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Good-bye für heute

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22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.03.2025

Herausgeber

Eckhard Gruber

Verlag

Aviva

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,2/12,6/2,1 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Bordeaux / Rosa

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Karin's Mother

Übersetzt von

Eckhard Gruber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949302-29-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.03.2025

Herausgeber

Eckhard Gruber

Verlag

Aviva

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,2/12,6/2,1 cm

Gewicht

362 g

Farbe

Bordeaux / Rosa

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Karin's Mother

Übersetzt von

Eckhard Gruber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-949302-29-9

Herstelleradresse

Aviva
Emdener Str. 33
10551 Berlin
DE

Email: info@aviva-verlag.de

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  • Johanna

    aus München

    4/5

    03.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Risse in der Gesellschaft der Zwanziger Jahre

    Im Zeitalter von „Zeitenwenden“ ein Roman über eine Zeitenwende im 20. Jahrhundert, die Zwanziger Jahre in Berlin. Das Buch ist erstmals 1928 in New York erschienen, aber erst 2025 ins Deutsche übersetzt worden. Die Autorin Margaret Goldsmith war lange vergessen und tauchte nur noch als Geliebte von Vita Sackville-West in der Literatur und im Feuilleton auf. Der AvivA Verlag hat mit „Good-bye für heute“ ihren Debütroman veröffentlicht. Die Amerikanerin Jean verliebt sich vor dem Ersten Weltkrieg in einen Deutschen aus dem Hochadel derer von Tarnowitz und heiratet ihn. Aber schon kurz nach der Eheschließung stellt Jean fest, dass sie sich in ihrem Gefühlsüberschwang getäuscht hat. Zu einer Scheidung kann sie sich nicht überwinden, da sie Zwillinge erwartet. Sie trauert ihrer Verbindung zu einem Landsmann nach, der sie nach wie vor verehrt. Zu Beginn der Handlung ist Jean vierzig Jahre alt. Der Krieg ist vorbei, der Mann tot. Die Inflation hat das Vermögen aufgefressen. Die elegante Stadtwohnung am Lützowplatz in Berlin ist geteilt worden. In der verbliebenen Hälfte wohnt sie mit ihren beiden zwanzigjährigen Kindern und bringt sich als Journalistin durch – angefeindet von der adligen Verwandtschaft, die über die moderne Frau den Kopf schüttelt. Man verdammt ihre Lebensweise und ihren Umgang und wirft sie schließlich in einem sehr förmlichen Brief aus der Familie: „Nachdem wir gestern Abend in einem Juden-Blatt über Sie lesen mussten, haben wir hier in Potsdam Familienrat abgehalten. Wir können Ihnen und Ihrer Tochter den Namen, der Ihnen rechtlich zusteht, nicht wegnehmen; aber wir haben ihn aus dem Familienstammbuch und aus unserem Gedächtnis getilgt.“ Tochter Karin studiert Medizin, Sohn Erhard muss einem ungeliebten Job bei einer Bank nachgehen, ganz und gar unter seiner Würde. Denn er ist schließlich „der dreizehnte Graf Tarnowitz und das Familienoberhaupt“, ein fanatischer Monarchist und Antisemit, bis hin zur Mordbereitschaft. Die Tochter dagegen auf ganz neuen Wegen: Sie will nicht heiraten, sondern beruflichen Erfolg haben, unabhängig sein, was ihr traditionsverhafteter Liebhaber nicht wirklich verstehen kann, so sehr er sich auch bemüht. Die Risse in der Familie sind auch die Risse in der Gesellschaft. Eine Familie sitzt heimatlos zwischen allen Stühlen. Ein dramatisches Ereignis bringt dann das wacklige Gefüge zum Einsturz. Das Buch ist ein Zeitdokument über Aufbrüche der Frauen in den Zwanziger Jahren und die reaktionäre Kehrseite. Es ist Margaret Goldsmiths zweiter ins Deutsche übersetzte Roman. Goldsmith kannte die Verhältnisse gut, sie lebte selbst in den Zwanziger Jahren in Berlin und war dort für die Amerikanische Handelskammer tätig. Gern gelesen, wenngleich die Dialoge für heutige Verhältnisse oft etwas hölzern wirken. Empfehlenswert für alle, die sich für die Literatur der Zwanziger Jahre interessieren. Übersetzt von Eckhard Gruber, der auch ein informatives Nachwort verfasst hat.

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