringlich und emotional verpackt John Greens Engagement gegen Tuberkulose ist mir schon auf SocialMedia mehrfach sehr positiv aufgefallen. Wie er am Ende seines Buch schreibt, bekam er durch seine Prominenz ein Megafon in die Hand gedrückt, das er nun für dieses wichtige Thema nutzt. Und das klappte für mich auch in Buchform sehr gut. Obwohl das Thema so düster ist, schafft Green es, dieses sehr eindringlich und emotional zu verpacken. »Nichts ist so privilegiert wie die Annahme, die Geschichte wäre Vergangenheit«, zitiert er auf den ersten Seiten einen Freund. Und damit treffen beide den Kern. Während wir im sogenannten "Westen" vieles überwunden glauben, schlagen viele Probleme in anderen Regionen immer noch heftig zu. Wir sind so privilegiert, dass wir Millionen Menschen jährlich sterben lassen, einfach, weil sie arm sind, in den falschen Ländern leben und/oder als Teil einer marginalisierten Gruppe geboren wurden. Greens Engagement begann, als er in Sierra Leone ein TB-Krankenhaus besucht und Henry trifft. Der 16jährige ist von der Tuberkulose so gezeichnet, dass Green erst glaubt, der Teenager wäre noch ein Kind von 9 oder 10 Jahren. Henry begleitet uns das ganze Buch über, anhand seiner Geschichte schildert Green viele Aspekte, die ich über Tuberkulose noch nicht wusste, wie z.B. dass die Patient*innen während der Behandlung so viel Hunger haben, aber sich ausreichende Nahrungsaufnahme gar nicht leisten können. Neben Henrys Geschichte verfolgt Green die Geschichte der Tuberkulose, sowohl medizinisch als auch sozial und kulturhistorisch. Er zeigt eindringlich auf, dass es auch immer soziale Aspekte eine Rolle spielen, wie wir eine Krankheit bekämpfen (oder nicht). Bei der Tuberkulose spielen auch viele rassistische Vorurteile eine Rolle. Im 19. Jahrhundert, als im großen Maße auch noch Weiße betroffen waren, wurden die Patient*innen als sensible, kreative Seelen beschrieben, später, als sich die Lebensverhältnisse für Weiße verbesserten und klar war, dass Bakterien die Krankheit verursachen, wurde der Lebenswandel der rassifizierten Menschen verantwortlich gemacht. Besonders fasziniert haben mich die absurden Zusammenhänge, z.B. dass New Mexicos Anerkennung als US-Bundesstaat ebenfalls mit der Tuberkulose verknüpft ist. Ein dritter Aspekt, der sich durchs Buch zieht, sind Greens eigene Erfahrungen, neben Tb-Fällen in seiner Familie sind das die Erlebnisse mit seiner Angsterkrankungen und wo uns Menschen im Westen privilegiert werden. Dabei bleibt der große Respekt, den Green vor dem Betroffenen und den Tb-Aktivist*innen hat, immer im Vordergrund. Green emotionalisiert bei Henrys Geschichte und auch bei seinen persönlichen Erlebnissen sehr. Ich kann mir vorstellen, dass das einige vielleicht kitschig finden, aber das Buch wird so sehr nahbar und nachvollziehbar. Und weil die westlichen Leser*innen sich vieles sonst vielleicht nicht nachvollziehbar fänden, ist das wichtig. Und es trifft letztlich auch Greens Stil, den seine Leser*innen von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ oder „Margos Spuren“ kennen. Und ihr solltet auch keine breite medizinhistorische Darstellung erwarten, das Buch hat rund 200 Seiten, aber gelernt habe ich trotzdem einiges. Das Positive daran: Wir sind der Tuberkulose (noch) nicht hilflos ausgeliefert. Wir können als Weltgemeinschaft etwas gegen diesen stillen Killer unternehmen. Ich hoffe, „Tuberkulose“ findet viele interessierte Lesende, die das Thema Tuberkulose weiter in die Öffentlichkeit bringen. 4,5 von 5 Sternen.
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